Würzblog
wuerzblog Das Bloggertreffen in Würzburg steht vor der Tür. Und damit sind neben Blogger auch Blogleser - nicht nur des... http://t.co/N6vGkDhV 14 hrs ago

Auf der Treppe des Hafenkönigers

| 3 Kommentare

Was haben die auch einen Dusel mit dem Wet­ter bei der Eröff­nung des Hafen­som­mers 2009. Strah­lend blauer Him­mel, ange­nehme T-Shirt-Temperaturen — kein Wun­der, dass die Haf­en­treppe prall mit Gäs­ten gefüllt war.

Ok, ver­wun­der­lich war das der Besu­cher­an­drang natür­lich nicht. Wenn’s nix kost‹, dann geht selbst der gemeine Würz­bur­ger und sogar der Würz­bur­ger Stadt­rat zu einem Klas­sik– und Jazz­kon­zert. Hey — „Clas­sic meets Jazz”, gespielt von der Haus­ka­pelle des Main­fran­ken­thea­ters. Ver­lang mal dafür Ein­tritt, dann sind die Kar­ten aber nicht nach Minu­ten aus­ver­kauft. Getreu dem Würz­bur­ger Motto, wel­ches bald auf einer Bron­ze­ta­fel in der Dom­straße ange­bracht wird: „Es muss ned gud sei, haupt­sach bil­lich!

Tja, die Würz­bur­ger Phil­har­mo­ni­ker waren aber –  obwohl kos­ten­los — gut. Ich muss zuge­ben, das viele Stü­cke nicht unbe­dingt mein Musik­ge­schmack  waren. Vor allem die Sin­ge­rei hätte man für mich weg­las­sen kön­nen, obwohl die Sän­ge­rin ein wirk­lich tolle Stimme hatte. Aber mein Ding war das nicht so. Deut­lich mehr mein Ding war — als Jün­ger der Kir­che des Pro­gres­sive Rock — die Stü­cke aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg. Da haben mich die WüPhi­lis wirk­lich begeis­tert, obwohl es Inter­pre­ta­tio­nen gerade von „In der Halle des Berg­kö­nigs” gibt, die mir noch bes­ser ins Ohr lau­fen:
YouTube Preview Image

Durch das Pro­gramm führte Fach­be­reichs­lei­ter Kul­tur der Stadt Würz­burg, Johan­nes Engels, dem ich förm­lich ansah, dass er seit Tagen vor lau­ter Vor­freude nicht mehr schla­fen konnte. Seine Erläu­te­run­gen zu den Stü­cken sag­ten mir gar nichts und inter­es­sier­ten mich des­we­gen nicht die Bohne, aber er ist der­ma­ßen vor Musik­be­geis­te­rung und –wis­sen über­ge­schäumt, dass es trotz­dem eine Freude war, ihm zuzu­hö­ren. Empa­thie kann Inter­esse ersetz­ten. ;-)

Nach der ziem­lich lan­gen Pause kam der Jazz-Teil. Ich war im Vor­feld etwas skep­tisch. Peter Getz hat gesun­gen, und wenn ich schon mal lese, dass einer der Sohn einer welt­be­kann­ten Musik­er­le­gende ist, dann frage ich mich ja schon, aber er nicht nur wegen sei­nes Namens Kar­riere gemacht hat. Mein Miss­trauen war aber wie­der mal völ­lig umsonst — Sin­gen kann der gute Peter auf jeden Fall, klang ein biss­chen nach Sina­tra von der Stimm­lage her. Aber ein unter­halt­sa­mer zwei­ter Teil, man hätte fast ein wenig am Heiz­kraft­werk tan­zen wollen.

So gese­hen bis daheim ein an sich gelun­ge­ner Abend, auch wenn ich von der Musik her nicht unbe­dingt hin gemusst hätte. Aber bereut habe ich’s dann auch nicht. Allein die Aus­wahl der Stück war mir ein biss­chen zu tief in die Kiste gegrif­fen und schon fast zu gefällig.

Hab ich nicht oben was von einem schö­nen Som­mer­abend mit ange­neh­men Tem­pe­ra­tu­ren geschrie­ben? Jaaaaa, für die Ver­an­stal­tung „Hafen­som­mer” hat das zuge­trof­fen. Aber sobald sie vor­bei war, näm­lich wirk­lich sobald das Echo des letz­ten Akkords ver­klun­gen war, fing es exakt auch schon zu reg­nen ab. Was heißt es fing zu reg­nen an? Wind­böen blie­sen Stuhl­rei­hen und Schirme um, die Luft kühlte spon­tan um 10 Grad ab, es goss aus Eimern — Apo­ka­lypse! ;-)

Fotos gibt es (schlecht) in dem 23HQ-Album oder (gut) beim Kitz­blog.

3 Kommentare

  1. Pingback: | Unser Wuerzburg Blog

  2. So sehe ich den Abend auch. Kein bril­lan­ter, aber ein unter­halt­sa­mer und guter Ein­stieg mit vie­len Besu­chern, von denen lei­der viel zu wenige den Weg zum Hafen­som­mer ein zwei­tes Mal finden.

  3. Pingback: KitziBlog - Leben und Radfahren in Mainfranken » Julias Hafensommerkolumme # 2 – Classic-Night-Opening

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*