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wuerzblog @udwue "G" wie "Geschlechtsverkehr"? Können wir die #Twitterwall herbeischlafen? #udwue   in reply to udwue 10 hrs ago

Ganz knapp keine Arcaden.

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So, nun ist es ent­schie­den. Vor­läu­fig zumin­dest. Nach lan­gen und teil­weise ner­vi­gen Wochen des Wahl­kampfs wurde heute über den Bau der Arca­den auf dem ehe­ma­li­gen Post­ge­lände in Würz­burg ent­schie­den. Auch ich habe abge­stimmt, bin aber mit gro­ßem Bauch­weh aus dem Wahl­lo­kal in Grom­bühl gegan­gen, da ich wirk­lich erst in der Wahl­ka­bine meine Ent­schei­dung getrof­fen habe.

Laut Main­post haben 39,49% der Wahl­be­rech­tig­ten ihre Ent­schei­dung auf dem Wahl­zet­tel hin­ter­las­sen, was für einen Bür­ger­ent­scheid eine gute Wahl­be­tei­li­gung ist. Stich­frage gegen die Arca­den hat 20995 bekom­men, dafür waren 20010 Stim­men. Und somit wurde — nach den bis­he­ri­gen Zah­len — der Bau der Arca­den mit einer sehr knap­pen Mehr­heit von 985 Stim­men abgelehnt.

Einen etwas faden Nach­ge­schmack geben die 12,74% für den ers­ten Ent­scheid und 6,54% für den Zwei­ten — das waren die Anteile der ungül­ti­gen Stim­men. Eini­gen Wäh­lern waren die Stimm­zet­tel viel­leicht doch zu schwie­rig und unüber­sicht­lich. Die Stich­frage wurde nur von knapp 5% ungül­tig beantwortet.

Die Aus­zäh­lung der Stim­men war ein span­nen­des Ereig­nis. Auch wenn ich den Groß­teil der Zeit nach 18 Uhr auf dem Weih­nachts­markt und im De La Plan­cha ver­brachte, so wurde ich doch von der Mainpost-SMS und von die­mar­lene, die das Würz­blog ver­folgte, über das Drama auf dem Lau­fen­den gehal­ten. Und ich möchte hier auch allen dan­ken, die Infor­ma­tio­nen oder Dis­kus­si­ons­bei­träge gelie­fert haben, allen voran die­mar­lene und Björn­star.
Schein­bar war das Würz­blog eine recht wich­tige Infor­ma­ti­ons­quelle im Inter­net, da der offi­zi­elle Würzburg-Server ziem­lich schnell in die Knie gegan­gen ist. Die bis­her 1936 Sei­ten­auf­rufe spre­chen dafür.

Wie geht es nun wei­ter? Ich hoffe nicht, dass das Weg­blei­ben der Arca­den den Würz­bur­ger Ein­zel­han­del wie­der auf sein sanf­tes Ruhe­kis­sen schickt. Denn das wäre abso­lut schäd­lich. Sie soll­ten das außer­or­dent­lich knappe Ergeb­nis als Warn­schuß vor den Bug sehen und dar­aus die Kon­se­quen­zen ziehen.

Und vor allem inter­es­siert mich nun eine Frage, die mfi mei­nes Wis­sens nicht beant­wor­tet hat: Was pas­siert nun mit dem Post­ge­lände? Public View­ing auf Lebenszeit?

Die Würz­bur­ger Ergeb­nisse sind auf dem Stadt­ser­ver zu sehen, ganz offi­zi­ell ist das Ergeb­niss aber erst am Mittwoch.

Blog­bei­träge bei Schreib­ma­schine, Al Gore, Stede

94 Kommentare

  1. Na also, da haben wir es doch. Nix wars mit „Bahn­hofs­sa­nie­rung von öffent­li­chen Gel­dern abge­deckt”, sonst hätte die Bahn das doch schon Jahre vor­her machen kön­nen. Tolle Leis­tung von den Her­ren Bin­der und Co., die den Fort­schritt im wahrs­ten Sinne des Wor­tes „bin­den”, und tolle Zukunfts­aus­sich­ten für Schwein­furt und Co.

    Das Mozart-Areal wird nicht mal die Würz­bur­ger selbst hin­ter dem Ofen hervorlocken.

  2. Neues zum Thema Bahn­hof heute im Main-Echo und in Aus­zü­gen bei der schreibmaschine.

  3. @JosBehr — aber sicher habe ich das über­prüft. Diese 400 m lau­fen die Leute aber im Tro­cke­nen (es gäbe ja sogar die Mög­lich­keit, Lauf­bän­der wie z. B. in der Frank­fur­ter Messe ein­zu­rich­ten) und nicht unter beeng­ten Ver­hält­nis­sen auf engen und über­füll­ten Geh­we­gen, wenn Aus­wär­tige die Hal­te­stelle über­haupt fin­den bzw. von der Hal­te­stelle über­haupt zum Kardinal-Faulhaber-Platz fin­den. Außer­dem ist ein Anfah­ren der Arca­den mit Kfz, Stra­ßen­bahn, Bus und Zug gleich­zei­tig mög­lich, wäh­rend der Kardinal-Faulhaber-Platz per Kfz nur über chro­nisch ver­stopfte Stra­ßen und mit Bus zu errei­chen ist. Damit wird man nicht einen ein­zi­gen Kun­den von der Peri­phe­rie geschweige denn von dem Umland hin­ter dem Ofen hervorlocken.

  4. Ja, ja, die Strassenbahn.

    Schon mal über­prüft, wie weit es von der Stra­ßen­bahn­hal­te­stelle Neu­müns­ter bis zum MOZ /Kard.-Faulhaber-Platz (mit­ten­drin) sind? 450 Meter
    Von der beim Arca­den­pro­jekt geplan­ten Stras­sen­bahn­hal­te­stelle bis zur Mitte der Ex-Arcaden sind es etwas über 400 Meter.
    Die paar Meter rei­ßen es wirk­lich nicht raus! Das Argu­ment mit der Stra­ßen­bahn und feh­len­den ÖPNV-Anbindung ist also Quatsch.

  5. Mozart-Areal ist abso­lut das Letzte, tut mir leid! Da ist sogar hier die Zel­lerau noch bes­ser als das Mozart-Areal. Da sieht man auch gleich den Grund, wes­halb sowas gemacht wird: Weil es ein längst benö­tig­tes Ein­kaufs­zen­trum wie die Arca­den in Innen­stadt­nähe mit aus­rei­chen­den Park­plät­zen und ÖPNV-Anbindung nicht gibt. Solange es das nicht geben wird, erfolgt immer mehr Ver­la­ge­rung der Ver­kaufs­flä­che in die Peri­phe­rie. Es glaubt doch wohl kei­ner im Ernst, dass sich Leute von Leng­feld, Vers­bach, Grom­bühl oder Heuchelhof/Rottenbauer oder gar von Esten­feld, Rim­par, Kür­nach usw. zum win­zi­gen Ein­kaufs­zen­trum Mozar­t­areal locken las­sen und sich frei­wil­lig durch enge und dau­er­ver­stopfte Innen­stadt­stra­ßen quä­len, wenn sie das mit 20 Minu­ten Auto­bahn­fahrt in Schwein­furt viel bes­ser erle­di­gen kön­nen. Wenn Mozart-Areal, dann müsste da als Aller­ers­tes mal eine Stra­ßen­bahn­li­nie vor­bei­ge­führt wer­den, und bevor das ver­wirk­licht wird, kön­nen Licht­jahre vergehen.

    Ich habe ja wei­ter oben aus­rei­chend begrün­det, warum das Mozart-Areal nicht funk­tio­nie­ren kann. Die Geg­ner der Arca­den legen ja auf ihren Web­sei­ten nicht mal den Ansatz eines Ver­kehrs­kon­zep­tes vor, weil es näm­lich ein nicht zu lösen­des Pro­blem ist. Statt­des­sen schrei­ben die irgend­et­was von einem Bau­markt in den Post­hal­len. Wie wun­der­bar ein­la­dend für das Umland, wenn es an allen Enden der Stadt in den jeweils 10–15 km von­ein­an­der ent­fern­ten Gewer­be­ge­bie­ten schon Bau­märkte in rauen Men­gen gibt.

  6. @ Rück­mel­dung nach der Arca­den­schlacht: Ich melde mich zurück. Die Glühwein-Abend am Sonn­tag und Mon­tag waren doch etwas zu hef­tig. Also:

    @Manne: Schai­din­ger hat bis­her immer für die Beton­köpfe gekämpft und wird es wei­ter­hin tun. Irgendwo hatte ich gele­sen, dass wie­der mal der Donau­markt eine Stadt­halle bekom­men soll. Damit ist schon Vieh­ba­cher 1990 geschei­tert — was gibt es denn da Neues?

    @ Hoch­span­nung: Ich bin auch mal gespannt, wie die Dis­kus­sion in Würz­burg wei­ter­läuft und was tat­säch­lich in Angriff genom­men wird.
    .. beim Bahn­hof muss was pas­sie­ren
    .. Mozart-Areal ist sinn­voll — hof­fent­lich fällt einem Stadt­pla­ner was krea­ti­ves zum Ver­kehrs­kon­zept ein
    .. inter­es­sant ist, wie in der Zel­lerau dezen­trale Ein­kaufs­struk­tu­ren geschaf­fen werden.

    @ zur Poli­tik: Die Kom­mu­nal­po­li­tik in Würz­burg muss auf den Prüf­stand. Was sich die bei­den gro­ßen Volks­par­teien (und vor allem der Stadt­rat bzw. die Stadt­ver­wal­tung) geleis­tet haben, das ver­dient kein Qualitätssiegel.

    @ zu den Medien: Na ja. Auch hier müßte näher hin­ge­schaut wer­den. Die Qua­li­tät der Medien auf loka­ler Ebene lei­det unter Rück­sicht­nah­men auf ver­schie­dene Inter­es­sen­grup­pen in der Stadt. Zu viel Hof­be­richt­er­stat­tung. Ab und zu mal Lichtblicke.

  7. Ich habe hier noch zwei Lecker­bis­sen, die man sich mal zu Gemüte füh­ren sollte, vor allem die Geg­ner der Arca­den! Bei­des sind Pro­jekte in Städ­ten, die nicht hin­ter der Ent­wick­lung her­hin­ken. Ein­mal die Beschrei­bung des Pro­jek­tes der Stadt­ga­le­rie Heil­bronn, die sogar schon im Früh­jahr 2008 eröff­net wird (Tschüss liebe Kun­den von TBB und Umge­bung, die bis­her nach Würz­burg kamen):

    http://www.ece.de/de/news/content1.jsp?id=245

    Und das andere Bei­spiel han­delt von Neu-Isenburg (nur 35000 Ein­woh­ner), was ich schon ganz am Anfang als Para­de­bei­spiel für ein Ein­kaufs­zen­trum brachte, das nur gute Aus­wir­kun­gen für die Stadt hatte. Das 1972 gebaute Isenburg-Zentrum wird im Früh­jahr 2007 sage und schreibe von jetzt 38500 qm Größe noch­mals um 5000 qm erwei­tert, von 110 Geschäf­ten auf dann 140:

    http://www.ece.de/de/news/content1.jsp?id=232

    Auch die­ses Ein­kaufs­zen­trum ist eine ernst­zu­neh­mende Kon­kur­renz für Würz­burg, trotz der Ent­fer­nung von 110 km! Hätte Aschaf­fen­burg nicht auch seit 1974 seine City-Galerie, könnte der Ein­zel­han­del dort auf Grund des nur 45 km ent­fern­ten Isenburg-Zentrums schon lange ein­pa­cken, garantiert!

    Und jetzt sage mir mal einer, was für ein Ein­zugs­ge­biet der Ein­zel­han­del von Würz­burg dann über­haupt noch hat.

  8. @Al Gore

    sogar noch wesent­lich wei­ter als 20 km geht das Gebiet (oder bes­ser gesagt, ging es bis­her). Auf der Web­seite der Stadt Würzburg:

    http://www.wuerzburg.de/wirtsc.….,1896.html

    wird Fol­gen­des als Markt­ge­biet bezeich­net: „Die­ses „Markt­ge­biet” der Stadt Würz­burg, d.h. der poten­ti­elle Ein­zugs­be­reich für den Würz­bur­ger Han­del, reicht im Nor­den bis an die Lan­des­grenze zu Thü­rin­gen. Im Wes­ten wird es durch die Markt­ge­biete der Städte Fulda und Aschaf­fen­burg begrenzt. Im Süden und Osten erstreckt es sich bis nach Rothen­burg o.d.T. bzw. kurz vor Geiselwind.”

    Wie­viel ist davon wohl heute noch übrig, nach dem Bau des Cen­ters in Ans­bach, und wie­viel wird noch ver­lo­ren­ge­hen, wenn das in Schwein­furt gebaut ist? Ich bin mir ziem­lich sicher, dass dann Würz­burg selbst im Ein­zugs­be­reich von Schwein­furt lie­gen wird, und bes­ten­falls noch die süd­west­li­chen Berei­che und nörd­lich viel­leicht bis Karl­stadt wer­den noch Würz­bur­ger Ein­zugs­ge­biet sein, oder sehe ich das zu schwarz? Auf jeden Fall wird aber der gesamte Bereich nörd­lich von Schwein­furt und nord­öst­lich von Esten­feld für Würz­burg über­haupt keine Rolle mehr spielen.

  9. Zum Kauf­kraft­ver­lust, der Ver­ödung der Innen­stadt und den bedroh­ten 1a-Lagen, wäre auch noch eini­ges in Erin­ne­rung zu rufen …

    Wo waren denn bit­te­schön die ener­gi­schen Initia­ti­ven des Einzelhandels(verbandes) oder der Stadt­räte, als in den letz­ten ca. 2 Jahr­zehn­ten ein alt­ein­ge­ses­se­nes Fami­len­un­ter­neh­men in WBG nach dem ande­ren dicht gemacht hat, weil sich ent­we­der keine Nach­fol­ger fan­den oder sich Geschäft­leute schlicht aus man­geln­der Unter­stüt­zung aller Betei­lig­ten zurück­zo­gen? Wo waren die Pro­teste und Aktio­nen zur Ret­tung die­ser ange­stamm­ten Unter­neh­mun­gen? (siehe nur Dep­pisch, Fa. Schumm, usw. usf.)

    Wer hat sich denn erst über die explo­die­ren­den Mie­ten in 1a-Lagen auf­ge­regt, als die Franchise-Ketten ihre Filia­len in die Stadt drück­ten, weil die Kapi­tal­kraft die­ser Groß­un­tern­he­men als ein­zige noch die Laden­mie­ten bestrei­ten konn­ten? Wo waren die kon­zer­tier­ten Aktio­nen zum Wohle der leben­di­gen, von klei­ne­ren UN gepräg­ten Innen­stadt, bis der Kar­ren rich­tig im Dreck steckte?

    Stets hörte man nur, dass alles Böse von AUßEN daran schuld sei: Die auf der grü­nen Wiese sprie­ßen­den Mega-Märkte, die Kauf­kraft abzö­gen, die bösen Ket­ten, die die klei­nen Geschäfte ver­trei­ben wür­den, ja gele­gent­lich wurde sogar der Kunde, der Würz­burg mei­den würde, geschol­ten. (Warum bloß?)

    Doch wer sich ein­mal in deut­schen Lan­den umsieht, der wird auch eine ganze Reihe von Städ­ten mit ver­gleich­ba­rer Struk­tur wie WBG fin­den, die es geschafft haben, sich dem Ver­drän­gungs­wett­be­werb erfolg­reich ent­ge­gen zu stel­len, teils klei­nere Gemein­den sogar, die ihre Bür­ger buch­stäb­lich „bei der Stange” hiel­ten. In denen es rich­tig Spaß macht von Laden zu Laden zu schlen­dern und sogar gut bera­ten zu werden.

    Nimmt man noch die abso­lut ver­fehtle Ver­kehrs­po­li­tik in WBG hinzu, braucht sie kei­ner wirk­lich wun­dern, dass die Kon­su­men­ten weder moti­viert noch wil­lens sind, einer­seits astro­no­misch hohe Park­ge­büh­ren zu bezah­len, um dann doch nur ein Sor­ti­ment vor­zu­fin­den, dass sie längst woan­ders genauso güns­tig ein­kau­fen kön­nen. Wäre es nicht um die Flair schaf­fende Atmo­sphäre eini­ger tap­fe­rer Gas­tro­no­men und deren Betriebe in der Innen­stadt, sähen die Zah­len ver­mut­lich noch düs­te­rer aus.

    Na denn PROST!

  10. Meine Rede. Eine sol­che Ent­schei­dung betrifft nicht die Stadt Würz­burg allein. Im Umkreis von mini­mal 20km sind die Men­schen unmit­tel­bar betrof­fen, da sie in der Regel Würz­burg besu­chen, um ein­zu­kau­fen. Und nach Würz­burg zu fah­ren und Park­platz suchen, macht in der jet­zi­gen Situa­tion, die sich in den letz­ten zehn Jah­ren (seit­dem wohne ich IN Würz­burg) noch ver­schlech­tert hat, wirk­lich kei­nen Spaß und es braucht sich nie­mand wun­dern, dass die Kauf­kraft ste­tig gesun­ken ist, weil die Men­schen eben ganz weg­ge­blie­ben sind und woan­ders ein­kau­fen. Mutet das nicht lächer­lich an, wenn jetzt Stim­men aus einer bestimm­ten Ecke ver­lau­ten las­sen, Würz­burg müsse etwas tun, um Kauf­kraft wie­der zurückzuholen?

  11. Warum wird z. B. bei Ikea das Umland befragt, und bei den Arca­den nicht? Ich bin mir sicher, dass da ein posi­ti­ves Ergeb­nis her­aus­ge­kom­men wäre. Das sah man auch an den Abstim­mungs­er­geb­nis­sen der ein­zel­nen Stadt­teile. Die Stadt­teile, die in der Nähe der Innen­stadt lie­gen, und in denen ziem­lich sicher viele Geschäfts­be­sit­zer woh­nen, wie Alt­stadt, Stein­bach­tal und Frau­en­land, waren mehr­heit­lich gegen die Arca­den, und die außen­lie­gen­den Stadt­teile hat­ten mehr Ja-Stimmen für die Arca­den, denn dort wären die poten­ti­el­len Käu­fer gewe­sen, die diese genutzt hät­ten. Das sind aber auch gleich­zei­tig die poten­ti­el­len Käu­fer, die nun Schwein­furt anfah­ren werden.

    Man sollte wirk­lich mal eine Umfrage im Umland durch­füh­ren, wer wo ein­kau­fen wird, wenn die Arca­den nicht kom­men. Ich glaube, da wür­den die Arcaden-Gegner einen gewal­ti­gen Schreck bekommen.

  12. Was wird wohl pas­sie­ren in Würz­burg? Nichts! Die BI und der LBE wird jetzt ein biss­chen aktionistisch-scheinheilig vom Mozart-Areal reden, es wird sich dann raus­stel­len, dass das nicht gut ist und in einem Jahr wird das glei­che Thea­ter in Sachen wie­der los­ge­hen, wenn nach dem ver­ord­ne­ten Ruhe­jahr die Pla­nun­gen für die Arca­den wie­der auf­ge­nom­men wer­den, was man nur hof­fen kann.

    Bei uns sind lei­der viel zu oft die Schild­bür­ger höchst­per­sön­lich am Werk. Per­sön­li­che Feind­se­lig­kei­ten, Eitel­kei­ten und Ver­bin­dun­gen bestim­men zu oft die Stadt­po­li­tik (Bsp.: Alt-OB Weber vs. OB Beckmann)

    P.S.: Gibt es schon Gerüchte, wer in das Hugendubl-Haus rein will?

  13. Hi Ralf, @All:

    So viel „Gejam­mere” sehe ich hier gar nicht, ich emp­fand die meis­ten State­ments eher als kritisch-konstruktive Ana­lyse des denk­bar knap­pen Sie­ges der Geg­ner über das ARCADEN-Projekt und den Fol­gen daraus.

    Und die ist alle­mal ange­bracht, denn nun müs­sen sich die BI und deren Anhän­ger schon fra­gen las­sen, wie die ver­spro­che­nen, bes­se­ren Lösun­gen für eine urbane, leben­dige, attrak­tive Stadt Würz­burg aus­se­hen sol­len und vor allem, wie sie rea­li­siert wer­den sollen?

    Bis­her kann ich mich noch immer des Ein­drucks nicht erweh­ren, dass es halt pri­mär — wie so oft in der Ver­gan­gen­heit die­ser Stadt — ums Ver­hin­dern ging, nicht aber um eine wirk­lich bes­sere ALTERNATIVE dazu. Die sehe ich näm­lich noch nir­gends, schon gar nicht bei den fei­ern­den Geg­nern der Arca­den. Denn das Schlimmste was jetzt für WBG m.E. pas­sie­ren könnte, wäre der Rück­fall in den Dorn­rös­chen­schlaf, um schließ­lich nach einem wei­te­ren ver­lo­re­nen Jahr der Untä­tig­keit fest­zu­stel­len, dass wir kei­nen Schritt wei­ter gekom­men sind als heute.

    Was Deine Refe­renz zum Wie­der­auf­bau­wil­len des ehe­mals fast voll­stän­dig zer­stör­ten Würz­burgs angeht, hast Du mir ja direkt aus der Seele (und einem mei­ner Postings)gesprochen, doch eben die­sen Geist des Auf­baus, des Mutes, der Risi­ko­be­reit­schaft, den ver­misse ich seit Jahr­zehn­ten zuneh­mend in die­ser Stadt. Und ich glaube da ein biss­chen mit­re­den zu dür­fen, denn ich gehöre zu den nicht mehr ganz so jun­gen Pos­tern hier, die den „Zeit­geist” auch noch anders in Erin­ne­rung haben. Aber es ist schon ver­dammt lang her …

    Life­Ex­plo­rer

  14. @ bky­transl
    Nur zur Info: Leder Meid ist bereits wie­der ver­mie­tet, Bre­u­nin­ger auch (da gehen nach einem grö­ße­ren Umbau Hugen­du­bel und But­lers rein), das Hugendubel-Haus ist unbe­stä­tig­ten Gerüch­ten zufolge auch schon ver­mie­tet. Dass der Media­Markt in der Eich­horn­strasse so lange leer­steht hängt damit zusam­men, daß 1. Media­Markt noch Miete zahlt und 2. natür­lich vor dem Bür­ger­ent­scheid kein Ein­zel­händ­ler einen Miet­ver­trag über ein so gro­ßes Gebäude abschlies­sen wird.

  15. Ohne wei­ter­zu­jam­mern, weil das ja nichts bringt (da stimme ich Ralf voll und ganz zu), hoffe ich auch, dass das Pro­jekt Bahnhof/Arcaden nur ruht und im nächs­ten Jahr wie­der auf­ge­grif­fen wird, auch wenn ich befürchte, dass dann wie­der die Bahn­hofs­quel­len zu ver­sie­gen und der Ring­park zu ersti­cken droht. Viel­leicht sind dann ja auch noch die Feld­hams­ter gefähr­det, weil diese den Weg in die Innen­stadt gefun­den haben.
    Das vom LBE warum auch immer favor­sierte Zen­trum auf dem Mozart-Areal finde ich aus den glei­chen Grün­den wie mein Vor­red­ner unnütz und völ­lig fehl am Platz. Neue Park­plätze wird man kaum schaf­fen kön­nen, da ein Park­haus oder ähnli­ches zwar irgendwo (unter­ir­disch?) Platz fin­den könnte, die zusätz­li­che Ver­kehrs­be­las­tung aber nicht zu ertra­gen wäre, da der Renn­weg und die Pro­me­nade eh schon Stausch­wer­punkte sind. Wo da zusätz­li­che Fahr­zeuge unter­kom­men sol­len, möge mir mal einer erklä­ren. All die ande­ren Park­mög­lich­kei­ten sind wenig attrak­tiv, da zu teuer oder zu weit weg. Am Ende bliebe ein häss­li­cher Neu­bau in Resi­denz­nähe, der sicher nie­man­den aus dem Land­kreis auch nur ansatz­weise dazu bewe­gen könnte, sich für Würz­burg als Ein­kaufs­stadt zu entscheiden.

    Viel­leicht denkt Herr Col­lier ja nächs­tes Jahr wie­der anders und befür­wor­tet dann wie­der ein bes­ser durch­dach­tes Zen­trum am Bahn­hof, wie er es einst im Streit über Wert­heim Vil­lage favo­ri­siert hatte. Drohte nicht damals auch die Innen­stadt zu veröden?

  16. @Ralf — stimmt eigent­lich, das Jam­mern hilft nichts. Außer­dem ist ja nur ein Jahr Pause. Dass das Pro­jekt des­we­gen nicht kommt, heißt das noch lange nicht. Inner­halb von einem Jahr wer­den die Geg­ner schon noch mer­ken, dass es den Magnet Arca­den zur Bele­bung der Innen­stadt gebraucht hätte. Hof­fen wir, dass der Anlauf dann Erfolg hat.

    Hier in der Zel­lerau steht übri­gens ein gro­ßes Opel-Autohaus seit Mona­ten leer — Bono steht seit Mona­ten leer — Leder Meid und Bre­u­nin­ger wer­den wahr­schein­lich Monate leer­ste­hen (so wie der frü­here Media Markt in der Innen­stadt ja auch schon ewig leer­steht), es sei denn, es kommt ein vier­ter und fünf­ter Media Markt. Das zeigt doch deut­lichst, dass neue Geschäfte kein Inter­esse an der Lage haben. Ist ja auch kein Wun­der ohne aus­rei­chende Park­plätze. Ganz deut­lich muss man sagen: Die Geschäfte in der Fuß­gän­ger­zone kön­nen aus­schließ­lich wegen der durch­ge­hen­den Stra­ßen­bahn­li­nien existieren.

    Die Zel­lerau ist übri­gens ein gutes Bei­spiel dafür, dass Leute Geschäfte mit aus­rei­chend Park­plät­zen bevor­zu­gen. So viele Leute wie hier im Aldi und Lidl ein­kau­fen, würde man nie in die Innen­stadt zu Aldi und Lidl brin­gen. Aus die­sem Grund hat z. B. der Lidl bei der Augus­ti­ner­straße seit eini­gen Mona­ten die Spe­zi­al­an­ge­bote (z. B. PCs, Elek­tro­ge­räte usw.) nicht mehr, weil die Leute die Sachen ohne Auto nicht mitnehmen.

    Bezüg­lich Mozar­t­areal würde ich mal fol­gende Probe vor­schla­gen: Lauft mal mit vol­len Ein­kaufs­ta­schen von der Fuß­gän­ger­zone auf dem Geh­weg vom Kauf­hof bis zum Mozar­t­areal. Das macht Spaß! Selbst ohne Taschen in der Hand ist die­ser Weg oft ein ein­zi­ger Hin­der­nis­lauf. Erst recht, wenn die­sen Weg dann noch viel mehr Men­schen benut­zen werden.

  17. Und jetzt ist auch wie­der gut mir dem Gejam­mere. Damit wurde noch nichts und nie­man­dem geholfen.

    Und Würz­burg wird auch an dem wahr­schein­li­chen Weg­blei­ben der Arca­den nicht zugrunde gehen. Es ist auch nach einer 82-prozentige Zer­stö­rung durch Bom­ben wie­der auf die Beine gekom­men, da müs­sen wir jetzt wegen einem Ein­kaufs­zen­trum nicht schon die vier Rei­ter der Apo­ka­lypse auf dem Ber­li­ner Ring her­an­gal­lo­pie­ren sehen …

  18. @alex: Nö, den Schnü­del­blog mach ich nicht, auch wenn ich da 24 Jahre gelebt habe. Nach Schwein­furt kriegt mich nie­mand mehr, auch kein Ein­kaufs­zen­trum. Es ist übri­gens auch nicht so, dass in Schwein­furt jetzt große Auf­bruch­stim­mung ist. Von mei­nen Ver­wand­ten, Freun­den und Bekann­ten dort kommt eher zurück­hal­tende Skep­sis. Da herrscht auch schon auch Angst, dass sie sich mit dem Ein­kaufs­zen­trum ein gro­ßes Ei gelegt haben …

  19. Tja Bia­mann Peck, am bes­ten Ralf macht bald den Schnü­del­blog statt des Würz­blogs, weil viel geht hier wohl auf lange Sicht nicht mehr zusam­men, wenn in Würz­burg immerzu Ver­hin­de­rer am Werk sind, die es sich fett und satt in ihrem Nest bequem gemacht haben und kei­nen ande­ren Vogel auf dem Baum dul­den, weil der ihnen einen Wurm weg­fres­sen könnte. Ich kann bky­transl nur bei­pflich­ten und Schwi­ne­furt beglückwünschen.

    Über die BI habe ich vor der Abstim­mung gelacht, jetzt lache ich noch mehr, wenn das wahr ist, dass sie Kauf­kraft zurück­ho­len wol­len. Mit einem etwas grö­ße­ren Ramsch­la­den vor der Resi­denz? Klar!

  20. @Biamann Peck:

    Das geht lei­der nicht, sonst wird das biss­chen Hirn in die­ser Stadt ja noch weni­ger, wie Sie schon rich­tig erkannt haben: Ohne „Blog­ge­relite” geht gar nichts mehr! ;-)

    Sie sind ein gutes Bei­spiel für die inhalt­li­che Kom­pe­tenz von Aussagen.

    Gute Nacht!
    LifeExplorer

  21. …dann zieht doch alle weg, neun­mal­kluge Bloggerelite!

  22. @Giemaul — Wei­ter­kämp­fen, aber dann schnell, denn Schwein­furt lässt sich kaum noch ein­ho­len. Lachen muss ich aller­dings dar­über, dass jetzt die Her­ren Bin­der und Co. mit einer mög­lichst schnel­len Wett­be­werbs­aus­schrei­bung für das Mozar­t­areal stres­sen, weil Würz­burg ohne neue Geschäfte sonst Kauf­kraft ver­liert. Das hät­ten sie ver­mei­den kön­nen, wenn sie sich nicht gegen die Arca­den gestellt hät­ten. Die Reak­tion aus Schwein­furt war dem­ent­spre­chend fröh­lich! Man lacht über uns, und das mit Recht!

    Kein Mensch wird sich ein zwei­tes Mal durch den Dau­er­stau durch schon jetzt hoff­nungs­los über­las­tete Innen­stadt­stra­ßen zu dem Mozar­t­areal quä­len, wenn über­haupt ein ers­tes Mal: Renn­weg (sogar noch mit Nadel­öhr als Zugabe, oder soll das Tor weg?) — Lud­wig­straße — Thea­ter­straße — Balthasar-Neumann-Promenade, die von west­li­cher Rich­tung kom­men­den Käu­fer müs­sen sogar noch über den Rönt­gen­ring und Ber­li­ner Ring, das wird nie­mand frei­wil­lig mit­ma­chen, und die Ent­fer­nung zur Fuß­gän­ger­zone ist län­ger als die von den Arca­den zur Kai­ser­straße und oben­drein sogar noch zu Fuß über die schma­len Geh­wege zurück­zu­le­gen, da keine Stra­ßen­bahn­li­nie am Mozar­t­areal vor­bei­geht. Der gesamte Ver­kehr wird sich umständ­lich durch die gesamte Innen­stadt wäl­zen müs­sen, um über­haupt dort anzu­kom­men. Oben­drein gibts dann noch Pro­bleme mit der Fein­staub­be­las­tung, denn gerade am Kardinal-Faulhaber-Platz ist eine Meß­stelle dafür. Prost Mahl­zeit! Und was für ein schö­nes Bild der Dau­er­stau für die vie­len Tou­ris­ten sein wird, die die Resi­denz besich­ti­gen. Nein, da wird kei­ner auch noch in die Fuß­gän­ger­zone lat­schen, son­dern das nächste Mal lie­ber nach Schwein­furt fahren.

    Ich hoffe sehr, dass es nächs­tes Jahr einen wei­te­ren, dann aber erfolg­rei­chen Anlauf für die Arca­den gibt.

  23. schaun mer mal, was so alles pas­siert in der Euro­pa­stadt Nr.1. Jeden­falls meine Pro­gnose ist voll ein­ge­trof­fen. Die Stadt ist zwei­ge­teilt mit dem bes­se­ren Ende für die Arcaden-Gegner. Aber: wei­ter­kämp­fen. Mit Hirn.

    Bis bald auf dem X-mas-Markt beim Glüh­wein. Nach der Arca­den­schlacht um 17 Uhr.

    Gie­maul

  24. Also ich ver­stehe unter „zusätz­li­chen Ein­zel­han­dels­flä­chen am Bahn­hof” nicht zwin­gend ein Einkaufszentrum.….

  25. … und noch ein Wort zu Würz­burgs häß­lichs­tem Aus­hän­ge­schild, das uns nun­mehr auch auf „noch unbe­stimmte Zeit” erhal­ten blei­ben wird: Der Bahnhof!

    Wie stand heute schon so wie von vie­len bereits befürch­tet klar und deut­lich in der Main Post (Online Aus­gabe) zu lesen:

    „Sicher scheint, dass die Bahn den Bahn­hof nicht sanie­ren wird, wenn sie keine zusätz­li­chen Ein­zel­han­dels­flä­chen am Bahn­hof von der Stadt geneh­migt bekommt.”

    Und wie sagte OB Dr. Pia Beck­man in einem Inter­view mit dem BR: Die Stadt Würz­burg sehe sich außer Stande an den Kos­ten für eine Sanie­rung des Bahn­hofs, als auch denen des Bus– und Stra­ßen­bahn­ge­län­des zu betei­li­gen. Dafür wären keine Mit­tel ver­füg­bar. Man müsse nun über „ganz neue Lösun­gen” nachdeneken.

    Über­setzt heißt das wohl: Weder Bahn noch sonst wer, wer­den Druck machen, um die­sen Schand­fleck eines der wich­tigs­ten Tore zur Stadt end­lich zu besei­ti­gen. Will­kom­men in Würzburg!

    Na wie wär’s, liebe Ring­park­schüt­zer und Ein­zel­händ­ler: Gibt’s von Ihnen jetzt eine Lösung? Oder gar GELD dazu?

    Life­Ex­plo­rer

  26. Noch eine gute Idee: Bald ist Win­ter in der Rhön, d.h. viele wer­den von Würz­burg aus dort­hin zum Ski­fah­ren gehen. Abso­lut ideal, um den Aus­flug mit einem Ein­kaufs­bum­mel in der Stadt­ga­le­rie von Schwein­furt zu ver­bin­den, nicht wahr?

    Die­je­ni­gen, die bis­her von noch wei­ter süd­lich als Würz­burg in die Rhön fuh­ren, wer­den das eben­falls tun, anstatt wie frü­her Würz­burg einen Ein­kaufs­be­such abzustatten.

    Wäre doch durch­aus eine logi­sche Folge, oder nicht?

  27. Dann soll er die Stadt aber bald besu­chen, denn lange wird sie nicht leben­dig blei­ben, denn da gibts auch hoch­er­freute Reak­tio­nen aus Schwein­furt, aus einem ganz ande­ren Grund (na Herr Bin­der und Co., war es das was Sie woll­ten? Ich glaube kaum!). Fol­gen­des Pos­ting habe ich in einem Forum gese­hen, und diese Reak­tion habe ich auch direkt erwartet:

    „Aus” für Würzburg-Arcaden — JU sieht Ober­zen­trum Schwein­furt gestärkt Schwein­furt (4.12.2006) — Die Junge Union zeigt sich über den Aus­gang des Arcaden-Bürgerentscheides in Würz­burg aus Schwein­fur­ter Sicht hoch erfreut, bedeute die­ser doch „einen erneu­ten Schub für das Ober­zen­trum Schwein­furt”. Auch wenn die Galerie-Gegner in Schwein­furt das Ergeb­nis sicher­lich anders inter­pre­tie­ren wür­den, so schei­nen die Defi­zite in der Würz­bur­ger Ein­zel­han­dels­struk­tur wohl nicht so gra­vie­rend zu sein, wie es die Bür­ger in Schwein­furt emp­fin­den, glaubt die Junge Union. „Wie schon so oft in den letz­ten Jah­ren hat Schwein­furt gegen­über Würz­burg die Nase vorn“ so JU-Vorsitzender Oli­ver Schulte. „Durch die Kom­bi­na­tion aus einer tra­di­tio­nel­len Innen­stadt und der von Schwein­furts Bür­ger gewoll­ten ECE Stadt­ga­le­rie kann unsere Stadt nun end­gül­tig den Wett­be­werb mit Würz­burg auf­neh­men.” Die Würz­bur­ger zeig­ten dem Arcaden-Projekt am Haupt­bahn­hof am gest­ri­gen Sonn­tag per Bür­ger­ent­scheid knapp die rote Karte und ent­schie­den sich damit genau anders herum, als die Schwein­fur­ter im Vor­feld der ECE-Ansiedelung.

  28. »>Der Sieg der Würz­bur­ger Bür­ger ist auch
    eine Nie­der­lage des Regens­bur­ger Oberbürgermeisters.

    Aha, der „Sieg der Würz­bur­ger Bürger”…es haben auch viele dage­gen gestimmt!

    »>Ich freue mich auf mei­nen nächs­ten Besuch in der attrak­ti­ven und leben­di­gen Innen­stadt zwi­schen Ring­park und Main“, erklärte der Regens­bur­ger Stadtrat.

    Tja, Herr Dün­nin­ger, Sie _besuchen_ die Stadt, wir leben hier!
    Und Sie sind gerade mal _ein_ Besu­cher; über­le­gen Sie mal, wie viele Besu­cher die Arca­den gebracht hätten!!!

  29. Würz­bur­ger Arcaden-Entscheid fin­det auch in Regens­burg
    Beachtung.

    Prof. Dün­nin­ger, gebür­ti­ger Würz­bur­ger und ÖDP-Stadtrat
    zu Regens­burg heute in einer Pressemitteilung

    Prof. Dün­nin­ger: „Nie­der­lage trifft auch Regens­bur­ger OB

    Mit Dank­bar­keit und Zustim­mung begrüßt der Regens­bur­ger
    ödp-Stadtrat Dr. Eber­hard Dün­nin­ger, gebür­ti­ger Würz­bur­ger des Jahr­gangs 1934, die Ent­schei­dung der Bür­ger sei­ner Vater­stadt gegen ein Arcaden-Einkaufszentrum am Ring­park. Sie hat ihn in sei­ner in Kin­der­jah­ren und Stu­di­en­zei­ten begrün­de­ten Ver­bun­den­heit mit Würz­burg bestärkt. „Ich freue mich auf mei­nen nächs­ten Besuch in der attrak­ti­ven und leben­di­gen Innen­stadt zwi­schen Ring­park und Main“, erklärte der Regens­bur­ger Stadtrat.

    Er bedau­ert zugleich wie viele sei­ner Mit­bür­ger die unan­ge­brachte Ein­mi­schung des Regens­bur­ger Ober­bür­ger­meis­ters in die poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung
    in Würz­burg und vor allem sein ein­sei­ti­ges Ein­tre­ten für die „Arca­den“. Der Sieg der Würz­bur­ger Bür­ger ist auch
    eine Nie­der­lage des Regens­bur­ger Ober­bür­ger­meis­ters.
    Quelle: http://www.der-leserbrief.de/r.….hp?id=3440
    und PM ödp)

  30. @bkytrnasl:

    Die­ses Sze­na­rio scheint mir auch als sehr wahr­schein­lich. Mal unter­stellt, dass IKEA wenigs­tens Ein­zug hal­ten darf und nicht noch einer „BI zur Ret­tung des Feldh­mas­ters” zum Opfer fal­len wird ;-)

    Doch im Ernst: Das Trau­rigste an der gan­zen Geschichte ist für mich immer noch, dass sich der Würz­bur­ger „Wider­stand” vor allem stets auf das VERHINDERN von neuen Pro­jek­ten kon­zen­triert, statt jemals den Ver­such zu machen, eine CHANCE zur Ver­än­de­rung, zur Wei­ter­ent­wick­lung die­ser Provinz-Metropole zu erken­nen und diese kon­struk­tiv zu nutzen.

    Denn wer hätte die Ein­zel­händ­ler, deren Ver­band, alle Inter­es­sen­ten denn daran gehin­dert, zusam­men mit den ARCADEN-Betreibern und den dort anzu­sie­deln­den Fir­men „gemi­en­same Sache” zu machen? Warum packt man den angeb­lich so bedroh­li­chen Stier nicht mal bei den Hör­nern und ver­langt mit die­ser Vehe­menz mit ins Boot genom­men zu wer­den? Warum denkt kei­ner der Gege­ner dar­über nach, wie man sich durch geschickte Ein­mi­schung und fri­sche Ideen an einem sol­chen Kon­zept erfolg­reich hätte BETEILIGEN kön­nen, um sich sein berech­tig­tes Stück vom Kuchen zu sichern? Warum gibt es in ande­ren Städ­ten sol­che Kon­zepte des MIITEINANDER, statt der puren Bekämp­fung der Inte­re­sen ande­rer? Warum gibt es in Würz­burg immer nur ein NEIN, statt kluge Lösun­gen, von denen alle letzt­lich pro­fi­tie­ren wür­den? Warum wur­den diese Chan­cen nicht ein­mal dis­ku­tiert, geschweige denn ernst­haft angegangen?

    DA liegt für mich der größte Hund begra­ben, der diese Stadt immer mehr in die totale Erstar­rung treibt. Eine Läh­mung, die sie letzt­lich zu einem dritt­klas­si­gen „Unter­zen­trum” degra­die­ren wird. Das wäre nun das Letzte was wir alle wol­len kön­nen, oder?

    Life­Ex­plo­rer

  31. @Anja — das Dumme ist nur, dass nicht nur die Arcaden-Gegner, son­dern auch wir dar­un­ter lei­den wer­den, wenn wir näm­lich mit der Zeit hier nicht mehr das fin­den, was wir kau­fen wol­len und dann nach SW, AB oder Frank­furt fah­ren müssen.

    Wo gibts in der gesam­ten Innen­stadt z. B. ein Geschäft mit Schrau­ben, Werk­zeu­gen, Heim­wer­ker­be­darf? Das ist doch alles nur drau­ßen in der Peri­phe­rie beim Obi und Praktiker.

    Fehlt nur noch, dass auch die Eis­bahn noch weg­kommt, dann gibts noch einen Grund mehr, nach Schwein­furt zu fah­ren. Je län­ger man über die gan­zen Fol­gen der gest­ri­gen Ent­schei­dung nach­denkt, umso mehr nega­tive Aus­wir­kun­gen ent­deckt man. Wenn ich schon höre „Ring­park in Gefahr”, der ist doch viel mehr durch ein Ein­kaufs­zen­trum am Mozar­t­areal gefähr­det. Undenk­bar, wie da die gan­zen Autos durch das Tor bei der Resi­denz und über die Thea­ter­straße kom­men soll­ten. Logi­scher­weise wür­den auch noch jede Menge Autos über den Rönt­gen­ring bis zum Mozar­t­areal fah­ren. So kann man die Innen­stadt auch schön bele­ben, mit Auto­ver­kehr im Dau­er­stau, der am gesam­ten Ring­park ent­lang verläuft.

    Und dann frage ich mich, wenn die Gel­der für die Bahn­hofs­sa­nie­rung sowieso da sind, warum wurde das nicht schon seit Jah­ren gemacht?

  32. @alle Ökoter­ro­ris­ten von „Ring­park in Gefahr” und alle Einzel-/Innenstadthändlermafiosi: Noch­mals Glück­wunsch zu eurem „Sieg” und der gelun­ge­nen „Ret­tung” der Innen­stadt und des Ring­parks. Da aber eure BI auch den Bahn­hof und seine Umge­bung sanie­ren will, möchte ich mich nur mal erkun­di­gen, wie weit ihr mit eurer Pla­nung schon seid. Schon 20 Alpina­ei­mer (für die Wand) und 5 Fens­ter­put­zer bestellt? Ah ja, dann noch ver­schie­dene Lack­far­ben für die Müll­ton­nen in der Innen­stadt, damit auch noch diese attrak­ti­ver wird.…

  33. @bkytrnasl:
    Auch Du hast Recht!
    Und ich finde, das, was Du ange­spro­chen hast, geschieht den Contra-Arcaden-Einzelhändlern dann nur recht…
    Anja

  34. Das schreck­li­che Erwa­chen und das große Heu­len kommt dann 2008, wenn das Cen­ter in Schwein­furt steht, dann wer­den sich die vom Ein­zel­han­del wun­dern, die jetzt so gegen die Arca­den gewet­tert haben, wo die bis­he­ri­gen Kun­den aus dem gesam­ten nord­öst­li­chen Umland von Würz­burg geblie­ben sind. Auch Ikea wird ohne die Arca­den kei­nen Kun­den in die Stadt brin­gen, son­dern die wer­den schön dort ein­kau­fen, viel­leicht mit viel Glück noch mal kurz zum Wal­mart gehen, und sich dann in das Cen­ter nach Schwein­furt bege­ben, und zwar nicht nur die Käu­fer aus dem Umland, son­dern auch die Würz­bur­ger. Man darf nicht ver­ges­sen, das Ein­zugs­ge­biet von Würz­burg reichte (jawohl, Ver­gan­gen­heits­form!) im Nord­os­ten bis zur Grenze von Thü­rin­gen, aber das ist mit der Eröff­nung des Cen­ters in Schwein­furt dann ein für alle­mal vor­bei. Auch von Rich­tung Süden wird da nicht mehr viel kom­men, denn da liegt Ans­bach. Ist das ein Ober­zen­trum, wo alles gegen­über den umlie­gen­den, viel klei­ne­ren Städ­ten im Rück­stand ist? Nein, son­dern eine Lachnummer.

  35. @nightrider:

    Ich lese nun schon län­ger Ihre glo­ba­len Ver­schwö­rungs­theo­rien mit Kopf­schüt­teln und einem gewis­sen Amü­se­ment. Nun muss ich Sie doch mal fra­gen, ob sie wirk­lich das alles glau­ben, was Sie da von sich geben? Oder dient es gar nur der Pro­vo­ka­tion von Repli­ken am Ende?

    Neh­men wir nur mal Ihre The­sen zur ver­meint­li­chen Unaus­ge­wo­gen­heit der geschol­te­nen MainPost/Volksblatt-Gruppe (Holtzbrinck):

    Unter­stellt, wie Sie behaup­ten, man hätte sich in den Redak­tio­nen tat­säch­lich nicht um eine faire und umfas­sende Bericht­er­stat­tung zu allen Sei­ten bemüht, dann glau­ben Sie allen Erns­tes, dass es dort sol­che Über­le­gun­gen und Ein­fluß­nah­men von obers­ter Stelle gibt, spe­ku­lie­rend auf MÖGLICHE Groß­an­zei­gen und Bei­le­ger in einer Zukunft mit den Arca­den? Dass dort kal­ku­liert würde, wie man am bes­ten seine Markt­an­teile ver­grö­ßern und den Umsatz sichern könnte, indem man angeb­lich gemeimn­same Sache mit den Befür­wor­tern mache?

    Also bei allem Ver­ständ­nis von markt­wirt­schaft­lich moti­vier­ten Klün­ge­leien, aber sorry, Sie schei­nen wenig Ein­blick in die Rea­li­tä­ten von Ver­lags­häu­sern und Redak­tio­nen und deren tat­säch­li­chen Arbeits­ab­läu­fen zu haben. Wisen Sie, in den bei­den Presse-Häusern kur­sie­ren seit Wochen eher sol­che Sätze wie: „Schreibt was Ihr für jour­na­lis­tisch rich­tig und wich­tig hal­tet, am Ende sind eh WIR an allem schuld — so oder so!”

    Und genau so ist es auch, wie rück­bli­ckend die Geschichte sol­cher umstrit­te­nen Pro­jekte beweist: Am Ende sind die Medien schuld! Oder zumin­dest „mit-schuld”. Rekla­miert von der jeweils unter­le­ge­nen Seite. Oder dem Stand­punkt des Betrach­ters. Aber SCHULD haben sie auf jeden Fall.

    Das alles hat aber höchst wenig bis nichts mit Ihren angeb­lich beob­ach­te­ten Rea­li­tä­ten zu tun, die Sie immer wie­der unter­stel­len. Schon viel mehr wohl mit sehr per­sön­li­chen Kon­struk­ten von Verschwörungsphantasien.

    MfG Life­Ex­plo­rer

  36. @nightrider:
    nein, danke! ;) Mich ärgert das sowieso schon der­ma­ßen, daß sich die Arcaden-Gegner letzt­lich doch durch­set­zen konn­ten, da brau­che ich nicht auch noch auf ihre Sei­ten zu gehen…

  37. @Anja

    > wenn das Artikel-Verhältnis anders­rum gewe­sen wäre,
    > wür­dest Du Dich dann auch beschweren?

    Nein, aber das ist uto­pisch bei einem Zei­tungs­mo­no­pol aus dem Holtzbrinck-Verlag, dem es vor allem um eine satte Umsatz­ren­dite geht — so wie mfi übri­gens auch. mfi zahlt nun ein­mal bes­ser als die klei­nen Krau­te­rer, also die vie­len Einzelhändler.

    Wären die Arca­den gebaut wor­den, hätte die Main Post mit einer wöchent­li­chen, zumin­dest zwei­wö­chent­li­chen Groß­an­zeige rech­nen kön­nen, zusätz­lich wäre öfter mal eine Bro­schüre beige­legt wor­den. Sol­che Ein­nah­men kann sich heute keine pri­vat­wirt­schaft­lich orga­ni­sierte und pro­fit­ori­en­tierte Zei­tung ent­ge­hen lassen.

    Also schrie­ben Main Post / Volks­blatt ten­den­zi­ell pro Arca­den, sowohl in Kom­men­ta­ren als auch in Arti­kel, schließ­lich geht’s auch immer um die finan­zi­elle Zukunft der Zei­tun­gen. Zum Thema „freie Mei­nungs­äu­ße­rung” zitiere ich den dama­li­gen Her­aus­ge­ber der konservativ-liberalen Frank­fur­ter All­ge­mei­nen, Paul Sethe: „Pres­se­frei­heit ist die Frei­heit von zwei­hun­dert rei­chen Leu­ten, ihre Mei­nung zu verbreiten.”

    Um die Leser zu besänf­ti­gen, ver­öf­fent­lich­ten Main Post und Volks­blatt halb­wegs aus­ge­wo­gen die ein­ge­sen­de­ten Leser­briefe. Die Leser­briefe hatte ich aus­drück­lich aus der Kri­tik aus­ge­nom­men. Aber selbst da wurde in den letz­ten Tagen stark gefil­tert und kri­ti­sche Leser­briefe zu den Regensburg-Arcaden wur­den nicht mehr ver­öf­fent­licht. Wie schon geschrie­ben, ist alles selbst recher­chier­bar unter http://www.ringpark-in-gefahr. Nur Mut, die Sei­ten der BI bei­ßen nicht … ;-)

  38. Ich bin mün­dig genug, mir meine eigene Mei­nung bil­den zu kön­nen und brau­che sicher nicht die Main­post, um mir das Voka­bu­lar vor­ge­ben zu las­sen. Wie ich schon mal geschrie­ben habe, das was du bei ande­ren kri­ti­sierst, betreibst du selbst in Rein­kul­tur — das nehme ich nicht ernst.

  39. @Alex:
    »>Auch wenn die BI viel­leicht einen neuen Bahn­hof will und das schein­hei­lig auf ihren Ent­scheid geschrie­ben hat, bin ich mal gespannt, wie sie den finan­zie­ren will. Bahn­hofs­quell­was­ser ver­kau­fen? Paten­schaf­ten für Ring­park­bäume?
    Die BI hat der gan­zen Stadt einen Bären­dienst erwiesen!

    Da stimme ich Dir zu!

    @nightrider:
    Aha…wenn das Artikel-Verhältnis anders­rum gewe­sen wäre, wür­dest Du Dich dann auch beschwe­ren?
    Und wie das Wort „Kom­men­tar” schon sagt, ist das eben die per­sön­li­che Mei­nung eines Jour­na­lis­ten zu einem bestimm­ten Thema.
    Und die freie Mei­nungs­äu­ße­rung ist bei uns _zum Glück_ nicht verboten!

    Anja

  40. @Alex

    „Klas­sen­kämp­fer”: Ach wie put­zig, beim ehe­ma­li­gen Juso-Vorkämper Andreas Jung­bauer (Main Post) brav abge­schrie­ben. In der Schule gäbe das eine „6” fürs Abkup­fern. „Klas­sen­kampf” (aber von oben) betrei­ben mfi und die fürch­ter­li­che Arca­den­ko­ali­tion aus CSU und SPD, nicht ich.

    Zur Frage nach der Finan­zie­rung: Hast Du auch nur ein Flug­blatt der BI bis­her zur Kennt­nis genom­men? Dort ste­hen genaue Vor­schläge. Würde etwa das Mozart-Areal ver­wer­tet, kämen selbst nach Aus­sage von Stadt­bau­re­fe­rent Baum­gart 9–10 Mio. Euro zusam­men. Das reicht zusam­men mit den Zuschüs­sen (75 bis 90 Pro­zent) aus, um den Bahn­hofs­vor­platz zu vergolden.

    Der Tun­nel sowie die Behin­der­ten­auf­züge im Bahn­hof sind bis zu 90 Pro­zent zuschuss­fä­hig. So bliebe nur das Gebäude selbst als „noch nicht finan­ziert” übrig. Aller­dings sollte ein so gro­ßes Unter­neh­men, das jähr­lich weit über der Infla­ti­ons­rate die Preise anhebt, die paar Mil­lio­nen bezah­len kön­nen. In Ber­lin hat es 700 Mio. Euro gekos­tet, und laut der Würz­bur­ger Bahn­ma­na­ge­rin Hald hat die Bahn bereits Gel­der zurück gelegt.

    @Katja

    Das Volks­blatt hat fast nur Pro-Kommentare zu den Arca­den ver­öf­fent­licht, ins­be­son­dere Karl-Georg Röt­ter war sich für kei­nen plat­ten Pro-Arcaden-Artikel zu schade. Die Main Post war aus­ge­wo­ge­ner, aber in den letz­ten zwei Wochen ging auch dort im redak­tio­nel­len Teil (nicht bei den Leser­brie­fen) die Ten­denz klar in Rich­tung „pro Arca­den”. Ein­fach mal die Arti­kel durch­zäh­len, die Pro und die Con­tra geschrie­ben sind. Siehe http://www.ringpark-in-gefahr.de/

  41. @nightrider. inwie­fern haben die medien für die arca­den stim­mung gemacht? anzei­gen sind keine redaktionsmeinung.

  42. Pingback: www.liveh8.de » Blog Archive » Stillstand

  43. Kaum hat er „gewon­nen”, kommt der Klas­sen­kämp­fer wie­der. Du hast doch auch jetzt nichts Neues. Auch wenn die BI viel­leicht einen neuen Bahn­hof will und das schein­hei­lig auf ihren Ent­scheid geschrie­ben hat, bin ich mal gespannt, wie sie den finan­zie­ren will. Bahn­hofs­quell­was­ser ver­kau­fen? Paten­schaf­ten für Ring­park­bäume?
    Die BI hat der gan­zen Stadt einen Bären­dienst erwiesen!

  44. Schade…bin rich­tig ent­täuscht…
    Und daß so viele Leute nicht zur Abstim­mung gegan­gen sind, finde ich schade…wieder mal eine große Chance für Würz­burg vertan…:(

  45. @Claudia
    »BEIDE Bür­ger­ent­scheide spra­chen sich näm­lich für eine Bahn­hof­sa­nie­rung und die Auf­mö­be­lung der Innen­stadt aus

    Rich­tig, das steht im Text der bei­den Bür­ger­ent­scheide, ein­fach noch­mals in Ruhe durch­le­sen. :-)

    Es gab aller­dings einen ent­schei­den­den Unter­schied: die BI und der Ein­zel­han­del spra­chen sich GEGEN die mfi-Arcaden und gewan­nen, wäh­rend die gaaaaanz große Koali­tion aus Geld (mfi), Macht (CSU / SPD) und Medien (Main­post / Volks­blatt) — glück­li­cher­weise erfolg­los — FÜR die mfi-Arcaden Stim­mung machte.

  46. »BEIDE Bür­ger­ent­scheide spra­chen sich näm­lich für eine Bahn­hof­sa­nie­rung und die Auf­mö­be­lung der Innen­stadt aus

  47. Das Ergeb­nis macht deut­lich: Die Men­schen wol­len Wan­del in den Innen­stadt und eine Reno­vie­rung des Bahn­hofs, aber mit Augen­maß und Ziel. BEIDE Bür­ger­ent­scheide spra­chen sich näm­lich für eine Bahn­hof­sa­nie­rung und die Auf­mö­be­lung der Innen­stadt aus.

    Des­halb hoffe ich dar­auf, dass der CSU-SPD-Block nun end­lich auf BI und Ein­zel­han­del zugeht, was man bis­her arro­gant aus­ge­schla­gen hat. Die Arca­den­ko­ali­tion muss, schon aus Respekt vor der Demo­kra­tie, das Wohl Würz­burgs wie­der über Par­tei­in­ter­es­sen stellen.

    Zum Argu­ment, es seien „so wenige” Leute zur Wahl gegan­gen: OB Beck­mann wurde 2002 laut TV Tou­ring mit einer Wahl­be­tei­li­gung von 42 Pro­zent gewählt und hatte eine recht knappe Mehr­heit vor Alt-OB Weber. Die OB ist nicht bes­ser legi­ti­miert als die­ser Bürgerentscheid.

  48. (Sorry Ralf, sollte eigent­lich NUR in die­sem Thread ste­hen … mea culpa!)

    *** Vor­sicht Satire! *** ;-)

    »Will­kom­men in der Friedhofs-Stadt Würzburg!«

    So, oder so ähnlich, sollte jetzt wohl der täg­lich am Haupt­bahn­hof durch die Laut­spre­cher kräch­zende Begrü­ßungs­spruch an die ein­tref­fen­den Rei­sen­den geän­dert wer­den … das wäre als Vorab-Information für den Frem­den, der sich in diese Metro­pole des Still­stands ver­irrt hat wohl hilf­rei­cher, als die Auf­ge­schlos­sen­heit sug­ge­rie­rende jet­zige Parole einer »Uni­ver­si­täts­stadt«. Das klingt zu sehr nach Offen­heit — und VERÄNDERUNG.

    Und genau diese Bereit­schaft zur Ver­än­de­rung, zum Mut auch ein­mal etwas zu wagen, wurde heute mit die­ser Abstim­mung erneut in Würz­burg zu Grabe getra­gen. Der Still­stand zemen­tiert, die Ängste und Ego­is­men der Gege­ner eines moder­nen, urba­nen Lebens dafür kräf­tig hono­riert. Die Sekt­kor­ken der schein­hei­li­gen BI zur ver­meint­li­chen »Ret­tung« von was-weiß-ich-nicht-was-alles kön­nen knal­len, man ist in Feierlaune.

    Recht so! Würz­burg hat bekom­men, was diese Stadt seit Jahr­zehn­ten aus­zeich­net und ver­dient hat: Wei­te­ren Still­stand, den Ruf die pro­vin­zi­ellste »Euro­pa­stadt« und Haupt­sitz aller Bedenk­trä­ger der Repu­blik zu sein. Wobei die Bür­ger sich ganz neben­bei noch das Armuts­zeug­nis aus­stell­ten, dass fast 20% der abge­ge­be­nen Stim­men oben­drein ungül­tig waren … alles in allem eine reife Leis­tung für diese »Möchte-Gern-Metropole« Unterfrankens.

    Fazit: Würz­burg wird nach die­sem kur­zen Sturm im Was­ser­glas jetzt wie­der in sei­nen gelieb­ten Dorn­rös­chen­schlaf ver­sin­ken, am schä­bi­gen Aus­hän­ge­schild Bahn­hof oder sonstwo in der Stadt wird sich wie­der auf viel zu lange Zeit nichts tun, der hoch­fle­xi­ble und ach-so-kunden-engagierte Ein­zel­han­del nebst sei­nes Ver­ban­des kann sich auf seine alt­her­ge­brach­ten Blockade-Positionen zurück­zie­hen und die Mehr­heit der Bür­ger wird das auch noch mit Wohl­wol­len oder schlich­ter Gleich­gül­tig­keit begrüßen.

    Den Men­schen aber, die in den »Arca­den« einen Ver­such ein paar Tore in eine moder­nere Stadt­ent­wick­lung auf­zu­sto­ßen gese­hen und ihre Stimme gege­ben haben, bleibt ent­we­der nur wie­der ein­mal die alt­ver­traute Resi­gna­tion, oder doch den lange schon geheg­ten Wunsch, die­ser erstarr­ten Pro­vin­zia­li­tät doch schlu­ßend­lich den Rücken zu keh­ren und abzu­wan­dern. Wie viele vor ihnen es getan haben :-(

    Ach ja … ich hätte da noch einen Vor­schlag für’s nächste Quo­rum, der sicher eine fast 100%-ige Zustim­mung der Würz­bur­ger, die dann noch hier wären, fin­den dürfte: Einen rie­si­gen Sarg­de­ckel für das moderne »Grab am Main«, das einst nach den ver­he­ren­den Zer­stö­run­gen des 2. Welt­krie­ges mit so ganz ande­rer Aufbruchs-Mentalität aus tota­len Rui­nen und Ber­gen von Schutt wie­der auf­er­stan­den war und zu neuem Glanz erblü­hen sollte.

    Wo ist die­ser Mut, diese Zuver­sicht, diese Kraft zur Ver­än­de­rung nur ver­lo­ren gegan­gen auf dem lan­gen, stei­ni­gen Weg ins 21. Jahrhundert?

    Mit sehr ent­täusch­ten Grü­ßen
    Life Explorer

  49. Ich war Gott sei dank auch nicht wahl­be­rech­tig, habe aber die Ver­kün­dung des Ergeb­nis­ses live bei TV Tou­ring gese­hen und nicht ver­stan­den. Wie wäre es dann erst gewe­sen, hätte ich abstim­men müs­sen. Was ist bloß aus der guten alten Zeit gewor­den, wo man ein­fach für etwas war oder dage­gen. Statt für A oder gegen A, oder für B oder gegen B, oder gegen A und gegen B … Ich weiß es nicht.

  50. Also mich haben die Arca­den sowieso nie über­zeu­gen kön­nen, aber ich war sowieso nicht wahlberechtigt…

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