Am 27. Juli 2008 gibt es wieder mal einen Bürgerentscheid in Würzburg, initiiert von einer Bürgerinitiative. Und einem Bürgerentscheid will man instinktiv immer zustimmen, weil ich als Bürger ja entscheiden will. Doch man kann sich auch dagegen entscheiden. So wie in diesem Fall ich.
Konkret geht es um einen Stopp des Bauvorhabens am Sanderheinrichsleitenweg, den Neubau der Gestaltungs-FH. Und der ist dringende nötig, den die FH platzt in Würzburg aus allen Nähten, und die Studienzahlen werden wohl eher zunehmen.
Doch den Anwohnern an der Keesburg passt der Bauplatz natürlich nicht in den Kram, wen wundert’s. Sie argumentieren mit dem verstärkten Verkehrsfluss im Frauenland und mit der Versiegelung von Gründflächen. Und das sind Argumente, die nicht von der Hand zu weisen sind. Sie fordern, dass der Neubau an den freigewordenen Leighton-Barracks oder an einem anderen Ort entstehen soll. Im Prinzip keine schlechte Idee.
Nur leider gibt es einen eklatanten Zeitdruck. Der Neubau muss möglichst schnell hochgezogen werden. Und bis nun das Kasernen-Areal zur Bebauung freigegeben wird, kann es noch etwas dauern.
Da tauchen jetzt naürlich viele „hätte” und „wäre” auf. Das die Amis abziehen, war schon lang bekannt, hätte man doch gleich den Bauplatz auf das Gebiet geplant. Klar, hätte. Hat man aber nicht. Da habt die Stadt/FH/Regierung gepennt. Aber da hilft jetzt kein Jammern mehr, es ist nun mal so wie es ist. Auch die bayerische Regierung hat in die Plaungen am Alandsgrund investiert und es steht zumindest eine Zahl von über 3 Millionen Euro im Raum, die Würzburg angeblich zahlen müsste. Soviel Risikogeschäfte kann die WVV gar nicht machen, dass die Stadt das Geld übrig hätte.
Und der Freistaat will auch, dass es endlich losgeht. Staatsminister Goppel sagte bei einer Veranstaltung in der FH Schweinfurt laut Volksblatt Schweinfurt:
Allerdings müsse Würzburg die Voraussetzungen für die Bautätigkeiten schaffen. Geschehe dies nicht zügig, profitiere davon der Standort Schweinfurt, so Goppel.
Und die Schweinfurt sind natürlich heiß darauf, die FH dürfte wahrscheinlich sogar auf dem Marktplatz bauen, wenn sie wollte.
Natürlich könnte man auch Alternativen zu den Leighton-Barracks suche — aber das Suchen dauert und der Ausgang ist sehr ungewiss.
Mir tut es leid um dem Acker neben dem Alandsgrund, aber aus meiner Sicht überwiegen einfach die Sachzwänge. Bis zum 27. Juli 2008, dem Tag des Bürgereintscheids, lasse ich mich gerne mit stichhaltigen Argumenten überzeugen. Wenn jemand eine durchführbare Idee hat, den Neubau in kürzester Zeit außerhalb des Alandsgrunds zu bauen — immer her damit. ![]()

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21. Juli 2008 um 22:00 Uhr
So, das wird mir jetzt zu blöd hier. Geht woanders spielen.
21. Juli 2008 um 21:50 Uhr
Eugen,
Dein erster Absatz ist Deine Visitenkarte zu „Meinung und Sachlichkeit”.
„Warum verlangst du eigentlich von uns,daß wir dir alles beweisen müssen„
Das verlange ich doch gar nicht! Wo hast Du das denn gelesen?
„Wie wäre es mal, wenn du mal deine »Meinung« auch mal beweist, um sachlich zu bleiben, hmm?”
Tut mir leid, eine Meinung kann man nicht beweisen. Aber eine Meinung wird halt überzeugender, wenn man sie mit Fakten belegt.
Das oben Gesagte zu Ausgleichsflächen und „angeblicher Wohnbebauung” läßt sich leicht mit einem Anruf im Bauamt oder aus der Bebauungsplanung (die ist öffentlich zugänglich und der Anhang dazu liegt neben mir) ermitteln.
„Ach Klaus… keinen Bezug zur FH? Also meines Wissens nach, ist das gesamte Areal als Ausgleichsfläche für nur dieses Gebäude gedacht. Das wurde mehrmals ausdrücklich unterstrichen. Und woher kommen deine Behauptungen?„
Scheinbar hast Du Dich vom Wahlkampfgetöse Deiner eigenen Leute doch etwas zu stark beeindrucken lassen.
21. Juli 2008 um 21:48 Uhr
Hi Leute,
heute möchte ich mal zum Vorwurf, der Wissenschaftsstandort WÜ
leide schweren Schaden Stellung beziehen. Ich denke alein durch
die Art der Auseinadersetzung (Sandmännchen, Bande, ..)haben die
Sofort — Bau — Befürworter schon Schaden angerichtet. Was den
Herren Befürwortern total abzugehen scheint sind die Grundkennt–
nisse in Mathematik. Es wird seit Monaten eine Zahl von 3,6 Mio
Schadensersatz in den Raum gestellt, aber noch niemand hat eini–
germaßen schlüssig diese Zahl erklärt und als Einzelposten klar
und verständlich dargestellt.
Kann das bitte in den nächsten Tagen mal jemand nachholen?
Eines wissen wir jetzt sicher, dass nämlich Taubenkot in
die FH Münzstraße hineinläuft! Das hat aber mit dem Neubau nichts
zu tun! Da kann ich gleich noch eine Frage stellen, die mit dem
Neubau auch nichts zu tun hat: Welche Kote laufen denn in die
Uni am Hubland? Das ist doch mal eine echte Untersuchung wert.
Die Futurologen dürfen sich auch betätigen und können eine
vergleichende Prognose erstellen, welche Verdauungsreste der Vögel
sind denn aggressiver, die oberhalb des Alandsgrunds oder
vielleicht doch die in den Konversionsflächen?
Sollten wir nicht endlich den Wissenschaftlern das Feld über–
lassen, ihnen bis Freitag Zeit geben, ihre Ergebnisse zu veröffentlichen, uns entspannt zurücklehnen und entsprechend
diesen Resultaten dann unsere Kreuze setzen.
Bis dahin hat die Politikwissenschaft dann auch bekannt gegeben,
wie die Kreuze richtig zu platzieren sind, wenn man das Eine
oder das Andere bevorzugt.
Also Sie Wissen schaffenden — greifen Sie zu!!!
In diesem Sinne eine gute Nacht
Der Sandmann
21. Juli 2008 um 20:41 Uhr
Klaus? Ähm… also… ich zweifle echt an dir. Wirklich. Wem ein Acker als „Grünfläche” wichtiger ist, als eine 15 Jahre auf sich hat warten lassende Lösung für unser Problem und die entstehenden Arbeitsplätze, gehört gefeuert und sollte sich über seine (bestehenden?) sozialen Kompetenzen gedanken machen. Wer immernoch daran festhält, daß ein Acker ökologischer ist, als das, was gebaut wird, sollte wirklich mal gaaaaanz tief in sich gehen.
Klaus, du stehst also zu deiner Meinung? Acker wichtiger als (auch wenn nur in deinen augen unwahrscheinlicher, aber möglicher) Standort Würzburg für die (dann vielleicht nach Schweinfurt gehende) FH?
Wer die FH ablehnt, dem sollte Bildung verwehrt werden, Klaus.
„Schade, daß Sie solche Probleme haben, andere Meinungen zu akzeptieren.„
Klaus, das traust ausgerechnet DU dich zu sagen??? Wow. Respekt.
„sachlichkeit” Du bist ja noch mutiger! Warum verlangst du eigentlich von uns,daß wir dir alles beweisen müssen. Wir haben schon so viel bewiesen. Und dir und deinesgleichen fällt immer was Neues ein. Wie wäre es mal, wenn du mal deine „Meinung” auch mal beweist, um sachlich zu bleiben, hmm?
Robert, wer lesen kann… Es ist Fakt, daß die FH aus allen Nähten platzt und manche bis nach 20 h Vorlesungen haben. Eine gewohnte Argumentation, einfach etwas nur als falsch zu bezeichnen. So kennen wir euch. Das finde ich wiederrum, im Gegensatz zu Klaus, sehr amüsant.
Ach Klaus… keinen Bezug zur FH? Also meines Wissens nach, ist das gesamte Areal als Ausgleichsfläche für nur dieses Gebäude gedacht. Das wurde mehrmals ausdrücklich unterstrichen. Und woher kommen deine Behauptungen?
21. Juli 2008 um 19:23 Uhr
Also entstehen nun mehr oder weniger Ausgleichsflächen als von der FH versiegelt?
Einfache Frage-Einfache Antwort:
Weniger
Bei einer Eingriffsfläche von 22500 qm (das müßte das Sondernutzungsgebiet Hochschulbau –FH mit Außenanlagen sein– überbaut davon 15500 qm (aus dem Gedächtnis) werden 9.000 qm Ausgleichsflächen ermittelt. Also 22500 *0,4 ==> 9000
Wie gesagt, die anderen werden nur zeitgleich angelegt und haben sonst keinen Bezug zur FH.
21. Juli 2008 um 19:08 Uhr
da haben sie sich leider geschnitten. der sanderheinrichsleiten ist als baugrund ausgeschrieben. da hätte die bi sich lieber mal in ihrem Bürgerentscheid darum kümmern sollen, dass dieser Fakt rückgängig gemacht wird, denn wird der FH-Neubau verhindert, kann dort anderweitig gebaut werden, dann ist die BI dafür verantwortlich, dass dort keine Ausgleichsflächen erstellt werden. Anfragen liegen der Stadt bereits vor. Übrigens, ein S.Oliver, oder ein IKEA bauen einfach, wenn dann eine BI einschreitet, lassen die auch gerne mal eine Ruine stehen, nur weil der Freistaat sich das nicht leisten kann, traut sich eine BI gegen die Fachhochschule anzugehen.
Wenn die BI sich so uneigennützig für die Umwelt einsetzt, frage ich mich, warum sie nicht an brisanteren Orten zur Tat schreiten. IKEA, etc. Und warum konnte eigentlich die Uni dort ein Sportgelände errichten? Warum kann eine Uni bis nach Gerbrunn raus bauen? Ich meine, gehts nach mir, dann sollte Bildung vor allem in einer Universitätsstadt immer gefördert werden, die Uni soll also meiner Meinung nach bauen, aber ich bin ja auch ein böser Neubau-Befürworter. Warum konnte eine BI direkt am Alandsgrund bauen, viel größere Flächen verschließen, als es die FH je tun wird, ohne Ausgleichsflächen zu schaffen? Alles Fragen, die nie beantwortet wurden, da wird dann lieber wieder auf die Feldmäuse verwiesen und davon abgelenkt.
Und wie sollen nach Würzburg mehr Leute ziehen um die Kaufkraft zu unterstützen, wenn man von vornherein schon mal 1000 Leute abweist? Für Studenten ist diese Stadt momentan wirklich nicht attraktiv. Sehr traurig für eine Universitätsstadt, wenn man sich einige der Kommentare hier durchliest. Alleine durch Tourismus wird sich die Stadt nicht erhalten lassen können, zum Glück haben das IHK, Einzelhandel und die meisten der Bürger begriffen.
21. Juli 2008 um 18:57 Uhr
Nachtrag:
„Und wenn die FH dort nicht baut (es ist ja als Baugrund ausgewiesen!), dann werden da in ein paar Jahren Häuser stehen”
Das ist schlicht und einfach falsch: Hier darf ausschlißlich ein Hochschulgebäude errichtet werden. Wohlgemerkt das ist ein Grüngürtel mit ( meiner Meinung nach einer äußerst fragwürdigen) Ausnahme und kein Bauland.
21. Juli 2008 um 18:55 Uhr
„Den Petrinibau kann man sehr wohl hinsichtlich Einfluß auf die Stadtentwicklung mit dem FH-Bauvorhaben vergleichen.„
Wie das? Ein Hochschulgebäude am Rande der Stadt, inmitten von Sportplätzen und anderen, weit hässlicheren Hochschulbauten vergleichen mit einem Gebäude, das mitten in der Innenstadt auf einem Marktplatz steht und gänzlich andere Funktionen erfüllt?
Zur Ausgleichsflächenrechnung: Also entstehen nun mehr oder weniger Ausgleichsflächen als von der FH versiegelt? Und wenns mehr sind: Seien Sie doch froh und unterstellen Sie nicht irgendwelche schlechten Beweggründe!
Ich plädiere dafür, auf dem Dach der FH Kartoffeln anzubauen und sie den Mitgliedern der BI zu schenken.
21. Juli 2008 um 18:40 Uhr
Jungs, Mädels und die vielen, deren seltsame Namen ich keinem Geschlecht zuordnen kann: Kommt mal wieder runter auf den Boden und schaltet die Emotionen einen Gang runter.
Hier im Würzblog darf nur einer unhöflich sein und das bin ich. Naja, Rööö vielleicht noch.
21. Juli 2008 um 18:33 Uhr
Stefan,
„Klaus, doppelt gestammelt wird auch nicht richtiger.”
Selbst noch nie mal Probleme beim Abschicken von Mails gehabt?
Meine Meinung dazu: Ein ganz mieser Stil!
Herr Fischer,
„…lauter selbsternannte Hobby-Standplanungsarchitekten”
Aber selbst ausführlich zu Thema seine Meinung kundtun.. Haben Sie denn selbst in dieser Richtung studiert?
Schade, daß Sie solche Probleme haben, andere Meinungen zu akzeptieren.
Zur Erklärung: Den Petrinibau kann man sehr wohl hinsichtlich Einfluß auf die Stadtentwicklung mit dem FH-Bauvorhaben vergleichen. Aber wer es falsch verstehen will…
„Dazu kommt ja die von der BI gerne und oft ignorierte Tatsache, dass auf einem Areal von 20.000 qm eine nach ökologischen Maßstäben gestaltete Ausgleichsfläche entsteht. ”
Aha die Ausgleichsflächenrechnung: Der FH zuzurechnende Ausgleichsflächen sind: 5.700 qm unterhalb der FH (Das Regenüberlaufbecken). und 3300 qm am Schlangensee (ca. 400 m Luftlinie von der FH entfernt).
Der Rest der Ausgleichsflächen wird zeitgleich quasi auf Vorrat angelegt für andere Bauvorhaben, die überhaupt nicht der FH zuzurechnen sind. Wenn die FH diese für sich beansprucht, dann sieht man doch, wie schwer man sich mit der Vermittlung der Sinnhaftigkeit des Projektes tut.
Einfach mal darüber nachdenken Herr Fischer…
Zu den ökologischen Folgen hatte ich schon meine Meinung weiter oben geschrieben. Wohlgemerkt meine Meinung, kein Gutachten.
Wenn man dem nichts inhaltlich entgegenzusetzen hat, dann kommt Ihr halt mit dem „selbsternannten Expertenvorwurf”.
Schade, daß die Sachlichkeit darunter leidet.
21. Juli 2008 um 14:27 Uhr
>Ich denke, man kann das FH-Projekt schon mit dem Petrinibau vergleichen.
Klar. Sag ich doch. Lauter selbsternannte Hobby-Standplanungsarchitekten. Man kann doch nicht allen Ernstes den Petrinibau mit dem einer Fachhochschule vergleichen? Ein Gebäude, dass der Lehre genügen muss, hat gänzlich andere Anforderungen. Was die Einlassung mit der Bundesgartenschau soll, ist mir auch ein Rätsel. Soll die oben im Alandsgrund stattfinden (und dann wird alles auf den Kopf gestellt?) oder bekommt man eine BGS nicht, wenn irgendwo auf einem Kartoffelacker ein FH-Gebäude gebaut wird?
>einen schlechten ökologisch äußerst bedenklichen Standort aufzugeben, sollte uns das Risiko wert sein ein paar Fördergelder /Arbeitsplätze zu verlieren.
Wo ist denn der Standort ökologisch äußerst bedenklich? Der Bau ist in der NÄHE des Alandsgrunds, nicht darin! Und wenn die FH dort nicht baut (es ist ja als Baugrund ausgewiesen!), dann werden da in ein paar Jahren Häuser stehen. Die versiegeln dann keine Flächen und sind ökologisch unbedenklich? Meine Nerven. Dazu kommt ja die von der BI gerne und oft ignorierte Tatsache, dass auf einem Areal von 20.000 qm eine nach ökologischen Maßstäben gestaltete Ausgleichsfläche entsteht. Der Staat versiegelt nich einfach Flächen (schon lange nicht mehr) ohne für entspr. Ausgleich zu sorgen. Was für die Privat-Häuser, die dann ersatzweise da oben gebaut würden, nicht der Fall ist. Außerdem wird das Dach komplett begrünt, Regenwasser aufgefangen und genutzt. Es ist völliger Blödsinn ständig davon zu reden, dass der Bau ökologisch bedenklich wäre. Dieses Hirngespinnst existiert nur in den Köpfen der BI und findet immer wieder den Weg nach draußen. Gab´s ein Gutachten? Hat ein anerkannter Experte sich dazu geäußert? Damit meine ich nicht den Nachbarn eines Bekannten, der an einer Tankstelle jemanden getroffen hat, der gesagt hat, dass…
Und auch klar: Wenn man selber nicht betroffen ist, kann man auf Arbeitsplätze pfeiffen. Von den 47 Professorinnen/en-Stellen, mit all der Kaufkraft und Steuern für Wü will ich gar nicht reden. Wenn man ein falsches, selber ausgedachtes und dahergeredetes Argument mit einem noch falscheren kombiniert wird es deswegen nicht glaubwürdiger oder wahrer.
Und um auch die Frage zu beantworten:
> Sind denn meine Argumente abwegig?
Ja. Genauso abwegig, wie dass die FH doch auch auf das Siemensgelände könnte. In einem Monat oder so. Sagt der Makler. Logisch. Der Schnitt eines Verwaltungsgebäudes und von Produktionshallen sind ideal für Hörsäle verschiedener Größe oder Labore, die unterschiedlichen Größenbedarf haben. Steckt doch die Studenten dort rein, was niemand mehr haben will. Taugt schon.
Bei der Begehung letzten Sonntag sagte eine Gegnerin, man solle es doch wo anders hin bauen (die, die das Joggen so sehr liebt und sich in der Aussicht gestört fühlen würde). Jetzt kann man halt ein komplett fertig geplantes Gebäude dieser Größe nicht einfach „wo anders hinbauen”. Doch, meinte sie, das ginge schon. Lauter Experten plötzlich — wo man hinschaut. Ich frag mich, warum man Planer, Statiker und Architekten braucht?. Gebt der BI eine Kreidetafel und einen Stift und die machen das dann schon. Jeder Erdkundelehrer versteht auf einmal mehr, als studierte Fachleute.
„X23” hat es auf den Punkt gebracht:
„Bürgerschaft kann schlicht städtbauliche Belange gar nicht einschätzen, Klaus. Dazu fehlt schlicht das Wissen.„
Das ist der Kern. Die Bürger wählen Vertreter ihres Vertrauens. Auf Länder– und Städteebene. Eben deswegen. Jeden bei allem zu befragen, es jedem Recht zu machen UND jedem die genauen oft komlizierten Hintergründe verständlich zu machen — das geht halt nicht immer.
Dass das Wissen fehlt, ist ja nicht böse gemeint. Meinungen zu haben, ist auch völlig in Ordnung. Aber ständig völlig unbeleckt an Fachthemen mit rumdiskutieren zu wollen, dass kann halt auf Dauer nicht funktionieren.
>Man kann das Risiko natürlich noch erhöhen indem man sagt »es gibt keine Alternativen«
Die gibt es auch nicht. Das wurde jahrelang bereits geprüft! Das Landesbauamt wäre mit fliegenden Fahnen in eine günstigere und schnellere Alternative eingestiegen. All die Dinge, die hier immer und immer wieder kommen, sind schon von Experten durchdacht und bewertet worden. Das sollen jetzt alles plötzlich Idioten sein, die keine fundierten Entscheidungen treffen können? Meint Ihr wirklich, so viel schlauer zu sein?
>Würzburg steht jetzt schon blöd da
Exakt. Das ganze Land lacht. 12 Jahre Planung und wenn ALLES unter Dach und Fach ist, alle Einspruchsfristen verstrichen sind, viel Geld in die Planung gesteckt wurde (das verloren wäre) und wenn die Baugenehmigung der Stadt erteilt wurde — dann, ja erst dann rennen ein paar Anwohner mit einer Liste rum und wollen das verhindern.
Sollte die BI tatsächlich mit Ihrer Liste durchkommen, wird Würzburg noch viel blöder da stehen. Absolventen und echte Potentialträger, die nach dem Studium Unternehmen gründen und Arbeitsplätze schaffen, wandern ab bzw. studieren/gründen wo anders. Alles egal. Die Aussicht beim Joggen darf nicht beeinträchtigt werden. Man kann WIRKLICH nur noch den Kopf schütteln über so viel unbedachten Egoismus!
21. Juli 2008 um 14:27 Uhr
Klaus, doppelt gestammelt wird auch nicht richtiger. Eine Stadt, in der sich nichts verändert, stirbt irgendwann. Ich hatte neulich Besuch, der hat in einem Hotel in einem Vorort übernachtet, weil er den 50er Jahre-Muff in der Innenstadt nicht mochte. Ein erstes Indiz.
Letzter Punkt zum Marktplatz: Sehr schön, da hat sich also Beast als Festungsblick-Fanatiker geoutet. Reißt doch den ganzen Marktplatz — ach was, die ganze Innenstadt ab, dann habt ihr überall Festungsblick. Ich war neulich auf dem Markt, da konnte ich die Festung sehen, komisch, was?
Und dass es immernoch Leute gibt, die meinen, es gäbe nicht schon jetzt Raumnot sondern auch nicht, wenn der doppelte Jahrgang kommt, ist interessant.
Es gibt wirklich Pläne, eine Gartenschau auf dem Gelände zu veranstalten? Was soll daran ökologisch sein? So etwas bringt jede Menge Verkehr mit sich, und solange es noch keine StraBa zum Hubland gibt, ist das nicht zu bewältigen. Es müssten auch irgendwo Parkplätze entstehen! Sollen die Häuser abgerissen werden, die da stehen, noch bevor die Altlastenfrage geklärt ist?
Übrigens: Es gibt immer nur eine Alternative. Mehrere Möglichkeiten oder Optionen. Das geht aus dem Lateinischen hervor („einer von beiden”).
21. Juli 2008 um 13:46 Uhr
Selbstverständlich stehe ich zu meiner Meinung zu den Arbeitsplätzen.
Heutzutage wird doch jede Dummheit mit Zeitdruck und/oder ArbSelbstverständlich stehe ich zu meiner Meinung zu den Arbeitsplätzen.
Heutzutage wird doch jede Dummheit mit Zeitdruck und/oder Arbeitsplätzen gerechtfertigt.
Langfristig verliert Würzburg durch eine städtebaulich vermurkste Stadt. Wenn hier keiner mehr leben will, dann nützt es niemand mehr wenn der Haushalt fragwürdig saniert und für ein paar Jahre ein paar Dozenten hergeholt wurden.eitsplätzen gerechtfertigt.
Langfristig verliert Würzburg durch eine städtebaulich vermurkste Stadt. Wenn hier keiner mehr leben will, dann nützt es niemand mehr wenn der Haushalt fragwürdig saniert und für ein paar Jahre ein paar Dozenten hergeholt wurden.
21. Juli 2008 um 13:42 Uhr
Wieso Schweinfurt ist doch dabei sich zu einer industriell und kulturell bedeutenden Stadt in Unterfranken zu entwickeln. Die dynamischte Stadt ist sie laut einer Studie ja schon.
21. Juli 2008 um 13:39 Uhr
X23,
„Es gibt keine Alternativen”, das haben die FH-Befürworter-am schlechten Standort als Wahlkampfparole ausgerufen. Sie hätten es gerne als Dogma.
Das ist falsch: Denn allein das von den Befürwortern ins Spiel gebrachte „Worst-Case-scenario”: „…sonst geht die FH nach Schweinfurt” ist doch schon eine Alternative (die wir aber alle nicht wollen).
und
Ich habe doch nicht gesagt, daß ich die Landesgartenschau in den Leightons haben möchte. Wer nicht verantwortlich mit seiner Umwelt umgehen kann, hat keine Landesgartenschau verdient.
außerdem braucht die FH sicherlich nicht soviel Platz, daß sich nicht noch ein Pläätzchen findet
21. Juli 2008 um 13:36 Uhr
Bürgerschaft kann schlicht städtbauliche Belange gar nicht einschätzen, Klaus. Dazu fehlt schlicht das Wissen. (Obwohl mir der Petrinibau wie schon gesagt auch nich gefällt und ich mir was anderes dort gewünscht hätte)
21. Juli 2008 um 13:34 Uhr
Klaus, es sollte uns wert sein Arbeitsplätze zu riskieren? Man man man!!!!!!!
21. Juli 2008 um 13:15 Uhr
Und was die Landesgartenschau anbelangt. Ist ja schon lustig. Auf der einen Seite soll der FH Neubau auf das Kasernen Areal und gleichzeitig soll dort auch die Landesgartenschau hin. Was jetzt? Das eine oder das andere?
21. Juli 2008 um 13:13 Uhr
HERRGOTT NOCHMAL: ES GIBT KEINE ALTERNATIVEN. BEGREIFT ES ENDLICH. ES GIBT SIE NUNMAL NICHT.
21. Juli 2008 um 13:03 Uhr
Robert, Entschuldigung aber das ist schlicht völliger Blödsinn. Und eine Lüge noch dazu. Zumal du hier wieder völlig falsche Behauptungen aufstellst. Es geht bei dem Neubau in erster Linie gar nicht um die FH Münzstraße, sondern um die Studiengänge Kommunikationsdesign und Informatik, die gar nicht in der Münzstrasse unterrichtet werden. Du solltest mal die Räumlichkeiten der Kommunikationsdesigner besuchen. Dann kannst du dir ne Meinung bilden. Abgesehen davon, dass es akute Raumnot für die anderen Studiengänge in der Münzstrasse gibt. Ein doppeljahrgang hätte natürlich logistische Platzprobleme. Man sollte sich erstmal informieren und sich ein eigenes Bild machen bevor man glaubt man wüsste bescheid. Aber eigentlich bin ich es mittlerweile auch Leid gebetsmühlenartig falsche Behauptungen zu widerlegen.
21. Juli 2008 um 12:59 Uhr
Beast78,
„Und plötzlich wuselt hier ein Meer selbsternannter Experten in Sachen Ökologie, Baurecht, etc… unglaublich!”
Meinst Du mich damit? Was soll das? Sind denn meine Argumente abwegig?
„Die Chance, dass es wieder mal schief geht und WÜ dann blöd dasteht und eine Chance verpasst hat, steht aber leider sehr gut…..”
Würzburg steht jetzt schon blöd da und die Chance, deshhalb einen schlechten ökologisch äußerst bedenklichen Standort aufzugeben, sollte uns das Risiko wert sein ein paar Fördergelder /Arbeitsplätze zu verlieren.
Man kann das Risiko natürlich noch erhöhen indem man sagt „es gibt keine Alternativen” etc. anstatt um Verständnis für die besondere Situtation in München zu werben.
Ich denke, man kann das FH-Projekt schon mit dem Petrinibau vergleichen. Wenn man „Akzeptanz bei der Bürgerschaft und Städtebauliche Qualität” erstezt durch „Ökologische Verantwortbarkeit”
Wer das FH-Projekt am Alandsgrund befürwortet, stellt sollte sich nicht für die Bundesgartenschau bewerben.
21. Juli 2008 um 12:56 Uhr
Ich finde es doch eher unwahrscheinlich, dass ein doppelter „Abiturjahrgang” (und eben nicht ein Fachabiturjahrgang) solch ein großes logistisches Problem für die FH in der Münzstraße darstellen sollte — um nur eines der vielen FALSCHEN Behauptungen der Beführworter für einen FH-Neubau (an einem gänzlich dafür ungeeigneten Standort) aufzuzeigen!
21. Juli 2008 um 12:43 Uhr
Wie war noch gleich das Thema des Artikels? … Ach ja, der Bürgerentscheid über die FH. Ich war mir nach den letzten Kommentaren nicht mehr sicher …
21. Juli 2008 um 11:17 Uhr
Tja man muss halt auch ein bisschen was von Architektur verstehen. Und was ist denn an Stein und Glas so schlimm?
21. Juli 2008 um 08:35 Uhr
Wenn ich einen Marktplatz habe, von dem aus ich einen ungehinderten Blick auf die Festung Marienberg habe, dann fehlt da gar nix und schon gar kein hässlicher Stein-Glas-Klotz, der genau diese Sicht verbaut!
20. Juli 2008 um 21:39 Uhr
Der Marktplatz ist auch kein Schmuckstück, von Marienkapelle und Falkenhaus und ca. 2 anderen Häusern mal abgesehen. Schlimm sind: Das Waschbetonhaus am oberen Markt und dieses Haus mit der Digitaluhr neben dem Forum sowie das um eine Etage zu niedrige Haus. Je mehr freie Fläche durch die Versiegelung der Spindel entsteht, umso deutlicher wird, dass ohne das Forum das alles sehr kahl ausgesehen hätte. Ich setz mich bei schönem Wetter gern mal da unten hin.
20. Juli 2008 um 18:44 Uhr
str1977 in einigen Punkten sind wir uns einig: die Abrisspolitik nach dem Krieg. Aber das genau ist doch das Problem Würzburgs im Moment. Ich kann doch nicht immer alles mit der kompletten Zerstörung begründen. Ich muss doch irgendwann Anfangen und es verbessern. Zumal die schlimmsten Bausünden in der Innenstadt ja nicht die sind die in den letzten Jahren begangen wurden sondern die kurz nach dem Krieg. Verständlicherweise weil ja kein Geld da war. Die Domstraße zum Beispiel.
Und was das Bürgerbegehren anbelangt auch. Und mir gefällt der Petrinibau auch nicht. Gerade weil er eben nicht zeitgenössisch ist. Aber es hat dort ein Gebäude gefehlt. Der Platz wirkt jetzt abgeschlossener. Über die Form kann man streiten. Ich hätte mir dort auch etwas anderes gewünscht.
Und wieso sollte so etwas wie die Hafencity nicht auch nach Würzburg passen? Wegen dem Kulturellen Erbe Residenz? Das ist doch Unsinn. Gleich neben der Hafencity (ich weiß nicht ob du schonmal HH besucht hast) steht das Kulturerbe Speicherstadt. Genau dieser Kontrast zwischen Neu und Alt macht doch den Reiz aus. Wie z.B. in Wü der Kulturspeicher (der von den Würzburgern ja auch nicht gerade gut angenommen wird, weil man ja böse moderne Kunst zeigt, oder auch das Museum am Dom, auch wenn ich ein Problem mit der Kath. Kirche habe) Wir schaffen doch heute Kulturdenkmäler für die Zukunft. Ich kann doch nicht heute in der Gegenwart bauen wie in der Vergangenheit.
Was ist denn deiner Meinung nach moderne Architektur, modern im Sinne von Gegenwartsarchitektur? Das würde mich wirklich interessieren. Und das meine ich nicht zynisch oder so sonder es würde mich echt interessieren.
20. Juli 2008 um 18:41 Uhr
„Uhijuijui… Jetzt gehts aber los. Solche »Argumente« sollten wir hier außen vor lassen. Nicht immer hat sich das deutsche Wählervolk mit Ruhm bekleckert, wenn es um die aktive Vermeidung von »Untaten« ging.”
Also ich kann wirklich nicht sehen, was Du meinst. Soll wahrscheinlich eine Anspielung aufs Dritte Reich seien, wozu ich nur sagen kann, daß man damals besser mal von vorne herein versucht hätten, Untaten zu verhindern. Aber egal.
Ich wandte mich ja ganz eindeutig gegen die ideologische Argumentation, die hier einige treiben. Vor allem, weil sie ja auch mit der FH-Frage nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Wollte man eine Glaskasten-FH auf den Marktplatz stellen, wäre das anders, aber das will ja keiner.
„Ich denke, vor dem Wählerwillen der Würzburger in SUMME hat hier niemand Angst. Und der würde sicher auch akzeptiert. Es geht darum, dass viele Bürger noch immer nichts von den Argumenten beider Seiten, von Sachzwängen und den Konstellationen wissen, die zu diesem Standort geführt haben. Und es geht darum, dass nur ein kleiner Teil der Würzburger zur Wahl gehen werden. Es reicht, wenn das Wetter schön ist – dann ist Baden vielen wichtiger…„
Ja, und deshalb sollten ja alle Sachargumente vorgebracht und ausgetauscht werden. Dazu gehört aber nicht: „Wer gegen die FH ist, ist fortschrittsfeindlich” oder „Wer den Petrinibau blöd findet, ist es selber!”
Das mit dem Wetter konnte ich nie verstehen, es sei denn das Thema interessiert nicht. Wer nicht mitentscheidet, akzeptiert nunmal die Entscheidung der anderen. Und es ist auch gar nicht nötig: ich habe bereits briefgewählt und kann meinen Tag ganz entspannt angehen, ohne das meine Stimme verloren ist.
Bedenken müssen wir haben, dass eine Handvoll hoch motivierter Gegner den Rest der Würzburger Bevölkerung dominiert am Wahltag. Darum, und nur darum geht es. Wenn wirklich ein Großteil zur Wahl gehen würden und ein Großteil dagegen wäre: Dann hätten wir einen Wählerwillen. Allein der Aufbau des Wahlzettels, den kein Mensch begreift, ist doch schon eine Farce. Der Slogan« Ja zum FH-Neubau, aber nicht am Alandsgrund« (oder so ähnlich) ist ja schon so gewählt, Uninformierte über den Wahltisch zu ziehen.
Vor einer fundierten Wahlentscheidung der Mehrheit der Würzburger muss niemand Angst haben. Vor den manipulativen Tricks der BI aber schon.
20. Juli 2008 um 18:18 Uhr
„Also mir geht diese Bürgerentscheiderei in WÜ langsam auf den Keks…”
Ja, es ist schon schwer in einer Demokratie, gelle?
20. Juli 2008 um 18:12 Uhr
>Fortschrittsfeindlich, wenn ich das schön höre. Mit dem Fortschritt wurden >noch ganz andere Untaten begründet. Letztlich geht es darum, daß die >Würzburger selbst bestimmen sollen, wie Ihre Stadt ausschaut.
Uhijuijui… Jetzt gehts aber los. Solche „Argumente” sollten wir hier außen vor lassen. Nicht immer hat sich das deutsche Wählervolk mit Ruhm bekleckert, wenn es um die aktive Vermeidung von „Untaten” ging.
Ich denke, vor dem Wählerwillen der Würzburger in SUMME hat hier niemand Angst. Und der würde sicher auch akzeptiert. Es geht darum, dass viele Bürger noch immer nichts von den Argumenten beider Seiten, von Sachzwängen und den Konstellationen wissen, die zu diesem Standort geführt haben. Und es geht darum, dass nur ein kleiner Teil der Würzburger zur Wahl gehen werden. Es reicht, wenn das Wetter schön ist — dann ist Baden vielen wichtiger…
Bedenken müssen wir haben, dass eine Handvoll hoch motivierter Gegner den Rest der Würzburger Bevölkerung dominiert am Wahltag. Darum, und nur darum geht es. Wenn wirklich ein Großteil zur Wahl gehen würden und ein Großteil dagegen wäre: Dann hätten wir einen Wählerwillen. Allein der Aufbau des Wahlzettels, den kein Mensch begreift, ist doch schon eine Farce. Der Slogan” Ja zum FH-Neubau, aber nicht am Alandsgrund” (oder so ähnlich) ist ja schon so gewählt, Uninformierte über den Wahltisch zu ziehen.
Vor einer fundierten Wahlentscheidung der Mehrheit der Würzburger muss niemand Angst haben. Vor den manipulativen Tricks der BI aber schon.
20. Juli 2008 um 17:37 Uhr
„Und an die Adresse der GRÜNEN in Würzburg. Ihr verprellt hier junge linke Wähler. Da sind die GRÜNEN sonst immer für die beste Bildung aber wenn dann ein Acker NUR EIN ACKER dafür geopfert werden müsste ist der Acker wichtiger.”
Soviel ich gehört habe sind auch die Grünen unter den gegebenen Umständen für die Sanderheinrichs-FH, hätten sich nur eine frühere Suche nach Alternativen gewünscht.
20. Juli 2008 um 17:32 Uhr
X23,
Wenn es hier so grauenhaft ist, warum bist du dann hierher gekommen bzw. hier geblieben?
Nein, nicht dank eines Begehrens sondern dank der DB AG, die eine Bahnhofsverbesserung vom Bau der Arcaden abhängig gemacht hat. Und dieser wurde völlig zu recht abgelehnt. Wer brauch den ein Einkaufszentrum am Rande der Innenstadt.
Und sollte auch der architektonisch vorzeigbare zeitgenössische FH Bau auch abgelehnt werden droht der Stadt langfristig eine katastrophe.
Ob er architektonisch gelungen ist, ist erstens Geschmackssache, zweitens erst wirklich zu beurteilen wenn das Ding steht. Aber hier geht es bei dem Bürgerentscheid nicht um die Architektur (das Hubland ist da ja auch nicht so ein heikles Terrain wie die Innenstadt) sondern um die Lage. Und meiner Meinung sollten solche Untaten wie der „Petrini„bau nicht auf dem Rücken der FH-Studenten ausgetragen werden. Daher bin ich für den Bau der FH am Sanderheinrichsleitenweg (und den Abriß des Monsters am Marktplatz.)
Fortschrittsfeindlich, wenn ich das schön höre. Mit dem Fortschritt wurden noch ganz andere Untaten begründet. Letztlich geht es darum, daß die Würzburger selbst bestimmen sollen, wie Ihre Stadt ausschaut. Das hat natürlich dann auch entsprechende Konsequenzen, die sie berücksichtigen müssen. Und daher sollte man offen über beide Positionen diskutieren (meine Meinung ist ja bekannt). Aber mit Sachargumenten und mit ideologischem Blah-bah. Und auch frühzeitig, damit es dann nicht um Fünf-vor-Zwölf solche Entscheide mit entsprechenden Folgen gibt.
Und eine Hafencity kann man meinetwegen in HH bauen — das sollen die Hamburger entscheiden. Aber nach Würzburg paßt das nicht.
Diese „Architekturfeindlichkeit” ist aber auch nur als zu verständlich, wenn man sieht welche Bauwerke in der letzten Zeit die Stadt verschandeln (von der unverantwortlichen Abrißpolitik nach dem Krieg ganz zu schweigen). Das Forum ist nicht „zu modern” sondern einfach eine häßliche Glas-Bretter-Bude.
20. Juli 2008 um 17:14 Uhr
Unglaubwürdigkeit kostet Geld!,
Keine Fragestellung zwingt falsch zu wählen. Jeder Antragsteller bringt seinen Antrag immer so vorteilhaft wie möglich vor, wobei oft Störendes unter den Tisch fallen gelassen und manches verzerrt dargestellt wird. (Zur Manipulation sind da nur wenige Schritte.) Das macht übrigens das Stadtratsbegehren auch, wenn auch nicht so krass wie das Bürgerbegehren.
Aber der Bürger muß sich schon selbst informieren, was Sache ist und für was er sich entscheiden will. Mit einem bloßen Durchlesen beider Anträge kann es nicht getan sein.
Nur zur Information, ich habe am Mittwoch für das Stadtratsbegehren „FH am Sanderheinrichsleitenweg gestimmt.
18. Juli 2008 um 21:53 Uhr
Das mit 20% ist natürlich Quatsch. Wenn 10% teilnehmen und 100% mit JA stimmen, ist er angenommen. usw.
18. Juli 2008 um 21:50 Uhr
Beast; Du hast es nicht verstanden. Was das „auf eine Seite ziehen” betrifft, so lies meine Beiträge weiter oben.
Damit ein Bürgerentscheid in Bayern in Gemeinden über 100.000 Einwohnern angenommen wird, müssen 10% der Wahlberechtigten für ihn stimmen. Das heißt, dass mindestens 20%+1 teilnehmen müssen. Was das in Anbetracht der Ferienzeit bedeutet, kann man sich zusammenreimen. Es ist also durchaus möglich, dass keiner der Entscheide angenommen wird, dafür gibts die Stichfrage.
18. Juli 2008 um 19:25 Uhr
Hm.…. warum sollten 10 % JA ankreuzen, damit das NEIN der andern 90% zählt? Das halt ich jetzt für ein Gerücht und eine Masche, um ein paar Leichtgläubige auf die falsche Seite zu ziehn…
Nochmal mein Aufruf: LEST GENAU was da steht und entscheidet dann!
18. Juli 2008 um 19:23 Uhr
Das ist aber auch kompliziert. Aber keine Sorge, ich werde dem Wahlvorgang noch einen eigenen Artikel widmen … aber vorher muss ich mir das selbst mal aufmalen …
18. Juli 2008 um 19:20 Uhr
Sorry, falsch! 10% Wahlberechtigte müssten „JA” ankreuzen.
18. Juli 2008 um 19:19 Uhr
Kreuze: Ein Bürgerbegehren braucht 10% der Wahlberechtigten, damit das Ergebnis zählt. Wenn man also ein Kreuz links auf „Nein” macht, unterstützt man das BI-Begehren insofern, als dass man sich daran beteiligt hat. Beispiel: Es beteiligen sich 9%, davon kreuzen 70% „JA” an (gegen den Bau), dann gibt es NICHT. Wenn aber 12% mitmachen und 70% NEIN ankreuzen, dann ist es abgelehnt. Wer also links kein Kreuz macht, senkt die Beteiligung. Klar geworden?
18. Juli 2008 um 19:05 Uhr
öhm.…. also ich kann jetz nimmer sagen welches kreuz links oder rechts war, aber wenn man die formulierungen aufmerksam liest sollte es kein Problem sein, das richtige Kreuz zu setzen.… da ham se, bei aller verwirrung, schon drauf geachtet, dass genau drauf steht was man mit dem kreuz anrichtet