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wuerzblog Das Bloggertreffen in Würzburg steht vor der Tür. Und damit sind neben Blogger auch Blogleser - nicht nur des... http://t.co/N6vGkDhV 15 hrs ago

Pleicher Hof a cappella

| 80 Kommentare

Im Kel­ler des Plei­cher Hofs ist ab sofort die Musik aus. Und das Licht auch.

Am Sonn­tag, dem Tag des Nichtraucher-Volksentscheids, kam schon eine Mail vom Pleicher-Chef Ued, der als eine Kon­se­quenz des Rauch­ver­bots in Clubs, dass der Laden dadurch „ver­mut­lich bald wie­der in die dro­hende Insol­venz” geschickt würde. Und am Mon­tag war dann kom­men­tar­los auf der Web­site zu lesen, dass es ab sofort keine Musik­ver­an­stal­tun­gen im Plei­cher Hof geben wird. Warum und wieso wurde bei Kalimba und Kampf­ko­loss gerätselt.

Bei Face­book gab es heute kleine Ein­bli­cke, port01 zitiert den Plei­cher Hof mit den Wor­tenIch habe eben vom Ord­nungs­amt der Stadt Würz­burg einen Bescheid erhal­ten, der uns alle dis­coähn­li­chen Ver­an­stal­tun­gen unter­sagt und uns zum sofor­ti­gen Abbau der Licht und Ton­tech­nik auffordert. Der Ein­satz eines sog. Disc­jo­ckeys ist uns ver­bo­ten.

Har­ter Tobak! Ob das Ord­nungs­amt von sich aus aktiv gewor­den ist, ob sich das Mari­tim beschwert hat , ob die BIWA dahin­ter­steckt oder sonst wie  – zumin­dest hat der Plei­cher nun ein immen­ses Pro­blem! Allein durch das Café wird sich der Plei­cher Hof wohl nicht lange finan­zie­ren las­sen.  Jetzt kann Ued natür­lich Unplugged-Lesungen oder Klöp­pel­kurse im Kel­ler anbie­ten, aber damit wird wohl auch nicht sehr viel Geld zu machen sein.

Ja, vor dem Plei­cher war nachts schon gern mal viel los, da hat die neue und umstrit­tene Preis­po­li­tik auch nicht viel gehol­fen. Aber wenn ich nachts durch Würz­burg lau­fen und am Odeon, oder öfters, da auf dem Heim­weg, am Stu­dio vor­bei­komme — da ist auch viel los vor den Dis­cos. Da bin ich aber mal gespannt, wann das Odeon oder das Stu­dio ihre Laut­spre­cher raus­rei­ßen müs­sen. Wobei, wenn ich ehr­lich bin, sehe ich die Gefahr da eher gering. Die kön­nen wenigs­tens sagen, sie haben gut­be­zahlte Tür­ste­her, die eben vor der Tür ste­hen. Ob es des­we­gen lei­ser ist … ich weiß nicht so recht. Aber so ein klei­ner Schup­pen wie der Plei­cher Hof kann sich eben kaum mal Tür­ste­her leis­ten — die Mainstream-Disco-Lobby mit dem dicken Geld­beu­tel wird es also ver­mut­lich noch län­ger geben.

Zumin­dest ist nun eine kleine — ob man sie „alter­na­tiv” nen­nen will muss jeder selbst ent­schei­den — Disco und ein Kon­zert­saal lahm gelegt — und even­tu­ell sogar zur Geschäfts­auf­gabe gezwun­gen. Ob durch die Ver­schär­fung des Nicht­rau­cher­schut­zes oder das Ober­was­ser, das die BIWA nun haben wird, wei­tere fol­gen wer­den, das wer­den wir sehen, mit der Disco Fan­tas­ti­que musste ja kürz­lich auch eine Ver­an­stal­tung auf Zim­mer­su­che gehen.

Die Innen­stadt mag nun viel­leicht ein biss­chen lei­ser sein, aber dem Image– und Wirt­schafts­fak­tor Kul­tur– und Nach­le­ben hat diese Aktion auch einen Schlag versetzt.

Viel­leicht wer­den ja noch ein paar Hin­ter­gründe die­ser Ord­nungs­maß­nahme ans Licht kom­men. Bis dahin: Bleibt abends daheim, setzt die Kopf­hö­rer auf und tanzt zu natur­trüben Apfel­saft­schorle und Salz­stäng­chen. Aber nicht so laut schlür­fen und knuspern!

80 Kommentare

  1. @feee: meinste? sind is ja fast schon üble nach­rede… gerüchte wir­ken sich in die­ser stadt meist bös­ar­tig aus… bin ges­tern den gan­zen abend von irgend­wel­chen leu­ten gefragt wor­den, was da dran ist, dass das laby jetzt auch so nen brief bekom­men hat, keine kon­zes­sion hat und jetzt auch zuma­chen muss… von unfrei­wil­li­gen mit­hö­rern kam dann gleich „was echt jecht? so ne scheiße”… sol­che gerüchte kön­nen töten. auch in der studio-ludwig-odeon-welt! und das wuerz­blog als mul­ti­pli­ka­tor für mei­nun­gen und auch als wer­bung für ver­an­stal­tun­gen nicht zu unter­schät­zen ist, sollte man dort doch mit­be­kom­men haben… vor allem auch weil hier auch seriö­ser geschrie­ben als dis­ku­tiert wird…
    P.S.: ich denke, dass abso­lut gar nichts dran ist, dass das laby schlie­ßen müsse… als nächs­tes darf im dom die pre­digt nicht mehr über laut­spre­cher über­tra­gen wer­den, weil die anlage nciht geneh­migt wurde… obwohl,… das sollte mal über­prüft werden…

  2. also ich glaub ja in der schö­nen und sau­be­ren studio-ludwig-welt inter­es­siert sich kei­ner für alter­na­tive sub­kul­tur oder das würz­blog. da regie­ren eher stadl­wirt und dollar-zeichen.….….….…

  3. @toto: Nach­trag: Wenn die Stadt da was machen sollte, dann kon­trol­lie­ren, nicht hin­ter­her­ren­nen. Aber wenn man der Mei­nung ist kon­trol­lie­ren zu müs­sen, sollte man das auch von Anfang an tun!
    Stu­dio hat übri­gens sicher ein Dis­ko­kon­zes­sion, das wurde aber glaub ich auch in die­ser Dis­kus­sion nicht bezwei­felt; die Streit­fra­gen sind ja nur Odeon und Lud­wig. Zumin­dest hier jetzt… irgend­je­mand wird auch das bes­ser wis­sen; aber das sich nie­mand mit einem Fak­ten­wis­sen, wel­ches beinhal­ten würde, dass beide die nötige Kon­zes­sion haben, hier zu Wort mel­det, son­dern alles auch nur auf SChät­zun­gen wegen der Ver­gan­gen­heit der bei­den Loca­ti­ons auf­ge­baut ist, lässt mich auch hier immer mehr zwei­feln; Oder liest von denen tat­säch­lich nie­mand hier mit?!

  4. @toto: diese „regel­mä­ßige Ver­an­stal­tun­gen” gab es im Plei­cher Hof von Anfang an, also auch schon vor 5 Jah­ren. Das kam nicht vor ein paar Mona­ten um die Ecke. Recht gebe ich dir aller­dings bei der Frage nach der Sicher­heit der Gäste, aller­dings gibt es da auch noch andere Läden in Würz­burg, wo nach rei­ner Betrach­tung eben so viel Gefahr beste­hen würde wie im Plei­cher Hof (wenn’s im Trep­pen­haus des Kami­katze brennt kommt auch da kei­ner mehr raus); auch von der Größe des Ladens her lässt sich eine Mas­sen­pa­nik eigent­lich auch aus­schlie­ßen, und Ued ist schon ein sehr umsich­ti­ger Betrei­ber. Aber gerade wenn man die Sicher­heit der Gäste als Grund neh­men wollte, ist es eigent­lich ein Skan­dal, dass jetzt der Laden da unten gemaß­re­gelt wer­den soll. Das hätte dann schon deut­lich frü­her gesche­hen müssen.

    @christian: Es gibt schon Pläne für das alte akw-gelände. Aller­dings wird dort wegen Umbau und Reno­vie­rung nicht vor Früh­jahr 2011 geöff­net wer­den kön­nen; gerüch­te­weise gibt es noch einige Punkte bei denen sich zukünf­ti­ger Betrei­ber und Stadt noch nicht ganz einig sind (Kon­zes­sion soll auch einer davon sein, denn auch das akw hatte nie eine Dis­ko­kon­zes­sion), aber das wird sich wahr­schein­lich schon irgend­wie regeln las­sen. Aller­dings gab’s auch im akw immer wie­der Streß mit der „Nach­bar­schaft”. Die Sekt­kel­le­rei, das Sie­bold­mu­seum und einige Anwoh­ner der Frank­fur­ter Straße haben sich immer wie­der beschwert… also auch da kein leich­tes Brot…

  5. Der Plei­cher Hof war ja mit sei­nem Dis­kokel­ler auch immer eine Kon­kur­renz, bzw. nach der Insol­venz, eine Art Ersatz für das vor etwas mehr als einem Jahr geschlos­sene AKW! .
    Von die­sem hieß es immer, der Nie­der­gang sei vor allem auch der recht ungüns­ti­gen Lage am ande­ren Ende der Stadt geschul­det gewe­sen, viele Alter­na­tiv­sze­ne­gän­ger wären in ver­gleich­bare, aber zen­tra­ler gele­gene Loca­ti­ons, wie eben vor allem auch den Plei­cher Hof, abge­wan­dert.
    Nach der Schlie­ßung des AKW! wurde auch die dort alt­be­währte don­nerstäg­li­che Disko-Veranstaltung „IndieHz” in den Plei­cher ver­legt, was natür­lich auch zu einer Erhö­hung der Öffnungs­tage und des all­ge­mei­nen Gäs­te­zu­spruchs des Plei­cher Hofs führte.

    Und unab­hän­gig vom Plei­cher Hof gab es ja seit schon seit län­ge­rem hit­zige Dis­kus­sio­nen über die all­ge­mein grö­ßer wer­dende Lärm­be­läs­ti­gung und die Ver­schmut­zung der Stra­ßen, die das das inner­städ­ti­sche Nacht­le­ben nun mal so mit sich bringt.
    Aus die­sem Grund musste wohl auch das Stan­dart seine in der nach-AKW!-Ära ein­ge­führ­ten Dis­ko­ver­an­stal­tun­gen vor gerau­mer Zeit wie­der einstellen.

    Für alter­na­tiv ori­en­tierte Musik­freunde und Indie­sze­ne­gän­ger gibt es in Würz­burg nun über­haupt keine regel­mä­ßige Anlauf­stelle mehr (in den oft zitier­ten Immer­hin, B-Hof oder Cairo gibt es nur Livek­on­zerte).
    Viel­leicht ist es daher an der Zeit für einen Para­dig­men­wech­sel.
    Statt das im Dorn­rös­chen­schlaf lie­gende Bür­ge­bräu­ge­lände ob sei­ner ver­meint­li­chen Abge­le­gen­heit zur ver­teu­feln, sollte man lie­ber die Vor­züge des ehe­ma­li­gen AKW!-Geländes sehen. Man­gels direk­ter Nach­bar­schaft gab es dort nie Pro­bleme mit Lärm­be­läs­ti­gung oder ähnli­chem, gerade weil es am Wes­tende der Stadt liegt, konnte man dort zu AKW-Zeiten immer unge­stört fei­ern.
    Nach­dem offen­bar noch immer kein Kon­zept für eine Neu­nut­zung vor­liegt und die AKW!-Räumlichkeiten eigent­lich nur dar­auf war­ten, wie­der in Betrieb genom­men zu wer­den, wäre es viel­leicht doch eine Über­le­gung wert, ob man dort nicht eine ähnli­che, „semi-kommerzielle” Alter­na­tiv­lo­ca­tion á la Plei­cher Hof eta­blie­ren könnte.

    • Zum Thema akw! gebe ich dir völ­lig Recht, bis auf das mit dem Dorn­rös­chen­schlaf!
      Wie im Zünd­funk am Diens­tag zu hören war, sind die Pla­nun­gen für die Neu­nut­zung näm­lich schon längst im Gange: Ab Früh­jar 2011 soll dem akw! wie­der Leben ein­ge­haucht werden.

  6. @hmmjaa

    also ich kann mir beim bes­ten Wil­len nicht vor­stel­len, dass Gas­tro­no­men wie beim Odeon, Stu­dio oder Lud­wig der­art risi­ko­freu­dig Kohle in die Hand neh­men, um dann wenn´s blöd läuft den Laden wie­der schlie­ßen zu müssen…

    Die Tat­sa­che dass seit 5 Jah­ren kein Gegen­wind kam, kann daran lie­gen dass auch erst ein „Dis­ko­be­trieb” nach regel­mä­ßi­gen Ver­an­stal­tun­gen ange­nom­men wer­den kann.
    Im übri­gen denke ich nicht das die Stadt per­so­nel die Mög­lich­keit hat jeden Kel­ler zu über­prü­fen, wenn es anderswo (direkt um die Ecke) mehr „brennt”.
    Es bleibt ja auch noch dass es am Besit­zer liegt einen der­ar­ti­gen Betrieb so anzu­mel­den, das er erlaubt ist. Kann ja nicht sein das die Stadt da hin­ter­her­ren­nen muss, wenn der PH keine Geneh­mi­gung beantragt.

    Ver­steht mich nicht falsch, ich bin der letzte (war lange Jahre selbst Gas­tro­nom) der die Eng­stir­nig­keit der Stadt für Gut heißt, nur finde ich es Ver­ant­wor­tungs­los meh­rere Men­schen in einem Kel­ler Party machen zu las­sen, wäh­rend es noch nicht mal sicher ist ob der Kel­ler die Anfor­de­run­gen an den Brand­schutz usw. für so einen Betrieb erfüllt.

    Wenn da mal was pas­siert wäre, hieße es am Schluss die Stadt war Schuld weil sie den Laden nicht dicht gemacht hat.

    Grund­sätz­lich bin ich dafür, dass sol­che indi­vi­du­el­len Läden erhal­ten blei­ben — nur soll­ten gerade sol­che Läden sich doch nicht selbst zur Ziel­scheibe machen in dem sie einen Laden betrei­ben der nicht geneh­migt ist. Das ist doch für Presse, Biwa und Lär­m­emp­find­li­che Bür­ger gefun­de­nes Fressen.

    Wie gesagt — selbst Schuld, leider.

  7. Hätte der Plei­cher die Lizenz jemals erhal­ten, wenn er sie bean­tragt hätte? Das ist die Frage, die sich mir stellt. Das Ord­nungs­amt kann sich natür­lich hin­stel­len und 1. auf die feh­lende Lizenz pochen und 2. auf die Angebote/Ermahnungen zur Antrags­stel­lung an den Plei­cher Hof hin­wei­sen … aus ihrer Sicht sind sie somit recht­lich kor­rekt vor­ge­gan­gen und öffent­lich sind sie damit anschei­nend aus dem Schnei­der. Aber hätte es eine Lizenz gege­ben? Und das Fazit bleibt: 1. Auch ohne Plei­cher mit uner­laub­ter Disko wird es noch der Schlie­ßung eini­ger Läden bedür­fen, um der BIWA und den Hotels in der Durch­gangs­zone Odeon, Bombe, Kami­katze, Zau­ber­berg, Boot gerecht zu wer­den. 2. Die Höhe­punkte der BIWA dre­hen sich ums Wein­fest am Markt und die Faschings­zeit. Die Clubs haben damit wenig zu tun. 3. Selbst wenn wir keine Dis­ko­ma­fia haben soll­ten, so ist doch offen­sicht­lich, dass auf Seil­schaft­ni­veau Läden ohne Kon­zes­sion betrie­ben wer­den dür­fen, die ebenso Beschwer­den wegen Lärm­be­läs­ti­gung haben. = Die an sich kor­rekte Dis­kus­sion um die Kon­zes­sion ist doch obso­let, wenn die eigent­lich Gründe und Ursa­chen ganz woan­ders zu fin­den sind …

    • Moment — bis jetzt sind es hier immer noch nur Gerüchte von anony­men Kom­men­ta­to­ren, die sagen, dass andere Clubs keine Disco-Konzession haben. „Offen­sicht­lich” heißt für mich was anderes.

    • … ebenso wie das Gerücht, die Stadt ver­gebe prin­zi­pi­ell schon seit gerau­mer Zeit keine Kon­zes­sio­nen mehr für die Innen­stadt.
      Sorry, aber ich gebe nichts auf — unbe­leg­bare — soge­nannte „Fak­ten”, die hier von Kom­men­ta­to­ren ein­ge­streut wer­den; zumin­dest solange diese sich nicht zu erken­nen geben.

  8. Pro­ble­ma­tisch bei dem bean­tra­gen einer Kon­zes­sion sind auch die hohen Kos­ten die damit ver­bun­den sind, von even­tu­ell nöti­gen bau­li­chen Ver­än­de­run­gen mal abge­se­hen… Es gibt bei die­sen Kos­ten schein­bar kei­ner­lei Spiel­raum, der etwa zwi­schen Groß­raum­disco und klei­nem Club unter­schei­den würde…
    Und die Lärm­si­tua­tion ist inzwi­schen wirk­lich eine andere gewor­den… wie oft stand ich inzwi­schen flu­chend hin­ter dem Pult, weil die Musik mei­ner Mei­nung nach zu leise war oder zu wenig Bass hatte… auch im Haus­gang: Wo man frü­her die Musik noch deut­lich mit­hö­ren konnte musste man inzwi­schen den Gesprächs­part­ner zum Schwei­gen brin­gen um noch etwas hören zu wol­len. Vor der Tür war eigent­lich gar nichts mehr von der Musik zu hören.
    Und es war auch seit Mona­ten immer Per­so­nal abge­stellt um vor der Tür dafür zu sor­gen, dass sich der Laut­stärke­pe­gel in Gren­zen hält. Der Geh­steig wurde nach jeder Ver­an­stal­tung gekehrt, auch vor den Nach­bar­häu­sern; so sau­ber war’s da frü­her wahr­schein­lich nur 10 min nach­dem die Stra­ßen­keh­rer durch­ge­gan­gen sind.
    aber, was hier auch schon erwähnt wurde, gegen vor­bei­lau­fende, laut­starke Grup­pen kann man nun mal nicht viel unter­neh­men; meist wird man da aus­ge­lacht, man solle doch nicht so spie­ßig sein! Was soll man da machen? Die Leute raus­wer­fen? Ach Mist, sind ja gar nicht unsere Gäste…
    Da könnte man ja gleich die Anwoh­ner vom Rönt­gen­ring für die Ruhe­stö­run­gen durch Auto­kor­sos ver­ant­wort­lich machen; pas­siert ja auch vor deren Haus­tür.
    Lösung des Pro­blems?! Keine Ahnung, die Stadt kann inzwi­schen kaum noch nen Rück­zie­her machen, da würde man sich ja quasi auch ein biß­chen lächer­lich machen, musste man doch jetzt schon bei den Post­hal­len klein beige­ben! Und der Plei­cher hatte nicht mal nen Kul­tur­preis bekom­men; Mist aber auch…
    Ich per­sön­lich erwarte eigent­lich kein gro­ßes Ent­ge­gen­kom­men der Stadt, dafür haben kleine, alter­na­ti­vere Läden wie der Plei­cher ein­fach auch nicht genü­gend Lobby, auch nicht bei der Bevöl­ke­rung; man ist da doch eher eine Rand­gruppe, eine Min­der­heit und der Umgang mit Min­der­heit in Bay­ern ist ja so ne Sache für sich…
    Gibt’s nen Rechts­weg den Ued ein­schla­gen könnte? Keine Ahnung. Er wird auf alle Fälle nichts wei­te­res Unter­neh­men bevor er nicht die Mög­lich­keit gehabt hat mit einem Ver­ant­wort­li­chen der Stadt zu spre­chen. Ob das Inter­esse an einem Gespräch von sei­ten der Stadt­ver­wal­tung so groß ist, bezweifle ich lang­sam. Bis jetzt ist es ihm mei­nes Wis­sens nicht gelun­gen einen Ter­min zu ver­ein­ba­ren, was ich bei der Reich­weite des Beschlus­ses schon ziem­lich hart finde… Erin­nert ein biß­chen an Hel­mut Kohl: Bro­cken hin­schmei­ßen und dann aus­sit­zen!
    Die erfolg­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen wer­den sicher wie­der einen Platz im Würz­bur­ger Nacht­le­ben fin­den, war ja bei eini­gen akw!-Veranstaltungen auch nicht anders; die Frage bleibt ob es dann an Orten sein wird wo sich Gäste und DJs im sel­ben Maße wohl­füh­len kön­nen wie es im Plei­cher Hof der Fall war.
    Die weni­ger erfolg­rei­chen Nischen­ver­an­stal­tun­gen wer­den wohl auch hier ein­fach weg­fal­len… schade!

    • Pro­ble­ma­tisch bei dem bean­tra­gen einer Kon­zes­sion sind auch die hohen Kos­ten die damit ver­bun­den sind, von even­tu­ell nöti­gen bau­li­chen Ver­än­de­run­gen mal abgesehen…

      Ist wie bei der TÜV-Plakette: Ohne ist bil­li­ger, man ris­kiert aber die Still­le­gung. ;)

  9. Weis denn irgend­je­mand wer alles ne (aktu­elle) Kon­zes­sion für einen Tanz­be­trieb hat und wer nicht… Ich habe meine Infor­ma­tio­nen von jeman­den dem ich in die­ser Hin­sicht schon viel Ver­trauen schen­ken kann und muss ein­ge­ste­hen dass im Bezug auf das Tanz­cafe Ludi­wig ich etwas falsch ver­stan­den hatte… aber ein Update auf die Kon­zes­sion gibt es defe­ni­tiv nicht…
    Ändert aber auch nix an der Tat­sa­che, dass der PH über einen Zeit­raum von 5 Jah­ren dies­be­züg­lich kei­nen Gegen­wind ver­spührt hat… es gibt auch Gerüchte der dama­lige Amts­lei­ter habe auf Nach­frage nach einer Dis­ko­kon­zes­sion abge­wie­gelt… aber wie gesagt das sind Gerüchte… Fakt ist… das akw hatte nie eine… in 20 Jah­ren…
    In mei­nen Augen ist es nach wie vor nur ein Mit­tel zum Zweck die Kon­zes­sion vor­zu­schie­ben… so nach dem Motto.. eigent­lich wär’s uns wurscht… aber naja… dann sind wir sie los und die ande­ren sit­zen uns nicht mehr so im Nacken… wer immer diese ande­ren jetzt auch sind…
    und zu der Lärm­be­läs­ti­gung… da ver­lier ich lang­sam echt die Fas­sung… Seit jenem omi­nö­sen Tref­fen im Odeon (ich glaub Februar oder so) gab es im Plei­cher hof ne ganze Menge Anstren­gun­gen um dem Lärm­pro­blem herr zu wer­den… zusätz­li­che Secu­ri­ties vor den Türen… den Limi­ter noch wei­ter run­ter­ge­dreht… und zuletzt war das lau­teste was vor dem Haus zu hören war zumeist zukünf­tige oder ehe­ma­lige Gäste des Boots oder des Zau­ber­bergs… dort­hin muss man ja am Plei­cher vor­bei… und regel­mä­ßig nach dem Durch­marsch grö­ße­rer Grup­pen kam auch ein Poli­zei­wa­gen vor­bei­ge­fah­ren, der vor dem Plei­cher ange­hal­ten, das Fens­ter wurde her­un­ter­ge­kur­belt… wie­der hoch­ge­kur­belt und wei­ter­ge­fah­ren.. keine ermah­nun­gen, nicht mal ein aus­stei­gen; kann dann wohl nicht so laut gewe­sen sein oder…

  10. Würz­burg Online | Gäs­te­buch
    http://www.wuerzburg.de
    Sie möch­ten einen Kom­men­tar zum Stadt­ge­sche­hen los­wer­den oder ein­fach mal jeman­den in Würz­burg grü­ßen? Dann schrei­ben Sie doch einen Bei­trag in unser Gästebuch!

    an alle men­schen die den plei­cher hof und seine mit­ar­bei­ter unter­stüt­zen wol­len und die hoff­nung noch nicht auf­ge­ge­ben haben bitte ins gäs­te­buch ein­tra­gen !!! viel­leicht lässt der liebe herr hoff­mann ja noch­mal mit sich reden ^^

    danke im vor­raus, plei­cher hof (ex)mitarbeiterin

  11. Möch­test du dann alle Clubs und Bars in der Innen­stadt dicht machen, damit es Nachts kei­nen Lärm gibt?
    Nö, hab ich auch nicht geschrie­ben. Nur, wieso muss es bis 5 Uhr gehen? Man kann auch die Innen­stadt bele­ben ohne zig Clubs, die ewig durchmachen.

  12. Da wirst du auch außer­halb Würz­burgs lange, sehr lange suchen müssen.

  13. @Armin W.

    Das inter­es­siert sehr wohl, denn die Kon­zes­sion für Dis­co­the­ken­be­triebe ist nicht nur per­so­nen­ab­hän­gig son­dern auch Objekt­ab­hän­gig. Wenn jetzt das Objekt schon­mal eine erhal­ten hatte ist der Rest nicht wei­ter schwie­rig. Wenn man hier sol­che Sätze liest wie „das Odeon hat auch keine” ist das halt reine Unter­stel­lung und mit Vor­sicht zu genie­ßen.
    Im Übri­gen hat selbst das Odeon eine neu Abluft usw. instal­lie­ren müs­sen — das war eine Auf­lage…
    Eine Ertei­lung einer neuen Kon­zes­sion erfor­dert da schon etwas mehr. Da geht es auch ums Bau­recht­li­che, Lage usw.
    Und da der Plei­cher Hof kei­ner­lei Antren­gun­gen unter­nom­men hat über­haupt eine zu bean­tra­gen, hält sich mein Mit­leid in Grenzen.

    • OK also ange­nom­men ich würde das Odeon über­neh­men und ein Varieté darin betrei­ben wol­len, dann wäre das nach dei­ner Logik nicht wei­ter schwie­rig, weil es ja vor 100 Jah­ren schon mal ein Varieté war. Dann wür­den die Her­ren Sin­ger und Wer­ner freund­li­cher­weise für mich die kgl.-bayrische Kon­zes­si­ons­ur­kunde von 1897 fei­er­lich aus ihrer Mappe her­aus­su­chen, die sie selbst­ver­ständ­lich noch besit­zen weil sie ja immer­noch von Belang ist, an mich wei­ter­ge­ben und das wars.
      Und es spielt natür­lich über­haupt keine Rolle, wie oft das Haus seit­dem umge­baut, ent­kernt, grund­sa­niert, Kino­ses­sel ein– und aus­ge­baut, Tanz­bö­den, Trep­pen und Wände, Türen, Toi­let­ten und Lei­tungs­rohre an ver­schie­de­nen Stel­len hin­ein­ge­zo­gen und wie­der raus­ge­ris­sen wurden.

      • Noch­mal zum Mit­schrei­ben: Für die Kon­zes­sion ist es wich­tig das die Bau­li­chen vor­raus­set­zun­gen, Brand­schutz, Flucht­wege, Toi­let­ten usw. stim­men. Hatte das Gebäude oder die Räum­lich­kei­ten bereits eine, muss nur noch ver­gli­chen wer­den mit der alten Kon­zes­sion und die Umbau­maß­nah­men zum wei­ter­be­trieb erör­tert wer­den.
        Wenn der Plei­cher Hof von null Anfan­gen muss, dau­ert das eben.
        Da aber der Plei­cher Hof es nicht für nötig gese­hen hat, eine zu bean­tra­gen kann man nicht die Stadt für das Ver­säum­nis ver­ant­wort­lich machen.
        Das momen­tan die Luft heiß ist und recht wenige Kon­zes­sio­nen ver­ge­ben wer­den, ist klar — nach der gan­zen Biwa-Sch…sse.
        Hätte der PH bereits vor 5 Jah­ren das ganze bean­tragt– da wahr alles noch nicht der­art ange­spannt, müsste man heute nicht disskutieren.

        Für mich trifft die Schuld nur den Betrei­ber vom PH.

  14. Ich gebe schreib­ma­schine hier völ­lig recht. Das Niveau hier ist arg zwie­späl­tig, allein diese Boy­kott­dro­hung…
    Wieso wurde hier nicht erwähnt, dass sich die Stadt gerade mit den Post­hal­len geei­nigt hat und somit eine Loca­tion jetzt eine lang­fris­tige Per­spek­tive hat? Ich kann auch gut nach­voll­zie­hen, dass es in einem Wohn­ge­biet nicht ange­nehm ist, wenn eine Disco bis in den frü­hen Mor­gen geöff­net hat. Ehr­lich gesagt, wenn ich da woh­nen täte, und es mehr­fach laut würde, gäbs von mir auch nen Anruf bei den grü­nen Jungs. Da ist mir die sog. Jugend­kul­tur hier völ­lig wurst. Und dann noch keine Kon­zes­sion? Das Bei­spiel mit dem China-Restaurant ist sehr pas­send. Der Betrei­ber muss sich doch im Kla­ren sein, dass so ein Zustand nicht ewig andau­ern kann. Na ja, wird mal eben das Rauch­ver­bot her­ge­nom­men als Grund.
    Was spricht eigent­lich gegen nor­male Öffnungs­zei­ten, sagen wir mal, bis 0 Uhr? Ab 23 Uhr kei­nen mehr rein­las­sen, das redu­ziert die Ansamm­lun­gen vor der Tür. Aber Kom­pro­misse macht hier ja kei­ner. Oder gehört es unbe­dingt zur Jugend­kul­tur, bis 5 Uhr durch­zu­fei­ern, auch werk­tags?
    In wel­cher Stadt ist das denn üblich, in Wohn­ge­bie­ten Dis­cos bis 5 Uhr zu öffnen? Bitte um Nachhilfe.

    • Möch­test du dann alle Clubs und Bars in der Innen­stadt dicht machen, damit es Nachts kei­nen Lärm gibt? Würz­burg lebt von 23000 Stu­den­ten, diese Stadt wäre ein Kuh­kaff hoch zehn, wenn diese hier nicht kon­su­mie­ren wür­den. Ein­zel­han­del, Gas­tro­no­mie und auch die Ver­mie­ter sind auf die Stu­den­ten ange­wie­sen. Natür­lich fin­den Ver­an­stal­tun­gen in klei­nen Clubs in der Innen­stadt statt, weil diese zen­tral liegt und ohne Auto err­reich­bar ist.

      Der Ver­gleich mit dem Chi­na­re­stau­rant ist absurd, da es hier das Per­so­nal vom Gesund­heits­amt unter­sucht wird und die hygie­ni­schen Bedin­gun­gen über­prüft wer­den. Tanz­kon­zes­sio­nen ver­teilt die Stadt Würz­burg schon seit län­ge­rem keine mehr — zumin­dest in der Innen­stadt, des­halb hätte der Betrei­ber des Plei­chers auch damit kei­nen Erfolg ver­bu­chen können.

      Innen­städte sind keine aus­ge­wie­se­nen Wohn­ge­biete. Diese Behaup­tung grenzt an Nai­vi­tät und lädt zum Fremd­schä­men ein. Die moderne Raum­pla­nung for­dert sogar, dass Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten als bele­ben­der Fak­tor in die Innen­städt gezo­gen wer­den sollen.

      Das Niveau ist hier nicht „arg zwie­späl­tig”, es ist emo­tio­nal auf­ge­la­den und ent­täuscht. Das Würz­bur­ger Ord­nungs­amt arbei­tet nicht kon­struk­tiv an Lösun­gen mit, son­dern setzt gleich mit dem Rot­stift an.

  15. @Armin W.

    Das Odeon war vor dem „Kino” bereits eine Disko. Das Lud­wig war ein Tanz­cafe bevor es als rei­nes Senio­ren­cafe genutzt wurde.
    Wer weiß denn hier schon ob die Kon­zes­sio­nen ein­fach über­nom­men wur­den? Das ist genau das Pro­blem wenn man wenig über diese Loka­li­tä­ten weiß — da ent­ste­hen Gerüchte.

    • … und davor wie­derum war es ein Kino. Und davor ein Varieté. Alles sehr inter­es­sant, nur inter­es­siert es hier nie­man­den, als was das Gebäude anno 1897 genutzt wurde.
      FYI:
      Eine Über­nahme von einem ande­ren Betrei­ber (Erb­schaft aus­ge­nom­men) erfor­dert immer auch eine neue Kon­zes­sion. Die „Über­nahme” der Kon­zes­sion durch den neuen Betrei­ber kann allen­falls vor­läu­fig erfol­gen (§11 GastG), und kommt frei­lich nur dann in Frage, wenn der Betrieb in glei­cher Weise genutzt wird (also ohne Umbau von Disco auf Kino oder umgekehrt).

  16. @hmmjaa

    Woher wol­len Sie bitte wis­sen das Lud­wig und Odeon keine Kon­zes­sion hat ?
    Ihnen ist schon klar das bei­des Dis­ko­the­ken sind, die schon seit Jahr­zehn­ten Ver­kon­zes­sio­nierte Objekte sind. D.h. war ein­mal die Kon­zes­sion da und kei­ner mel­det sie ab son­dern sie geht mit an den neuen Päch­ter, kann der nach­fol­gende Betrei­ber ohne große Pro­bleme dort auch weitermachen.

    Also bevor kei­ner 100% weiß wer hier eine hat oder nicht, soll­ten sol­che „Ver­mu­tun­gen” ein biss­chen locke­rer betrach­tet werden.

    • Äähm dir ist schon klar, dass „seit Jahr­zehn­ten” ekla­tant über­trie­ben ist?
      Die Oden Lounge gibt es seit 4 Jah­ren und war davor ein Kino.
      Das Lud­wig gibt es seit einem Jahr und war davor ein Café.

  17. Schade um den Plei­cher Hof.

    Ich finde es nur falsch der Stadt einen Vor­wurf zu machen. Der Betrei­ber ist der­je­nige der diese Kon­zes­sion bean­tra­gen muss, nicht die Stadt. Er hat es ja bis heute noch nicht ein­mal ver­sucht…
    Es ist doch — gerade in Würz­burg — abzu­se­hen, dass das nicht gut gehen kann.

    Ob Odeon usw. eine Tanz­kon­zes­sion haben kön­nen hier die wenigs­ten mit Sicher­heit ver­nei­nen oder bestä­ti­gen — ich kann mir aber sicher nicht vor­stel­len dass die Betrei­ber des Ode­ons mit dem Risiko so viel Geld in die Hand genom­men haben.

    Sorry, aber ich möchte auch nicht bei einem Chi­ne­sen essen der keine Kon­zes­sion hat…

  18. Hier wird mal wie­der auf sehr nied­ri­gem Niveau dis­ku­tiert. Die BIWA kämpft nicht gegen die Jugend­kul­tur in Würz­burg, son­dern für das durch­aus berech­tigte Anlie­gen von mehr nächt­li­cher Ruhe auf den Stra­ßen. Ein typi­scher Ziel­kon­flikt wider­strei­tern­der Inter­es­sen, die irgend­wie unter einen Hut gebracht wer­den müs­sen, da beide Sei­ten einen Anspruch dar­auf und ein berech­tig­tes Inter­esse daran haben, ihr Anlie­gen durchzusetzen.

    Keine der bei­den Inter­es­sen kann man als wich­ti­ger oder wert­vol­ler für die Stadt bezeich­nen. Und der Plei­cher hat — ich kann es ja gerne noch ein appr mal wie­der­ho­len — das Pro­blem, in einem rei­nen Wohn­ge­biet zu lie­gen. Des­halb: Lie­ber gemein­sam Kom­pro­misse fin­den als dau­ern überein­an­der zu schimp­fen. Das Niveau der Pleicher-Freunde ist dabei auch nicht bes­ser als das der BIWA.

    Und dann noch etwas zu die­sen Ver­schwö­rungs­theo­rien, irgend­je­mand hätte heim­lich „gepetzt” oder der Stadt hin­ten­herum etwas gesteckt: Das ist natür­lich hane­bü­che­ner Unsinn, was man als auf­merk­sa­mer Zei­tungs­le­ser auch weiß. Schon bei einer Bür­ger­sprech­stunde der SPD Ende August 2009 wur­den völ­lig offen die Knei­pen, Clubs und Ver­an­stal­tun­gen ange­spro­chen und auf­ge­zählt, die den Anwoh­nern wegen der vie­len Leute auf der Straße bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den (und nur des­we­gen!) ein beson­de­rer Dorn im Auge sind. Das ging bei der Kami­katze los, mit dem Odeon und dem Wein­dorf / der Wein­pa­rade wei­ter und endete beim Plei­cher Hof, über den bzw. seine „Crowd” sich beson­ders der Direk­tor des Martim-Hotels nega­tiv äußerte.

    http://www.woetzel-online.info.….8;blogId=1

    • Da muss ich dir aus­schnitts­weise recht geben: Die BIWA ist bestimmt kein Geg­ner von Jugend­kul­tur. Die BIWA will, dass es ruhig in der Würz­bur­ger Innen­stadt ist. Ob damit Jugend­kul­tur oder Senio­ren­ver­an­stal­tun­gen im Schuss­feld ste­hen ist der BIWA ziem­lich egal.

      • Ruhi­ger als bis­her. Und zwar nur in den Nachtstunden.

        Ich möchte auch nicht in der Neubau-, Sander-, Augustiner-, Kar­me­li­ten– oder Ger­ber­straße woh­nen. Das muss gerade im Som­mer die reinste Fol­ter sein. Die Leute lei­den, daran gibt es kei­nen Zwei­fel. Auch wenn sie übertreiben.

  19. Plei­cher­hof=
    Beste, inno­va­tivste Musik der Stadt, lie­be­voll zusam­men­ge­stellt von einem enga­gier­ten Club­be­trei­ber.
    Ich fass es nicht, warum man da nicht 5 grade sein las­sen kann

  20. Die Würz­bur­ger sind schon ein selt­sa­mes Volk. Auf der einen Seite wird gejam­mert (und natür­lich völ­lig zurecht) wenn der Plei­cher Hof zumacht. Also von wegen eine der weni­gen Alter­na­ti­ven, Kon­zerte mit Niveau, etc. Auf der ande­ren Seite kommt dann aber fast kei­ner, wenn mal so eine tolle Band wie Wrong­kong kos­ten­los!! hier in der Stadt spielt…

    • die würz­bur­ger sind wäh­ler­lisch, aber oft­mals wis­sen viele nicht von guten events, weil die wer­bung — wie im fall wrong­kong unter­ir­disch schlecht bzw. gar nicht vor­han­den ist . man­che haben auch einen hass auf den stadtstrand.

      • hmm, ich mag den stadt­strand auch nicht und gehe da sonst auch nie hin. aber ges­tern hat es sich ren­tiert. bezüg­lich der wer­bung: wer sich für kon­zerte inter­es­siert schaut ein­fach regel­mä­ßig auf bestimm­ten inter­net­sei­ten nach, was in nächs­ter zeit so in würz­burg gebo­ten ist. das ist kein gro­ßer auf­wand. natür­lich hätte etwas mehr wer­bung in die­sem fall sicher nicht geschadet.

        • das mit dem plei­cher ist echt rich­tig schade, aber es ich nicht so daß in würz­burg sonst gar nix los wär. man muss sich nur infor­mie­ren und die ver­an­stal­ter müs­sen an den rich­ti­gen stel­len wer­bung machen. das würz­blog wäre prä­de­sit­i­niert dafür, wie vor­hin mit dem hin­weis auf die disco fan­tas­ti­que. wär völ­lig an mir vor­bei­ge­gan­gen! bin dafür das die ver­an­stal­ter dem würz­blog, wenn es war schreibt, ent­we­der geld geben (muss ja nicht viel sein) oder zumin­dest freien ein­tritt und freie kost & logis. denn ich schau lie­ber hier als irgendso ein abge­schmack­tes stadt­ma­ga­zin durch­zu­blät­tern wo die hälte doch nicht drinsteht.

  21. Hexen­jagd? Hallo?? Er hat ledig­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, bei den Initia­to­ren der BIWA nicht mehr zu kau­fen. Find ich ne super Idee!

  22. „Sollte einer der oben genann­ten zu Unrecht auf die­ser Liste ste­hen, ich bitte viel­mals um Ver­zei­hung.„
    Super Johan­nes. Du ent­schul­digst dich und das Würz­blog kriegt den Ärger! Bevor du so eine Ver­schwö­rungs­scheiße ver­brei­test sam­mel erst Beweise! Kann gut sein dass die BIWA da mit­drin hängt, aber des­we­gen zur Hexen­jagd auf­ru­fen halte ich für sehr gewagt.

  23. Dass der Dis­co­be­trieb im Plei­cher Hof fünf Jahre lang gedul­det wurde und jetzt auf ein­mal nicht mehr, wie kommt’s? Haben Odeon, Stu­dio, Lud­wig, Bombe, Kami­katze und wie sie alle hei­ßen eine „Tanz­kon­zes­sion”, eine bes­sere Lobby oder (noch) Glück?

    Auch wenn die genauen Gründe dafür, wes­halb der Plei­cher Hof gerade jetzt sei­nen Kel­ler zuma­chen musste, noch etwas unklar sind, die BIWA hat mit Sicher­heit ihre Fin­ger im Spiel. Die BIWA bekämpft die Jugend­kul­tur in Würz­burg — es wird Zeit, dass man etwas gegen die BIWA unternimmt.

    Auf ihrer Home­page wer­den die BIWA-Sprecherräte nur als „Herr Wolz, Herr Dist­ler” usw. auf­ge­führt, ohne Angabe ihrer Funk­tion oder ihrer Moti­va­tion. Der Grund dafür ist ziem­lich nahe­lie­gend, sie fürch­ten (finan­zi­elle) Nach­teile, falls ihre genaue Iden­ti­tät öffent­lich würde. Ich habe mir des­halb die Mühe gemacht und eine Liste der Spre­cher ergoogelt.

    Im Fol­gen­den sind das:

    Bernd Mars — Firma Mars (Stahl­wa­ren, Rasie­rer, Feu­er­zeuge, Sport­waf­fen, Würzburg-Souvenirs), Karmelitenstraße

    (Die Fami­lie Mars ist erst seit 2007 in die­ser Gegend, der Plei­cher Hof seit 2005, Herr Mars ist unter ande­rem Mit­glied bei Würz­burg macht Spass und der Kar­ne­vals­ge­sell­schaft Elfer­rat Würzburg)

    Chris­tian Wolz — Hotel Strauss, Juli­us­pro­me­nade

    Dr. Eva-Maria Hana­kam — Steu­er­be­ra­te­rin, Plei­cher­schul­gasse
    (auf der BIWA-Hompeage steht „Herr Hana­kam”, Adresse ist aller­dings auch Pleicherschulgasse)

    Franz Dist­ler — Hotel Alter Kra­nen, Kärrn­er­gasse

    Michael Ebin­ger — Anti­qui­tä­ten, Karmelitenstraße

    Ger­hard Prö­schel — Wer­be­ge­mein­schaft Augus­ti­ner­straße Würz­burg e.V., ehe­ma­li­ger Vor­sit­zen­der Ver­ein Würz­bur­ger Fest­wirte, CSU Würzburg-Stadtmitte II

    Sollte einer der oben genann­ten zu Unrecht auf die­ser Liste ste­hen, ich bitte viel­mals um Verzeihung.

    Meine per­sön­li­che Kon­se­quenz ist, dass ich Pro­dukte und Diensteis­tun­gen der BIWA-Sprecher nicht mehr kaufe bzw. in Anspruch nehme. Wenn ich für Eltern, Ver­wandte, Bekannte ein Hotel brau­che — es muss ja keins der oben genann­ten sein, dort ist es sowieso nachts zu laut. Auch Feu­er­zeuge, Sport­waf­fen und Sou­ve­nirs muss ich ja nicht unbe­dingt in der Kar­me­li­ten­straße kau­fen, die gibt’s auch woan­ders. Bemer­kens­wert übri­gens, dass Herr Mars auf sei­ner Home­page mit den Wor­ten „[…] in der belieb­ten Ein­kaufs­straße mit vie­len Fach­ge­schäf­ten und kul­ti­ger Gas­tro­no­mie.” wirbt…

    Zum Schluss noch ein Zitat von der BIWA-Homepage: „Die Frei­heit besteht darin, dass man alles tun kann, was einem ande­ren nicht scha­det.” (Mat­thias Claudius)

  24. ich möchte peter UND armin für ihr guten kom­men­tare dan­ken. der plei­cher hat defi­ni­tiv sein gro­ben feh­ler gemacht, trotz­dem wird oder würde ein ende des plei­cher eine große lücke in die musik­kul­tur­szene würz­burgs reis­sen. da haben BEIDE sei­ten ihre feh­ler gemacht.
    dank auch an der stelle fürs würz­blog, das an die­ser stelle zum wie­der­hol­ten mal seine größe gezeigt hat. wenn das noch schlie­ßen sollte (wo ich manch­mal schon angst hatte, aber auch ver­ständ­nis, wenn ralf & co doch mal bröt­chen ver­die­nen muss­ten) würde das eine noch mas­si­vere lücke in würz­burgs kul­tur­le­ben hin­ter­las­sen, denn es lässt JEGLICHES alter­na­ti­ves medium in der stadt das ich kenne und lese (zun­der, lp10, hype, kes­se­ner, num­mer, mujuk, wue­watch, etc) mei­len­weit hin­ter sich, von den klas­si­kern gar nicht zu reden.

    ich hoffe das mit dem plei­cher nimmt irgend­wie ein gutes ende, sonst wird würz­burg wirk­lich was fehlen.

  25. och Mensch… Hätte mich so gefreut jetzt end­lich rauch­frei im Plei­cher Hof fei­ern zu kön­nen. Hof­fent­lich bie­tet Lud­wig und Co eine gelun­gene Alter­na­tive an Indie-Musik etc.

  26. und danke auch an peter, der einen bei­trag ver­fasst hat, der mir aus der seele spricht…

  27. So sehr auch ich die akute Bedro­hung des Plei­cher Hofs als eine wert­volle Instanz der Kul­tur­szene bedauere, so muss ich doch, da gerade jetzt ent­schei­dende Fak­ten öffent­lich gewor­den sind, viele Kri­tik­punkte der allent­hal­ben erhitz­ten Gemü­ter, beson­ders sicht­bar z. Zt. im Gäs­te­buch der Stadt-Website, rela­ti­vie­ren! Und hier muss ich Schreib­ma­schine beipflichten.

    Die Ver­ant­wor­tung für den Erhalt bzw. Ver­lust eines sol­chen Kul­tur­guts liegt nun mal kei­nes­wegs allein bei der Stadt­ver­wal­tung, auf die jetzt kräf­tig geschimpft wird, son­dern in ers­ter Linie beim Betrei­ber selbst. Die sich jetzt offen­ba­rende Hal­tung, mit der man den Plei­cher Hof jah­re­lang sehen­den Auges auf Mes­sers Schneide betrie­ben hat, ist jedoch alles andere als verantwortungsvoll:

    Nicht nur, dass fünf Jahre lang ein Kel­ler in der Innen­stadt de facto — das wird nie­mand abstrei­ten — als Discothek/Tanzclub betrie­ben wurde, wäh­rend eine ent­spre­chende Geneh­mi­gung weder vor­lag, noch jemals bean­tragt wurde, erscheint wag­hal­sig. Auch die Erklä­rung von ›Ued‹ gegen­über der Main­post, „Das Tan­zen ver­su­che er zu unter­bin­den, indem er Tische auf die Tanz­flä­che stellt” [sic!], um den Schein sei­ner ange­mel­de­ten „Musik­bar” zu wah­ren, klingt nicht gerade nach dem Bemü­hen um eine solide recht­li­che Grund­lage, son­dern viel­mehr nach dem ver­zwei­fel­ten Bemü­hen, die Kon­trolle der Ein­hal­tung der gast­stät­ten­recht­li­chen Vor­schrif­ten zu umschif­fen. Ueds Aus­sage dürfte ins­be­son­dere bei Gäs­ten des Plei­cher Hofs auf Ver­wun­de­rung sto­ßen, denn die ken­nen die Realität.

    Man hoffte wohl ent­we­der, das Ord­nungs­amt würde von die­ser Rea­li­tät nie­mals Kennt­nis erlan­gen, oder dass die­ser Zustand bis in alle Ewig­keit von der Stadt gedul­det wird. Eine der­ar­tige Pra­xis hat womög­lich in man­chem Berlin-Friedrichshainer Kiez Aus­sicht auf Erfolg, aber lei­der halt nicht in unse­rer baye­ri­schen „Provinz”-Stadt. So sehr es uns gut täte, zuviel „Welt­ni­veau” eckt an.

  28. danke für die­sen Bei­trag lie­bes Würz­blog. und an der Zahl der Kom­men­tare merkt man, wie es die Würz­bur­ger bewegt!!

  29. Bleibt der Fakt, dass der Plei­cher Hof in einem Wohn­ge­biet liegt, und es sich allen kul­tu­rel­len Aktio­nen (eine Lesung pro Jahr? Ein paar Mal Den­nis Schütze mit sei­ner Talk­show?) haupt­säch­lich um eine Disko (bis zu 4 Tage in der Woche?) han­delt. Da ändert sich auch nix dran, wenn man bei ange­kün­dig­ten Besu­chen des Ord­nungs­am­tes die Tanz­flä­che mit Tischen und Sofas zustellt, die dann hin­ter­her wie­der weg­ge­räumt wer­den. Ins­ge­samt eine schwie­rige Situa­tion, die sich nicht mit Geschimpfe über die Stadt­ver­wal­tung lösen lässt. Einen Schlag gegen die Würz­bur­ger Kul­tur­szene ver­mag ich hier nicht zu erken­nen. Und alle, die hier von Geis­ter­stadt jam­mern, woh­nen sicher selbst nicht neben einer Disko.

    • Und — dann lass es doch eine kleine Disko sein (heute sagt man „Club” dazu), das Pro­gramm unter­schied sich zu 99 Pro­zent von allen ande­ren Läden der Stadt.

      Ist das nicht auch eine Art Kul­tur? Muss Kul­tur immer etwas mit höhe­rer Lite­ra­tur oder Klas­sik zu tun haben? Also, ich habe ver­dammt viele Clubs der Stadt lange Jahre besucht und für mich per­sön­lich ist der Plei­cher Hof Kul­tur — nenn es wegen mir Sub-club-kultur. Und wieso darf Kul­tur nicht auch mal laut sein? Die Air­ports, die Stu­dios, die Ode­ons die­ser Stadt — wo ist hier die Kul­tur, der Anspruch? Anspruchs­vol­les Pro­gramm? Ich lese immer nur 80er Party, 90er Party, Doppeldecker-Party. Ein­tritts­preise meis­tens min­des­tens 5 Euro. Kul­tur? Klingt eher nach 0815-Massen-Abfertigung.

      Was lese ich im Plei­cher Hof? Funk Bands aus Hol­land, ein House-DJ aus Tokyo oder Rumpelbalkan-Beats aus Kasachs­tan (oder Veits­höch­heim?). Es muss jeder selbst ent­schei­den, wie und wo er seine Wochen­en­den ver­bringt, aber ich per­sön­lich mags halt gern etwas aus­ge­such­ter, vor allem musi­ka­lisch. Und die­ses aus­ge­suchte Pro­gramm kann ich in Würz­burg der­zeit nur noch im Plei­cher Hof fin­den (mit ein paar weni­gen Son­der­ver­an­stal­tun­gen an ande­ren Schau­plät­zen). Jeder, der ein biss­chen Ahnung von Zah­len hat, weiß, dass es bei so einem (zumin­dest mei­ner beschei­de­nen Mei­nung nach) anspruchs­vol­len Pro­gramm und gleich­zei­tig klei­nem Club nicht wirk­lich um Geld ver­die­nen gehen kann. Das wird in Würz­burg woan­ders ver­dient. Es ist wohl eher ein Fami­li­en­ding um meh­rere 100 (?) Leute, die sich ab und zu gern im Kel­ler tref­fen, gute Musik hören und etwas dazu tan­zen wol­len. Aber so eine Familien-Sache lässt sich nun­mal nicht ein­fa­chen aus­tau­schen — sie ist uner­setz­bar. Nennt es Kul­tur­szene oder „Freunde-subkultureller-Clubkultur” oder wie auch immer, ich finde es jeden­falls mega-schade, wenn es diese kleine, aber feine Insti­tu­tion in Zukunft nicht mehr geben sollte. In 5 Jah­ren Plei­cher Hof hat sich viel ent­wi­ckelt — nehmt den Leu­ten ihre Fami­lie nicht weg!

      Und beschäf­tigt euch mal mit der Rolle von Läden wie dem Wald­see in Frei­burg oder dem Glas­haus in Bayreuth.…

  30. gut, dass ich hier raus bin.

  31. Ich war regel­mä­ßig unre­gel­mä­ßi­ger Gast im Plei­cher Hof und werde die Takt­zahl mei­ner Besu­che wie­der erhö­hen. Viel­leicht lässt sich mit die­sem (klei­nen) Bei­trag das zwangs­läu­fige Ende vom PH abwen­den. Leute: Esst und trinkt ordent­lich!
    Dar­über hin­aus wün­sche ich mir eine belebte und lebens­werte, weil kul­tu­rell viel­fäl­tige Innen­stadt. Hier hat der Plei­cher Hof mit sei­nem Club­pro­gramm von Lesun­gen bis zur Disco eine her­aus­ra­gende Stel­lung. Würz­burg hat näm­lich nicht mehr so sehr viel davon zu bie­ten. Die Stadt sollte enga­gier­ten Unter­neh­mern wie UED lie­ber dan­ken, anstatt ihm Steine in den Weg zu legen.

  32. @schreibmaschine: sagen wir mal so: es gibt immer die Mög­lich­keit, sich unlieb­sa­mer Ein­rich­tun­gen auf­grund von wel­chen Ver­säum­nis­sen auch immer zu ent­le­di­gen, höf­lich aus­ge­drückt. Wel­che Geneh­mi­gun­gen und Kon­zes­sio­nen dem Plei­cher Hof vor­lie­gen und aus wel­chen Grün­den es hier Ver­säum­nisse geben könnte, kann denke ich nie­mand von uns beur­tei­len, da wir hier nicht den hier­für nöti­gen Ein­blick ver­fü­gen. Inter­es­sant ist für mich aber die Frage des Anstos­ses! War es hier ein äuße­rer Anstoß, der die Ver­wal­tung hat aktiv wer­den las­sen? Wenn ja wäre es „auch” hier Inter­es­sant die Rei­ter zu erfah­ren. Klar und Fakt sind zwei Dinge: Der Plei­cher Hof hat auf­grund sei­ner Lage und beste­hen­den Anwoh­ner­pro­ble­men lei­der keine guten Kar­ten und aber auch, er berei­chert die Viel­falt und Attrak­ti­vi­tät der Stadt um eine nicht weg­zu­den­kende Note.
    Bezüg­lich dem rich­ti­gen oder fal­schen Weg über die Öffent­lich­keit bei der Post­hale soll­ten wir uns dann viel­leicht doch lie­ber mal per­sön­lich aus­tau­schen. ;-)

  33. Sagen wir mal so: Der Plei­cher hat sich in die­ser Ange­le­gen­heit nicht gerade sehr geschickt ange­stellt, höf­lich aus­ge­drückt. Und es gibt offen­bar für den Kel­ler nicht ein­mal eine bau­auf­sicht­li­che Geneh­mi­gung, abge­se­hen von der Tanz­kon­zes­sion. Sich dar­auf zu ver­las­sen, dass so ein Zustand dau­er­haft akzep­tiert wird, ist mehr als blau­äu­gig. Und dann wird erst­mal öffent­lich Stim­mung gemacht, statt im Gespräch mit der Stadt eine Lösung zu suchen. Die­ser Weg war schon bei den Post­hal­len der falsche.

  34. Leute, die das Rauch­ver­bot für ihr eige­nes Ver­sa­gen („ver­mut­lich bald wie­der in die dro­hende Insol­venz” geschickt) her­neh­men, hab ich gefres­sen. Man sieht doch allein in den Kom­men­ta­ren über mir, dass die meis­ten gerade des­halb wie­der hin­ge­gan­gen wären.

  35. Ein offi­zi­el­les State­ment gibt es jetzt aus Sicht des Plei­cher Hofs: http://www.pleicherhof.de/

  36. Bei uns im Han­del mahnt man Mit­be­wer­ber ab und lässt sie teure Anwalts­rech­nun­gen zahlen.

    Im Disco-Gewerbe geht man dann halt übers Ord­nungs­amt — von alleine kommt der schla­fende Büro­kra­tie­ver­tre­ter kaum drauf ;)
    Frage ist nur, wer sich die Fin­ger beim Pet­zen schmut­zig gemacht hat?

  37. ne kon­zes­sion haben die schon… aber mei­nes wis­sens nach eben nicht für das betrei­ben einer dis­co­thek… und dann bleibt ja auch die frage was ne dis­co­thek ist… capi­tol, air­port, plei­cher… im sprach­ge­brauch würde man sowohl plei­cher, lud­wig und auch odeon als club ein­ord­nen… recht­lich gibt’s das nicht… im prin­zip bar oder disco… und mal so am rande… wird eigent­lich im rene und der bombe nicht auch laute musik gespielt und getanzt? von dis­co­ma­fia würde ich ja jetzt noch nicht spre­chen… aber der markt wird immer här­ter… und geld hatte schon immer ne lobby… und wenn dem plei­cher eines gefehlt hat, dann wohl geld…

  38. Das ist äußerst bit­ter für Würz­burg!
    Es braucht diese Viel­falt aus Plei­cher, Immer­hin (bald wie­der), Stan­dard, ich nenn auch mal die Post­halle und den städ­ti­schen Häu­sern Cairo und B-Hof.

    Ued hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren den Plei­cher Hof eta­bliert mit eben nicht dem Ein­heits­brei den wir sonst an jeder Ecke vor­ge­setzt bekom­men, gebo­ten. Er gab den hei­mat­los gewor­de­nen Nie­schen, die aus dem AKW kamen eine Bleibe und sorgte immer mit span­nen­den Kon­zer­ten und Lesun­gen zusätz­lich für eine wich­tige Berei­che­rung der Stadt.
    Jetzt, nach dem Rauch­ver­bot wäre es mir auch wie­der leich­ter gefal­len hinzugehen.

    Woran es liegt, dass aus­ge­rech­net der Plei­cher Hof hops genom­men wurde? Da kann man dann wie­der mut­ma­ßen. Ich bin in jedem Fall über­zeugt davon, dass Stadt/Ordnungsamt nicht aus eige­nem Antrieb hier aktiv wur­den.
    Mir liegt der Ver­dacht nahe, das es sich hier­bei um die glei­chen Kräfte han­delt, die auch Ihre Lobby gegen die Post­halle aus­ge­spielt haben. Wenn dem jetzt so sein sollte wie in man­chen Kom­men­ta­ren geschrie­ben, das auch ande­ren Häu­sern die Geneh­mi­gung für einen DJ Betrieb fehlt, dann muss so wie eben­jene es for­dern glei­ches Recht für alle gelten.

    SUPPORT UED!

    und ein exis­tenz­be­droh­li­cher Fehler

  39. … und am Sams­tag sag ich noch: „wie gut, dass es wenigs­tens n Plei­cher Hof noch gibt”…

  40. @schreibmaschine das du dich mit der erlaub­niss (in fach­krei­sen auch gerne kon­zes­sion genannt) nicht täuschst… stimmt der plei­cher hof hatte keine… das war aber 5 jahre lang egal… aber das odeon oder das tanz­cafe lud­wig haben auch keine… weil die stadt schon seit gerau­mer zeit keine mehr aus­gibt… und übri­gens, das akw hatte auch keine kon­zes­sion für dis­ko­ver­an­stal­tun­gen… hat aber 20 jahre lang nie­man­den gestört…

    • Ange­nom­men es stimmt, was du sagst: Dann hätte die BIWA schon längst sämt­li­che unlieb­sa­men Disco-Betreiber anzei­gen kön­nen — denn ohne Geneh­mi­gung wür­den die ja alle gegen gel­ten­des Recht ver­sto­ßen und könn­ten von heute auf mor­gen dicht­ge­macht wer­den.
      Nach dem deut­schen Gast­stät­ten­ge­setz MUSS eine „gast­stät­ten­recht­li­che Erlaub­nis” bean­tragt wer­den (§1, I und §2, II GastG). Zudem: „Die Erlaub­nis ist für eine bestimmte Betriebs­art […] zu ertei­len.” (§3, I GastG; Betriebs­art = hier: ›Discothek‹).

      Wenn die Stadt Würz­burg keine Erlaub­nis ertei­len will, dürfte der Laden auch nicht betrie­ben wer­den. Aber wozu wird dann das pas­sende For­mu­lar sogar online bereit­ge­stellt?
      http://www.wuerzburg.de/de/ver.….ml#fa24645

  41. liebe leute, hört heute ab 19 uhr mal den zünd­funk! da gehts um würz­burg! 19 uhr, 90,0 ukw! oder im web: http://www.br-online.de/bayern2/zuendfunk/

  42. Habs ges­tern schon über twit­ter mit­be­kom­men. Wenn die­ser Zustand wirk­lich das letzte Wort sein sollte, wäre das doch sehr schade. Der Plei­cher ist wohl das beste was Würz­burg zu bie­ten hat.

  43. Ich hatte mich schon sehr gefreut, bald wie­der in den Plei­cher Hof gehen zu kön­nen, jetzt da der uner­träg­li­che Gestank aus dem Kel­ler ver­schwin­den wird. Schade dass es nun so weit kommt. Das Rauch­ver­bot aller­dings wird in mei­nem Augen als Grund nicht erhal­ten kön­nen, son­dern eher die Nach­bar­schaft, wel­cher der Laden schließ­lich schon lange ein Dorn im Auge war.

    • indem die leute zum rau­chen auf die straße müs­sen, erfreut man dich aber nicht die nach­barn =>rauch­ver­bot kann durch­aus mit schuld sein!

  44. Ist immer wie­der inter­es­sant und schade, wie die Stadt und das ihr ange­schlos­sene Ord­nungs­amt mit aller Gewalt ver­su­chen, aus die­ser Stadt eine (wie maddin über mir es genannt hat) Geis­ter­stadt zu machen… ich komme aus Augs­burg und selbst da ist es inzwi­schen wesent­lich ent­spann­ter, fei­ern zu gehen…
    Die Disco musste umzie­hen, die Post­hal­len bekom­men die Hölle heiß­ge­macht (auch wenn dort nicht immer nur inter­es­sante Ver­an­stal­tun­gen sind, ist es doch ver­wun­der­lich, dass man jeman­dem einen Kul­tur­preis ver­leiht und ihm kurz danach sämt­li­che erdenk­li­che Steine in den Weg legt!), nun geht der Plei­cher kaputt, die Juli­us­pro­me­nade soll nach Mög­lich­keit um 21.00 Uhr schließen„,was folgt noch? Viel­leicht sollte man auf wei­ter Flur weit außer­halb von Würz­burg mal ein Knei­pen­vier­tel aufmachen…

  45. G’schmarr. Wenn ich Auto­fah­ren will, brau­che ich einen Füh­rer­schein, wenn ich eine Disko machen will, brau­che ich eine Geneh­mi­gung. Die das Odeon und andere haben. Plei­cher und Post­halle (noch?) nicht.

    • Es liegt im Ermes­sen der Stadt. In vie­len ande­ren Städ­ten funk­tio­nie­ren sol­che Mini­dis­cos mit offi­zi­el­ler Erlaub­nis der Kom­mune und wer­den manch­mal sogar geför­dert.
      Kein wirk­li­ches Argu­ment also!

    • odeon hat keine dis­co­kon­zes­sion, stu­dio auch nicht. aber es geht das gerücht um, dass es eine dis­co­ma­fia gibt, die in der lage ist das ord­nungs­amt (und/oder ähnli­che) schmie­ren können.

  46. Das Immer­hin viel­leicht. Oder Ansatz­weise das Lud­wig. Einen rich­ti­gen Ersatz sehe ich aller­dings nicht…Schön, dass wir uns neben Dom — und Uni­ver­si­täts­stadt bald auch Geis­ter­stadt nen­nen dürfen…

  47. ahhhhhhhhhhhhh, mein gelieb­ter plei­cher! alle ver­an­stal­tun­gen gestri­chen! nur noch tat­ort schauen! ahhhhhhhhh! :-( (((((((((((((((((
    so lang­sam bereue ich meine ent­schei­dung in würz­burg zu stu­die­ren. würz­burg ist schön, die uni ok aber ich will auch mal weg gehen. nur wohin jetzt? so werde ich schwest­er­herz nicht nach würz­burg zum stu­dium locken können …

  48. Die Sel­ber sind nicht an allem schuld! :)

  49. Ich tippe drauf, dass sie Disco gemacht haben, ohne die dafür ent­spre­chende gast­stät­ten­recht­li­che Erlaub­nis gehabt zu haben. Inso­ferrn: Sel­ber schuld.

    • Ich tippe mal drauf, dass das auch diverse andere loka­li­tä­ten in betrifft. dann sollte man auch alle gleich behan­deln und erst mal sämt­li­che kon­zes­sio­nen über­prü­fen. dann wird die hälfte der läden dicht gemacht und wird dadurch bestimmt viel attrak­ti­ver… aber viel­leicht woh­nen neben die­sen ande­ren loka­li­tä­ten ein­fach keine freunde vom OB

    • die haben odeon und lud­wig auch nicht du schlaumeier!

  50. Ein Armuts­zeug­nis für Würz­burg. War der ein­zige Laden wo ich ab und zu noch ent­spannt mal fei­ern konnte. Sehr sehr schade. Gibt es über­haupt noch Alternativen?

    • Alter­na­ti­ven im Stil des Plei­cher? Nicht das ich wüsste. Das Immer­hin viel­leicht, aber das geht (oder ging) musi­ka­lisch eher in eine andere Richtung.

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