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wuerzblog @udwue "G" wie "Geschlechtsverkehr"? Können wir die #Twitterwall herbeischlafen? #udwue   in reply to udwue 8 hrs ago

Keine Kinder, keine Ehe?

| 2 Kommentare

Pas­send zum kom­men­den CSD-Motto „Traut euch!”:
Die Stadt Würz­burg hat ges­tern in einer knap­pen Abstim­mung beschlos­sen, den Trau­saal im Rat­haus auch wei­ter­hin für homo­se­xu­elle Paare ver­schlos­sen zu hal­ten. Warum? Frau Beck­mann wies auf den beson­de­ren Schutz der Fami­lie im Grund­ge­setz hin — sie meinte wohl

Arti­kel 6
(1) Ehe und Fami­lie ste­hen unter dem beson­de­ren Schutze der staat­li­chen Ordnung.

Und da kann man auch nichts dage­gen sagen. Schön, dass Ehe und Fami­lie vom Staat so hoch aner­kannt sind, finde ich wirk­lich gut. Aber da steht nicht „hete­ro­se­xu­elle Ehe”. Da steht auch nicht „hete­ro­se­xu­elle Ehe, aber nur wenn Kin­der da sind”. Ist die Ehe nur schüt­zens­wert, wenn ein Kin­der­wunsch da ist oder die Mög­lich­keit zur gemein­sa­men Fort­pflan­zung?
Denn im Trau­saal dür­fen ja auch hete­ro­se­xu­elle Paare hei­ra­ten, die nie­mals Kin­der wol­len oder haben kön­nen. Und genauso gibt es ja homo­se­xu­elle Paare, die Kin­der aus vor­he­ri­gen hete­ro­se­xu­el­len Part­ner­schaf­ten haben, also eine Famile sind. Ste­hen die nicht unter dem beson­de­ren Fami­li­en­schutz?
Ganz ein­sich­tig ist mir das nicht.

Schön, dass ich als hete­ro­se­xu­el­ler ver­hei­ra­te­ter Mann den beson­de­ren Schutz des Staa­tes genie­ßen darf. Aber Kin­der haben wir noch keine — ich hoffe, da läuft für uns keine Frist ab. Eine Mah­nung staat­li­cher­seits wie

„Ihr beson­de­rer Schutz droht abzu­lau­fen. Bitte zeu­gen sie in den nächs­ten 6 Mona­ten ein Kind oder ihre Ehe wird annuliert.”

kam noch nicht.
Noch.

2 Kommentare

  1. Kann man da nicht irgend­wie gericht­lich gegen vor­ge­hen? Ich meine, der Rath­haus­saal ist doch ein öffent­li­cher Raum oder nicht? Besteht da nicht die Ver­pflich­tung sich gel­ten­den Geset­zen zu beu­gen? Schliess­lich bricht Bun­des­recht Landesrecht…

  2. Na dann wol­len wir Frau Beck­mann beglück­wün­schen, für diese fort­schritt­li­che Ent­schei­dung, in einer Stadt, in der so viele Junge Men­schen woh­nen.
    Da hilft es wohl auch wenig, medi­en­wirk­sam die Bas­ket­ball­mann­schaft anzufeuern.

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