Würzblog
wuerzblog Das Bloggertreffen in Würzburg steht vor der Tür. Und damit sind neben Blogger auch Blogleser - nicht nur des... http://t.co/N6vGkDhV 13 hrs ago

FiWo, o FiWo

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Es ist schon komisch. Jetzt sitze ich hier bei der Eröf­fungs­ver­an­stal­tung des 35. Inter­na­tio­na­len Film­wo­chen­en­des in Würz­burg und blogge. Da hat sich schon was geän­dert. Vor ein paar Jah­ren musste ich mir noch über­le­gen, wie ich meine kost­bare 10er-Karte für das Film­fest ver­plane. Jetzt bin ich — als Blog­ger — Besit­zer einer Pres­se­karte und kann in die Ver­an­stal­tun­gen kom­men und gehen. Fühlt sich immer noch selt­sam an und es geht auch ein gewis­ser Reiz verloren.

Aber trotz­dem bleibt dir Grunds­span­nung. Es bleibt die Qual der Wahl. Denn auch eine Pres­se­karte ist keine Zeit­ma­schine. In wel­chen Film kann ich gehen, kol­li­diert er mit einem ande­ren inter­es­san­ten Strei­fen? Es stellt sich *nicht* die Frage: Wann schlafe ich denn mal? Diese Frage ist für den Mon­tag reserviert.

Es geht um Filme. Wer noch nicht beim Film­wo­chen­ende war, der mag viel­leicht den­ken, da wird nur intel­lek­tu­el­ler Scheiß­dreck gezeigt. Ok, der­je­nige hat nicht völ­lig unrecht. Aber er hat auch nicht nur recht. Denn die Band­breite ist doch enorm. Was habe ich schon japa­ni­sche Aktion– und Hor­ror­filme und Man­gas beim Film­wo­chen­ende geschaut. Was habe ich nicht schräge und sehr unin­tel­lek­tu­elle Doku­men­ta­tio­nen gese­hen. Was habe ich nicht bri­ti­sche schwarze Thril­ler geschaut, die jeden Hollywood-Schinken zu einem Pippi-Langstrumpf-Abklatsch degra­die­ren. Aber davon abge­se­hen — was ist denn so schlimm an tief­sin­ni­gen Filmen?

Du liest gerade ein Web­log. Eine kleine Pro­duk­tion in der Medi­en­land­schaft. Aber den­noch lesens­wert, oder? Zumin­dest schein­bar für dich, sonst wärst du doch schon beim Wort „Eröff­nungs­ver­an­stal­tung” aus­ge­stie­gen. Oder bist du Schmerz gewohnt? Egal. Sol­che klei­nen Pro­duk­tio­nen lau­fen hier beim Film­wo­chen­ende. Von der (omi­nö­sen) Masse kaum war­ge­nom­men und doch — oder trotz­dem? — sehr wert­voll. Obwohl die Pro­duk­tio­nen nicht unbe­dingt klein sen müs­sen, man­che haben schon ein ordent­li­ches Bud­get oder sind für eine Oskar-Nominierung ein­ge­reicht. Manch­mal sogar beides.

Aber ich ver­la­bere mich gerade. Und der Eröff­nungs­film läuft schon. Und sieht ganz gut aus. „Der Freund”. Schwei­zer Film mit Unter­ti­teln — und die völ­lig zu Recht. Rech­ner aus und schauen. Und damit meine ich mich und dich.

(Geb­loggt doch erst weit nach dem Eröff­nungs­film, Dank dem engen Zeit­plan und den abso­lut strah­lungs­si­che­ren Mau­ern des Bockshorns)

2 Kommentare

  1. das ist mal eine lie­bes­er­klä­rung an das film­fest, ich wünschte mein freund würde mir sol­che briefe
    schrei­ben! ;)

  2. Ich mag Schmer­zen:))
    Und um dei­nen letz­ten Satz zusam­men­zu­fas­sen:
    FiWo braucht mehr WiFi
    ;)

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