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wuerzblog @udwue "G" wie "Geschlechtsverkehr"? Können wir die #Twitterwall herbeischlafen? #udwue   in reply to udwue 8 hrs ago

Tod der Geknickten

| 6 Kommentare

Ges­tern ver­starb Karl Knüp­fing, der Besit­zer des Brat­wurst­stands am Markt­platz. Seine Würste waren legen­där, wer noch noch keine „Genickte mit” dort gekauft.
Er ist bei der Repa­ra­tur des Fett­ab­schei­ders erstickt — so maka­ber das ist, ist es doch eine wür­dige Situa­tion für einen Metz­ger zu ster­ben.
Mein erns­tes und tie­fes Bei­leid für seine Fami­lie und Freunde.

6 Kommentare

  1. Der Bei­trag von Tho­mas strotzt von Vor­ur­tei­len: Die Legende um die Wurst und der tra­gi­sche Tod ihres Erfin­ders sind das eine, der — unnach­ahm­lich leckere — Geschmack der Wurst und ihre Rezep­tur das andere. Blei­ben wir doch bei der Sache, der Wurst näm­lich: Diese ist nach eige­ner Kennt­nis (und nach mei­ner „sen­so­ri­schen Prü­fung”) auch 1 Jahr nach dem Unfall unver­än­dert super — was dafür spricht, daß auch die Rezep­tur gleich geblie­ben und kei­nes­wegs „tot” ist. Merk­wür­dig, daß Tho­mas gerade jetzt bes­sere Brat­würste aus­fin­dig gemacht haben will (viel­leicht in „Tylers Kneipe”, was auch immer das ist?). Daß Karl Knüp­fing auch als Mensch ein­ma­lig gewe­sen ist, sollte man nicht sei­nen Ange­hö­ri­gen vor­wer­fen und jetzt angeb­lich man­gelnde Herz­lich­keit ver­mis­sen (es ist für die Fami­lie sicher schwer genug, einen sol­chen Ver­lust zu ver­kraf­ten — in jeder Hin­sicht). Außer­dem habe ich kei­nes­wegs den Ein­druck, daß die Herz­lich­keit gelit­ten hätte. Und was die soge­nannte „Ästhe­tik” angeht, da soll­tet ihr euch mal eine Brat­wurst von der „ganz Jun­gen” geben las­sen: Die ist näm­lich nicht nur ganz ansehn­lich, son­dern außer­dem die Enke­lin von Karl Knüp­fing und Metz­ger­meis­te­rin — ein Grund mehr, warum die „Geknickte” nicht tot ist und hof­fent­lich noch lange weiterlebt !

  2. Ich muss doch der Ansicht von Herrn Knüp­fing, die Geknickte sei nicht tot, ent­schie­den wider­spre­chen. Mit Karl Knüp­fing ist auch die Legende um die Geknickte gestor­ben. Allein ihm wäh­rend des Anste­hens beim Zube­rei­ten sei­ner Würste zuzu­se­hen, war eine Wonne. Herr Knüp­fing strahlte eine Herz­lich­keit aus, die sei­nen Stand zu etwas beson­de­rem machte. Geblie­ben ist davon nur noch die Wurst. Von Herz­lich­keit ist am Brat­wurst­stand nichts mehr zu spü­ren. Die alte Knüp­fing schaut wie eh und je ver­bis­sen und böse drein, die Junge wird ihr immer ähnli­cher und ist natür­lich auch ästhe­tisch keine Pracht. Inzwi­schen hab ich auch bes­sere Brat­würste aus­fin­dig gemacht… Schade, dass ein Mythos so mit einer Per­son unter­geht, und die Fami­lie es nicht schafft, ihn weiterzutragen…

  3. Oh, was? Dabei war die Wurst da echt legen­där. :(

  4. Pingback: Tylers Kneipe

  5. Das „wür­dig” ist berufs­be­zo­gen gemeint. Wie wenn ein Archi­tekt vom Zei­chen­brett erschla­gen oder ich als Web­de­si­gner von mei­nem Maus­ka­bel stran­gu­liert würde — mit­ten im Beruf eben.

    Das es mensch­lich ganz sicher eine Tra­gö­die ist, dar­über brau­chen wir, denke ich, nicht zu reden.

  6. Sehr geehr­ter Herr Thess
    Die Geknickte ist nicht Tot.
    Ich kann auch nicht ver­ste­hen was Sie unter einer wür­di­gen Situa­tion zum ster­ben verstehen.

    Mit freund­li­chen Grüssen

    Armin Knüp­fing

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