Würzblog

Ganz knapp keine Arcaden.

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So, nun ist es ent­schie­den. Vor­läu­fig zumin­dest. Nach lan­gen und teil­weise ner­vi­gen Wochen des Wahl­kampfs wurde heute über den Bau der Arca­den auf dem ehe­ma­li­gen Post­ge­lände in Würz­burg ent­schie­den. Auch ich habe abge­stimmt, bin aber mit gro­ßem Bauch­weh aus dem Wahl­lo­kal in Grom­bühl gegan­gen, da ich wirk­lich erst in der Wahl­ka­bine meine Ent­schei­dung getrof­fen habe.

Laut Main­post haben 39,49% der Wahl­be­rech­tig­ten ihre Ent­schei­dung auf dem Wahl­zet­tel hin­ter­las­sen, was für einen Bür­ger­ent­scheid eine gute Wahl­be­tei­li­gung ist. Stich­frage gegen die Arca­den hat 20995 bekom­men, dafür waren 20010 Stim­men. Und somit wurde — nach den bis­he­ri­gen Zah­len — der Bau der Arca­den mit einer sehr knap­pen Mehr­heit von 985 Stim­men abgelehnt.

Einen etwas faden Nach­ge­schmack geben die 12,74% für den ers­ten Ent­scheid und 6,54% für den Zwei­ten — das waren die Anteile der ungül­ti­gen Stim­men. Eini­gen Wäh­lern waren die Stimm­zet­tel viel­leicht doch zu schwie­rig und unüber­sicht­lich. Die Stich­frage wurde nur von knapp 5% ungül­tig beantwortet.

Die Aus­zäh­lung der Stim­men war ein span­nen­des Ereig­nis. Auch wenn ich den Groß­teil der Zeit nach 18 Uhr auf dem Weih­nachts­markt und im De La Plan­cha ver­brachte, so wurde ich doch von der Mainpost-SMS und von die­mar­lene, die das Würz­blog ver­folgte, über das Drama auf dem Lau­fen­den gehal­ten. Und ich möchte hier auch allen dan­ken, die Infor­ma­tio­nen oder Dis­kus­si­ons­bei­träge gelie­fert haben, allen voran die­mar­lene und Björn­star.
Schein­bar war das Würz­blog eine recht wich­tige Infor­ma­ti­ons­quelle im Inter­net, da der offi­zi­elle Würzburg-Server ziem­lich schnell in die Knie gegan­gen ist. Die bis­her 1936 Sei­ten­auf­rufe spre­chen dafür.

Wie geht es nun wei­ter? Ich hoffe nicht, dass das Weg­blei­ben der Arca­den den Würz­bur­ger Ein­zel­han­del wie­der auf sein sanf­tes Ruhe­kis­sen schickt. Denn das wäre abso­lut schäd­lich. Sie soll­ten das außer­or­dent­lich knappe Ergeb­nis als Warn­schuß vor den Bug sehen und dar­aus die Kon­se­quen­zen ziehen.

Und vor allem inter­es­siert mich nun eine Frage, die mfi mei­nes Wis­sens nicht beant­wor­tet hat: Was pas­siert nun mit dem Post­ge­lände? Public View­ing auf Lebenszeit?

Die Würz­bur­ger Ergeb­nisse sind auf dem Stadt­ser­ver zu sehen, ganz offi­zi­ell ist das Ergeb­niss aber erst am Mittwoch.

Blog­bei­träge bei Schreib­ma­schine, Al Gore, Stede

94 Kommentare

  1. FROHE OSTERN

    HIHIHIHIHIHIHIAJAJAJAJAJJAJAJHAHAAHAHAHHAHA

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  5. @Giemaul — was die Arca­den­be­für­wor­ter dazu sagen? Das hier z. B.: Es war die beste Ent­schei­dung im Stadt­rat, dass das Mozar­t­areal jetzt nicht ange­nom­men wurde, denn es zeigt, dass man im Stadt­rat erkannt hat, dass diese Alter­na­tive keine ist. Man würde näm­lich die Innen­stadt nicht mit Käu­fern (mal ehr­lich, wer quält sich denn frei­wil­lig von aus­wärts durch den Dau­er­stau zu dem Mozar­t­areal, da fahr ich doch lie­ber gleich nach SW), son­dern mit Ein­kaufs­zen­trum­such­ver­kehr, Park­platz­such­ver­kehr gera­dezu flu­ten. Als Bei­gabe kämen dann noch Pro­bleme mit der Über­schrei­tung der Fein­staub­mess­werte am Kardinal-Faulhaber-Platz, und Pro­bleme mit der Unesco wegen der Resi­denz. Das kann doch nie­mand wirk­lich wol­len!? Es müsste doch schon jeder Laie begrei­fen, dass das keine Alter­na­tive sein kann. Ohne Stra­ßen­bahn­an­schluss schon mal gar nicht.

    Alleine diese zwei Punkte machen die Alter­na­tive schon unmög­lich, und das hat der Stadt­rat zum Glück erkannt.

    Auch ges­tern wie­der alles dicht in Würz­burg zur Haupt­ein­kaufs­zeit. Wört­straße zwei­spu­rig dicht, Frie­dens­brü­cke und Rönt­gen­ring stadt­ein­wärts so weit das Auge reicht, auch alles dicht, dass die Autos nicht mal mehr in der Grün­phase die Kreu­zung frei­ma­chen kön­nen. Und da sol­len die gesam­ten Ver­kehrs­ströme von 4 Him­mels­rich­tun­gen alle, unter ande­rem auch über den Rönt­gen­ring(!) am Ring­park vor­bei zum Mozar­t­areal, die ansons­ten über einen sehr kur­zen Zufahrts­weg über die Nord­tan­gente zu den Arca­den gekom­men wären?

    Wenn das EKZ am Mozar­t­areal zu klein wird, gibts zwar keine Ver­kehrs­pro­bleme mehr, aber es kommt erst recht nie­mand vom Umland. Also sollte man sich das Geld lie­ber gleich sparen.

    Dann ist noch die Frage, wer fin­det denn ein EKZ am Kardinal-Faulhaber-Platz über­haupt von aus­wärts? Man kann doch nicht sämt­li­che poten­ti­el­len Zufahrts­wege mit Hin­weis­schil­dern „Mozart­ga­le­rie” pflas­tern. Der Haupt­bahn­hof dage­gen ist in jeder Groß­stadt leicht zu fin­den, und damit auch Arca­den und Zugang zur Fuß­gän­ger­zone sogar direkt per Straßenbahn.

    Die ein­zige Chance für Würz­burg wäre, wenn des Arca­den­pro­jekt am Haupt­bahn­hof wie­der­auf­ge­nom­men wird, viel­leicht auch in etwas modi­fi­zier­ter Form, sonst geht es hier ganz rasant bergab. Nicht das Umland wird Ein­zugs­ge­biet von Würz­burg sein, son­dern umge­kehrt, Würz­burg wird Ein­zugs­ge­biet der wei­ter unten genann­ten Kon­kur­renz­städte und des Umlan­des wer­den, und das kön­nen doch auch die Arca­den­geg­ner nicht ernst­haft wol­len (oder doch?).

    Jeder andere Stand­ort würde ent­we­der die Innen­stadt mit Autos flu­ten, oder wäre in der grü­nen Wiese und würde die Leute erst recht von der Innen­stadt weg­lo­cken. Mit Eröff­nung der Stadt­ga­le­rie in Schwein­furt wird der gesamte östli­che und nord­öst­li­che Ver­dich­tungs­raum Würz­burg für den Ein­zel­han­del in der Innen­stadt ver­lo­ren sein. Die o. g. Para­me­ter kann nie­mand ändern (oder wol­len Sie sämt­li­che Zufahrt­stra­ßen zum Mozar­t­areal in ihrer Breite ver­dop­peln, Oegg­tor weg usw.?), des­halb kann es gar keine andere Alter­na­tive als den Stand­ort am Haupt­bahn­hof geben.

    Schon jetzt gehen poten­ti­elle Käu­fer aus Markt­hei­den­feld z. B. nach Aschaf­fen­burg in die Stadt­ga­le­rie oder nach Wert­heim Village.

    Mit Eröff­nung der Stadt­ga­le­rie in Heil­bronn 2008 wird auch der gesamte Bereich TBB für Würz­burg ver­lo­ren sein, denn Heil­bronn ist stauf­rei in kur­zer Zeit erreichbar.

    Super Aus­sich­ten nicht wahr? Der ange­rich­tete Scha­den ist kaum wie­der­gut­zu­ma­chen, und der wird genau die Ein­zel­händ­ler als Ers­tes tref­fen. Ich hoffe, dass das Arcaden-Projekt nach der Bin­dungs­frist wie­der auf­ge­grif­fen und durch­ge­zo­gen wird um zu ver­hin­dern, dass in der Innen­stadt noch mehr Geschäfte kaputtgehen.

  6. Gegen ein Ein­kaufs­zen­trum am MOZ-Areal war ich schon immer, weil ich es ver­kehrs­tech­nisch als extrem pro­ble­ma­tisch ein­schätze und auch die Bau­lage alles andere als ideal ist Da haben SPD und CSU schon recht, dass man sich nicht — wie gefor­dert — auf 15000 Qua­drat­me­ter fest­le­gen sollte. Inso­fern habe ich nichts dage­gen, dass die Ent­schei­dung so aus­ge­fal­len ist, und hoffe auf die Rück­kehr der mfi, die viel­leicht mit geän­der­tem Kon­zept und einer ein­deu­ti­gen Fest­le­gung der Ver­kaufs­flä­che und der Ver­kehrs­si­tua­tion am Bahn­hof bei der Mehr­heit der Würz­bur­ger durch­aus noch Chan­cen hat.
    Natür­lich ist das mit dem gemein­sa­men Kon­sens im Stadt­rat wie­der dumm gelau­fen, aber da haben mei­ner Mei­nung nach alle Schuld, da kei­ner mit dem ande­ren ver­nünf­tig reden will. Ich finde es auch unge­schickt, dass jetzt so getan wird, als wäre der Bür­ger­ent­scheid ein Ent­scheid für ein EKZ am MOZ-Areal gewe­sen. In Gesprä­chen mit Bür­gern und Mit­glie­dern der klei­nen Par­teien im Stadt­rat hatte ich öfter den Ein­druck, dass sich diese ins­ge­heim ein sol­ches auch nicht vor­stel­len kön­nen. Das war also nur eine nicht rea­li­sier­bare Flucht der Arca­den­geg­ner nach vorne wäh­rend des Wahl­kamp­fes, um über­haupt eine Ver­än­de­rung in der Innen­stadt zu bewir­ken. Viele von denen woll­ten es jedoch nie, weil der Ver­kehr, etc. noch viel pro­ble­ma­ti­scher ist wie am Bahn­hof.
    Frohe Weihnachten

  7. Ick zeige mir erjrif­fen: Mein Kom­men­tar vom 14. Dezem­ber hat den Nagel auf den Kopf getrof­fen. Als hätte ichs geahnt. Der Würz­bur­ger Stadt­rat hat es am ver­gan­ge­nen Mitt­woch bewie­sen und heute am Frei­tag stehts in der Main-Pest: „Kein Ein­kaufs­cen­ter an der Resi­denz — Über­ra­schung: CSU und SPD leh­nen Antrag klei­ner Frak­tio­nen für Mozar­t­areal ab.” Und was sagen die Arcaden-Befürworter nun?

  8. @allgäuer

    Rich­tig. Was in Würz­burg in der Kom­mu­nal­po­li­tik läuft ist nicht gerade auf dem Niveau einer dt. Uni­ver­si­täts­stadt. Klein-Klein und Hick-Hack. Der Trans­mis­si­ons­rie­men den demo­kra­ti­sche Struk­tu­ren dar­stel­len sol­len funk­tio­niert hier seit eini­gen Jah­ren nicht mehr.

    Ich kann nur das wie­der­ho­len, was andere — auch ich — schon vor der Arcaden-Entscheidung geschrie­ben haben. Es ist ein Armuts­zeug­nis für OB, Stadt­rat und kom­mu­nale Insti­tu­tio­nen, dass es über­haupt zum Bür­ger­ent­scheid kam. Wie hirn­los und füh­rungs­un­fä­hig kann diese „demo­kra­ti­sche Elite” nur sein, wenn nach der Arca­den­schlacht zwei Lager kom­pro­miss­los gegen­über­ste­hen. Das ist doch keine Entscheidung.

  9. @Florian K. — Dann bin ich mal auf mor­gen gespannt (habe da lei­der online keine Mög­lich­keit, das aufzurufen).

    Alleine die Tat­sa­che, dass die Betrei­ber der Gale­rie in SW den Zeit­ge­winn begrü­ßen, zeigt doch schon, dass die ganz klar auf die Kun­den aus dem Umland und aus Würz­burg selbst zäh­len. Die sind doch auch nicht dumm.

    Diese Äuße­rung von ECE ist sozu­sa­gen schon mal die erste „Anzah­lung” an die­je­ni­gen, die sich gegen die Arca­den aus­ge­spro­chen haben.

    Das mit dem Oegg­tor ist schon auch was, wenn die Schloss– und Gar­ten­bau­ver­wal­tung auch dage­gen ist, dann gibts schon noch mehr Wider­stand gegen das Mozar­t­areal unab­hän­gig vom Bürgerentscheid.

  10. Mor­gen wird dies in der gedruck­ten Main­post zu lesen sein, heute bereits online im Arti­kel „Stadt­ga­le­rie begrüßt Zeit­ge­winn”. Das mit dem Oegg­tor sind Infor­ma­tio­nen von Kon­takt­män­ner mei­ner­seits in ent­spre­chen­den Gre­mien :-) .

  11. @Florian K. — woher kommt den die Info? In der Main­post habe ich davon nichts gele­sen, oder habe ich es übersehen?

    Das habe ich auch schon von Anfang an gesagt, dass das ein Pro­blem mit der Unesco geben könnte, und mit dem Tor wird das ganz schnell ein Rie­sen­pro­blem mit dem Ver­kehr vom und zum Mozartareal.

    Wenn die was dage­gen haben, ist das MOZ sowieso unwi­der­ruf­lich gestor­ben, denn die Aber­ken­nung des Sta­tus der Resi­denz würde nie­mand ris­kie­ren, und dann sehen viel­leicht die Arcaden-Gegner bald auch ein, dass es kei­nen bes­se­ren Platz als das Haupt­bahn­hofs­areal gibt.

  12. Gute Idee von Stadt­rat Schel­ler, die Unesco in Bezug auf das MOZ-Areal als Stand­ort für ein Ein­kaufs­zen­trum mit Ver­kehrs­be­las­tung mal zu befra­gen. Sonst lan­det die Resi­denz wie das Dresd­ner Elb­tal oder der Köl­ner Dom schnell auf der Roten Liste. Die Schloss– und Gar­ten­bau­ver­wal­tung stört sich sowieso schon jetzt am vie­len Ver­kehr durch das Oegg­tor neben der Residenz.

  13. Ich würde, wenn das so gesagt wurde, auch nicht von der Visi­ten­karte spre­chen, aber für den Bahn­tou­ris­ten ist es zumin­dest das erste, was er von Würz­burg sieht und ich würde mich wohl drei­mal wie­der umdre­hen und heim­fah­ren, wenn ich in den Bahn­hof käme, dann den Vor­platz und das ganze Drum­herum samt Kai­ser­straße sehen würde.

    @Giemaul
    Wer soll ein schlech­ter Ver­lie­rer sein? Diese hohle und v.a. sinn­freie Pole­mik kann man doch nicht unkom­men­tiert ste­hen las­sen, oder?

  14. @feder: gebe ihnen voll­um­fäng­lich in allem recht was die situa­tion in regens­burg betrifft — tolle, zum teil auch kleinste ein­zel­han­dels­ge­schäfte, die der stadt selbst ein tol­les flair geben. hier in wü aller­dings eine unzahl von filia­lis­ten etc (ich glaube die anzahl/dichte der billig„bäcker” und opti­ker dürfte unan­ge­foch­ten in deutsch­land sein), ein mau­li­ger ein­zel­han­del der erst mal gene­rell gegen alles ist und ein schlicht unfä­hi­ger stadt­rat bm beck­mann, die nichts auf die reihe bekommt, eine ihk die däum­chen dreht usw usf. allein schon der spruch, den die pia b. man­tra­mäs­sig zu jeder pas­sen­den und pas­sen­den gele­gen­heit von sich gab, dass der bahn­hof doch „die visi­ten­karte würz­burgs” sei…bitte???!!! die visi­ten­karte ist doch eher das welt­kul­tur­erbe resi­denz, von mir aus die fes­tung oder das käppele…aber der bahn­hof???!!! wie bil­lig ist das denn? im übri­gen ist der wup­per­ta­ler bahn­hof auch nicht sooooooo toll, aber die wup­per­ta­ler wer­ben mit ihrer schwe­be­bahn — dies nur so als bei­spiel, wie die kom­plette dis­kus­sion um die arca­den schon von vorn­her­ein an die wand gefah­ren wurde. bin mal gespannt wie es weitergeht.

  15. Ist das ein schlech­ter Ver­lie­rer, der nach dem Ent­scheid die­selbe Mei­nung ver­tritt wie vor­her? Ich denke jeder hier akzep­tiert die (sau knappe) Ent­schei­dung, aller­dings kann man seine Mei­nung kund­tun, den BI´lern steht es ja eben­falls zu — aber die haben halt jetzt nichts mehr zu sagen den Ihr Ziel haben Sie ja erreicht

  16. @Giemaul — von der Seite der Arcaden-Gegner kamen also keine Beschimp­fun­gen? Da habe ich oben aber was ganz Ande­res gesehen.

    Ver­lie­rer sind übri­gens nicht wir, die Arcaden-Befürworter, son­dern die­je­ni­gen, die es jetzt noch nicht mer­ken: 1. Die Ein­zel­händ­ler, deren Stim­men wahr­schein­lich den Groß­teil der 985 Stim­men Mehr­heit aus­ge­macht haben, und 2. natür­lich die Attrak­ti­vi­tät von Würz­burg als Oberzentrum.

  17. @ im Fuß­ball spricht man von schlech­ten Verlierern

    mitt­ler­weile ist es wie­der ein­mal pein­lich wie einige Leute die Bür­ger­in­itia­tive bzw. deren Mit­glie­der beschimp­fen. Im Fuß­ball bzw. im Sport all­ge­mein grup­piert man so ein „ver­ba­les Ver­hal­ten” unter schlechte Ver­lie­rer ein.

  18. Unser Provinz-Kommunist scheint sich hier zuneh­mend zu ver­zet­teln? Er ist nicht nur ein Alles-Versteher und Alles-Erklärer, son­dern stiehlt sich nach erfolg­reich bestrit­te­nem Klas­sen­kampf ganz leicht aus der Ver­ant­wor­tung, weil ja Frau Beck­mann bezahlt wird und er nicht. Wenn man kein ande­res Kon­zept hat außer einem Mini­pro­jekt auf dem Mozart-Areal und alber­ner Klas­sen­kämp­f­er­po­le­mik, dann sollte man nicht groß­spu­rig die Klappe auf­rei­ßen und ver­hin­dern, was die, die tat­säch­lich dafür bezahlt wer­den, über­legt, vor­ge­schla­gen und beschlos­sen haben. Das ist eine ganz bil­lige Tour und macht die Arbeit der BI zuneh­mend lächer­lich; die Ein­zel­händ­ler wären mal bes­ser selb­stän­di­ger auf­ge­tre­ten, so sind sie eben­falls ver­meint­li­che Ring­park­schüt­zer ohne echte Alter­na­ti­ven. Zu allem Über­fluss wird hier gefa­selt, dass man mit Opus Dei Beck­manns Arbeit so gut ver­ste­hen könnte. Auweia, was war denn da im Glüh­wein! Und der gezo­gene Ver­gleich mit einer Par­tei ist schon toll­kühn und unverschämt.

  19. In der Main­post von heute hat jemand ein schö­nes Gedicht geschrie­ben, dass den jet­zi­gen Zustand sehr tref­fend beschreibt. Will zwar nie­man­den ver­är­gern, aber es ist ein­fach die Wahr­heit was der Leser schreibt. Dazu auf fol­gen­den Link gehen:

    http://www.mainpost.de/mainfra.….index.html

    Dann auf der Seite nach „Stille Stadt” suchen. Ansons­ten wei­ter unten auf der Seite fol­gen­den Titel anklicken:

    „Stille Stadt, dösende Stadt Moderne Stär­kung der Innen­stadt Enga­giert für die Zukunft Eine unsin­nige Ent­schei­dung
    Nach dem Arcaden-Entscheid: Stille Stadt, dösende Stadt, die’s Leben längst ver­las­sen hat…”

  20. Komisch, jetzt wollte die BI unbe­dingt noch im Dezem­ber was mit dem Mozar­t­areal anlei­ern, und nun ist Funk­stille. Anschei­nend doch nicht so drin­gend mit mehr kauf­kraft­an­zie­hen­der Flä­che wie es den Anschein erweckte.

    Dabei müsste man ja noch die gesamte Pla­nung für das Mozar­t­areal erst mal erstel­len, wäh­rend das Arca­den­pro­jekt ja bereits fer­tig geplant war. Da müsste man sich jetzt erst recht beeilen.

    Ich behaupte: So lange es hier in Innen­stadt­nähe kein EKZ gibt, wird nur die Peri­phe­rie von Würz­burg (Leng­feld, Heu­chel­hof, Neuer Hafen) pro­fi­tie­ren, und schlim­mer noch, die Kon­kur­renz in ande­ren Städ­ten. Dazu wird jetzt gerade unter http://www.ideen-fuer-unterfranken.de eine Umfrage mit Dif­fe­ren­zie­rung nach Ent­fer­nung zu Würz­burg durchgeführt.

    @Tom — die Innen­stadt von Schwein­furt ist wirk­lich nicht öde, da gibts sehr schöne kleine Gas­sen, aller­dings sind die zum rich­ti­gen Ein­kau­fen nicht allzu prak­tisch, weil man da mit Taschen nur schwer durchkommt.

  21. @tanyoaufmrücksitz

    Also ich wäre für z.B. einen Zara, Mango als Kon­ku­renz für H&M und natür­lich für klei­nere Würz­bur­ger Geschäfte, das liegt ja eigent­lich dann nur am Würz­bur­ger Ein­zel­han­del ob der schläft oder sich viel­leicht doch vor­stel­len kann in ein EKZ zu zie­hen, einen Saturn finde ich nicht wirk­lich schlecht, denn die haben einige Haus­mar­ken und auch Aktio­nen die ein Media Markt (trotz sel­bes Unter­neh­men) nicht hat. Was Kaufhof-Ähnliches wäre schön, viele ver­schiede Geschäfte mit ver­schie­de­nem Sor­ti­ment eben. Eine DM Dro­ge­rie evtl. usw.

    Und ja es gehört so ziem­lich alles der Kir­che, wenn die die letz­ten Jahre nichts an den Mie­ten gemacht haben wer­den die es auch in Zukunft nicht tun, also muss was ande­res her um die Kirch zu zwin­gen, sodass wie­der Würz­bur­ger auch eine Chance haben ein Geschäft zu eröffnen.

  22. @Tom
    Wie schon oft hier erwähnt. Es wird mit hoher Wahr­schein­lich­keit nicht mehr Aus­wahl geben, weil sich in einem EKZ Fili­al­ge­schäfte ansie­deln, von denen es in Würz­burg jeweils schon eins von jeder Sorte gibt. Es gibt dann die jewei­li­gen Arti­kel ein­fach in grö­ße­rer Stück­zahl. Und Media­markt bekommt einen Saturn ent­ge­gen­ge­setzt. Lei­der gehö­ren beide zum glei­chen Kon­zern und bie­ten eine sehr ähnli­che Pro­dukt­pa­lette an. Wel­ches Geschäft ver­mis­sen Sie denn kon­kret (außer IKEA), wenn man fra­gen darf?

    Zu den Mie­ten, liest man immer wie­der, dass viele Immo­bi­lien der Kir­che gehö­ren. Ich möchte mich da nicht fest­le­gen, weil ich es nur gele­sen habe, aber wenn dem so ist könn­ten ja die Ver­ant­wort­li­chen auch mal ihre christ­li­che Nächs­ten­liebe aus­le­ben, und die Mie­ten sen­ken um der Stadt unter die Arme zu greifen.

    Und: Schwein­furt lockt auf jeden Fall weni­ger Tou­ris­ten an als Würz­burg. Dabei geht es mir nicht um Shop­ping (weil das für mich kein Grund zum Ver­rei­sen ist), son­dern um Flair, Kul­tur und Archi­tek­tur einer Stadt.

  23. @nightrider

    Warum Sie mal ein Kon­zept vor­le­gen sol­len? Na weil Sie hier nix ande­res machen als nur labern labern und labern, die Leute Kri­ti­sie­ren ist ein­fach, das kann eigent­lich jeder aber für bes­sere Vor­schläge reicht es dann doch nicht.
    Sie schrei­ben Sie krie­gen kein Geld dafür, krie­gen Sie Geld für den Käse den Sie hier ver­zap­fen? Viel­leicht von der net­ten BI (bzw. Einzelhandel)?

    Und zu Frau Beck­mann:
    „Denn diese rechts­ra­di­kale Sekte betreibt die glei­che Poli­tik wie Beck­mann: Das große Geld för­dern und autoritär-repressive Struk­tu­ren eta­blie­ren. Bei­des lehne ich ab.”

    Wie lächer­lich ist dass denn, bitte? Sie unter­stel­len Frau Beck­mann Poli­tik im rechts­ra­di­ka­len Stil zu betrei­ben? Sie soll­ten mit Ihren Unter­stel­lun­gen ein biss­chen vor­sich­ti­ger sein. Was haben Sie für ein Pro­blem mit Beck­mann? Weil Sie eine Frau ist und sich bis jetzt nicht wirk­lich viel zu Schul­den hat kom­men las­sen? Oder wol­len Sie so einen alten ver­kapp­ten Herrn Weber der aus­ser grosse Reden nichts bewe­gen wird, weil er im letz­ten Jahr­hun­dert lebt?

    @tanyoaufmrücksitz

    ja es muss ein EKZ her, dass die Würz­bur­ger mehr Aus­wahl bekom­men, die Mie­ten in Würz­burg run­ter gehen (warum will kei­ner von den sich andau­ernd beschwe­ren­den Ein­zel­händ­lern Würz­burgs, nicht mal ein Geschäft z.B. in der Dom­strasse eröff­nen, zu teuer oder lohnt es sich nicht weil so viele lie­ber ins Umland abwandern?)und die Würz­bur­ger nicht ins Umland fah­ren müs­sen um mehr Aus­wahl zu bekom­men. Und da Würz­burg keine wirk­li­che Fuß­gän­ger­zone hat um ent­spannt shop­pen gehen zu kön­nen ohne dar­auf zu ach­ten von Fahr­rä­dern, Auto´s, Bus­sen und Stras­sen­bahn zusam­men­ge­fah­ren zu wer­den ist ein EKZ wirk­lich eine klasse Lösung.
    Und zu Schwein­furt: So öde ist die Innen­stadt da wirk­lich nicht, nicht viel mehr als Würz­burg jedenfalls.

  24. @Nightrider

    Wenn Sie die Fähig­keit zu Lesen mit der Fähig­keit des Texte ver­ste­hens kom­bi­nie­ren wür­den, dann würde Ihnen auf­fal­len, dass ich nir­gends geschrie­ben habe, ich würde aus Regens­burg kom­men. Meine Aus­sage war, dass ich Regens­burg sehr gut kenne. Dem ist auch so.

    Wenn Sie dane­ben noch den Unter­schied zwi­schen Stadt­ge­biet und Stadt­um­land ver­ste­hen wür­den und gleich­zei­tig (hof­fent­lich über­forde ich Sie nicht) in der Lage wären die offi­zi­elle Sta­tis­tik der Stadt Regens­burg zu lesen, dann würde Sie fest­stel­len, dass Regens­burg genau 129.859 Ein­woh­ner hat (Stand: 2005). Schwie­ri­ger wird es bei der Ein­woh­ner­zahl der Stadt Würz­burg — hierzu habe ich nichts auf der Home­page der Stadt gefun­den. Jedoch gibt die Regie­rung von Unter­fran­ken die Ein­woh­ner­zahl der Stadt Würz­burg mit 133.906 (Stand: 2005) an.

    Grä­men Sie sich nicht, jeder kann sich mal irren (wobei Sie das schein­bar häu­fi­ger tun :) )

  25. Naja, schreib ich auch mal wie­der was zum Stadt­thema Num­mer Eins. Die 100 Ein­träge krie­gen wir schon noch voll bis der Ralf hier wie­der zumacht. Viel­leicht ist ja der von Tobias vor­ge­schla­gene Link http://www.ideen-fuer-unterfranken.de wirk­lich die bes­sere Adresse für nicht enden wol­lende Arcadenphilosphiereien.

    @Tom
    2. ein Ein­kaufs­zen­trum muss her

    Warum eigent­lich? Was kannst du da kau­fen, was du bis­her noch nicht kau­fen kannst? Warum muss Würz­burg Super­me­ga­ein­kaufs­stadt sein? Es kommt doch nicht drauf an, dass ein Inves­tor hier tolle Kohle ver­die­nen kann, son­dern dass es den Bür­gern hier vor Ort an nix man­gelt (Stich­wort: schon vor­han­dene Filialgeschäfte).

    Dass Schwein­furt es nötig hat, ein Ein­kaufs­zen­trum zu bauen is ja klar. Die Stadt mit dem Charme einer Indus­trie­halle lockt kei­nen hin­term Ofen vor. Also muss man Anreize schaf­fen, damit über­haupt jemand zu Besuch kommt. Und wenn es nur zum Ein­kau­fen ist. Würz­burg is aber halt eher ne Tou­ristadt und sollte wirk­lich kucken, dass die in– und aus­län­di­schen Besu­cher hier nicht ver­schreckt wer­den (ja, ein schö­ner Bahn­hof wäre sicher vor­teil­haft, aber den kann die Bahn auch schön alleine zah­len). Also schon dar­auf ach­ten, dass der Flair die­ser tra­di­ti­ons­rei­chen und beschau­li­chen Kir­chen– und Kul­tur­stadt mit archi­tek­to­ni­schem Welt­kul­tur­erbe und lan­ger Wein­tra­di­tion net ver­lo­ren geht. Oder glaubt hier jemand ernst­haft, dass Würz­burg in abseh­ba­rer Zeit zur moder­nen ange­sag­ten Groß­stadt­me­tro­pole mutiert?

  26. @Feder

    Ob Sie aus Regens­burg kom­men, ist unklar. Im anony­men Inter­net kann man alles behaup­ten. Ihre fal­sche Angabe, Regens­burg hätte weni­ger Ein­woh­ner als Würz­burg (tat­säch­lich steht es 140.000 zu 125.000), spricht schon ein­mal gegen Ihre Orts­kennt­nis. Der Rest ist die übli­che Pro-Arcaden-Propaganda, die hier schon wider­legt wurde. Tipp: Las­sen Sie sich etwas Neues ein­fal­len. :-)

  27. @Tom

    1. Warum soll ich ein fer­ti­ges Kon­zept vor­le­gen?
    Die Frau Beck­mann bekommt ein dickes Gehalt für ihre Arbeit, die BI und ich gar nichts. Warum sol­len wir die Arbeit der OB für lau machen und ein fer­ti­ges Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept vor­le­gen? Wenn ich frei­lich ihr Gehalt bekomme und den Beam­ten­ap­pa­rat steu­ern darf, dann darfst Du mir auch die glei­chen Anfor­de­run­gen wie der OB stellen.

    2. Warum ich auf Opus Dei her­um­ha­cke?
    Weil ultra­rechte Sek­tie­rer in der Poli­tik nichts zu suchen haben, ob sie nun NPD oder Opus Dei hei­ßen. Außer­dem ver­steht man OB Beck­manns Poli­tik vor dem Opus Dei-Hintergrund viel bes­ser. Denn diese rechts­ra­di­kale Sekte betreibt die glei­che Poli­tik wie Beck­mann: Das große Geld för­dern und autoritär-repressive Struk­tu­ren eta­blie­ren. Bei­des lehne ich ab.

  28. Hi Leutz!

    Zum Thema der „Bemü­hun­gen um eine leben­dige Innen­stadt”, hätte ich noch einen aktu­el­len Arti­kel aus der MP-online vom 08.12.06, den ich mal hier unkom­men­tiert für sich selbst spre­chen las­sen will. Sollte man sich lesend auf der Zunge zer­ge­hen las­sen … Würz­burg, R.I.P.

    ————-

    „Stra­ßen­mu­si­ker müs­sen blechen”

    WÜRZBURG Eine Stadt mit Flair, bun­tes Trei­ben und Stim­mung in der Innen­stadt, da gehö­ren Stra­ßen­mu­si­ker dazu, die ihre Künste dar­bie­ten. Doch jetzt wird das biss­chen Frei­heit regle­men­tiert.
    [… ]
    Nun hat die Stadt aber eine wei­ter­ge­hende Ver­ord­nung für die ganze City erlas­sen: Pro Tag dür­fen nur noch fünf Stra­ßen­mu­si­kan­ten in der Fuß­gän­ger­zone zwi­schen Juli­us­pro­me­nade und Vier­röh­ren­brun­nen spie­len. Man muss sich dafür täg­lich im Rat­haus anmel­den und pro Per­son zehn Euro berap­pen, Grup­pen zah­len 15 Euro.”

    (Gesam­ter Arti­kel > siehe Link)

    http://www.mainpost.de/mainfra.….18708.html

  29. @tobais: das bei bis­her 58 bei­trä­gen und 6 mit­glie­dern noch keine zön­ke­reien waren ist ja nicht so beson­ders ^.^
    der zoff kommt schon noch, keine sorge — oder es liest keiner. ^^

  30. Hin­weis: unter http://www.ideen-fuer-unterfranken.de kann man ohne Zan­ke­reien ver­nünf­tig über die Situa­tion in Würz­burg diskutieren.

  31. @feder

    Nach der Arca­den­schlacht: Ich kenne Regens­burg auch ganz gut. Aber ich bin Würz­bur­ger. Es ist mei­nes Erach­tens rich­tig, dass Regens­burg in den let­zen 35 Jah­ren gegen­über Würz­burg ziem­lich auf­ge­holt hat — frei nach dem DDR-Genossen Ulbricht: „Iberhol›n ohne einzuhol›n”.

    Des­halb ist der Ver­gleich schon ange­bacht, den Du und ich ange­stellt haben. Nur einige haben einen gro­ßen Denk­feh­ler. Zum Bei­spiel Schreib­ma­schine. Der ver­wech­selt einen Ver-gleich mit Gleich-setzen. Der Mensch erkennt ins­be­son­dere durch dif­fe­ren­zi­ern und ver­glei­chen. Und viele erzäh­len dann: „das kann man nicht ver­glei­chen” und mei­nen damit nur „gleich setzen”.

    @Tom
    Die For­de­run­gen unter­schei­ben viele — ich auch. Man muss aber noch etwas brei­ter denken:

    5. In den Stadt­tei­len muß ein BID-Konzept umge­setzt wer­den, um nicht nur eine Grund­ver­sor­gung der kur­zen Wege, son­dern auch Stadt­teile mit Leben und Lebens­qua­li­tät zu erhal­ten und auszubauen.

    6. Keine „Grüne Wiese”-Projekte mehr. Ein Aus­bau von Leng­feld ist unsin­nig und schwächt die Innen­stadt noch mehr als die Arcaden.

    7. Bes­sere und vor allem qua­li­fi­zierte Koor­di­na­tion der Ein­kaufs­ströme in Main­fran­ken — gegen die dümm­li­che Kirchturmpolitik.

  32. @nightrider

    also deine Schreib­weise kann einem echt auf die ner­ven gehen, ich ver­folg diese Diss­kus­sion schon einige Zeit aber anstatt mal einen ver­nünf­ti­gen Vor­schlag zu machen kri­ti­sierst du stän­dig Frau Beck­mann. Du kannst ja gerne deine Mei­nung pos­ten aber diese „Opus-Dei” Schei… kannst du für dich behal­ten, geh du doch zu dei­nen schein­hei­li­gen BI´lern die alle nur ver­ängs­tigte Ein­zel­händ­ler sind oder zu dem ach so tol­len Hr.Weber, der zu Recht kein Bür­ger­meis­ter mehr ist, mach dir lie­ber mal Gedan­ken warum das ganze so knapp aus­ge­gan­gen ist.
    Fakt ist nun­mal:
    1. der Bahn­hof muss erneu­ert wer­den
    2. ein Ein­kaufs­zen­trum muss her
    3. die Laden­mie­ten in der Stadt müs­sen run­ter
    4. die Innen­stadt muss schö­ner werden

    Und am schlimms­ten ist der Fakt dass das MOZ die dümmste Alter­na­tive ist die man sich vor­stel­len kann, und ich bin mal gespannt wel­cher Inves­tor so dumm ist und da Geld investiert-bei dem Ver­kehr, bei den Park­platz­ge­büh­ren, bei den engen Wegen um dort hin­ter zu kom­men, wer bitte soll sich den da ein Laden mie­ten bei der beschränk­ten Ver­kaufs­flä­che? Pim­kie oder Orsay? Und wer bitte möchte in einer Woh­nung woh­nen in der die Miete (Innen­stadt) der­art hoch ist und am Tag und in der Nacht (Anlie­fe­rung der Waren) so viel Remi­demi ist?

    Also liebe Arcaden-Gegner: jetzt könnt Ihr Euch alle mal zusam­men­setz­ten und diss­ku­tie­ren ob wir so wei­ter­ma­chen wie bis her und irgend­wann hier mal gar nix mehr geht oder ob Ihr end­lich mal ne ver­nünf­tige Alter­na­tive bringt, den was Ihr bis jetzt gebracht habt waren nur Luftschlösser!

  33. Feder hat abso­lut Recht! Genau so emp­finde ich auch. Der Bahn­hof wäre ein per­fek­ter Stand­ort gewe­sen, und das gerade in Zei­ten, wo es einen aus­ge­präg­ten Bahn­hofs­tou­ris­mus in Deutsch­land gibt (die Leute schauen sich aber natür­lich keine her­un­ter­ge­kom­me­nen Bahn­höfe wie die­sen an).

    @Feder — in Regens­burg gibt es ja keine Stra­ßen­bahn, ist da die Hemm­schwelle nicht wesent­lich grö­ßer als hier, von den Arca­den in die Fuß­gän­ger­zone zu lau­fen? Hier fährt man ja mit der Bahn direkt durch die gesamte Fuß­gän­ger­zone. Ich will damit sagen, wenn das in Regens­burg ohne den Vor­teil einer Stra­ßen­bahn funk­tio­niert, dann hätte das hier erst recht geklappt. Zum Mozar­t­areal ohne diese Anbin­dung wird sich kei­ner ver­ir­ren, zumal man das als Aus­wär­ti­ger gar nicht fin­den wird. Das ist über­haupt der größte Witz — erst sich weh­ren gegen die Arca­den und sich dann bekla­gen, dass es zu wenig Geschäfte hier gibt, um Kauf­kraft anzu­zie­hen, und das dann auf dem abge­le­ge­nen Mozartareal.

    Ich glaube dass diese 985 Stim­men gegen die Arca­den wohl die Ein­zel­händ­ler selbst waren. Lt. Sta­tis­ti­kan­ga­ben gibt es in der Innen­stadt etwa 658 Betriebe. Auf fol­gen­der Seite der Stadt ste­hen auch die Kenn­zah­len für die Gesamt­ver­kaufs­flä­che usw.:

    http://www.wuerzburg.de/wirtsc.….,1892.html

    Auf jeden Fall wer­den der Ein­zel­han­del und die Her­ren Bin­der und Co. spä­tes­tens 2008 sehen, was sie jetzt ange­rich­tet haben, wenn die ande­ren Cen­ter in den Kon­kur­renz­städ­ten eröff­net sind. Die Bahn scheint Würz­burg schon lange als Pro­vinz­nest zu sehen, sonst hätte sie, da die För­der­gel­der ja angeb­lich schon lange da sind, schon längst was getan.

  34. @nightrider
    Bist du eigent­lich echt so pri­mi­tiv, wie du dich hier gibst? Halte lie­ber Aus­schau, gegen was du als nächs­tes aus Prin­zip bist!

  35. Hallo

    Kurz zu mir: Ich bin Ober­pfäl­zer und lebe seit knapp 5 Jah­ren in die­ser schö­nen Stadt. Als ich zum ers­ten Mal vom Arca­den Pro­jekt gehört habe, war mein ers­ter Gedanke „Ja, das wurde auch mal Zeit.” Ich kenne Regens­burg ganz gut. Und mit allem Würz­bur­ger Lokal­pa­trio­tis­mus: Würz­burg kann Regens­burg nicht mal im Ansatz das Was­ser rei­chen. Die Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten in Regens­burg sind um Wel­ten bes­ser als hier in Wü. Und das bei weni­ger Ein­woh­nern und einem Umland das bei wei­tem nicht soviele Ein­woh­ner hat wie Wü.

    Mir ist bis heute nicht klar, warum man gegen die Arca­den sein konnte. Das Argu­ment mit dem „Lei­den der ein­hei­mi­schen Ein­zel­händ­ler” ist kei­nes. Zum einen schreien die ja jetzt nach einer Bebau­ung des Mozart-Areals, weil ja „zu wenig Geschäfte in Würz­burg” da seien. Und zum ande­ren wären die Arca­den die per­fekte Ergän­zung für die Würz­bur­ger Innen­stadt gewesen:

    Der Besu­cher kommt mit der Bahn. Er kommt in einen frisch restau­rier­ten, sau­be­ren Bahn­hof (den es jetzt auf abseh­bare Zeit nicht geben wird!) und geht in die Arca­den. Er ver­weilt dort mit Sicher­heit einige Zeit — aber danach wäre ein Groß­teil der Leute mit Sicher­heit in die nahe Innen­stadt gegan­gen. Man wäre ja schließ­lich schon mal mit­ten in der Stadt gewe­sen… Klu­ger­weise hätte man dazu vom Bahn­hof eine „City Straba” ein­rich­ten kön­nen, die die Leute zB bis zur Neu­bau­straße fah­ren lässt. Von dort aus hätte der Besu­cher dann den Weg zurück zu den Arcaden/Bahnhof zu Fuß mit Shop­ping zurück­le­gen können.

  36. Die Anschul­di­gung lass ich nicht auf mir sit­zen, da ich selbst ehren­amt­lich aktiv genug bin. Ich habe nichts dage­gen, wenn die BI über Weih­nach­ten bis Hei­lige Drei Könige Pause macht. Aber die Tat­sachte, dass sie Ter­mine absa­gen, die im Falle einer ande­ren Pro-Arcaden-Entscheidung wohl statt­ge­fun­den hät­ten, wirft mei­ner Mei­nung nach kein gutes Bild und schafft den Ein­druck der Gleich­gül­tig­keit, wie es in Würz­burg weitergeht.

  37. @Florian K.

    Achja, Du bist schon ein guter Deut­scher bzw. Würz­bur­ger: Mund auf­rei­ßen, jam­mern, aber selbst nichts tun. Sol­che Leute sind Teil des Pro­blems und nicht der Lösung. Dass der BI nach drei Jah­ren (!) Akti­vi­tä­ten ein­mal eine vier­wö­chige Pause ver­gönnt sein soll, ist wohl nicht zu viel velangt. Wann hast Du das letzte Mal drei Jahre ehren­amt­lich poli­tisch inten­siv an EINEM Thema gearbeitet?

    @joe

    Die Würz­bur­ger Opus-Dei-Bürgermeisterin Beck­mann (CSU) wurde 2002 in der Stich­wahl bei einem Pro­zent weni­ger Wahl­be­tei­li­gung zur OB gewählt als jetzt Per­so­nen abge­stimmt haben. Die Spal­tung in 52 Pro­zent zu 48 Pro­zent heißt nicht, dass 48 Pro­zent die Arca­den wol­len, son­dern dass 100 Pro­zent eine Bahn­hof­sa­nie­rung gut­hei­ßen. Nach­dem die DB 700 Mio. in Ber­lin und 400 Mio. in Leip­zig ver­pul­vern konnte, sollte ihr Würz­burg die lächer­li­chen Pea­nuts von 10 Mio. Euro wert sein.

  38. Die Tat­sa­che, dass die BI ihre nächs­ten Ter­mine nun abge­sagt hat und ihr nächs­tes Tref­fen auf Januar ver­legt hat, zeigt doch, dass nun in Würz­burg Still­stand ansteht und sich die BI nicht um die Wün­sche der Würz­bur­ger schert.

  39. ers­tens sind 40% keine wahl­be­tei­li­gung, son­dern eine wahl­ver­wei­ge­rung, und zwei­tens ist eine mehr­heit von 51% keine mehr­heit, son­dern bedeu­tet: die hälft‹ will’s, und die annere hälft‹ ned! geld geld geld geld geld geld geld — ja, es gibt auch idea­lis­ten… aber: geld geld geld geld geld! die einen, wie die ande­ren… und für diese inten­tion soll man seine kost­bare lebens­zeit opfern? nein, des geht ned!

  40. @Alex(Al Gore) — Das würde der Unesco aber gar nicht gefal­len. Das wäre mal als Aller­ers­tes zu klä­ren. In Dres­den oder Köln hat es schon wegen Bau­ten in der Nähe von Welt­er­be­stät­ten Pro­bleme gegeben.

    Das Teil würde auch nie­mand fin­den, es sei denn, man würde die ganze Stadt ab der Stadt­grenze mit Schil­dern „Mozart­ga­le­rie” pflas­tern. Den Haupt­bahn­hof dage­gen fin­det man in jeder Stadt, auch Leute, die sich nie in das Innere einer frem­den Groß­stadt wagen wür­den. Die soll­ten vor­her mal eine Umfrage im gesam­ten Noch-Marktgebiet von Würz­burg machen, wer beim Bau der Arca­den in Würz­burg ein­kau­fen würde, und wer beim Bau der Mozart­ga­le­rie. Nicht dass das dann nach­her auch noch eine Bau­ruine gibt. Von Ikea aus wird sich jeden­falls dahin kei­ner so schnell verirren.

  41. Wäre eine tolle Aus­sicht aus dem Trep­pen­haus der Resi­denz. Der Dom und dane­ben der unnütze Klotz, den kei­ner braucht. Die sol­len dort Woh­nun­gen und kleine Geschäfte bauen, nicht mehr und nicht weni­ger. Kauf­kraft holt das Teil so oder so nicht nach Würzburg.

  42. @schreibmaschine — mag sein, dass es an sich ein guter Stand­ort wäre, aber es bleibt die Tat­sa­che, dass sich der gesamte Ver­kehr dort­hin von allen Sei­ten durch die Innen­stadt quä­len muss. Bei den Arca­den hätte man eine direkte Zufahrt von der Nord­tan­gente gehabt, die direkte Stra­ßen­bahn­ver­bin­dung durch die gesamte Fuß­gän­ger­zone hätte man gehabt, und damit wärs das gewe­sen. Man holt beim Mozart-Areal zwangs­läu­fig eine Menge Auto­ver­kehr in die Innen­stadt hin­ein, und das Pro­blem ist nicht lös­bar. Solange da keine Stra­ßen­bahn­li­nie vor­bei­führt, ist das keine Alternative.

  43. Das sehe ich anders, das Mozart-Areal wäre aus Sicht der Innen­stadt ein guter Stand­ort für ein Einkaufszentrum.

    ABER: Der (Auto-) Ver­kehr ist dort mei­ner Mei­nung nach kaum in den Griff zu krie­gen. Und die Straba ist auch weit weg. Und wahr­schein­lich wird sich eine BI „Ret­tet die Resi­denz” grün­den, städ­te­bau­lich ist das näm­lich auch nicht so ganz ohne Probleme.

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