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wuerzblog @udwue "G" wie "Geschlechtsverkehr"? Können wir die #Twitterwall herbeischlafen? #udwue   in reply to udwue 8 hrs ago

Wind und Wein an der Festung

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Gäste und FestungUnge­fähr zur sel­ben Zeit, als Horst Köh­ler den Bun­des­tag auf­löste, löste der Wind einige Fri­su­ren am Wein­fest an der Fes­tung auf. Aber die Stim­mung auf dem Mari­en­berg war bestimmt bes­ser als in Ber­lin.
Hat man erst mal den anstren­gen­den Auf­stieg (für Rau­cher wie mich) geschafft, steht man doch in einer recht schö­nen Kulisse. Neben und über einem die Fes­tung, vor und unter einem die Stadt Würz­burg. Im Burg­gra­ben (Schot­ten­flanke) selbst waren viele Bier­bänke Wein­bänke auf­ge­stellt, dort waren die Wein– und Essens­stände — und die Bühne für die Band. Laut Pro­gramm muss ges­tern wohl „For­mel 1″ gespielt haben, den Namen hab ich aber nicht mit­be­kom­men. Gute Rock-Cover-Band, mit eini­gen Lie­dern, die man nicht immer hört.

Der Wein war pro­ble­ma­tisch. Vom Hof­kel­ler bin ich ja nicht sooo begeis­tert, wie man weiß. Der offene Rot­ling ging zwar — aber was will man bei Rot­ling auch falsch machen! ;-) Trotz­dem haben wir uns danach einen Bocks­beu­tel Ries­ling gegönnt, der war qua­li­ta­tiv deut­lich bes­ser als die offe­nen Weine. Drum hat sich das Kopf­weh heute mor­gen auch in Gren­zen gehal­ten! :-)

Essen war ok, auch wenn es bei den Teig­wa­ren einen klei­nen Ver­sor­gungs­eng­pass gab. So kam ich nicht zu einem Sand­wich, son­dern nur zu einer mit Käse beleg­ten Lau­gen­stange — die zwar teuer (2,40 €), aller­dings auch über­ra­schend lecker war. Die Brat­würschtl schmeck­ten auch, nur gab es wie­der diese üblen Kühne-Senftütchen dazu, die man a) kaum öffnen kann und b) über­all hin­schmiert, nur nicht auf die Wurst.

Neben der Bühne ging es hin­un­ter zur Bas­tion St. Johann Nepo­muk, wo sich die Sekt– und Espresso-Area befand. Hier tum­melte sich spä­ter die „Pro­mi­nenz” in einer ganz nett gestal­te­ten Umge­bung mit tol­lem Aus­blick über Würz­burg. Der Ver­an­stal­ter hat sich zumin­dest Mühe gege­ben, es nett her­zu­rich­ten. Die Bis­tro­ti­sche waren mit Stoff ver­klei­det, die Bäume wur­den mit bun­ten Schein­wer­fern ange­strahlt — nur die­sen furcht­bar häß­li­chen Zaum an der Bas­ti­ons­mauer hätte man sich spa­ren kön­nen. Ich ver­mute zwar fast, sie muss­ten ihn als Absturz­si­che­rung anbrin­gen, aber man hätte ihn viel­leicht etwas schö­ner gestal­ten können.

Fazit: Für den ers­ten Ver­such an der Fes­tung Mari­en­berg ein Wein­fest zu ver­an­stal­ten, war es doch recht gelun­gen. Wenn Wind und Wet­ter pas­sen, werde ich auf jeden Fall noch ein­mal hingehen.

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