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wuerzblog RT @Hazamelistan Frisch geschnitten: Skandalrennen auf der Schwimmstrecke http://t.co/intgISHI #blog 2 days ago

Briefwechsel des Ärgers

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Die­sen Arti­kel muss ich vor­sich­tig for­mu­lie­ren, nach Gerüch­ten ist das Thema schon beim Anwalt gelandet.

Ich habe in den letz­ten Tagen zwei­mal eine E-Mail bekom­men, in der ein Brief­wech­sel zwi­schen einem Gast und eine Café in Würz­burg als PDF ange­hängt war. Der Gast war ver­är­gert, dass er zwei Stun­den lang auf sein Früh­stück war­ten musste, das dann doch nicht kam. Er hat in einem Brief sei­nem Ärger Luft gemacht. Die Ant­wort des Cafès war lei­der ähnlich sar­kas­tisch wie die Beschwerde for­mu­liert, mit Ver­mu­tun­gen über man­gelnde Bil­dung des Gas­tes und dem Rat, das Café nicht wie­der zu besuchen.

Mei­ner Mei­nung nach war die Ant­wort völ­lig über­zo­gen. Als Wirt muss man mit Kri­tik umge­hen kön­nen, die Ver­är­ge­rung des Gas­tes sollte auch ver­ständ­lich sein. Und dass man Ver­är­ge­rung meist nicht nett for­mu­lie­ren kann, liegt in der Natur der Sache. Aber — wie ich finde — des­we­gen einem Gast raten, nicht mehr das Lokal zu besu­chen, ist sel­ten gut für das Geschäft. Denn aus einem Gast wer­den lei­der ganz schnell auch meh­rere, selbst ohne E-Mails.

Sicher ist es dem Wirt nicht recht, dass die­ser Brief­wech­sel nun per E-Mail  kur­siert. Aber letzt­end­lich ist das nur eine Vari­ante der Mund-zu-Mund-Propaganda und man kann den Leute ja auch schlecht ver­bie­ten, dar­über zu reden. Und mit einem sach­li­chen Ent­schul­di­gungs­brief wäre es bestimmt nicht so weit gekommen.

Wenn wirk­lich ein Anwalt ein­ge­schal­tet wor­den ist, fände ich das einen sehr nega­ti­ven Lösungs­an­satz. Denn auch das spricht sich herum, zumin­dest Mund zu Mund und der PR-Schaden ver­grö­ßert sich nur dadurch. Bes­ser fände ich ein Ver­sö­hungs­früh­stück, bei dem der Wirt dem Gast per­sön­lich die Bröt­chen schmiert, im die Trau­ben schält und den Kaf­fee kalt pus­tet. :-)

Da das Ganze mich per Mail erreichte und ich den ursprüng­li­chen Absen­der nicht kenne, muss ich noch die Mög­lich­keit ein­be­rech­nen, dass die Geschichte gar nicht wahr ist. Ein PDF, selbst mir dem Brief­pa­pier des Cafés, ist für einen halb­wegs ver­sier­ten Gra­fi­ker schnell gefälscht. Die betref­fende Per­son im Café habe ich heute lei­der noch nicht errei­chen kön­nen, um mal nachzufragen.

Update-Update: Den Text des Beschwer­de­briefs gibt es nicht mehr bei Unser Würzburg-Blog zu lesen.
Update III: Dafür im Wue­Web­Blog.
Update IV: Wie ich gerade gese­hen habe, gibt es dort einen Link auf das gesamte PDF, also mit Beschwer­de­brief und Ant­wort.

51 Kommentare

  1. Also der Brief ist und war defi­ni­tiv echt.
    Ich habe näm­lich bei besag­tem Kaf­fee ange­ru­fen und mir die Exis­tenz des­sel­ben bestä­ti­gen las­sen. Zwar nicht von der sar­kas­ti­schen Che­fin, aber wohl von der Mit­ar­bei­te­rin am Tele­fon. Sie wusste sofort um was es ging.

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