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wuerzblog @udwue "G" wie "Geschlechtsverkehr"? Können wir die #Twitterwall herbeischlafen? #udwue   in reply to udwue 10 hrs ago

Web 2.0-Event in Würzburg

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YouTube, Wiki­pe­dia, Blogs, Pod­casts — das so genannte Web 2.0 ist schon all­ge­gen­wär­tig. Da war es für die Wer­be­agen­tur Buena la Vista an der Zeit einen Vor­trag mit Podi­ums­dis­kus­sion über das Thema „Mar­ke­ting mit Web 2.0″ zu veranstalten.

IMG_9167Da bin ich natür­lich als Blog­ger und frei­be­ruf­li­cher Web­de­si­gner in dop­pel­ter Hin­sicht ange­spro­chen. Und darum bin ich ges­tern durch den Nebel des Grau­ens in die Zel­lerau zum neuen Vogel Con­ven­tion Cen­ter gelau­fen, was ziem­lich gru­se­lig war (der Nebel, nicht das Cen­ter). Von der Arbeit ziem­lich geschafft habe ich mir erst mal einen lecke­res Glas Ries­ling gegönnt, das ich gleich an das Glas des Geburts­tags­kin­des Phil sto­ßen durfte. Und Luzi gesellte sich auch dazu. Die Räume waren erst recht mäßig gefüllt, was ein Rei­se­bus mit Stu­den­ten der FH Mann­heim schnell änderte.

IMG_9172Der Vor­trag über das Web 2.0 wurde von Patrick „Wer­be­b­log­ger” Brei­ten­bach gehal­ten, freier Mit­ar­bei­ter bei Buena la Vista. Und ich muss offen geste­hen — ich habe mich gelang­weilt. Nicht das Patrick ein schlech­ter Red­ner wäre, aber er erzählte im Gro­ßen und Gan­zen nur, was es für Anwen­dun­gen von Web 2.0 gibt. Von YouTube, Web­logs, Pod­casts, Wikis, etc. Als Ein­füh­rung im Prin­zip nicht schlecht, aber das Publi­kum setzte sich mei­nes Erach­tens zum gro­ßen Teil aus Leu­ten zusam­men, die diese Dinge direkt oder über diverse Medien ken­nen. Viel­leicht war die eigent­li­che Ziel­gruppe die Welt der unwis­sende Geschäfts­füh­rer von Fir­men, also poten­zi­elle Kun­den von Buena la Vista als Wer­be­agen­tur. Was an und für sich nicht schlimm ist, aber dann hät­ten die Ver­an­stal­ter das doch auch schon so bei der Ein­la­dung zu die­sem Abend ver­mit­teln sollen.

Auch kam der Vor­trag bei mir so an, als wolle er das Web 2.0 als das mes­sia­ni­sche Medium anprei­sen. Mit Web 2.0 wird alles gut. Inhalte kate­go­ri­sie­ren (tag­gen) und sie wer­den sofort gefun­den. Ein Firmen-Blog auf­zie­hen und ich gründe eine glück­li­che Fami­lie mit mei­nen Kun­den. Ein Wiki zu einem Pro­dukt auf­setz­ten und die Bedie­nungs­an­lei­tung und die Sup­port­funk­tion dafür schafft sich von selbst.
Das Web 2.0 (wobei ich immer noch nicht sagen kann, was damit genau gemeint ist) ist sicher keine schlechte Sache. Noch immer steckt die Tech­nik letzt­end­lich in den Kin­der­schu­hen und der Über­ra­schungs­fak­tor Mensch spielt in jeder Hin­sicht eine immense Rolle.

Der Vor­trag ging über in eine Dis­kus­sion mit Podium, an dem Ver­uschka Götz (Dozen­tin an der FH Mann­heim), Rai­ner Thome (Pro­fes­sor für Wirt­schaf­t­in­for­ma­tik an der Uni Würz­burg und mit noch vie­len wei­te­ren Pos­ten in Wirt­schaft und Poli­tik), Peter Tisch­ler (Geschäfts­füh­rer der Main Media GmbH) und noch­mal Patrick Breitenbach.

IMG_9175The­ma­tisch war auch bei der Dis­kus­sion nicht soooo viel zu holen. Aller­dings war sie recht unter­halt­sam, vor allem der stän­dige Schlag­ab­tausch zwi­schen Frau Götz und Herrn Thome. Er kam mir wie ein abso­lu­ter Tech­no­krat zu, der dem Men­schen am liebs­ten in den Hin­tern tre­ten wolle, damit der der Tech­nik end­lich hin­ter­her­kommt.
Die Zusam­men­set­zung des Podi­ums war mir etwas zu rosa­rot, Ver­uschka Götz etwas aus­ge­nom­men. Als es über das Thema des Gene­ra­ti­ons­pro­blems ging, zau­ber­ten alle fitte Ren­ter und tech­nik­in­ter­es­sierte Senio­ren aus der Tasche. Da habe ich mich schon gefragt, ob ich den fal­schen Umgang. Meine Eltern — durch­aus intel­le­gente Men­schen — wis­sen bis heute nicht wirk­lich, womit ich als Web­de­si­gner mein Geld ver­diene. Wenn ich meine älte­ren Nach­barn in Grom­bühl fra­gen würde, wie sie den neuen Fire­fox fin­den, sähe ich bloß große Augen. Sicher gibt es auch tech­no­phile Ren­ter, keine Frage. Es werde ver­mut­lich sogar mehr. Aber nach mei­ner Erfah­rung hat das Gros der Älte­ren kei­nen Zugang zu den neuen Medien (räum­lich, sozial und sprach­lich) und auch kein Inter­esse daran.
Auch wurde von einer Demo­kra­ti­sie­rung des Inter­nets gespro­chen. Sicher kein völ­lig fal­scher Begriff. Aber man sollte doch im Auge haben, das man damit das Volk (demos) auf die Inter­net­nut­zer beschränkt. Im Netz fin­den viel­leicht wirk­lich Revo­lu­tio­nen und Evo­lu­tio­nen statt, hier wird Wis­sen und Kul­tur gesam­melt und aus­ge­tauscht. Ein Teil davon sickert in die her­kömm­li­chen Medien durch. Aber die Men­schen, die nicht am Netz teil­ha­ben direkt kön­nen, aus sozia­len, finan­zi­el­len oder intel­lek­tu­el­len Grün­den, sind von die­sen Din­gen aus­ge­schlos­sen. Ihren Stim­men fehlen.

So rich­tig inter­es­sant wurde als aber beim Steh­emp­fang. Da wurde wirk­lich dis­ku­tiert. Da kam ich mit Main­post­lern in Gespräch, mit einem Pro­fes­sor für BLW (der meine letzte Ziga­rette geschnorrt hat), mit Medi­en­ge­stal­tern und Medi­en­ma­na­gern. Hier wur­den auch die kri­ti­schen Fra­gen gestellt, aber auch die Mög­lich­kei­ten des Web 2.0 benannt. Lange bin ich da aber dann doch nicht geblie­ben, denn wich­ti­ger als das Web 2.0 ist das Leben 1.0. Und so bin ich in den Plei­cher­hof um mit ein paar Blog­gern und Nicht­blog­gern Phils Geburts­tag zu begie­ßen. Das zählt!

Das Fazit für den Abend? Ich kann und will ihn über­haupt nicht schlecht reden. Die Ver­an­stal­tung war gut — bloß der Titel war viel­leicht falsch gewählt. „Web 2.0 für Dum­mies Ein­stei­ger” wäre bes­ser gewe­sen. Dafür wäre der Vor­trag sehr gut gewe­sen. Aber für mich, beruf­lich und pri­vat in Web 2.0 nicht ganz unbe­darft, hat der Event nicht viel hergegeben.

Über die Ver­st­an­stal­tung kann man auch z. B. hier und hier lesen. Es gibt auch Pod­casts vom Vor­trag und von der Dis­kus­sion.

60 Kommentare

  1. Hallo Herr Mayerhofer,

    wenn Sie wirk­lich Inter­esse an dem Thema haben so würde ich Sie bit­ten per­sön­lich mit uns in Kon­takt zu tre­ten. (patrick.breitenbach@buenalavista.de)

    Falls ihnen das zu „eng” sein sollte, ver­weise ich Sie auf unser Web­log bueanlog.de und dem werbeblogger.de dort setze ich mich inten­siv mit dem Thema auseinander.

    Im Grunde genom­men gibt es nicht DAS web 2.0 und auch nicht jedes Unter­neh­men muss gleich in Panik ver­fal­len wenn es keine Web 2.0 Ele­mente hat. Aber die Unter­neh­men die sich enger mit dem Web ver­net­zen wol­len, bie­ten die neuen Ent­wick­lun­gen jede Menge Zusatznutzen.

    Für mich beginnt Web 2.0 übri­gens schon unter der Haube. Sau­be­rer Quell­code (der in Zukunft auf allen Brow­sern funk­tio­nie­ren wird) Seman­ti­scher Code, also Code der von Such­ma­schi­nen bes­ser erfass­bar ist usw. Es ist ein kom­ple­xes Thema was man eben mit dem ver­ba­len Con­tai­ner „Web 2.0″ so schön zusam­men­fas­sen kann.

  2. Ein guten Mor­gen in die Runde.
    Ich darf eine Frage stel­len und ent­schul­di­gen Sie meine Unwis­sen­heit. Ist es mög­lich, das jetzt alle auf die große Ent­de­ckung war­ten, was WEB 2.0 wirk­lich ist? Kann es nicht sein, das WEB 2.0 DAS Ver­kaufs­ar­gu­ment für Agen­tu­ren ist, einem Kun­den nicht nur Sei­ten zu pfle­gen son­dern für viel Geld neu zu erstel­len, noch­mal zu ver­kau­fen? Für mich ist klar, daß hier kei­ner weiß, was WEB 2.0 eigent­lich sein soll und schlicht­weg ein neues Trend­wort ent­stan­den ist. Ich bitte Herrn Schnei­der oder Herrn Brei­ten­bach (oder wer sich sonst in der Lage dazu sieht) mir zu erklä­ren, was meine Inter­net­seite beinhal­ten muss, um im WEB 2.0 ange­kom­men zu sein. Ich bitte Sie mir es als Laien zu erklä­ren. Gerne lasse ich mich von Ihnen über­zeu­gen, wenn man mir erklä­ren kann, was genau eine WEB 2.0 Seite ist/hat/braucht.

  3. @Zerr: Puber­tät bedeu­tet nach mei­nem Ver­ständ­nis „erwa­che­sen wer­den” bzw. „Rei­fe­phase” und ist für mich nicht nega­tiv besetzt. Wer wie wir in einem krea­ti­ven Job tätig ist, weiß dass wir bei fast jedem krea­ti­ven Pro­zess so eine Phase durch­ma­chen. So steckt nach mei­ner Ein­schät­zung das Medium Web­log in Deutsch­land mit­ten in der Pubertät.

  4. Als ich im Buen­ablog von dem Wuerz­blog las und Herr Schei­der meinte, hier pube­rierte das Web 2.0 in Würz­burg, so dachte ich erst, er meine das anwer­tend.
    Aber er schien wirk­lich zu mei­nen, hier wird das Web 2.0 erwach­sen. Das ist auch meine Mei­nung. Und es wird auf unter­halt­same und authen­ti­sche Weise erwach­sen. :)

  5. @tilman: „weblog-kompatible — Kom­mu­ni­ka­tion” wäre nach mei­nen jun­gen Erfah­run­gen mit die­sem Medium eine Dis­kus­sion wert. Wer legt die Kri­te­rien für „kom­pa­ti­blen” Stil, Aus­druck und Wert­schät­zung fest? Wer ist für die Qua­li­tät der Kom­mu­ni­ka­tion ver­ant­wort­lich: Sen­der oder Emp­fän­ger? So bin ich z.B. weder belei­digt noch brüs­kiert, obwohl es bei Dir, Til­man, so ange­kom­men ist. Wir hop­peln viel­leicht doch mehr dem tech­nisch Mach­ba­ren hin­ter­her als wir mei­nen.
    http://www.buenalog.de/2006/11.….rchs-netz/
    Viel­leicht ist es an uns Wer­bern — vor­aus­ge­setzt wir ver­ste­hen uns als Kommunikations-Profis — eine Stil­kunde fürs Web zu ent­wi­ckeln. Du, lie­ber Til­man, hast in Dei­nem Kom­men­tar indi­rekt bereits damit ange­fan­gen. Keep on run­ning!
    Sicher­heits­hal­ber weise ich dar­auf hin, dass ich nicht belei­digt oder in irgend einer Form miß­mu­tig bin. Im Gegen­teil, der Dia­log macht mir Spaß. Ein per­sön­li­ches Gespräch würde mir jedoch min­des­tens genauso viel Spaß machen, vor allem wenn man sich bereits seit Jah­ren kennt.

  6. @Ralf
    möglicherweise.

  7. @giemaul: Ich nicht. Zum einen weiß ich nicht wie die Vie­len vor dem Inter­net kom­mu­ni­ziert haben und wie die Vie­len es jetzt tun. Zum ande­ren weiß ich nicht, warum ich dar­über nach­den­ken sollte. Im bes­ten Fall wüßte ich, frü­her war es so, jetzt ist es so. Und?
    Oder hab ich da was falsch verstanden?

  8. @mrs. aver­age: Danke für die Ein­la­dung zu einem Heiß­ge­tränk — ich weiß aber nicht wo ich klin­geln soll! ;-)

  9. Ich glaube schon, dass das Inter­net das Kommunikations-Verhalten vie­ler geän­dert hat. Ich würde gerne mal dar­über mit ande­ren nachdenken.

    Also warum nicht? So Anfang Dezem­ber würde ich mal einen Mitt­woch oder Don­ners­tag vor­schla­gen. Keine große Sache. Ein­fach mal 1 Stunde aus­tau­schen. wer macht mit?

  10. @Tilman: Wie du weisst habe auch ich Erfah­rung mit Blogs und Foren. ich sehe das nicht ganz so streng. Kri­tik wurde ja auch ange­nom­men oder zur Kennt­nis genom­men. Es kann auch durch­aus vor­kom­men, dass man etwas „rup­pig” wer­den kann, wobei ich das bei dei­nen Bei­spie­len noch sehr erträg­lich finde. Da sind man­che Kri­ti­ken weit­aus schliomn­mmer was die Gang­art angeht. Das wird aber oft sehr gerne vergessen.

    Also der Ton gilt auch auf bei­den Sei­ten. Das ist erst Kom­mu­ni­ka­tion auf Augenhöhe.

    Zum Thema Bar­camp: Gerne. Ich teile übri­gens deine Befürch­tung nicht, da es sich hier­bei um keine Ver­kaufs­kon­fe­renz han­delt son­dern eine Ad-Hoc-Unkonferenz, wo jeder Teil­neh­mer auch aktiv bei­steu­ert. So war meine Erfah­rung aus Berlin.

    Klar gibt es ein Orga­team aber das muss sich erst­mal fin­den. Jetzt war­ten wir erst­mal das Bar­camp in Nürn­berg ab. :-)

  11. Das will ich gern tun. Patrick.

    Wer län­ger in Foren, Mai­ling­lis­ten und eben auch Blogs unter­wegs war, weiss, wie sich Kri­tik in geschrie­be­ner Form von der im Gespräch geäu­ßer­ten unter­schei­den kann. Vie­les wirkt „schwarz auf weiss” här­ter als mit den man­nig­fal­ti­gen Unter­tö­nen, die Stimme, Ges­tik und Mimik bie­ten be„bildert”. Des­halb sollte der Kri­ti­sierte sich vor dem Abset­zen einer brüs­kier­ten oder belei­dig­ten Ant­wort immer fra­gen, ob diese in der Dis­kus­sion so wei­ter­führt. Das hat auch Helene oben schon erwähnt. Ich beziehe mich z.B. auf diese bei­den Beispiele:

    http://wuerzblog.de/2006/11/17.….mment-9052
    http://www.buenalog.de/2006/11.….omment-583

    Es war Eure Ver­an­stal­tung, mE war sie in bezug auf Besu­cher­an­zahl und all­ge­meine Orga ganz sicher ein Rie­sen­er­folg. Wenn hier oder anderswo daran Kri­tik geäu­ßert wird, dann ist es ganz genau das Wesen von Kom­mu­ni­ka­tion im heu­ti­gen Web, daß man damit umgeht. Ich finde es da per­sön­lich nicht ziel­füh­rend, einer­seits Ver­ständ­nis dafür ein­zu­for­dern, daß man im Vor­trag Berufs­ge­heim­nisse oder bestimm­tes Know­ledge nicht kos­ten­los preis­gibt, ande­rer­seits aber Swarm­Know­ledge bei den Teil­neh­mern (oder Kri­ti­kern) erwar­tet. Auch ein „Machts doch bes­ser” ist als Gegen­ar­gu­ment eben nicht trag­fä­hig, wenn Du mich fragst.

    Deine Idee, ein Bar­Camp in Wü zu orga­ni­sie­ren, finde ich jedoch ziem­lich reiz­voll, habe (auch was mich sel­ber angeht, da bin ganz ehr­lich) ein wenig Beden­ken, dass die lokale Nähe der Mit­ma­cher Scheu­klap­pen nicht ganz able­gen läßt und dann doch ein wenig mit dem eigent­li­chen Wis­sen und den Ideen hin­term Berg zu hal­ten, wäre aber gern in einem Kreis ver­schie­de­ner Ver­an­stal­ter (Bar­Camps sol­len ja gerade nicht von einer Per­son orga­ni­siert wer­den) mit von der Par­tie. Als Thema könnte ich „lokale Wer­bung im Inter­net, geht das?” vor­schla­gen und auch Erfah­run­gen und Tests beisteuern.

  12. Nein. Ich war nicht auf der Ver­an­stal­tung.
    Nein. Ich habe rein gar nichts mit der Wer­be­bran­che zu tun, oder mit Web­de­sign.
    Allen­falls als Rezi­pi­ent.
    Ich hatte das Stich­wort „Arca­den“ in die Wun­der­tüte namens Google ein­ge­ge­ben und hier auf­ge­schla­gen. Nach­dem ich die Ton­da­teien her­un­ter gela­den und ange­hört habe, hat sich meine Mei­nung nicht geän­dert:
    Es gibt kein web 2.0! Wo soll es sein? Seit btx zu Datext-J mutiert war, bin ich, was man „online“ nennt. Und seit es das Inter­net gibt, seit­dem ändert es sich. Es sind neue For­men hin­zu­ge­kom­men, die ich auch gern nutze, mehr pas­siv als aktiv, weil ich mich per­sön­lich nicht so gern expo­niere und ich lei­der so eine Art Datenspuren-Paranoia ent­wi­ckelt habe.
    Ange­sichts schnel­ler DSL-Zugänge muß man nicht mehr lange war­ten, bis Inhalte über­tra­gen sind. Die gewon­nene Zeit setzt man fürs Tria­gie­ren an, um Infor­ma­ti­ons­müll aus­zu­son­dern. Man bie­tet Ener­gie auf, um ner­vige Wer­bung aus­zu­schal­ten. Wer­bung ist not­wen­dig. Wie soll ich sonst von neuen Pro­duk­ten oder Ver­bes­se­rung bei bekann­ten erfah­ren?
    Ja. Her mit den Infor­ma­tio­nen! Aber warum haut man auf die Inter­net­ge­meinde mit der­sel­ben plum­pen Wer­be­keule wie im Fern­se­hen eine? Wie wäre es, wenn sich die Wer­be­ge­meinde mal was sen­sa­tio­nell Neues ein­fal­len las­sen würde? Die ein­ge­fah­re­nen Wege, die bei uns haptisch-geilen Buch­le­sern in der Dis­kus­sion vor­ge­wor­fen wer­den, ver­las­sen, emo­tio­nal und intel­lek­tu­ell anspre­chende Wer­bung in völ­lig neuer Form prä­sen­tie­ren. Mart­schreier gab es schon im Mittelalter…

    Jeder, der schon mal eine Email hin­sicht­lich eines Fir­men­pro­duk­tes an eine Firma geschickt hat und über dem War­ten auf Ant­wort alt und grau gewor­den ist – der wird dem Blöd­sinn, dass inter­ak­tive blogs von Fir­men für Kun­den das segens­rei­che Instru­ment der Zukunft sind, kei­nen Glau­ben schen­ken. Ein ande­res, altes bewähr­tes Medium des Feed­backs hat man doch gerade erfolg­reich geschleift. Mit­tels Callcentern.

    Deine älte­ren Nach­barn haben kei­nen Bezug zum Inter­net: Dann brau­chen sie es schlicht­weg nicht! Warum soll­ten sie Geld für Com­pu­ter, Pro­gramme und Ver­bin­dungs­ent­gelte locker machen, wenn es ihnen kei­nen ins Auge sprin­gen­den Vor­teil bie­tet? Es fehlt halt die sg. Kil­ler­ap­pli­ka­tion für Betagte. Die Wer­bung, die für die Nut­zung des Inter­net betrie­ben wurde und wird, zielt auch nicht gerade auf Herz und Hirn von Leu­ten jen­seits der 35. Das ist sicher sys­tem­im­ma­nent in der Wer­be­bran­che.
    Des Wei­te­ren wäre sicher zu über­den­ken, ob man bestimmte Abläufe kon­stant hal­ten müsste. Jün­gere hun­gert es nach stän­di­ger Ver­än­de­rung, ältere Leute benö­ti­gen schlicht mehr Kon­stanz. Ich war letz­tens mit mei­ner hoch­be­tag­ten Mut­ter zum x-ten mal am Bank­ter­mi­nal, um mit ihr die Über­wei­sung ihrer Klein­st­rech­nungs­be­träge zu trai­nie­ren. Ein Relaunch der Ober­flä­chen­füh­rung hatte sie geis­tig an den Anfang aller Bemü­hun­gen zurück­ge­wor­fen.
    Dank an meine ansons­ten so hoch­nä­sige Bank, dass bei ihr die Benut­zer­füh­rung schlüs­sig ist.

    Wenn sich der Würz­blog­ger wie­der mal in die nebel­um­wogte Zel­lerau ver­irrt: Komm auf ein Heiß­ge­tränk bei uns vorbei.

    P.S.
    Eigent­lich wollte ich mir mal die per­sön­li­che Home­page von Frau Götz anschauen, lei­der bin ich nicht fün­dig gewor­den. Bin ich wie­der mal zu blöd?

  13. @Tilman: Könn­test du uns bitte erklä­ren was du unter „web/blog kom­pa­ti­ble Kri­tik” ver­stehst? Das würde mich wirk­lich interessieren.

  14. lei­der musste ich auch nach mei­nem Kom­men­tar unter http://www.buenalog.de/2006/11.….omment-578 erfah­ren, dass Kri­tik dort­selbst nicht immer „web/blog kom­pa­ti­bel” beant­wor­tet wird.

    Aber ich bin mir, um mit Patrick zu spre­chen, sicher, daß dies nur eine Frage der Zeit ist.

  15. hallo an alle!

    also ich habe eure zei­len ja man­gels zeit nur über­flo­gen aber irgend­wie kommt hier das oben ange­führte thema zu kurz …so scheint es mir zumin­dest. ;-)

    also ich war bei der ver­an­stal­tung, hatte lei­der anschlie­ßend keine zeit für den schop­pen (sh..!) und kannte natür­lich als web­be­las­te­ter mensch schon den groß­teil des the­mas. nichts desto trotz war es inter­es­sant zu sehen, wie patrick es prä­sen­tierte und wie hier schon mal erwähnt wurde rei­chen manch­mal wenige pro­zent, die man mit­neh­men kann aus, um einen besuch für mich als loh­nend erschei­nen zu las­sen. genau das war bei mir der fall.

    buena la vista (bei denen ich kein kunde bin) und herr schnei­der kann ich für aus­rich­tung der ver­an­stal­tung nur dan­ken. sonst hätte ich ja auch meine weni­gen pro­zente nicht mit­neh­men können.

    ich denke so etwas sollte es ruhig öfters geben, gerne von fir­men oder spon­so­ren initi­iert, die sich auch etwas davon ver­spre­chen. und wir besu­cher neh­men sich auch gerne einen kur­zen „wer­be­block” in kauf um kos­ten­frei zuhö­ren und ein schlück­chen neh­men zu können.

  16. @ Danke Mar­lene für den Gag — am Ende eines Netz­werks ange­langt zu sein. Wie im Irr­gar­ten. Und der Appa­rat macht „TILT

    Emp­feh­lens­wert über die Funk­tion und Macht der Blog­ger ist der SPIEGEL-Artikel in der aktu­el­len Aus­gabe vom 20.11. Nr. 47, S. 150 ff. Das ist auch Web 2.0. Unter der Über­schrift „Die Macht der Blog­ger” berich­tet der Arti­kel über die Tat­sa­che, dass das Netz zum Alp­traum staat­li­cher Zen­sur und Dik­ta­tur wird. Die „blogs” ver­net­zen auch die Regimegegner.

  17. Hahaha! Der is auch nicht schlecht. Könnte von mir sein ;)
    http://www.ende.de/

  18. *Ähäm* Wenn ich kor­ri­gie­ren dürfte:

    Ich tor­pe­diere vor­an­ge­gan­gene „Dis­kus­sion” in keins­ter Weise, son­dern erbitte mir ledig­lich the­ma­tisch neue Lek­türe. Von mir aus debat­tiert mun­ter bis ans Ende des www
    http://www.onlinewahn.de/ende.htm ;)

  19. So, jetzt atmen wir alle mal tief ein … und wie­der aus! :-)

    Die Ver­an­stal­tung war so, wie sie war. Und jeder nahm von ihr ver­schie­dene Dinge mit. Ich halt wenig inhalt­li­ches, dafür ein paar nette und inter­es­sante Gesprä­che danach und einen leich­ten Rausch! ;-)
    Andere haben viel­leicht viel über das Web 2.0 gelernt oder es wurde ihnen erst mal bewusst, dass hier etwas geschieht.

    Was aus dem Web 2.0 als Mar­ke­ting­in­s­tu­ment wer­den wird, bleibt abzu­war­ten. Man sollte es nicht hoch­ju­beln, aber auch nicht gleich abwat­schen. Ent­spannte Span­nung sollte ange­sagt sein.

  20. @Dieter Schnei­der: Ich war auf der Ver­an­stal­tung, aller­dings hat sich meine letzte Kri­tik nicht auf die Ver­an­stal­tung bezo­gen son­dern auf die Aus­sage zuvor.
    Mit die­ser Aus­sage begebe ich mich nun aufs Glatt­eis, da ich selbst mache was ich eben noch kri­ti­siert habe.
    Im Netz­werk, bzw. Web 2.0, hat jeder die Mög­lich­keit seine Mei­nung kund zu tun, in einer Form, die allein sei­nem per­sön­li­chen Stil und Geschmack ent­spricht. Jedoch hat nie­mand das Recht, Aus­sa­gen der ande­ren als nicht qua­li­fi­ziert zu betrach­ten, bzw. als unkon­struk­tiv. Genauso wenig sollte eine Dis­kus­sion von einer ein­zel­nen Per­son die ganze Zeit tor­pe­diert wer­den und auf deren Ende gedrängt wer­den.
    Es ist zu akzep­tie­ren, dass es im Web 2.0 kei­nen Dis­kus­si­ons­mo­de­ra­tor, oder sons­tige Kon­troll­in­stanz gibt. Oft ist es schon schwer ein Ziel aus­zu­ma­chen, oder wohin hätte uns ein „kon­struk­ti­ver“ Bei­trag gebracht? Wel­chen Zweck hätte er erfüllt? Was ist das Ziel die­ser Dis­kus­sion?
    Ich las und lese die Kom­men­tare um ein Feed­back dar­über zu erhal­ten, was andere von der Ver­an­stal­tung gehal­ten habe und ob sie ähnli­che Schlüsse dar­aus gezo­gen haben. Was mich nicht inter­es­siert, blende ich ein­fach aus, sowie den Schrei nach einem Ende der Dis­kus­sion. Der ein­zige Grund, wieso ich mich am Ende auf diese Dis­kus­sion erst ein­ge­las­sen habe, ist die Tat­sa­che, das in mei­nen Augen der Grund­ge­danke des Web 2.0 noch nicht wirk­lich ver­stan­den ist, aber gleich­zei­tig schon ver­sucht wird, Kapi­tal dar­aus zu schlagen.

    P.S.: Ich gestehe meine Schuld ein; Ich habe oben schon mal als mojak gepos­tet, stehe aber auch zu die­ser Aussage.

  21. Was ist denn hier los: Wer von den Kom­men­tar­ge­bern war denn über­haupt bei der Veranstaltung?

  22. Lie­ber Dieter!

    Begrün­det durch per­sön­li­che Nicht­an­we­sen­heit bei besag­tem Event möchte ich mich mit Dei­ner gnä­di­gen Zustim­mung der Bewer­tung enthalten.

    Meine oben for­mu­lierte Kri­tik rich­tet sich auch nicht gegen das Web 2.0 als sol­ches son­dern in ers­ter Linie an die aber­wit­zige Dis­kus­sion, die hier geführt wird und deren pri­mä­rer Inhalt sich aus den Grup­pen der „Wir haben uns den Arsch auf­ge­ris­sen, um Euch was zu bieten”-Vertretern und „Wir haben was mords-tolles erwar­tet (durch Miß­in­ter­pre­ta­tion der Ankün­di­gung) und wur­den enttäuscht”-Community rekrutiert.

    An die­ser Stelle muss die Bitte um einen The­men­wech­sel gestat­tet sein. Ganz grund­sätz­lich (um Dich zu guter Letzt noch mit ein bischen Inhalt zu beglü­cken) halt ich das Web 2.0 für ne tolle, jedoch noch aus­bau­fä­hige Geschichte, die jedoch den neu­er­dings ent­fach­ten Tumult in keins­ter Weise recht­fer­tigt. Es macht ja gera­dezu den Ein­druck, als könnte man damit zum Mond fliegen.

    Aber wie heißt es so schön? „Soyons les enfants de notre ciè­cle.” Seien wir Kin­der unse­rer Zeit. Und des­halb nennt man Müsli jetzt Cerea­lien, auf die man einen Jie­per hat und das Dilemma via Web 2.0 ver­brei­ten kann. WOW! ;)

  23. Schau dir Wiki­pe­dia an, Die­ter, dann wirste moeda­hoes Aus­sage bes­ser ver­ste­hen.
    Swar­ming auf Fir­men los­zu­las­sen ist mE keine gute Idee.
    Aber das ist nun­mal Web2. Jeder darf was sagen.
    die logi­schen Fil­ter dafür mußte selbst basteln..

  24. @moedahoe: Wie darf, soll, muß, kann ich das verstehen?

  25. Kon­struk­tive Bei­träge im Web 2.0?
    Steht Web 2.0, nicht für Bei­träge jen­seits der erzwun­ge­nen Kon­struk­ti­vi­tät? Han­delt es sich hier­bei nicht um gesamt­ge­sell­schaf­ti­ges Brain­stor­ming, wobei die Ver­ant­wor­tung, das Kon­struk­tive vom Unkon­struk­ti­ven, die Wahr­heit von der Lüge, die Tat­sa­che vom Witz zu unter­schei­den, beim mün­di­gen Nut­zer liegt?

  26. @diemarlene: Also kein kon­struk­ti­ver Bei­trag zum Thema? Bleibt´s bei der „Gähn und räus­per” Kom­mu­ni­ka­tion? Schade.

  27. *GÄHN* Web 2.0 lang­weilt! NEIN! Natür­lich nicht. Sonst wär ich ja nicht hier ;)

    Schreib doch bitte bald wie­der was neues, Ralf und lass die trau­rige Debatte um einer­seits für­sorg­lich orga­ni­sierte, von der Gegen­seite miß­ver­stan­dene und letzt­lich dann doch von allen Teil­neh­mern mit Gra­tis­wein begos­sene Ver­an­stal­tun­gen hin­ter neuen Schil­de­run­gen Dei­nes spek­ta­ku­lä­ren Lebens im Stru­del der Geschichte ver­sin­ken ;)

    PS.: Ja, man kann mich als Tex­ter oder Gast­red­ner *räus­per* buchen ;)

  28. Übri­gens wenn tat­säch­lich Inter­esse an einer inten­si­ve­ren und Wur­zel­haf­ten Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Thema Web 2.0 besteht, wäre ich dabei ein Bar­camp (barcamp.org) in Würz­burg zu star­ten. Kann ich aber aus Zeit­grün­den nicht alleine auf die Beine stel­len. Helfe aber gerne wo ich kann.

  29. @Helene: Nicht nur Inhalt zählt bzw. der Inhalt wird schär­fer umris­sen, wenn man weiß wel­che Per­son dahin­ter steckt. Du hast ja sofort den Bezug von Namen auf Unter­neh­men her­ge­stellt. Daher ist das schon wich­tig zu wis­sen, mit wem man es zu tun hat. Fakt ist, jeder hat das Recht sich so zu nen­nen wie er es für rich­tig hält. Ich habe z.B. den Grund­satz nie­mals anonym zu kom­men­tie­ren, jeder darf wis­sen wer ich bin und warum ich so argumentiere.

    Ich habe bei Kri­tik schon oft erlebt, dass der anonyme Zeit­ge­nosse durch die Offen­le­gung sei­ner IP plötz­lich ganz andere Inten­tio­nen hatte zu kri­ti­sie­ren. Ist ja auch logisch, weil jeder Mensch ein ande­res Bewusst­sein hat. Der eine hat nur schlechte Erfah­run­gen mit der oder der Sache gemacht, also wird er eher dazu nei­gen die Sache zu kri­ti­sie­ren usw. Gibt übri­gens einen wun­der­ba­ren Arti­kel dazu in der aktu­el­len Brand eins. Es geht dabei um Vor­ur­teile und wie sie uns brem­sen. LESENSWERT!

    Schön dass wir uns beim Berufs­bild Blog­tex­ter, Blog­coach oder wie auch immer einig sind. Nur so kann es auch lang­fris­tig funk­tio­nie­ren.
    Wich­tige Vor­aus­set­zung: Sich in alle Blick­win­kel der Men­schen ver­set­zen kön­nen. Ihre Ängste wahr­neh­men und sie an die Hand nehmen.

    Siehe auch:
    http://www.werbeblogger.de/200.….ur-openbc/
    Wen der Umgang mit Com­mu­nities inter­es­siert. Nicht dass mich Ralf noch wegen Spam­mens ver­don­nert! ;-)

  30. @patrick: Ich kann natür­lich mei­nen vol­len Namen ange­ben (eine Web­site hab ich lei­der nicht), aber ich kann auch einen völ­lig ande­ren Namen ange­ben. Es hilft kei­nen was. Mir ist es egal wie die Kom­men­ta­to­ren hei­ßen und was sie arbei­ten. Der Inhalt ist es, der mich inter­es­siert. Und Herr Schnei­der diente mir, er möge es mir ver­zei­hen, nur als Bei­spiel. Ich glaube Ihnen jedes Wort, daß Sie über Herrn Schnei­der sagen. So sehr, daß ich fast mal mit ihm Kaf­fee trin­ken gehen würde. ;)

    Und auch bei dem 2. Punkt sind wird uns eigi­ger als Sie glau­ben. Natür­lich sol­len (und kön­nen) keine Wer­be­tex­ter Web­logs schrei­ben. Mir fiel bloß kein bes­se­rer Name ein. Blog­coach wäre auch das, was ich meine. Jemand der mit Wor­ten umge­hen kann und Erfah­rung mit Web 2.0 hat beglei­tet ein Unter­neh­men beim Blog schreiben.

  31. @Giemaul:

    Kri­tik ist immer gut. Alles eine Frage des Rah­mens. Ich denke wir haben ver­stan­den und die Kri­tik zur Kennt­nis genom­men. Die Anre­gung „Web 2.0 in der Pra­xis” behal­ten wir übri­gens im Hin­ter­kopf. Aller­dings dür­fen die Kri­ti­ker auch nicht den unter­schied­li­chen Blick­win­kel ver­nach­läs­si­gen. Wenn die Inten­tion des Ver­an­stal­ters eine andere ist als die eines Besu­chers kann es natür­lich nur zur Kri­tik führen.

    Ansons­ten wurde die Ver­an­stal­tung vom Rah­men her ja als für gut befun­den. Selbst meine Prä­sen­ta­ti­ons­art wurde nicht als gäh­nend lang­wei­lig wahr­ge­nom­men. Ledig­lich die Inhalte haben der Erwar­tung eini­ger nicht ent­spro­chen, ein­fach weil sie schon so viel wuss­ten. Das sollte sie doch eigent­lich stolz machen. Mei­ner Schwes­ter (20) musste ich am Wochen­ende zum bei­spiel erklä­ren was „brow­sen” ist. Also auch da bitte fair blei­ben und gege­be­nen­falls die Blick­rich­tung mal ändern.

    Danke!

  32. @Helene: Ich glaube es ist schon ein Unter­schied, ob man sich mit vol­lem Namen zu erken­nen gibt und als Vor­stand des Unter­neh­mens bekannt ist oder nicht. Aber jedem das Seine. Will ich auch gar nicht dar­auf rum­ha­cken. Übri­gens ist Die­ter Schnei­der tat­säch­lich ein sym­pha­ti­scher, tole­ran­ter und welt­of­fe­ner Mensch. Einer der Weni­gen die Ver­trauen der Blog­kom­mu­ni­ka­tion gegen­über schen­ken und damit let­zend­lich auch mir und mei­ner Arbeit. Einer der weni­gen Unter­neh­mer die den Mut haben dem Medium ein­mal anders gegen­über­zu­tre­ten. Daher muss ich ihn wirk­lich mal mit Zähne und Klauen verteidigen.

    Bedenkt nicht jeder wächst auf Anhieb da hin­ein. Auch ich musste am Anfang Federn las­sen. Jeder lernt dazu. Wenn wir die Men­schen an die Hand neh­men ler­nen sie schnel­ler als wenn wir sie umge­hend hef­tig bestrafen.

    Einen Unter­neh­mens­blog als Blog­tex­ter zu füh­ren wäre fatal. Das ist nichts ande­res als der Wer­be­tex­ter und am Ende wer­den die Leute den Bra­ten rie­chen. Aber ein Berufs­mo­dell könnte der Blog­coach oder der Com­mu­nity Mana­ger sein. Denn einen Umgang mit Blog­le­sern bzw. Men­schen im Medium Inter­net will und kann gelernt sein. Also tat­säch­lich ein Beglei­ter eines Unter­neh­mens­blogs. Aber auch das ist nur ein mög­li­ches Modell von vie­len, wie ein Unter­neh­men ein Blog ein­set­zen könnte. Im Übri­gen gibt das Web 2.0 für Unter­neh­men wesent­lich mehr her als ein­fach nur Blogs zu führen.

    Ralf könnte ich mir übri­gens auch gut darin vor­stel­len. Bzw. alle die mit Blogs und ihren Lesern erfolg­reich umge­hen können.

  33. Manö­ver­kri­tik ist immer gut — auch wenn sie mal här­ter aus­fällt. Ich war nicht da, also kann ich nur die Gemü­ter beruhigen.

  34. @patrick: „ver­ba­ler Flo­rett­tich”? Wird hier das Stil­mit­tel des Euphe­mis­mus ange­wandt? ;-) Aber auf jeden Fall ein schö­ner Begriff! :)
    Übri­gens ist der Unter­neh­mens­ver­tre­ter mir genauso anonym wie ich ihm. :)

    Zu dei­nen Ant­wor­ten: Ja, du hast recht! Und ich würde den mensch­li­chen Fak­tor nicht unter­schät­zen. Man muss auch per­sön­lich mit Kri­ti­ken (und auch Lob) umge­hen könnne. Und diese Gabe ist nicht jedem in die Wiege gelegt. Dir, Patrick, traue ich auf jeden Fall zu, ein Unter­neh­mens­blog zu füh­ren und zu beglei­ten. Dem Würzblog-Ralf, den ich nicht per­sön­lich kenne, min­des­tens genauso. Die­ter Schnei­der, den ich auch nicht kenne, traue ich das nach einem gele­se­nen Kom­men­tar nicht so sehr zu. Das ist nicht per­sön­lich gemeint. Es kann sein, daß er ein tole­ran­ter, net­ter und sym­pa­ti­scher Mensch ist. Viel­leicht kann er ein­fach nur nicht mit der neuen lite­ra­ri­schen Gat­tung „Web­log” nicht umge­hen und den gewoll­ten Ton tref­fen. Das kön­nen ganz viele nicht.

    Und so müsste eigent­lich eine ganz neue Berufs­gruppe erschaf­fen wer­den (oder zumin­dest fort­ge­bil­det oder neu aus­ge­siebt): Der Blog­tex­ter. Locker und seriös schrei­ben. Die Spra­che der Blog nut­zen und trotz­dem all­ge­mein ver­ständ­lich blei­ben. Mit dem Medium Web (2.0) umge­hen kön­nen. Auch viele klas­si­schen Tex­ter wer­den da Schwie­rig­kei­ten haben.

  35. Ihr habt mich noch nicht belei­digt erlebt! O.k. Zwei Stun­den ist nicht viel Zeit für ein so kom­ple­xes Thema. Ich bin der Mei­nung, dass wir das beste dar­aus gemacht haben. Any­way: Jetzt wür­den mich Eure kon­struk­tive Vor­schläge, Pro­gno­sen, Kon­zepte, Ideen Chancen/Risiken zum dem Thema (mit Marketing-Relevanz) inter­es­sie­ren. Bin gespannt!

  36. @Helene: Also eine „Belei­di­gung” kann ich nicht so ganz raus­le­sen. Ich sehe das höchs­tens als ver­ba­len Flo­retts­tich. Man muss ja nicht dau­ernd Kreide fres­sen, zumal hier auch kei­ner ein Blatt vor den Mund nimmt. Ist ja okay. Auch Unter­neh­mens­ver­tre­ter kön­nen durch­aus mal selbst­be­wusst auf „Kri­tik” rea­gie­ren, das ist nicht nur den anony­men Blog­kom­men­ta­to­ren vorbehalten.

    Zu dei­ner Frage:
    Die meis­ten Fir­men kön­nen damit natür­lich nicht umge­hen, da ihnen die Vor­aus­set­zung (noch) dazu fehlt bzw. sie davon noch gar nichts wis­sen. Es erfor­dert ein Umden­ken in Tei­len der Unter­neh­mens­po­li­tik. Daher war auch eine Ein­füh­rung in das Thema wich­tig. Wer mich und mei­nen Blog kennt, weiß, dass ich nicht ein­fach allen ein Blog ver­kau­fen will, das wäre fatal und das würde ich am Ende auch nur ein­mal machen und dann nie wieder.

    Im Übri­gen machen es viele Blog­kom­men­ta­to­ren Unter­neh­men auch nicht gerade ein­fach auf Augen­höhe zu kom­mu­ni­zie­ren, ganz ein­fach weil viele Kon­su­men­ten dazu eben­falls nicht bereit sind. Sie wol­len eigent­lich einen Rol­len­tausch und end­lich mal von oben herab ver­ba­li­sie­ren. Die Pro­ble­ma­tik liegt also durch­aus auf bei­den Sei­ten, wie ich hier schon­mal geschil­dert habe:

    http://www.werbeblogger.de/200.….ch-web-20/

  37. @Dieter Schnei­der:
    Hab die Ein­la­dung dann wohl falsch ver­stan­den.
    Hab anstatt: „Mar­ke­ting des Web 2.0″
    „Mar­ke­ting im Web 2.0″ ver­stan­den, mein Feh­ler, aber danke noch­mal für den Schoppen.

  38. @dieter schnei­der: Ich hoffe nicht, daß Sie Ihren Kun­den so Web 2.0 ver­kau­fen wol­len: In Blogs belei­digt auf wenig Kri­tik reagieren!

    Wenn ich den Pad­cast kor­rekt im Ohr habe, dann sind Web­logs Chan­cen für Unter­neh­men, mit den Kun­den in Kon­takt zu tre­ten, auf Augen­höhe. Chan­cen also auch für Image­be­wah­rung und –stei­ge­rung. Dazu gehört, dass man Kri­tik rich­tig wahr­nimmt und rich­tig mit ihr umgeht. Sie haben in dem von Ihnen geschaf­fe­nen Bei­spiel bei­des nicht geschafft. Sie fühl­ten sich ange­grif­fen, wo Sie kei­ner angriff. Und Sie konn­ten dar­auf nur mit Gegen­an­grif­fen ant­wor­ten. Und in die­sem Moment haben Sie das Image Ihrer Marke beschädigt.

    Das ist auch mein Frage an das Mar­ke­ting mit Web 2.0. Können die Fir­men damit umge­hen? Auf Augen­höhe mit dem Kun­den zu sein? Wenn ja, dann ist das eine gute Sache. Wenn nein, dann kann der Scha­den enorm sein.

    Über Mar­ke­ting war in den Pod­casts übri­gens auch wenig zu hören. Ich weiß aber nicht, wie voll­stän­dig diese sind. So rich­tig in Erin­ne­rung geblie­ben ist mir eigent­lich nur die Aus­sage, dass Men­schen nicht lesen kön­nen. :-)

  39. *buhuu*
    Nivh weinen;)

    Naja, bin mal gespannt, wann die Dot­Com Blase 2.0 platzt..
    Spitzt sich ja alles schön dar­auf­hin zu.
    Man hätte aber mei­nen können,dass einige Leute aus der ers­ten Blase gelernt hätten.

    *Schäf­chen ins Tro­ckene bring*

  40. Tut mir Leid, wenn viele von Euch sich gelang­weilt haben. Ich möchte nur mal dar­auf hin­wei­sen, dass es sich pri­mär um eine Marketing-Veranstaltung gehan­delt hat. Stand übri­gens auch so in der Ein­la­dung. Über Mar­ke­ting kann ich aber recht wenig in den Kom­men­ta­ren lesen.
    An alle Freaks: Orga­ni­siert doch mal selbst einen rei­nen Web 2.0 Event, bevor ihr meckert. Bitte für den Besu­cher kos­ten­los, und so dass es den Schop­pen hin­ter­her kos­ten­los gibt. Der hat Euch ja offen­sicht­lich geschmeckt.

  41. Also ich war am Don­ners­tag in Veits­höch­heim beim Voll­play­back­thea­ter „Die ??? und der Teu­fels­berg”. Das war zwar ganz nett, ich habe 90% schon gekannt un 10% neues erfah­ren. Die „???” sind ja quasi auch „2.0″, nach­dem sie jetzt offi­zi­ell in „Die Dr3i” umbe­nannt wur­den. Die wirk­lich wich­ti­gen Dinge wur­den aller­dings auch nicht geklärt. Warum haben die ??? keine Fra­ge­zei­chen mehr und warum sind Jus­tus (Jupi­ter), Peter und Bob immer noch auf der Schule, obwohl sie min­des­tens so alt sein müss­ten wie ich und noch gute 4–5 Jahre älter…
    Im gros­sen und gan­zen war›s bei mir wohl so ähnlich wie bei euch, nur habe ich durch­aus Spass gehabt. Bei mir hats aber Ein­tritt gekos­tet. Viel­leich hat meine Oma doch recht gehabt: „Kost nix taugt nix”.
    Grüße,
    Alex

  42. Man muss bei der­ar­ti­gen Ver­an­stal­tun­gen und Semi­na­ren eini­ges bedenken:

    1. Infor­ma­ti­ons­ge­halt: Meis­tens weiß man schon 90 % des­sen, was gesagt wird. Aber die 10 % sind es wert, dass man hingeht.

    2. Kon­takte: Man geht doch nicht nur hin, um sich zu infor­mie­ren, son­dern auch um ein „Sehen-und-gesehen-werden”.

  43. Sau­ber Ralf,

    gut zusam­men­ge­fasst.
    War halt ne Wer­be­ver­an­stal­tung und ich bin mir nicht sicher, ob ein bezahl­tes „Semi­nar” mehr Weis­hei­ten ans Tages­licht gebracht hätte.
    Jedoch war es schön zu beob­ach­ten, wie viele Leute so ein Vor­trag im Moment doch anzieht. Web 2.0 ist anschei­nend wirk­lich in den Köp­fen angekommen.

  44. War die Prä­sen­ta­tion eigent­lich O’reilly zer­ti­fi­ziert? :) )

    Wes­halb ladet ihr Pro­vo­ka­teure zu sol­chen Ver­an­stall­tun­gen ein?

    Je mehr ich WIler kenne umso häu­fi­ger trifft fol­gen­des zu:
    „Dep­pen­BWL, Kin­der­gar­ten­in­for­ma­tik. Bost of both worlds”

    Ganz nor­mal wie Radio ist auch sehr wage.
    Glaub kaum, dass mein Vater auf einer Bau­stelle anfängt zu blo­gen, wenn er ein en Rohr­bruch repariert.

    Immer den Men­schen nach..hin zum Ausgang..bloß weg von hier

  45. @diemarlene: Vorne links, immer dem Men­schen nach! ;-)

  46. Hilfe! Ich bin im Web 2.0! Wo issn der Ausgang?

  47. Ich kenne seine Vor­le­sun­gen lei­der nicht. Kann ich daher nicht beur­tei­len, schon gar nicht da ich nicht weiß, in wel­chem Kon­text er die­sen Satz gesagt hat. Ich habe ihn ges­tern näm­lich als bewuss­ten Pro­vo­ka­teur wahr­ge­nom­men. Pro­vo­ka­tion ist eine sehr schöne Form, Men­schen zum Nach­den­ken zu bewe­gen (aller­dings auch immer der Gefahr mit­schwin­gend die Fron­ten zu verhärten)

    „Sei­ner Zeit vor­aus ist” ist also hier­mit frei inter­pre­tier– und bewert­bar. Was ja sowohl Zeit als auch Raum betrifft. ;-)

  48. ist sei­ner Zeit voraus?

    habe ich in sei­ner Vor­le­sung anders erlebt. Men­schen­ver­ach­ten­der Heu­schre­cken­ka­pi­ta­list würde es eher treffen.

    Sinn­ge­mäß (es ist schon ein paar Jahre her) sagte er in sei­ner Vor­le­sung dass er stolz dar­auf sei, dass wegen sei­ner Arbeit als Com­pu­ter­spe­zia­list Men­schen ihre Arbeit ver­lie­ren wür­den, weil es der Wirt­schaft nutzt.

    Da hat er aller­dings die Ele­men­tarste Regel des Wirt­schaf­tens nicht begriffen.

  49. Also erst­mal schön den Würz­blog­ger per­sön­lich ken­nen­ge­lernt zu haben.

    Zur Kri­tik kann ich auch nicht viel mehr hin­zu­fü­gen. Die Ver­an­stal­tung war so geplant, dass ich alle mit­nehme und zunächst ein­mal kläre was Web 2.0 ist. Ich habe die­sen Begriff ja als Con­tai­ner vor­ge­stellt, den ich eben nicht nur mit Inhal­ten und Anwen­dun­gen aller Art fül­len kann, son­dern auch mit Asso­zia­tio­nen. Das State­ment war ja ganz klar: Web 2.0 ist nix neues, wir sind alle drin.

    Offen­sicht­lich war der erste, erklä­rende Teil für man­che zu aus­führ­lich (habe aber etli­che dank­bare Stim­men gehört, die es gut fan­den diese Dinge so zu erklä­ren), denn spe­zi­ell auf das Mar­ke­ting bin ich im zwei­ten Teil inten­si­ver ein­ge­gan­gen. Ver­mut­lich haben die Web-affinen da schon abge­schal­tet (bis sie der K-Fee-Spot wie­der gewckt hat). Denn da ging es tat­säch­lich kon­kret um neue Ansätze im Mar­ke­ting und Ver­än­de­run­gen im Mar­ke­ting. Das ich hier nicht all zu kon­kret wurde, dürfte ver­ständ­lich sein, denn schließ­lich wol­len wir diese Form der Bera­tung ja letzt­end­lich als Agen­tur ver­kau­fen. Daher hielt ich den Vor­trag für eine aus­ge­wo­gene Mischung aus Infor­ma­tion, Impuls­ge­bend und eben auch anschlie­ßen­dem Net­wor­king. Es war eben ein Impuls­re­fe­rat kein Lösungsvortrag.

    Prof. Thome ist übri­gens äußerst fit und eben sei­ner Zeit vor­aus. Die Angst der Men­schen muss man eben immer mit ein­be­zie­hen. Und wir alle wer­den nicht von heute auf mor­gen zu Inter­net­nut­zern, aber der Trend dahin zeich­net sich sehr stark ab und schon bald wird das so nor­mal sein wie das Fern­se­hen und Radio.

    Dass bei­spiels­weise deine Eltern nicht wis­sen was ein Web­de­si­gner macht, würde ich nicht auf die „Unfä­hig­keit” dei­ner Eltern bezie­hen, son­dern viel­leicht auch auf die feh­lende Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen euch zu die­sem Thema. Schließ­lich könn­test du ihnen ja sehr wohl erklä­ren was das ist, ich glaube nicht, dass sie zu dumm oder zu alt sind das zu ver­ste­hen oder? Und genau für diese Men­schen war der Vor­trag zum Teil gedacht. Auf­klä­rung und Bar­rie­ren abbauen.

    Übri­gens diese Pla­ti­tüde „Wo bleibt der Mensch?” von Ver­uschka Götz fand ich ja herz­al­ler­liebst. Genau an die­sen Punk­ten war ich für einen lei­den­schaft­li­chen Prof. Thome mehr als dankbar.

  50. Die Bemer­kung über Thome als Tech­no­krat — typi­scher von der Infor­ma­tik begeis­ter­ter — mög­li­cher­weise nicht kri­tisch genug. Fach­mann. Man sollte sich mal seine „Grund­züge der Wirt­schafts­in­for­ma­tik” zu Gemüte füh­ren, da geht er doch etwas welt­of­fe­ner und inter­dis­zi­pli­nä­rer an die Infor­ma­tik ran.

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