Kinder, wenn ihr eure Eltern hasst, weil ich euch zwingen langweilige Geige statt cooler Gitarre zu lernen — lasst den Hass gut sein. Man kann auch mit Geige wirklich coole Musik machen und die Menge begeistern.
Zumindest Owen Pallett hat das gestern Abend im Cairo wunderbar geschafft. Er quält seine Geige zu dermaßen schrillen und ungewohnten Tönen, dass man schon das Schnelle Einsatzkommando der Geigennothilfe erwartet, bis man merkt, dass das keine Töne der Qual, sondern Töne der Lust sind. Tja, so nahe liegen Qual und Lust beieinander.
Owen strickte mit seinem Geigenbögen und seinen Samplefußschaltern einen Klangteppich, rollte ihn vor uns aus und nahm uns mit auf eine Fantasiereise, während auf einem Overhead-Projektor Bilder dazu ins Hirn gepinselt wurden.
Ein wundervoller Abend für alle Sinne. Ja, auch für den Geruchssinn, denn im Cairo war es warm wie in der Vorhölle, aber den Schweißgeruch nahm ich völlig entspannt hin, gegen den Flüssigkeitsverlust wurde sogar kostenlos Wasser verteilt.

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4. Juni 2009 um 10:25 Uhr
Uiiiiihh!!! Was für eine poetische Kritik!

Kanns mir aber gut vorstellen, das Konzert vor ein bis zwei Jahren im Cafe Cairo war auch extrem geil! Wäre diesmal gerne dabeigewesen, konnte aber leider nicht.
2. Juni 2009 um 14:48 Uhr
Wollten die im Cairo nicht eigentlich schon längst mal eine gescheite Lüftungsanlage installiert haben?