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wuerzblog @udwue "G" wie "Geschlechtsverkehr"? Können wir die #Twitterwall herbeischlafen? #udwue   in reply to udwue 8 hrs ago

Unsere Stadt soll reicher ... ähhh ... schöner werden

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Heiß her geht es nicht nur beim Wet­ter, auch in der Pla­nung der Zukunft Würz­burgs kocht vie­les auf.
Nach­dem das Arcaden-Projekt im am Ring­park und ehe­ma­li­gen Post­ge­lände letz­tes Jahr abge­schmet­tert wurde, schien sich das Thema „Shop­ping Mall” erst mal erschöpft zu haben. Dann kam der Vor­schlag auf (ok, den gab es schon län­ger), das Gelände des ehe­ma­li­gen Mozart­gym­na­si­ums mit einem Ein­kaufs­zen­trum zu bebauen. Und nun tönt die Bahn herum, sie saniere den Bahn­hof nur, wenn die Stadt die Pläne von mfi umsetzt und auf dem Post-Areal neben dem Bahn­hof einem sol­ches Ein­kaufs­zen­trum errichtet.

Punkt1: Liebe Bahn! Dass du jetzt Frack­sau­sen bekommst, weil die Bild­zei­tung den Würz­bur­ger Bahn­hof als den häß­lichs­ten Deutsch­lands gekrönt nicht sehr gut bewer­tet hat, ver­stehe ich schon. Aber zum einen ist er schon seit vie­len Jah­ren so häß­lich, zum ande­ren ist es ja wohl das urei­genste Inter­esse der Bahn, dass ihre Bahn­höfe attrak­tiv sind. Und wenn ihr euch das nicht leis­ten wollt könnt, dann müsst erst mal ihr damit leben. Und die Leute kom­men auch mit einem häß­li­chen Bahn­hof nach Würz­burg — sie lau­fen nur schnel­ler durch das Gebäude durch. Der Image­ver­lust geht erst mal voll auf eure Kos­ten. Wenn ihr das Bahn­fah­ren anzie­hend machen wollt, dann müsst ihr das auch selbst in die Hand nehmen.

Punkt2: Wie kann so ein Ein­kaufs­zen­trum die Stadt lang­fris­tig för­dern? Ich kann mir ein­fach nicht vor­stel­len, dass die Leute mehr ein­kau­fen. So ein gewöhn­li­cher Kon­su­ment wie ich hat ja nur eine begrenzte Menge Geld zur Ver­fü­gung. Die­ses Geld kann ich in die­sem Zen­trum aus­ge­ben — dafür woan­ders nicht mehr. Das heißt, ent­we­der über­lebt diese Shop­ping Mall oder der städ­ti­sche Ein­zel­han­del.
Nun gibt es auch das Argu­ment, dass das neue Kon­sumareal auch die Leute aus dem Umland mehr anzieht. Das Ein­zugs­ge­biet wird auf den mfi-Seiten ein­drucks­voll beschrie­ben:

[…] leben im Ein­zugs­ge­biet der Würz­burg Arca­den rund 1.057.900 Men­schen, die ein ein­zel­han­dels­re­le­van­tes Nach­fra­ge­vo­lu­men von 4,8 Mil­li­ar­den Euro gene­rie­ren. Das Ein­zugs­ge­biet reicht von Bad Neu­stadt im Nor­den bis Rothen­burg o. d. T. im Süden, von Wert­heim im Wes­ten bis Knetz­gau im Osten.

Knetz­gau? Ok, es fah­ren schon mal Leute von Knetz­gau nach Würz­burg zum Ein­kau­fen. Aber für die Knetz­gauer sind auch Schwein­furt und Bam­berg recht nahe­lie­gende (im wahrs­ten Sinne des Wor­tes) Ein­kaufs­ziele. Mit Bad Neu­stadt ist es ähnlich. Und von Rothen­burg ob der Tau­ber wol­len wir gar nicht reden, der gemeine Würz­bur­ger weiß doch nicht mal wo das liegt. Die deut­li­che Mehr­zahl der Kon­su­men­ten in Würz­burg besteht doch wohl aus Würz­bur­gern und Bewoh­nern des Würz­bur­ger Landes.

Punkt 3: Ach, ich weiß nicht so recht. Natür­lich wäre es schön, wenn es geschäft­lich in Würz­burg voran gehen würde. Aber ob da ein so ein gigan­to­ma­ni­scher Kon­sum­tem­pel die Lösung ist, wage ich zu bewei­feln. Wäre es nicht bes­ser, wenn die beste­hen­den Geschäfte ihre Läden und Ange­bote reiz­vol­ler machen wür­den, wenn die Aus­wahl viel­fäl­ti­ger wäre (nicht in jeden leer­ste­hen­den Laden einen Discount-Bäcker) und die Stadt an sich ansprechender.

Viel­leicht wäre in eine Kon­zen­tra­tion auf das CCW­plus sinn­vol­ler — damit bekommt man wirk­lich „fri­sche” Kon­su­men­ten nach Würz­burg und nutzt einen gro­ßen Vor­teil Würz­burgs — es liegt ver­kehrs­tech­nisch sehr güns­tig in Deutschland.

Oder, oder, oder …

2 Kommentare

  1. Seit wann wer­den in Würz­burg Dinge so gebaut wie im Modell vorgesehen? .…

    Nein, Scherz bei­seite: Es ist ein­deu­tig noch zu früh, sich sol­che Gedan­ken zu machen bzw. sol­che For­de­run­gen auf­zu­stel­len. Das Pro­jekt befin­det sich doch erst in der Würzburg-typischen War­te­schleife und wird dort — wie Marktplatz-Bebauung (sinn­voll), Congress-Erweiterung (sehr sinn­voll) und Bahnhofs-Aracaden (kann man drü­ber strei­ten) wahr­schein­lich gar nicht mehr her­aus kommen.

    Oder man gibt den Auf­trag einem Bau­herrn, bei dem die Schwie­rig­kei­ten vor­her abzu­se­hen sind (siehe Hotel­turm), dann wird halb gebaut und der Rest bleibt als Ruine ste­hen, weil das Geld aus­geht .…auch ›ne Möglichkeit.

  2. Hallo,

    sofern das Mozart-Gym so bebaut wird, wie die Modelle vor­se­hen, ok, aber: Bitte den PLatz hin zum Thea­ter nicht so abschot­ten. Man kommt aus dem Thea­ter her­aus und sieht eine Häu­ser­front vor sich. :-(

    Etwas mehr Luft bzw. eine Öffnung des Center-Eingangs in Rich­tung Thea­ter bzw. das Haus nach „hin­ten” (in Rich­tung AOK-Filliale) ver­scho­ben, sodaß ggü. dem Thea­ter noch ein klei­ner Platz wäre, fände ich per­sön­lich bes­ser… dann könnte man auch hier den beste­hen­den Zebra­strei­fen wei­ter­nut­zen und wäre direkt(!) vor dem Ein­gang des Cen­ters. Evtl. viel­leicht auch eine Stra­ßen­un­ter­tun­ne­lung wie frü­her am Bar­ba­rossa­platz (Juliuspromme)?

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