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wuerzblog @udwue "G" wie "Geschlechtsverkehr"? Können wir die #Twitterwall herbeischlafen? #udwue   in reply to udwue 9 hrs ago

Voller Kopf und drei Streifen weg

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Und schon ist der erste Tag des Inter­na­tio­na­len Film­wo­chen­en­des in Würz­burg vorbei.

Das Corso im Zeichen des FilmwochenendesDen Vor­mit­tag und Mit­tag über lag schon eine kleine Span­nung und Vor­freude in der Luft. Mit Freun­den und Kol­le­gen kam man immer öfter auf das Thema „Film­wo­chen­ende” zu spre­chen. „In wel­chen Film gehst du heute?” „Kannst du etwas emp­feh­len?” „Weißt du wie man die­sen Film­ti­tel ausspricht?”

Und los geht ... an die KartenUm 15.30 Uhr bin ich dann ins Corso gelau­fen, um mir die Karte für den ers­ten Film zu kau­fen. Auf den Weg dahin habe ich mir über­legt, in wel­chen ich eigent­lich gehe. Ich habe mich dann für „Zu klein für einen so gro­ßen Krieg” von Radu Gab­rea ent­schie­den. Und habe es nicht bereut. Der Film zeigt in ein­drucks­vol­len Bil­dern die Absur­di­tät des Krie­ges — jeden Krie­ges. Ein klei­ner Junge zieht mit rumä­ni­schen Sol­da­ten an die Front, anfangs noch gut gelaunt und spie­le­risch, spä­ter betrof­fen vom Tod sei­ner Kame­ra­den und ver­zwei­felt an der Suche nach Gerech­tig­keit, die sich in sei­nen Träu­men ganz anders dar­stellt.
Der Film lebte von ein­dring­li­chen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, einem etwas sku­ri­len Sound und einer zeit­lo­sen Sym­bo­lik. Die inter­es­sante Fra­ge­stunde mit Herrn Gab­rea nach dem Film konnte ich lei­der nur kurz ver­fol­gen, wei­ter ging es zum nächs­ten Teil des Filmfests.

Wor­auf ich mich immer sehr freue, das sind die Kurz­filme. Und so war ich schon ganz hip­pe­lig an der Kasse im Cine­maxX ange­stan­den. Lei­der waren die Kar­ten­ver­käu­fe­rin in die­ser frü­hen Phase des Film­wo­chen­en­des noch sehr plan­los und so dau­erte es fast 10 Minu­ten, bis ich meine Karte bekam. Und das, obwohl nur 3 Besu­cher vor mir in der Schlange waren.
die ersten Filme im CinemaxX Die Kurz­filme selbst waren bunt gemischt, in jeder Hin­sicht. Von der Dauer her gab es Film, die nur 2–3 Minu­ten gedau­ert haben, aber auch wel­che, die unge­fähr 10 Minu­ten lang waren. Jeder Besu­cher bekam auch einen Zet­tel, auf dem er dann seine bei­den Lieb­lings­kurz­film wäh­len konnte, die Bes­ten wer­den am Sonn­tag Abend noch mal gezeigt.
Ich fand eigent­lich die meis­ten Bei­träge in Ord­nung bis sehr gut, nur der Film „Little Spoon”. Der war zwar wun­der­schön gefilmt, aber ich habe ihn nicht ganz ver­stan­den. Es könnte darin um Ein­sam­keit und Wahn­vor­stel­lun­gen gegan­gen sein, bin mir aber nicht sicher. Sol­che Filme gelin­gen wohl nur Skan­di­na­vi­ern wirk­lich, bei die­sem Bei­trag fehlte mir etwas das Herz und der Kopf war ver­wirrt.
Meine bei­den Lieb­lings­filme — ohne jeman­den bei der Abstim­mung beein­flus­sen zu wol­len — waren „Vin­cent” und „Kurfrieden”.

Nach einem kur­zen Abste­cher ins Stan­dard ging es dann um 22.15 Uhr wei­ter mit einem eng­li­schen Thril­ler namens „Freeze Frame”. Ein Mann, der zu Unrecht eines Mor­des ange­klagt wurde und nur wegen eines Form­feh­lers frei­kam, filmt jede Minute sei­nes Lebens, um nicht noch ein­mal in Ver­dacht zu gera­ten. Doch natür­lich gerät er nach Jah­ren wie­der unter Mord­ver­dacht — doch die ent­las­ten­den Video­bän­der sind ver­schwun­den. Da ver­sucht er alles, um seine Unschuld zu bewei­sen.
Düs­ter, dun­kel und beklem­mend war er. Und im eng­li­schen Ori­gi­nal. Doch trotz der vie­len Dia­loge kam ich ganz gut mit, nur der Inspek­tor war etwas unver­ständ­lich, was aber auch daran lie­gen könnte, dass er stän­dig Blut gehus­tet hat. Die Bil­der waren erdrü­ckend, stän­dige Ein­blen­dung von dem Video­ma­te­rial, aus allen mög­li­chen Per­spek­ti­ven, ein Leben in und aus der Konserve.

Das schlimmste an so einem Tag ist das Heim­kom­men. Nun wir­beln die Bil­der der vie­len Film im Kopf herum, es wird wohl einige Stun­den Schlaf und Traum brau­chen, bis die wie­der sor­tiert und ange­kom­men sind. Und mor­gen geht es weiter.

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