Würzblog
Das läuft gerade bei Radio Würzblog: „Endorphine“ von Jazz Ohne Strazz

Blockwart für Würzburg

| 8 Kommentare

„Dusd du dei Füß nun­ner! Heb des soford auf! Setz dich fei grad hin!” So stellt es sich wohl der Würz­bur­ger Sozi­al­re­fe­rent vor, wenn seine Idee eines Stadt­haus­meis­ters umge­setzt wird. Stadt­haus­meis­ter — ein Mann, eine Auf­gabe. Diese Mischung aus Rambo, Beppo Stra­ßen­keh­rer und Columbo (Bopobo) soll wie­der Ord­nung in diese ver­lot­terte Stadt brin­gen. Die Ein­stel­lungs­vor­aus­set­zun­gen sind ein neu­ro­ti­scher Ord­nung­fim­mel, robuste Stimm­bän­der und von Schul­zei­ten an ein Hang zum Pet­zen. Aber viel­leicht sollte in dem Fall nicht mit „Würz­burg macht Spaß” zusam­men­ge­ar­bei­tet wer­den, son­dern mit „Würz­burg macht Ernst — jetzt erst recht!”.

Zitat aus dem Mainpost-Artikel:

„Hun­derte von Sitz­bän­ken in der Stadt“, so Stadt­rats­mit­glied Erich Fel­gen­hauer, seien ver­schmutzt, weil es mitt­ler­weile Mode gewor­den sei, sich auf die Leh­nen statt auf die Sitz­flä­chen zu set­zen. Fel­gen­hauer for­derte Abhilfe. Der Sit­zungs­lei­ter im Sozi­al­aus­schuss, Bür­ger­meis­ter Adolf Bauer, ver­wies auf den kom­mu­na­len Ord­nungs­dienst. Der solle auf das Pro­blem auf­merk­sam gemacht wer­den und Leute mit der­art neuen Sitz­ge­wohn­hei­ten von ihrem Beneh­men abbrin­gen. Sozi­al­re­fe­rent Robert Schel­ler erwähnte bei die­ser Gele­gen­heit Über­le­gun­gen, in Zusam­men­ar­beit mit dem Stadt­mar­ke­ting „Würz­burg macht Spaß“ einen „Stadt-Hausmeister“ anzu­stel­len, der für das städ­ti­sche Erschei­nungs­bild ver­ant­wort­lich sein soll. Zu sei­nen Auf­ga­ben gehöre es, die „Wohl­fühl– und Verweil-Qualität“ zu för­dern. Dazu gehöre auch, umge­wor­fene oder zer­störte Pla­kate auf­zu­he­ben, „und die Stö­rer zu ermit­teln“. Kom­mu­na­ler Ord­nungs­dienst und „Stadt-Hausmeister“ könn­ten Hand in Hand arbeiten.

Kann die­ser soziale Ein­zel­kämp­fer dann auch dafür sor­gen, dann in den Stra­ßen­bah­nen dafür sor­gen, dass die Leute die ein­stei­gen wol­len denen Platz machen, die aus­stei­gen wol­len. Und dass alle Bit­ten und Danke sagen. Und sich nach dem Klo­gang die Hände waschen. Bitte.

Jens äußert sich auch dazu.
Update: Lore auch.

8 Kommentare

  1. Pingback: Entwaffneter Sheriff bei Würzblog

  2. Ein biss­chen naiv, die­ser Vor­schlag! Ein Haus­meis­ter Krause für Würz­burg: „Haus­meis­ter ist wie Polizei!”

  3. ..„damit in unse­rer schö­nen Stadt das Las­ter keine Chance hat..” — da ist er wie­der, der bür­ger­hauer fel­gen­meis­ter. ahrgh, wenn DAS die größ­ten Pro­bleme der Perle am Main sind…

  4. das ein­zige ungute Gefühl das ich habe, wenn ich mich auf ne Bank unter dem Glas­pilz am Bar­ba­rossa­platz setze, ist, das ich Angst habe wegen der offe­nen Bier­fla­sche in mei­ner Hand bestraft zu werden.

    bin mal gespannt wie lange es noch dau­ert bis die For­de­rung auf­kommt, per Video­über­wa­chung nach „stö­rern” zu fahnden

    bis dahin Prost!

  5. hehehe, gei­ler arti­kel, ganz gro­ßes kino!!!

  6. Oder eher: lie­ber alles kon­trol­lie­ren als Eigen­ver­ant­wor­tung för­dern..
    und EIN Dorf­meis­ter kann sicher viel aus­rich­ten.. ;-)

  7. unser dorf soll schö­ner werden?

  8. So was Ähnli­ches wollte ich auch schrei­ben, jetzt hast du das gemacht. Gut.

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*