Würzblog

PeterLicht und Schatten

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Am Sams­tag war ich beim PeterLicht-Konzert am Hafen­som­mer. Die Treppe war prop­pen­voll, nur im obe­ren Bereich waren noch Stühle frei.

So rest­los begeis­tert war zumin­dest ich aber nicht. Wirk­lich gut fand ich seine Texte, wobei ich auch den „Vor­teil” hatte, nur wenige sei­ner Lie­der zu ken­nen. Aber musi­ka­lisch? Irgend­wie klan­gen viele Lie­der sehr ähnlich und ris­sen mich nicht wirk­lich vom Hocker; sie klan­gen mir etwas lust­los run­ter­ge­du­delt. Viel­leicht war ich auch ver­wöhnt vom Rest des Hafen­som­mers, wo Bands wie Pan­zer­bal­lett gezeigt haben, wo der Bart­hel musi­ka­lisch den Most holt. Das Peter­Licht mehr­mals sei­nen Text ver­ges­sen hat, trug zwar als Situa­ti­ons­ko­mik zur Stim­mung bei, aber etwas ver­wun­der­lich war das bei einem Künst­ler sei­nes For­mats schon.

Ich sehe das Kon­zert jetzt nicht so nega­tiv wie Karo, war aber doch schon ein wenig ent­täuscht. Viel­leicht habe ich auch nur zu viel erwar­tet, viel­leicht hat­ten Peter und ich nur einen schlech­ten Tag, um uns auf­ein­an­der ein­zu­las­sen.
Für mich war es gut, aber weit weg von sehr gut. Fai­rer­hal­ber muss ich aber auch sagen, dass ich gefühlt mit die­ser Mei­nung in der Min­der­heit war. Macht mir aber nix! ;-)

8 Kommentare

  1. @Heiko
    Die Idee des Hafen­som­mers finde ich auch gut, doch das Ergeb­nis nicht. Vor allem im Anbe­tracht der Preise. Und zu „magisch” gehört für mich etwas mehr als eine tolle Kulisse und eine bunte Beleuch­tung. Atmo­sphäre eben. Und die ent­steht in Ver­bin­dung mit dem Publi­kum. Stich­wort Homo­ge­ni­tät: Die mache ich nicht unbe­dingt an Jung und Alt fest. Aber auch. Bei­spiel Abschluss­ver­an­stal­tung: Ich konnte sie lei­der nur als Zaun­gast mit­ver­fol­gen, von der Rück­seite der Bühne. Trotz­dem hatte sie Flair und man spürte die Fas­zi­na­tion und Begeis­te­rung — vor allem beim Applaus. Doch unter den Gäs­ten, die sich vor den Ein­gän­gen dräng­ten sowie unter den Zaun­gäs­ten am Cine­maxx und auf der
    Brü­cke waren Typen, die mir bei kei­ner der Ver­an­stal­tun­gen begeg­net sind. Stich­wort Open Air: Zum einen ist auf dem Gelände genü­gend Platz, sich frei zu bewe­gen, zum ande­ren ist Atmo­sphäre nicht unbe­dingt an Tanz­mög­lich­keit geknüpft (siehe Feu­er­show). Und als Ver­gleich hatte ich ja auch das Hof­fest am Stein genannt. Da habe ich den Ein­druck, dass es von innen her lebt. Und solange ich das vom Hafen­som­mer nicht behaup­ten kann — zum Bei­spiel weil die geballte Begeis­te­rung von der Haf­en­treppe durchs Hafen­be­cken bis zur
    Brü­cke schwappt — geh ich da nicht mehr rein. Ich zahl doch nicht bis zu 22 Euro für „eine Location”.

  2. @ Mario Leder­mann
    Das sehe ich gänz­lich anders.
    Auf mich wirkt die Atmo­sphäre die­ser Loca­tion bzw. der von mir besuch­ten Ver­an­stal­tun­gen als eine ganz beson­dere. Ja fast, ich möchte jetzt nicht über­trei­ben…:  magisch.
    Auch kann ich die beschrie­bene „Homo­ge­ni­tät” nicht bestä­ti­gen. Ich habe z.B. auch bei Peter Licht durch­aus sowohl junge als auch ältere Besu­cher gese­hen.
    Dass da nicht DIE Stim­mung eines „gewöhn­li­chen” Open-Air-Konzerts herr­schen kann, erklärt sich logi­scher­weise mit den Sitz­trep­pen die ja nicht gerade dazu ein­la­den, sich rhyth­misch im Takt der Musik zu bewe­gen! ;-) Die­ses „Manko” wird aber durch die Beson­der­heit der Loca­tion mehr als wett gemacht.
    Natür­lich erlebt das jeder für sich anders. Ich jedoch finde die Idee „Hafen­som­mer” toll! ;-)

  3. Ja, da muss ich @dasaweb Recht geben: mehr Expe­ri­men­tier­freude bei der Aus­wahl und Spiel­weise der Instru­mente hatte ich auch erwartet.

  4. Ich war nicht bei Peter Licht. Doch ich wollte ursprüng­lich hin. Hab mich aber dann dage­gen ent­schie­den. Nicht, weil ich ahnte, dass er schlecht spie­len würde, son­dern weil ich vom Hafen­som­mer nach drei Jah­ren und etli­chen Ver­an­stal­tun­gen die Nase voll hab. Ich kann mich, abge­se­hen vom Abschluss­feu­er­spek­ta­kel, an keine Hafen­som­mer­ver­an­stal­tung erin­nern, die mich begeis­tert hätte. Das lag aber nicht an den Künst­lern, son­dern am Hafen­som­mer selbst. Ich emp­fand die Atmo­sphäre der besuch­ten Ver­an­stal­tun­gen als steif, blut­leer, kon­stru­iert und — trotz guten Wil­lens und Hoff­nung mei­ner­seits — dann am Ende eher zum Abge­wöh­nen. Ein gutes Bei­spiel ist Karan­dila. Die Kids haben her­vor­ra­gend gespielt, die Musik klang ein­fach mit­rei­ßend, doch die Atmo­sphäre blieb ver­gleichs­weise tot. An den Kin­dern lag’s nicht. An der Umge­bung kann’s auch nicht lie­gen. Woran liegt’s dann? Meine Ver­mu­tung: Es ist der Geist des Publi­kums, der die Atmo­sphäre schafft. Und die­ses Publi­kum war meist ziem­lich homo­gen, was wohl auch am Ein­tritts­preis liegt, der große Teile der Bevöl­ke­rung aus­schließt. Ver­mut­lich gerade die, die dem Gan­zen etwas Leben ein­hau­chen wür­den. Beim Hof­fest am Stein habe ich, je nach­dem, wel­che Band spielt, immer eine andere Atmo­sphäre und ande­res Publi­kum, und ich kann mir aus­su­chen, ob mir das behagt oder nicht. Der Hafen­som­mer dage­gen trägt ein Gefühls­kor­sett. Und zwar immer das­selbe. Er wirkt auf mich wie: „Pro­vinz auf Möch­te­gern­welt­ni­veau”. Mein ganz per­sön­li­ches Urteil: Jedes kleine Open Air in der frän­ki­schen Pro­vinz hat mehr Charme und bie­tet mehr Über­ra­schun­gen. Lie­ber Karlstadt-U&D im Regen, als Hafen­som­mer bei Sonne. Lie­ber Brü­cken­fes­ti­val in Nürn­berg, als Peter Licht in Würz­burg. Dafür bezahle ich kei­nen Ein­tritt mehr.

  5. Ich hab nicht wirk­lich ein nor­ma­les Kon­zert erwar­tet, mich hat also eher die Umset­zung sei­ner Songs mit einer Stan­dard­be­set­zung ver­wun­dert. Dafür sind die Sachen dann doch noch eini­ger­ma­ßen geglückt, musi­ka­li­sche Qua­li­tät ver­lo­ren haben sie aber schon im Ver­gleich zu den Auf­nah­men. Die Live­umset­zung hat zu einer gewis­sen Ein­tö­nig­keit geführt, da hätte ich mir etwas mehr Ver­spielt­heit und Mut zur Krea­ti­vi­tät gewünscht.
    Spaß gemacht hat der Abend aber trotz­dem auf jeden Fall. Ein dickes Dan­ke­schön an die­ser Stelle noch­mal für die Karten!

  6. Ich gönne euch eure Begeis­te­rung und will sie auch gar nicht schlecht­re­den. Bei euch kam es so an, bei mir so. Ist so. :-)

  7. Genau, am bes­ten den Ver­gleich erst gar nicht ver­su­chen. Ich fands schön.

  8. ich war auch da und war begeis­tert! von der stim­mung am alten hafen, der musik inkl. der texte (auch der ver­ges­se­nen :-) ) und ganz beson­ders von der per­for­mance! Peter Licht –> sehr speziell.

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