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wuerzblog Das Bloggertreffen in Würzburg steht vor der Tür. Und damit sind neben Blogger auch Blogleser - nicht nur des... http://t.co/N6vGkDhV 13 hrs ago

Nachträgliches II / SocialLybrium, Posthalle und Zeugs

| 9 Kommentare

Am Mitt­woch war Kon­zert­gang in die Post­halle ange­sagt. End­lich habe ich es mal geschafft dort­hin zu kom­men, in Beglei­tung von Frau Würz­blog und Biffo vom­Kit­zi­blog. Und da Künst­ler es mit der Zeit nicht so genau neh­men, durf­ten wir erst mal vor der Ein­gangs­tür war­ten, bis sich sel­bige end­lich öffnete. Aber da konnte man wenigs­tens in Ruhe den Niko­tin­pe­gel auf Vor­rat stei­gern. ;-)

Erst mal zur Musik. Socia­Ly­brium. „Geil” wäre ein tref­fen­der Aus­druck, „abge­fah­ren” würde auch pas­sen. Auch die Phra­sen „hört man nicht alle Tage” oder „die haben es ein­fach drauf” sind durch­aus pas­send. Und wirk­lich, man spürte, hörte und sah, dass das vier Aus­nah­me­mu­si­ker auf — Ha! — Welt­ni­veau auf der Bühne stan­den. Obwohl im Grunde eine Funk­for­ma­tion wurde auch der Rock gestreift und der Jazz geküsst. Zuge­ge­ben, das klang teil­weise so ange­fah­ren, dass es schon nicht mehr jedem gefällt, wie ich es an mei­ner Beglei­tung erfah­ren durfte. Aber wer unge­wöhn­li­che Musik von Spit­zen­mu­si­kern zu schät­zen wusste, der kam voll auf seine Kos­ten. Der ein­zige Wer­muts­trop­fen war, dass das Schlag­zeug nicht aus Glas war, so dass man Cindy Blacks­mans außer­ge­wöhn­li­chen Schlag­zeug­künste zwar hören, der Augen­schmaus den Augen aber kaum gegönnt wurde. ;-)

Schlechte Inter­es­sante Bil­der vom Kon­zert gibt es in die­sem Album zu sehen, wer gute Bil­der davon sehen will, sollte mal ins Kit­zi­blog lin­sen. ;-)

Die Post­halle. Die Post­halle ist eine Post­halle und wird das wohl auch blei­ben — Beton­wände und enorm hohe Decken. Um die rie­sige Halle je nach Ver­an­stal­tung unter­tei­len zu kön­nen, sind ebenso rie­sige schwarze Vor­hänge ange­bracht. Das SociaLybrium-Konzert fand „im Club” statt, da wurde mit dem Vor­hang ein rela­tiv klei­ner Raum geschaf­fen, in den viel­leicht in paar wenige hun­dert Gäste pas­sen. In der gesam­ten Halle wür­den ent­spannt 2.500 Leute pas­sen, da geht also schon was. Weil die Post­halle ja dem Arcaden-Investor mfi gehört und der sie wohl irgend­wann für was auch immer selbst nut­zen will, ist die Halle nicht für eine ewige Kul­tur­nut­zung  umge­baut. Es wirkt etwas impro­vi­siert und  es herrscht schon Bau­stel­len­charme. Aber auch Baustllen­charme ist Charme und viel­leicht gerade weil die Halle nicht wie ein „nor­ma­ler” Kon­zert­saal aus­sieht hat sie ein eige­nes und nicht unin­ter­es­san­tes Flair.

Aber wie geht es wei­ter mit der Post­halle. Bis­her haben die Betrei­ber und Mie­ter der Post­halle, PH-Event, keine Dau­er­ge­neh­mi­gung bekom­men. Alle Kon­zerte in den letz­ten Mona­ten wur­den und wer­den vor­erst wei­ter­hin ein­zeln von der Stadt Würz­burg geneh­migt, beson­ders die Aus­schank­li­zenz. Horst Waibel, der bei der Stadt für sol­che Geneh­mi­gun­gen zustän­dig ist, sagt laut Main­post dazu:

Ob Kon­zert oder Disco, alle Events müs­sen für eine ein­zelne Gast­stät­ten­ge­neh­mi­gung einen beson­de­ren Anlass haben. Bei Kon­zer­ten und bei Kaba­rett ist das alles kein Thema. Doch wenn nur ein DJ kommt und Plat­ten auf­legt, wer­den wir keine Lizenz erteilen.

Aha. Bei Kon­zer­ten und Kaba­rett darf gesof­fen wer­den, bei Dis­cos mit DJ nicht? Warum das? Haben da die ande­ren Dis­co­be­trei­ber ihr Veto ein­ge­legt? Nach einem ande­ren Mainpost-Artikel drischt Herr Schwä­gerl, der Bezirks­ge­schäfts­füh­rer des Hotel– und Gast­stät­ten­ver­ban­des, zwar voll­mun­dig die Phrase „Kon­kur­renz belebt das Geschäft”, tritt aber gleich nach: „Die Würz­bur­ger Disco-Betriebe müss­ten für ihre Kon­zes­sion bau­recht­li­che Auf­la­gen erfül­len und dafür hohen Auf­wand betrei­ben. Ein­zel­ver­an­stal­tun­gen in der Post­halle wür­den aber anders beur­teilt als beste­hende Dis­ko­the­ken.”. Hat da jemand Angst, dass andere Kin­der mit den Förm­chen im Sand­kas­ten spielen?

Es ist ja nicht so, dass sich die Posthallen-Betreiber vor Bau­maß­nah­men drü­cken woll­ten, sie wür­den gerne eine offi­zi­elle Nut­zungs­än­de­rung haben. Aber — sie dür­fen nicht. „Die bau­recht­li­che Geneh­mi­gung kann zum jet­zi­gen Zeit­punkt von der zustän­di­gen Bau­auf­sichts­be­hörde der Stadt Würz­burg nicht erteilt wer­den”, so die Stadt Würz­burg. Prima! Warum nicht? Sie wol­len sich ja ohne­hin nicht für immer da ein­nis­ten, der Miet­ver­trag mit mfi läuft erst mal nur noch vier Jahre. Kann man der Post­halle nicht eine auf diese Zeit befris­tete Geh­ne­mi­gung geben.

Ich behaupte, die Stadt kann. Wenn sie will.

9 Kommentare

  1. Das muss ich mal unter vier Augen aus­rei­zen! :D

  2. Weil das Würz­blog Ant­wor­ten auf alles hat — weiß man doch. ;-)

  3. Wieso schrei­ben die dich an und nicht den Ver­an­stal­ter? Komi­sche Leute.

  4. Ja, 9 Euro sind super. Freun­din anru­fen, hüb­sches Kleid­chen raus suchen und nichts wie los!!!!!! :o )
    Dankääääääää!!!!!

  5. Ich habe gerade nach­ge­fragt (es kam auch die selbe Frage per E-Mail): Shan­tel kos­tet 9 € an der Abend­kasse, ist also durch­aus erschwing­lich. Viel Spaß! :)

  6. Weiß du auch, wie­viel Ein­tritt Shan­tel heute abend an der Abend­kasse kos­tet? Auf den Post­hal­len­sei­ten steht nix! Ich würd aber gern hin wenn es nicht zu teuer ist.

    P.S. Tol­les Bild da oben! :o )

  7. merci viel­mals ralf for detailed descrip­tion.  :-)

  8. Wie Recht du hast, Ralf… Wieso will die Stadt nicht? Ich bin — wie­der ein­mal — total ent­täuscht. Jemand orga­ni­siert was, es läuft und was ist der Dank der Stadt? Keine dau­er­hafte Lizenz.
    Da muss man doch was machen. Ich kann es ein­fach nicht lei­den, die­ses „prinzipiell-gegen-alles-was-in-unsere-tolle-spießer-whatever-welt-nicht-passt” Getue.

  9. ist doch ein gei­les bild! :-) das kon­zert war auch geil, schade daß nicht mehr da waren. ich hoffe auf eine gute zukunft für die post­halle, es wär schade, wenn die stadt sich da quer­stel­len sollte. ich wäre ent­täuscht wenn die poli­tik in die­ser frage ver­sa­gen sollte, schließ­lich ist eine ver­an­stal­tungs­halle in stadt­nähe auch gut für ein­zel­han­del, gas­tro­no­mie und hotels in die­ser ecke.

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