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Bürgerentscheid zum Alandsgrund - kein Grund zum Ja

Am 27. Juli 2008 gibt es wie­der mal einen Bür­ger­ent­scheid in Würz­burg, initi­iert von einer Bür­ger­in­itia­tive. Und einem Bür­ger­ent­scheid will man instink­tiv immer zustim­men, weil ich als Bür­ger ja ent­schei­den will. Doch man kann sich auch dage­gen ent­schei­den. So wie in die­sem Fall ich.

Kon­kret geht es um einen Stopp des Bau­vor­ha­bens am San­der­hein­richs­lei­ten­weg, den Neu­bau der Gestaltungs-FH. Und der ist drin­gende nötig, den die FH platzt in Würz­burg aus allen Näh­ten, und die Stu­di­en­zah­len wer­den wohl eher zunehmen.

Doch den Anwoh­nern an der Kees­burg passt der Bau­platz natür­lich nicht in den Kram, wen wundert’s. Sie argu­men­tie­ren mit dem ver­stärk­ten Ver­kehrs­fluss im Frau­en­land und mit der Ver­sie­ge­lung von Gründ­flä­chen. Und das sind Argu­mente, die nicht von der Hand zu wei­sen sind. Sie for­dern, dass der Neu­bau an den frei­ge­wor­de­nen Leighton-Barracks oder an einem ande­ren Ort ent­ste­hen soll. Im Prin­zip keine schlechte Idee.

Nur lei­der gibt es einen ekla­tan­ten Zeit­druck. Der Neu­bau muss mög­lichst schnell hoch­ge­zo­gen wer­den. Und bis nun das Kasernen-Areal zur Bebau­ung frei­ge­ge­ben wird, kann es noch etwas dauern.

Da tau­chen jetzt naür­lich viele „hätte” und „wäre” auf. Das die Amis abzie­hen, war schon lang bekannt, hätte man doch gleich den Bau­platz auf das Gebiet geplant. Klar, hätte. Hat man aber nicht. Da habt die Stadt/FH/Regierung gepennt. Aber da hilft jetzt kein Jam­mern mehr, es ist nun mal so wie es ist. Auch die baye­ri­sche Regie­rung hat in die Plaun­gen am Alands­grund inves­tiert und es steht zumin­dest eine Zahl von über 3 Mil­lio­nen Euro im Raum, die Würz­burg angeb­lich zah­len müsste. Soviel Risi­ko­ge­schäfte kann die WVV gar nicht machen, dass die Stadt das Geld übrig hätte.

Und der Frei­staat will auch, dass es end­lich los­geht. Staats­mi­nis­ter Gop­pel sagte bei einer Ver­an­stal­tung in der FH Schwein­furt laut Volks­blatt Schwein­furt:

Aller­dings müsse Würz­burg die Vor­aus­set­zun­gen für die Bau­tä­tig­kei­ten schaf­fen. Geschehe dies nicht zügig, pro­fi­tiere davon der Stand­ort Schwein­furt, so Goppel.

Und die Schwein­furt sind natür­lich heiß dar­auf, die FH dürfte wahr­schein­lich sogar auf dem Markt­platz bauen, wenn sie wollte.

Natür­lich könnte man auch Alter­na­ti­ven zu den Leighton-Barracks suche — aber das Suchen dau­ert und der Aus­gang ist sehr ungewiss.

Mir tut es leid um dem Acker neben dem Alands­grund, aber aus mei­ner Sicht über­wie­gen ein­fach die Sach­zwänge. Bis zum 27. Juli 2008, dem Tag des Bür­ger­eint­scheids, lasse ich mich gerne mit stich­hal­ti­gen Argu­men­ten über­zeu­gen. Wenn jemand eine durch­führ­bare Idee hat, den Neu­bau in kür­zes­ter Zeit außer­halb des Alands­grunds zu bauen — immer her damit. :-)

141 Kommentare

  1. Pingback: Ende des Kommentarkriegs bei Würzblog

  2. So, das wird mir jetzt zu blöd hier. Geht woan­ders spielen.

  3. Eugen,

    Dein ers­ter Absatz ist Deine Visi­ten­karte zu „Mei­nung und Sachlichkeit”.

    „Warum ver­langst du eigent­lich von uns,daß wir dir alles bewei­sen müs­sen„
    Das ver­lange ich doch gar nicht! Wo hast Du das denn gelesen?

    „Wie wäre es mal, wenn du mal deine »Mei­nung« auch mal beweist, um sach­lich zu blei­ben, hmm?”

    Tut mir leid, eine Mei­nung kann man nicht bewei­sen. Aber eine Mei­nung wird halt über­zeu­gen­der, wenn man sie mit Fak­ten belegt.

    Das oben Gesagte zu Aus­gleichs­flä­chen und „angeb­li­cher Wohn­be­bau­ung” läßt sich leicht mit einem Anruf im Bau­amt oder aus der Bebau­ungs­pla­nung (die ist öffent­lich zugäng­lich und  der Anhang dazu liegt neben mir) ermitteln.

    „Ach Klaus… kei­nen Bezug zur FH? Also mei­nes Wis­sens nach, ist das gesamte Areal als Aus­gleichs­flä­che für nur die­ses Gebäude gedacht. Das wurde mehr­mals aus­drück­lich unter­stri­chen. Und woher kom­men deine Behaup­tun­gen?„

    Schein­bar hast Du Dich vom Wahl­kampf­ge­töse Dei­ner eige­nen Leute doch etwas zu stark beein­dru­cken lassen.

  4. Hi Leute,
    heute möchte ich mal zum Vor­wurf, der Wis­sen­schafts­stand­ort
    leide schwe­ren Scha­den Stel­lung bezie­hen. Ich denke alein durch
    die Art der Aus­ein­a­der­set­zung (Sand­männ­chen, Bande, ..)haben die
    Sofort — Bau — Befür­wor­ter schon Scha­den ange­rich­tet. Was den
    Her­ren Befür­wor­tern total abzu­ge­hen scheint sind die Grund­kennt–
    nisse in Mathe­ma­tik. Es wird seit Mona­ten eine Zahl von 3,6 Mio
    Scha­dens­er­satz in den Raum gestellt, aber noch nie­mand hat eini–
    ger­ma­ßen schlüs­sig diese Zahl erklärt und als Ein­zel­pos­ten klar
    und ver­ständ­lich dar­ge­stellt.
    Kann das bitte in den nächs­ten Tagen mal jemand nach­ho­len?
    Eines wis­sen wir jetzt sicher, dass näm­lich Tau­ben­kot in
    die FH Münz­straße hin­ein­läuft! Das hat aber mit dem Neu­bau nichts
    zu tun! Da kann ich gleich noch eine Frage stel­len, die mit dem
    Neu­bau auch nichts zu tun hat: Wel­che Kote lau­fen denn in die
    Uni am Hub­land? Das ist doch mal eine echte Unter­su­chung wert.
    Die Futu­ro­lo­gen dür­fen sich auch betä­ti­gen und kön­nen eine
    ver­glei­chende Pro­gnose erstel­len, wel­che Ver­dau­ungs­reste der Vögel
    sind denn aggres­si­ver, die ober­halb des Alands­grunds oder
    viel­leicht doch die in den Kon­ver­si­ons­flä­chen?
    Soll­ten wir nicht end­lich den Wis­sen­schaft­lern das Feld über–
    las­sen, ihnen bis Frei­tag Zeit geben, ihre Ergeb­nisse zu ver­öf­fent­li­chen, uns ent­spannt zurück­leh­nen und ent­spre­chend
    die­sen Resul­ta­ten dann unsere Kreuze set­zen.
    Bis dahin hat die Poli­tik­wis­sen­schaft dann auch bekannt gege­ben,
    wie die Kreuze rich­tig zu plat­zie­ren sind, wenn man das Eine
    oder das Andere bevor­zugt.
    Also Sie Wis­sen schaf­fen­den — grei­fen Sie zu!!!
    In die­sem Sinne eine gute Nacht
    Der Sandmann

  5. Klaus? Ähm… also… ich zweifle echt an dir. Wirk­lich. Wem ein Acker als „Grün­flä­che” wich­ti­ger ist, als eine 15 Jahre auf sich hat war­ten las­sende Lösung für unser Pro­blem und die ent­ste­hen­den Arbeits­plätze, gehört gefeu­ert und sollte sich über seine (beste­hen­den?) sozia­len Kom­pe­ten­zen gedan­ken machen. Wer immer­noch daran fest­hält, daß ein Acker ökolo­gi­scher ist, als das, was gebaut wird, sollte wirk­lich mal gaaaaanz tief in sich gehen.
    Klaus, du stehst also zu dei­ner Mei­nung? Acker wich­ti­ger als (auch wenn nur in dei­nen augen unwahr­schein­li­cher, aber mög­li­cher) Stand­ort Würz­burg für die (dann viel­leicht nach Schwein­furt gehende) FH?
    Wer die FH ablehnt, dem sollte Bil­dung ver­wehrt wer­den, Klaus.

    „Schade, daß Sie sol­che Pro­bleme haben, andere Mei­nun­gen zu akzep­tie­ren.„
    Klaus, das traust aus­ge­rech­net DU dich zu sagen??? Wow. Respekt.
    „sach­lich­keit” Du bist ja noch muti­ger! Warum ver­langst du eigent­lich von uns,daß wir dir alles bewei­sen müs­sen. Wir haben schon so viel bewie­sen. Und dir und dei­nes­glei­chen fällt immer was Neues ein. Wie wäre es mal, wenn du mal deine „Mei­nung” auch mal beweist, um sach­lich zu blei­ben, hmm?
    Robert, wer lesen kann… Es ist Fakt, daß die FH aus allen Näh­ten platzt und man­che bis nach 20 h Vor­le­sun­gen haben. Eine gewohnte Argu­men­ta­tion, ein­fach etwas nur als falsch zu bezeich­nen. So ken­nen wir euch. Das finde ich wie­der­rum, im Gegen­satz zu Klaus, sehr amüsant.

    Ach Klaus… kei­nen Bezug zur FH? Also mei­nes Wis­sens nach, ist das gesamte Areal als Aus­gleichs­flä­che für nur die­ses Gebäude gedacht. Das wurde mehr­mals aus­drück­lich unter­stri­chen. Und woher kom­men deine Behauptungen?

  6. Also ent­ste­hen nun mehr oder weni­ger Aus­gleichs­flä­chen als von der FH versiegelt?

    Ein­fa­che Frage-Einfache Antwort: 

    Weni­ger

     Bei einer Ein­griffs­flä­che von 22500 qm (das müßte das Son­der­nut­zungs­ge­biet Hoch­schul­bau –FH mit Außen­an­la­gen sein– über­baut davon 15500 qm (aus dem Gedächt­nis) wer­den 9.000 qm Aus­gleichs­flä­chen ermit­telt. Also 22500 *0,4 ==> 9000

    Wie gesagt, die ande­ren wer­den nur zeit­gleich ange­legt und haben sonst kei­nen Bezug zur FH.

  7. da haben sie sich lei­der geschnit­ten. der san­der­hein­richs­lei­ten ist als bau­grund aus­ge­schrie­ben. da hätte die bi sich lie­ber mal in ihrem Bür­ger­ent­scheid darum küm­mern sol­len, dass die­ser Fakt rück­gän­gig gemacht wird, denn wird der FH-Neubau ver­hin­dert, kann dort ander­wei­tig gebaut wer­den, dann ist die BI dafür ver­ant­wort­lich, dass dort keine Aus­gleichs­flä­chen erstellt wer­den. Anfra­gen lie­gen der Stadt bereits vor. Übri­gens, ein S.Oliver, oder ein IKEA bauen ein­fach, wenn dann eine BI ein­schrei­tet, las­sen die auch gerne mal eine Ruine ste­hen, nur weil der Frei­staat sich das nicht leis­ten kann, traut sich eine BI gegen die Fach­hoch­schule anzugehen. 

    Wenn die BI sich so unei­gen­nüt­zig für die Umwelt ein­setzt, frage ich mich, warum sie nicht an bri­san­te­ren Orten zur Tat schrei­ten. IKEA, etc. Und warum konnte eigent­lich die Uni dort ein Sport­ge­lände errich­ten? Warum kann eine Uni bis nach Ger­brunn raus bauen? Ich meine, gehts nach mir, dann sollte Bil­dung vor allem in einer Uni­ver­si­täts­stadt immer geför­dert wer­den, die Uni soll also mei­ner Mei­nung nach bauen, aber ich bin ja auch ein böser Neubau-Befürworter. Warum konnte eine BI direkt am Alands­grund bauen, viel grö­ßere Flä­chen ver­schlie­ßen, als es die FH je tun wird, ohne Aus­gleichs­flä­chen zu schaf­fen? Alles Fra­gen, die nie beant­wor­tet wur­den, da wird dann lie­ber wie­der auf die Feld­mäuse ver­wie­sen und davon abgelenkt. 

    Und wie sol­len nach Würz­burg mehr Leute zie­hen um die Kauf­kraft zu unter­stüt­zen, wenn man von vorn­her­ein schon mal 1000 Leute abweist? Für Stu­den­ten ist diese Stadt momen­tan wirk­lich nicht attrak­tiv. Sehr trau­rig für eine Uni­ver­si­täts­stadt, wenn man sich einige der Kom­men­tare hier durch­liest. Alleine durch Tou­ris­mus wird sich die Stadt nicht erhal­ten las­sen kön­nen, zum Glück haben das IHK, Ein­zel­han­del und die meis­ten der Bür­ger begriffen. 

  8. Nach­trag:

    „Und wenn die FH dort nicht baut (es ist ja als Bau­grund aus­ge­wie­sen!), dann wer­den da in ein paar Jah­ren Häu­ser stehen”

    Das ist schlicht und ein­fach falsch: Hier darf aus­schliß­lich ein Hoch­schul­ge­bäude errich­tet wer­den. Wohl­ge­merkt das ist ein Grün­gür­tel mit ( mei­ner Mei­nung nach  einer äußerst frag­wür­di­gen) Aus­nahme und kein Bauland.

  9. „Den Petri­ni­bau kann man sehr wohl hin­sicht­lich Ein­fluß auf die Stadt­ent­wick­lung mit dem FH-Bauvorhaben ver­glei­chen.„
    Wie das? Ein Hoch­schul­ge­bäude am Rande der Stadt, inmit­ten von Sport­plät­zen und ande­ren, weit häss­li­che­ren Hoch­schul­bau­ten ver­glei­chen mit einem Gebäude, das mit­ten in der Innen­stadt auf einem Markt­platz steht und gänz­lich andere Funk­tio­nen erfüllt?
    Zur Aus­gleichs­flä­chen­rech­nung: Also ent­ste­hen nun mehr oder weni­ger Aus­gleichs­flä­chen als von der FH ver­sie­gelt? Und wenns mehr sind: Seien Sie doch froh und unter­stel­len Sie nicht irgend­wel­che schlech­ten Beweg­gründe!
    Ich plä­diere dafür, auf dem Dach der FH Kar­tof­feln anzu­bauen und sie den Mit­glie­dern der BI zu schenken.

  10. Jungs, Mädels und die vie­len, deren selt­same Namen ich kei­nem Geschlecht zuord­nen kann: Kommt mal wie­der run­ter auf den Boden und schal­tet die Emo­tio­nen einen Gang run­ter.
    Hier im Würz­blog darf nur einer unhöf­lich sein und das bin ich. Naja, Rööö viel­leicht noch. ;)

  11. Ste­fan,

    „Klaus, dop­pelt gestam­melt wird auch nicht richtiger.”

    Selbst noch nie mal Pro­bleme beim Abschi­cken von Mails gehabt?

    Meine Mei­nung dazu: Ein ganz mie­ser Stil!

    Herr Fischer,

    „…lau­ter selbst­er­nannte Hobby-Standplanungsarchitekten”

    Aber selbst aus­führ­lich zu Thema seine Mei­nung kund­tun.. Haben Sie denn selbst in die­ser Rich­tung studiert?

    Schade, daß Sie sol­che Pro­bleme haben, andere Mei­nun­gen zu akzeptieren.

    Zur Erklä­rung: Den Petri­ni­bau kann man sehr wohl hin­sicht­lich Ein­fluß auf die Stadt­ent­wick­lung mit dem FH-Bauvorhaben ver­glei­chen. Aber wer es falsch ver­ste­hen will…

    „Dazu kommt ja die von der BI gerne und oft igno­rierte Tat­sa­che, dass auf einem Areal von 20.000 qm eine nach ökolo­gi­schen Maß­stä­ben gestal­tete Aus­gleichs­flä­che entsteht. ”

    Aha die Aus­gleichs­flä­chen­rech­nung: Der FH zuzu­rech­nende Aus­gleichs­flä­chen sind: 5.700 qm unter­halb der FH (Das Regen­über­lauf­be­cken). und 3300 qm am Schlan­gen­see (ca. 400 m Luft­li­nie von der FH ent­fernt).
    Der Rest der Aus­gleichs­flä­chen wird zeit­gleich quasi auf Vor­rat ange­legt für andere Bau­vor­ha­ben, die über­haupt nicht der FH zuzu­rech­nen sind. Wenn die FH diese für sich bean­sprucht, dann sieht man doch, wie schwer man sich mit der Ver­mitt­lung der Sinn­haf­tig­keit des Pro­jek­tes tut.

    Ein­fach mal dar­über nach­den­ken Herr Fischer…

    Zu den ökolo­gi­schen Fol­gen hatte ich schon meine Mei­nung wei­ter oben geschrie­ben. Wohl­ge­merkt meine Mei­nung, kein Gutachten.

    Wenn man dem nichts inhalt­lich ent­ge­gen­zu­set­zen hat, dann kommt Ihr halt mit dem „selbst­er­nann­ten Expertenvorwurf”.

    Schade, daß die Sach­lich­keit dar­un­ter leidet.

  12. >Ich denke, man kann das FH-Projekt schon mit dem Petri­ni­bau vergleichen.

    Klar. Sag ich doch. Lau­ter selbst­er­nannte Hobby-Standplanungsarchitekten. Man kann doch nicht allen Erns­tes den Petri­ni­bau mit dem einer Fach­hoch­schule ver­glei­chen? Ein Gebäude, dass der Lehre genü­gen muss, hat gänz­lich andere Anfor­de­run­gen. Was die Ein­las­sung mit der Bun­des­gar­ten­schau soll, ist mir auch ein Rät­sel. Soll die oben im Alands­grund statt­fin­den (und dann wird alles auf den Kopf gestellt?) oder bekommt man eine BGS nicht, wenn irgendwo auf einem Kar­tof­fel­acker ein FH-Gebäude gebaut wird?

    >einen schlech­ten ökolo­gisch äußerst bedenk­li­chen Stand­ort auf­zu­ge­ben, sollte uns das Risiko wert sein ein paar För­der­gel­der /Arbeitsplätze zu verlieren.

    Wo ist denn der Stand­ort ökolo­gisch äußerst bedenk­lich? Der Bau ist in der NÄHE des Alands­grunds, nicht darin! Und wenn die FH dort nicht baut (es ist ja als Bau­grund aus­ge­wie­sen!), dann wer­den da in ein paar Jah­ren Häu­ser ste­hen. Die ver­sie­geln dann keine Flä­chen und sind ökolo­gisch unbe­denk­lich? Meine Ner­ven. Dazu kommt ja die von der BI gerne und oft igno­rierte Tat­sa­che, dass auf einem Areal von 20.000 qm eine nach ökolo­gi­schen Maß­stä­ben gestal­tete Aus­gleichs­flä­che ent­steht. Der Staat ver­sie­gelt nich ein­fach Flä­chen (schon lange nicht mehr) ohne für entspr. Aus­gleich zu sor­gen. Was für die Privat-Häuser, die dann ersatz­weise da oben gebaut wür­den, nicht der Fall ist. Außer­dem wird das Dach kom­plett begrünt, Regen­was­ser auf­ge­fan­gen und genutzt. Es ist völ­li­ger Blöd­sinn stän­dig davon zu reden, dass der Bau ökolo­gisch bedenk­lich wäre. Die­ses Hirn­ge­spinnst exis­tiert nur in den Köp­fen der BI und fin­det immer wie­der den Weg nach drau­ßen. Gab´s ein Gut­ach­ten? Hat ein aner­kann­ter Experte sich dazu geäu­ßert? Damit meine ich nicht den Nach­barn eines Bekann­ten, der an einer Tank­stelle jeman­den getrof­fen hat, der gesagt hat, dass…

    Und auch klar: Wenn man sel­ber nicht betrof­fen ist, kann man auf Arbeits­plätze pfeif­fen. Von den 47 Professorinnen/en-Stellen, mit all der Kauf­kraft und Steu­ern für Wü will ich gar nicht reden. Wenn man ein fal­sches, sel­ber aus­ge­dach­tes und daher­ge­re­de­tes Argu­ment mit einem noch fal­sche­ren kom­bi­niert wird es des­we­gen nicht glaub­wür­di­ger oder wahrer.

    Und um auch die Frage zu beant­wor­ten:
    > Sind denn meine Argu­mente abwe­gig?
    Ja. Genauso abwe­gig, wie dass die FH doch auch auf das Sie­mens­ge­lände könnte. In einem Monat oder so. Sagt der Mak­ler. Logisch. Der Schnitt eines Ver­wal­tungs­ge­bäu­des und von Pro­duk­ti­ons­hal­len sind ideal für Hör­säle ver­schie­de­ner Größe oder Labore, die unter­schied­li­chen Grö­ßen­be­darf haben. Steckt doch die Stu­den­ten dort rein, was nie­mand mehr haben will. Taugt schon.

    Bei der Bege­hung letz­ten Sonn­tag sagte eine Geg­ne­rin, man solle es doch wo anders hin bauen (die, die das Jog­gen so sehr liebt und sich in der Aus­sicht gestört füh­len würde). Jetzt kann man halt ein kom­plett fer­tig geplan­tes Gebäude die­ser Größe nicht ein­fach „wo anders hin­bauen”. Doch, meinte sie, das ginge schon. Lau­ter Exper­ten plötz­lich — wo man hin­schaut. Ich frag mich, warum man Pla­ner, Sta­ti­ker und Archi­tek­ten braucht?. Gebt der BI eine Krei­de­ta­fel und einen Stift und die machen das dann schon. Jeder Erd­kun­de­leh­rer ver­steht auf ein­mal mehr, als stu­dierte Fachleute.   

    X23” hat es auf den Punkt gebracht:
    „Bür­ger­schaft kann schlicht städt­bau­li­che Belange gar nicht ein­schät­zen, Klaus. Dazu fehlt schlicht das Wis­sen.„
    Das ist der Kern. Die Bür­ger wäh­len Ver­tre­ter ihres Ver­trau­ens. Auf Län­der– und Städ­tee­bene. Eben des­we­gen. Jeden bei allem zu befra­gen, es jedem Recht zu machen UND jedem die genauen oft kom­li­zier­ten Hin­ter­gründe ver­ständ­lich zu machen — das geht halt nicht immer.
    Dass das Wis­sen fehlt, ist ja nicht böse gemeint. Mei­nun­gen zu haben, ist auch völ­lig in Ord­nung. Aber stän­dig völ­lig unbe­leckt an Fach­the­men mit rum­dis­ku­tie­ren zu wol­len, dass kann halt auf Dauer nicht funktionieren.

    >Man kann das Risiko natür­lich noch erhö­hen indem man sagt »es gibt keine Alter­na­ti­ven«
    Die gibt es auch nicht. Das wurde jah­re­lang bereits geprüft! Das Lan­des­bau­amt wäre mit flie­gen­den Fah­nen in eine güns­ti­gere und schnel­lere Alter­na­tive ein­ge­stie­gen. All die Dinge, die hier immer und immer wie­der kom­men, sind schon von Exper­ten durch­dacht und bewer­tet wor­den. Das sol­len jetzt alles plötz­lich Idio­ten sein, die keine fun­dier­ten Ent­schei­dun­gen tref­fen kön­nen? Meint Ihr wirk­lich, so viel schlauer zu sein?

    >Würz­burg steht jetzt schon blöd da
    Exakt. Das ganze Land lacht. 12 Jahre Pla­nung und wenn ALLES unter Dach und Fach ist, alle Ein­spruchs­fris­ten ver­stri­chen sind, viel Geld in die Pla­nung gesteckt wurde (das ver­lo­ren wäre) und wenn die Bau­ge­neh­mi­gung der Stadt erteilt wurde — dann, ja erst dann ren­nen ein paar Anwoh­ner mit einer Liste rum und wol­len das ver­hin­dern.
    Sollte die BI tat­säch­lich mit Ihrer Liste durch­kom­men, wird Würz­burg noch viel blö­der da ste­hen. Absol­ven­ten und echte Poten­ti­al­trä­ger, die nach dem Stu­dium Unter­neh­men grün­den und Arbeits­plätze schaf­fen, wan­dern ab bzw. studieren/gründen wo anders. Alles egal. Die Aus­sicht beim Jog­gen darf nicht beein­träch­tigt wer­den.  Man kann WIRKLICH nur noch den Kopf schüt­teln über so viel unbe­dach­ten Egoismus!

  13. Klaus, dop­pelt gestam­melt wird auch nicht rich­ti­ger. Eine Stadt, in der sich nichts ver­än­dert, stirbt irgend­wann. Ich hatte neu­lich Besuch, der hat in einem Hotel in einem Vor­ort über­nach­tet, weil er den 50er Jahre-Muff in der Innen­stadt nicht mochte. Ein ers­tes Indiz.
    Letz­ter Punkt zum Markt­platz: Sehr schön, da hat sich also Beast als Festungsblick-Fanatiker geou­tet. Reißt doch den gan­zen Markt­platz — ach was, die ganze Innen­stadt ab, dann habt ihr über­all Fes­tungs­blick. Ich war neu­lich auf dem Markt, da konnte ich die Fes­tung sehen, komisch, was?
    Und dass es immer­noch Leute gibt, die mei­nen, es gäbe nicht schon jetzt Raum­not son­dern auch nicht, wenn der dop­pelte Jahr­gang kommt, ist inter­es­sant.
    Es gibt wirk­lich Pläne, eine Gar­ten­schau auf dem Gelände zu ver­an­stal­ten? Was soll daran ökolo­gisch sein? So etwas bringt jede Menge Ver­kehr mit sich, und solange es noch keine StraBa zum Hub­land gibt, ist das nicht zu bewäl­ti­gen. Es müss­ten auch irgendwo Park­plätze ent­ste­hen! Sol­len die Häu­ser abge­ris­sen wer­den, die da ste­hen, noch bevor die Alt­las­ten­frage geklärt ist?
    Übri­gens: Es gibt immer nur eine Alter­na­tive. Meh­rere Mög­lich­kei­ten oder Optio­nen. Das geht aus dem Latei­ni­schen her­vor („einer von beiden”).

  14. Selbst­ver­ständ­lich stehe ich zu mei­ner Mei­nung zu den Arbeitsplätzen.

    Heut­zu­tage wird doch jede Dumm­heit mit Zeit­druck und/oder Arb­Selbst­ver­ständ­lich stehe ich zu mei­ner Mei­nung zu den Arbeitsplätzen.

    Heut­zu­tage wird doch jede Dumm­heit mit Zeit­druck und/oder Arbeits­plät­zen gerechtfertigt.

    Lang­fris­tig ver­liert Würz­burg durch eine städ­te­bau­lich ver­murkste Stadt. Wenn hier kei­ner mehr leben will, dann nützt es nie­mand mehr wenn der Haus­halt frag­wür­dig saniert und für ein paar Jahre ein paar Dozen­ten her­ge­holt wurden.eitsplätzen gerechtfertigt.

    Lang­fris­tig ver­liert Würz­burg durch eine städ­te­bau­lich ver­murkste Stadt. Wenn hier kei­ner mehr leben will, dann nützt es nie­mand mehr wenn der Haus­halt frag­wür­dig saniert und für ein paar Jahre ein paar Dozen­ten her­ge­holt wurden.

  15. Wieso Schwein­furt ist doch dabei sich zu einer indus­tri­ell und kul­tu­rell bedeu­ten­den Stadt in Unter­fran­ken zu ent­wi­ckeln. Die dyna­mischte Stadt ist sie laut einer Stu­die ja schon.

  16. X23,

    „Es gibt keine Alter­na­ti­ven”, das haben die FH-Befürworter-am schlech­ten Stand­ort als Wahl­kampf­pa­role ausgerufen. Sie hät­ten es gerne als Dogma. 

    Das ist falsch: Denn allein das von den Befür­wor­tern ins Spiel gebrachte  „Worst-Case-scenario”: „…sonst geht die FH nach Schwein­furt” ist doch schon eine Alter­na­tive  (die wir aber alle nicht wollen).

    und

    Ich habe doch nicht gesagt, daß ich die Lan­des­gar­ten­schau in den Leigh­tons haben möchte. Wer nicht ver­ant­wort­lich mit sei­ner Umwelt umge­hen kann, hat keine Lan­des­gar­ten­schau verdient.

    außer­dem braucht die FH sicher­lich nicht soviel Platz, daß sich nicht noch ein Pläätz­chen findet

  17. Bür­ger­schaft kann schlicht städt­bau­li­che Belange gar nicht ein­schät­zen, Klaus. Dazu fehlt schlicht das Wis­sen. (Obwohl mir der Petri­ni­bau wie schon gesagt auch nich gefällt und ich mir was ande­res dort gewünscht hätte)

  18. Klaus, es sollte uns wert sein Arbeits­plätze zu ris­kie­ren? Man man man!!!!!!!

  19. Und was die Lan­des­gar­ten­schau anbe­langt. Ist ja schon lus­tig. Auf der einen Seite soll der FH Neu­bau auf das Kaser­nen Areal und gleich­zei­tig soll dort auch die Lan­des­gar­ten­schau hin. Was jetzt? Das eine oder das andere?

  20. HERRGOTT NOCHMAL: ES GIBT KEINE ALTERNATIVEN. BEGREIFT ES ENDLICH. ES GIBT SIE NUNMAL NICHT.

  21. Robert, Ent­schul­di­gung aber das ist schlicht völ­li­ger Blöd­sinn. Und eine Lüge noch dazu. Zumal du hier wie­der völ­lig fal­sche Behaup­tun­gen auf­stellst. Es geht bei dem Neu­bau in ers­ter Linie gar nicht um die FH Münz­straße, son­dern um die Stu­di­en­gänge Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign und Infor­ma­tik, die gar nicht in der Münz­strasse unter­rich­tet wer­den. Du soll­test mal die Räum­lich­kei­ten der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gner besu­chen. Dann kannst du dir ne Mei­nung bil­den. Abge­se­hen davon, dass es akute Raum­not für die ande­ren Stu­di­en­gänge in der Münz­strasse gibt. Ein dop­pel­jahr­gang hätte natür­lich logis­ti­sche Platz­pro­bleme. Man sollte sich erst­mal infor­mie­ren und sich ein eige­nes Bild machen bevor man glaubt man wüsste bescheid. Aber eigent­lich bin ich es mitt­ler­weile auch Leid gebets­müh­len­ar­tig fal­sche Behaup­tun­gen zu widerlegen.

  22. Beast78,

    „Und plötz­lich wuselt hier ein Meer selbst­er­nann­ter Exper­ten in Sachen Ökolo­gie, Bau­recht, etc… unglaublich!”

    Meinst Du mich damit?  Was soll das?  Sind denn meine Argu­mente abwegig?

    „Die Chance, dass es wie­der mal schief geht und dann blöd dasteht und eine Chance ver­passt hat, steht aber lei­der sehr gut…..”

    Würz­burg steht jetzt schon blöd da und die Chance, desh­halb einen schlech­ten ökolo­gisch äußerst bedenk­li­chen Stand­ort auf­zu­ge­ben, sollte uns das Risiko wert sein ein paar För­der­gel­der /Arbeitsplätze zu verlieren.

    Man kann das Risiko natür­lich noch erhö­hen indem man sagt „es gibt keine Alter­na­ti­ven” etc. anstatt um Ver­ständ­nis für die beson­dere Situ­ta­tion in Mün­chen zu werben.

    Ich denke, man kann das FH-Projekt schon mit dem Petri­ni­bau ver­glei­chen. Wenn man „Akzep­tanz bei der Bür­ger­schaft und Städ­te­bau­li­che Qua­li­tät” erstezt durch „Ökolo­gi­sche Verantwortbarkeit”

    Wer das FH-Projekt am Alands­grund befür­wor­tet, stellt sollte sich nicht für die Bun­des­gar­ten­schau bewerben.

  23. Ich finde es doch eher unwahr­schein­lich, dass ein dop­pel­ter „Abitur­jahr­gang” (und eben nicht ein Fach­ab­itur­jahr­gang) solch ein gro­ßes logis­ti­sches  Pro­blem für die  FH in der Münz­straße dar­stel­len sollte — um nur eines der vie­len FALSCHEN Behaup­tun­gen der Beführ­wor­ter für einen FH-Neubau (an einem gänz­lich dafür unge­eig­ne­ten Stand­ort) aufzuzeigen!

  24. Wie war noch gleich das Thema des Arti­kels? … Ach ja, der Bür­ger­ent­scheid über die FH. Ich war mir nach den letz­ten Kom­men­ta­ren nicht mehr sicher …

  25. Tja man muss halt auch ein biss­chen was von Archi­tek­tur ver­ste­hen. Und was ist denn an Stein und Glas so schlimm?

  26. Wenn ich einen Markt­platz habe, von dem aus ich einen unge­hin­der­ten Blick auf die Fes­tung Mari­en­berg habe, dann fehlt da gar nix und schon gar kein häss­li­cher Stein-Glas-Klotz, der genau diese Sicht verbaut!

  27. Der Markt­platz ist auch kein Schmuck­stück, von Mari­en­ka­pelle und Fal­ken­haus und ca. 2 ande­ren Häu­sern mal abge­se­hen. Schlimm sind: Das Wasch­be­ton­haus am obe­ren Markt und die­ses Haus mit der Digi­tal­uhr neben dem Forum sowie das um eine Etage zu nied­rige Haus. Je mehr freie Flä­che durch die Ver­sie­ge­lung der Spin­del ent­steht, umso deut­li­cher wird, dass ohne das Forum das alles sehr kahl aus­ge­se­hen hätte. Ich setz mich bei schö­nem Wet­ter gern mal da unten hin.

  28. str1977 in eini­gen Punk­ten sind wir uns einig: die Abriss­po­li­tik nach dem Krieg. Aber das genau ist doch das Pro­blem Würz­burgs im Moment. Ich kann doch nicht immer alles mit der kom­plet­ten Zer­stö­rung begrün­den. Ich muss doch irgend­wann Anfan­gen und es ver­bes­sern. Zumal die schlimms­ten  Bau­sün­den in der Innen­stadt ja nicht die sind die in den letz­ten Jah­ren began­gen wur­den son­dern die kurz nach dem Krieg. Ver­ständ­li­cher­weise weil ja kein Geld da war. Die Dom­straße zum Beispiel.

    Und was das Bür­ger­be­geh­ren anbe­langt auch. Und mir gefällt der Petri­ni­bau auch nicht. Gerade weil er eben nicht zeit­ge­nös­sisch ist. Aber es hat dort ein Gebäude gefehlt. Der Platz wirkt jetzt abge­schlos­se­ner. Über die Form kann man strei­ten. Ich hätte mir dort auch etwas ande­res gewünscht.

    Und wieso sollte so etwas wie die Hafen­city nicht auch nach Würz­burg pas­sen? Wegen dem Kul­tu­rel­len Erbe Resi­denz? Das ist doch Unsinn. Gleich neben der Hafen­city (ich weiß nicht ob du schon­mal HH besucht hast)  steht das Kul­tur­erbe Spei­cher­stadt. Genau die­ser Kon­trast zwi­schen Neu und Alt macht doch den Reiz aus. Wie z.B. in Wü der Kul­tur­spei­cher (der von den Würz­bur­gern ja auch nicht gerade gut ange­nom­men wird, weil man ja böse moderne Kunst zeigt, oder auch das Museum am Dom, auch wenn ich ein Pro­blem mit der Kath. Kir­che habe) Wir schaf­fen doch heute Kul­tur­denk­mä­ler für die Zukunft. Ich kann doch nicht heute in der Gegen­wart bauen wie in der Vergangenheit. 

    Was ist denn dei­ner Mei­nung nach moderne Archi­tek­tur, modern im Sinne von Gegen­warts­ar­chi­tek­tur? Das würde mich wirk­lich inter­es­sie­ren. Und das meine ich nicht zynisch oder so son­der es würde mich echt interessieren.

  29. „Uhi­jui­jui… Jetzt gehts aber los. Sol­che »Argu­mente« soll­ten wir hier außen vor las­sen. Nicht immer hat sich das deut­sche Wäh­ler­volk mit Ruhm bekle­ckert, wenn es um die aktive Ver­mei­dung von »Unta­ten« ging.”

    Also ich kann wirk­lich nicht sehen, was Du meinst. Soll wahr­schein­lich eine Anspie­lung aufs Dritte Reich seien, wozu ich nur sagen kann, daß man damals bes­ser mal von vorne her­ein ver­sucht hät­ten, Unta­ten zu ver­hin­dern. Aber egal.

    Ich wandte mich ja ganz ein­deu­tig gegen die ideo­lo­gi­sche Argu­men­ta­tion, die hier einige trei­ben. Vor allem, weil sie ja auch mit der FH-Frage nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Wollte man eine Glaskasten-FH auf den Markt­platz stel­len, wäre das anders, aber das will ja keiner.

    „Ich denke, vor dem Wäh­ler­wil­len der Würz­bur­ger in SUMME hat hier nie­mand Angst. Und der würde sicher auch akzep­tiert. Es geht darum, dass viele Bür­ger noch immer nichts von den Argu­men­ten bei­der Sei­ten, von Sach­zwän­gen und den Kon­stel­la­tio­nen wis­sen, die zu die­sem Stand­ort geführt haben. Und es geht darum, dass nur ein klei­ner Teil der Würz­bur­ger zur Wahl gehen wer­den. Es reicht, wenn das Wet­ter schön ist – dann ist Baden vie­len wich­ti­ger…„
    Ja, und des­halb soll­ten ja alle Sach­ar­gu­mente vor­ge­bracht und aus­ge­tauscht wer­den. Dazu gehört aber nicht: „Wer gegen die FH ist, ist fort­schritts­feind­lich” oder „Wer den Petri­ni­bau blöd fin­det, ist es selber!”

    Das mit dem Wet­ter konnte ich nie ver­ste­hen, es sei denn das Thema inter­es­siert nicht. Wer nicht mit­ent­schei­det, akzep­tiert nun­mal die Ent­schei­dung der ande­ren. Und es ist auch gar nicht nötig: ich habe bereits brief­ge­wählt und kann mei­nen Tag ganz ent­spannt ange­hen, ohne das meine Stimme ver­lo­ren ist.

     
     
    Beden­ken müs­sen wir haben, dass eine Hand­voll hoch moti­vier­ter Geg­ner den Rest der Würz­bur­ger Bevöl­ke­rung domi­niert am Wahl­tag. Darum, und nur darum geht es. Wenn wirk­lich ein Groß­teil zur Wahl gehen wür­den und ein Groß­teil dage­gen wäre: Dann hät­ten wir einen Wäh­ler­wil­len. Allein der Auf­bau des Wahl­zet­tels, den kein Mensch begreift, ist doch schon eine Farce. Der Slo­gan« Ja zum FH-Neubau, aber nicht am Alands­grund« (oder so ähnlich) ist ja schon so gewählt, Unin­for­mierte über den Wahl­tisch zu zie­hen.
    Vor einer fun­dier­ten Wahl­ent­schei­dung der Mehr­heit der Würz­bur­ger muss nie­mand Angst haben. Vor den mani­pu­la­ti­ven Tricks der BI aber schon.

  30. „Also mir geht diese Bür­ger­ent­schei­de­rei in lang­sam auf den Keks…”

    Ja, es ist schon schwer in einer Demo­kra­tie, gelle?

  31. >Fort­schritts­feind­lich, wenn ich das schön höre. Mit dem Fort­schritt wur­den >noch ganz andere Unta­ten begrün­det. Letzt­lich geht es darum, daß die >Würz­bur­ger selbst bestim­men sol­len, wie Ihre Stadt ausschaut.

    Uhi­jui­jui… Jetzt gehts aber los. Sol­che „Argu­mente” soll­ten wir hier außen vor las­sen. Nicht immer hat sich das deut­sche Wäh­ler­volk mit Ruhm bekle­ckert, wenn es um die aktive Ver­mei­dung von „Unta­ten” ging.

    Ich denke, vor dem Wäh­ler­wil­len der Würz­bur­ger in SUMME hat hier nie­mand Angst. Und der würde sicher auch akzep­tiert. Es geht darum, dass viele Bür­ger noch immer nichts von den Argu­men­ten bei­der Sei­ten, von Sach­zwän­gen und den Kon­stel­la­tio­nen wis­sen, die zu die­sem Stand­ort geführt haben. Und es geht darum, dass nur ein klei­ner Teil der Würz­bur­ger zur Wahl gehen wer­den. Es reicht, wenn das Wet­ter schön ist — dann ist Baden vie­len wich­ti­ger… ;-)

    Beden­ken müs­sen wir haben, dass eine Hand­voll hoch moti­vier­ter Geg­ner den Rest der Würz­bur­ger Bevöl­ke­rung domi­niert am Wahl­tag. Darum, und nur darum geht es. Wenn wirk­lich ein Groß­teil zur Wahl gehen wür­den und ein Groß­teil dage­gen wäre: Dann hät­ten wir einen Wäh­ler­wil­len. Allein der Auf­bau des Wahl­zet­tels, den kein Mensch begreift, ist doch schon eine Farce. Der Slo­gan” Ja zum FH-Neubau, aber nicht am Alands­grund” (oder so ähnlich) ist ja schon so gewählt, Unin­for­mierte über den Wahl­tisch zu ziehen.

    Vor einer fun­dier­ten Wahl­ent­schei­dung der Mehr­heit der Würz­bur­ger muss nie­mand Angst haben. Vor den mani­pu­la­ti­ven Tricks der BI aber schon.

  32. „Und an die Adresse der GRÜNEN in Würz­burg. Ihr ver­prellt hier junge linke Wäh­ler. Da sind die GRÜNEN sonst immer für die beste Bil­dung aber wenn dann ein Acker NUR EIN ACKER dafür geop­fert wer­den müsste ist der Acker wichtiger.”

    Soviel ich gehört habe sind auch die Grü­nen unter den gege­be­nen Umstän­den für die Sanderheinrichs-FH, hät­ten sich nur eine frü­here Suche nach Alter­na­ti­ven gewünscht.

  33. X23,

    Es machen die Würz­bur­ger sich ihrem Bun­des­wei­ten Ruf wie­der alle Ehre. UNREGIERBAR WEIL VÖLLIG RÜCKSTÄNDIG. Kaum eine andere Stadt ent­wi­ckelt sich so lang­sam wie Würzburg.

    Wenn es hier so grau­en­haft ist, warum bist du dann hier­her gekom­men bzw. hier geblieben?

    Würz­burg hat erwi­sener­ma­ßen den schlech­tes­ten Bahn­hof Deutsch­lands und das wird noch einige Zeit so blei­ben, dank eines Begehrens.

    Nein, nicht dank eines Begeh­rens son­dern dank der DB AG, die eine Bahn­hofs­ver­bes­se­rung vom Bau der Arca­den abhän­gig gemacht hat. Und die­ser wurde völ­lig zu recht abge­lehnt. Wer brauch den ein Ein­kaufs­zen­trum am Rande der Innen­stadt.
    Und sollte auch der archi­tek­to­nisch vor­zeig­bare zeit­ge­nös­si­sche FH Bau auch abge­lehnt wer­den droht der Stadt lang­fris­tig eine kata­stro­phe.
    Ob er archi­tek­to­nisch gelun­gen ist, ist ers­tens Geschmacks­sa­che, zwei­tens erst wirk­lich zu beur­tei­len wenn das Ding steht. Aber hier geht es bei dem Bür­ger­ent­scheid nicht um die Archi­tek­tur (das Hub­land ist da ja auch nicht so ein heik­les Ter­rain wie die Innen­stadt) son­dern um die Lage. Und mei­ner Mei­nung soll­ten sol­che Unta­ten wie der „Petrini„bau nicht auf dem Rücken der FH-Studenten aus­ge­tra­gen wer­den. Daher bin ich für den Bau der FH am San­der­hein­richs­lei­ten­weg (und den Abriß des Mons­ters am Marktplatz.)

    Was für ein Bild gibt denn die Stadt nach aus­sen ab? Kein gutes. Ein Fortschrittfeindliches.

    Fort­schritts­feind­lich, wenn ich das schön höre. Mit dem Fort­schritt wur­den noch ganz andere Unta­ten begrün­det. Letzt­lich geht es darum, daß die Würz­bur­ger selbst bestim­men sol­len, wie Ihre Stadt aus­schaut. Das hat natür­lich dann auch ent­spre­chende Kon­se­quen­zen, die sie berück­sich­ti­gen müs­sen. Und daher sollte man offen über beide Posi­tio­nen dis­ku­tie­ren (meine Mei­nung ist ja bekannt).  Aber mit Sach­ar­gu­men­ten und mit ideo­lo­gi­schem Blah-bah. Und auch früh­zei­tig, damit es dann nicht um Fünf-vor-Zwölf sol­che Ent­scheide mit ent­spre­chen­den Fol­gen gibt.
    Und eine Hafen­city kann man mei­net­we­gen in HH bauen — das sol­len die Ham­bur­ger ent­schei­den. Aber nach Würz­burg paßt das nicht.

    Hinzu kommt bei vie­len Würz­bur­gern eine schon para­no­ide Archi­tek­tur­feind­lich­keit. Sie hal­ten das Forum für zu modern, das war es viel­leicht mal in den neun­zi­gern. Heute nicht mehr. Sie strei­ten dar­über wie groß ein Glas­fens­ter an einem S.Oliver Store sein darf. Kommt mal wie­der run­ter. Schaut euch die Archi­tek­tur mal an: hafencity.com und elbphilharmonie.de

    Diese „Archi­tek­tur­feind­lich­keit” ist aber auch nur als zu ver­ständ­lich, wenn man sieht wel­che Bau­werke in der letz­ten Zeit die Stadt ver­schan­deln (von der unver­ant­wort­li­chen Abriß­po­li­tik nach dem Krieg ganz zu schwei­gen). Das Forum ist nicht „zu modern” son­dern ein­fach eine häß­li­che Glas-Bretter-Bude.

     
     
     
    Die Resi­denz allein wird das wirt­schaft­li­che aber wich­ti­ger das kul­tu­relle Über­le­ben der Stadt in 40–50 Jah­ren nicht mehr tra­gen kön­nen. (Zumal die Resi­denz ver­mut­lich hätte es die Mög­lich­keit damals gege­ben auch von einer Bür­ger­in­itia­tive gestoppt wor­den wäre. Schon gar nicht mit so dyna­mi­schen Nach­barn wie Schwein­furt. Und, ja, die letz­ten Jahre CSU Regent­schaft haben der Stadt immens gescha­det. Frau Beck­mann hat doch gar nichts sicht­ba­res ver­än­dert.
    Ich befürchte in Würz­burg wird sich das aber lei­der nicht mehr ändern. Dazu besteht bei vie­len Bür­gern zu wenig Inter­esse.
    Und an die Adresse der GRÜNEN in Würz­burg. Ihr ver­prellt hier junge linke Wäh­ler. Da sind die GRÜNEN sonst immer für die beste Bil­dung aber wenn dann ein Acker NUR EIN ACKER dafür geop­fert wer­den müsste ist der Acker wich­ti­ger. Ja ich bin für Umwelt­freund­lich­keit und Sen­si­bi­li­tät im Umgang mit der Natur. Aber nicht so fun­da­men­tal.
    Jeder kann seine Mei­nung haben. Dafür oder Dage­gen. Ein gutes Recht. Aber es wäre nicht schlecht wenn die BI und die Grü­nen sich mal anschauen würde wie in der Fakul­tät Gestal­tung unter­rich­tet wird. Bes­ser gesagt wo. Dann kann man sich seine Mei­nung bil­den. Aber nicht ohne sich wirk­lich zu infor­mie­ren.
    Also liebe Würz­bur­ger tut uns den gefal­len. Stimmt mit ja. Es geht auch ein bischen um die Zukunft der gan­zen Stadt. Und um ihr Image.

  34. Unglaub­wür­dig­keit kos­tet Geld!,

    Es ist eine Unver­schämt­heit und abso­lut kon­tra­pro­duk­tiv einen Bür­ger­ent­scheid zu ent­wer­fen, der aus Lügen, Mani­pu­la­tion und 50.000 Euro kos­ten besteht, die wohl­ge­merkt auf die Stadt Würz­burg zurückfallen.

    Schaut euch den Bür­ger­ent­scheid 1 an und sagt mir, wie gerecht gewählt wer­den soll, wenn eine Fra­ge­stel­lung wie diese den freien Wäh­ler dazu zwingt, falsch zu wählen.

    Keine Fra­ge­stel­lung zwingt falsch zu wäh­len. Jeder Antrag­stel­ler bringt sei­nen Antrag immer so vor­teil­haft wie mög­lich vor, wobei oft Stö­ren­des unter den Tisch fal­len gelas­sen und man­ches ver­zerrt dar­ge­stellt wird. (Zur Mani­pu­la­tion sind da nur wenige Schritte.) Das macht übri­gens das Stadt­rats­be­geh­ren auch, wenn auch nicht so krass wie das Bür­ger­be­geh­ren.
    Aber der Bür­ger muß sich schon selbst infor­mie­ren, was Sache ist und für was er sich ent­schei­den will. Mit einem blo­ßen Durch­le­sen bei­der Anträge kann es nicht getan sein.
    Nur zur Infor­ma­tion, ich habe am Mitt­woch für das Stadt­rats­be­geh­ren „FH am San­der­hein­richs­lei­ten­weg gestimmt.

  35. Das mit 20% ist natür­lich Quatsch. Wenn 10% teil­neh­men und 100% mit JA stim­men, ist er ange­nom­men. usw.

  36. Beast; Du hast es nicht ver­stan­den. Was das „auf eine Seite zie­hen” betrifft, so lies meine Bei­träge wei­ter oben.
    Damit ein Bür­ger­ent­scheid in Bay­ern in Gemein­den über 100.000 Ein­woh­nern ange­nom­men wird, müs­sen 10% der Wahlberech­tig­ten für ihn stim­men. Das heißt, dass min­des­tens 20%+1 teil­neh­men müs­sen. Was das in Anbe­tracht der Feri­en­zeit bedeu­tet, kann man sich zusam­men­rei­men. Es ist also durch­aus mög­lich, dass kei­ner der Ent­scheide ange­nom­men wird, dafür gibts die Stichfrage.

  37. Hm.…. warum soll­ten 10 % JA ankreu­zen, damit das NEIN der andern 90% zählt? Das halt ich jetzt für ein Gerücht und eine Masche, um ein paar Leicht­gläu­bige auf die fal­sche Seite zu ziehn…

    Noch­mal mein Auf­ruf: LEST GENAU was da steht und ent­schei­det dann!

  38. Das ist aber auch kom­pli­ziert. Aber keine Sorge, ich werde dem Wahl­vor­gang noch einen eige­nen Arti­kel wid­men … aber vor­her muss ich mir das selbst mal auf­ma­len … ;-)

  39. Sorry, falsch! 10% Wahl­be­rech­tigte müss­ten „JA” ankreuzen.

  40. Kreuze: Ein Bür­ger­be­geh­ren braucht 10% der Wahl­be­rech­tig­ten, damit das Ergeb­nis zählt. Wenn man also ein Kreuz links auf „Nein” macht, unter­stützt man das BI-Begehren inso­fern, als dass man sich daran betei­ligt hat. Bei­spiel: Es betei­li­gen sich 9%, davon kreu­zen 70% „JA” an (gegen den Bau), dann gibt es NICHT. Wenn aber 12% mit­ma­chen und 70% NEIN ankreu­zen, dann ist es abge­lehnt. Wer also links kein Kreuz macht, senkt die Betei­li­gung. Klar geworden?

  41. öhm.…. also ich kann jetz nim­mer sagen wel­ches kreuz links oder rechts war, aber wenn man die for­mu­lie­run­gen auf­merk­sam liest sollte es kein Pro­blem sein, das rich­tige Kreuz zu set­zen.… da ham se, bei aller ver­wir­rung, schon drauf geach­tet, dass genau drauf steht was man mit dem kreuz anrich­tet :)