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Wie es weitergeht mit dem Pleicher Hof - ausnahmsweise eine Pressemitteilung

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Ich ver­öf­fent­li­che eigent­lich nie Pres­se­mit­tei­lun­gen im Gan­zen, selbst Zitat dar­aus mag ich nicht, lie­ber schreibe ich selbst etwas. Aber in die­sem Fall geht es um den Plei­cher Hof, bei dem alle Außen­ste­hen­den schon genug Wischiwaschi-Informationen über die „Schlie­ßung” des Kel­lers haben. Darum hier 1:1  Pres­se­mit­tei­lung (ohne Titel und Kon­takt­da­ten) ganz frisch vom Plei­cher Hof bzw. dem Chef Udo „Ued” Walter.

Mit Bescheid vom 11.06.2010 hatte die Stadt Würz­burg dem Betrei­ber des
„Plei­cher Hof”, Udo Wal­ter den Betrieb einer Dis­ko­thek unter­sagt. Die
Stadt­ver­wal­tung ist der Auf­fas­sung, dass in den Kel­ler­räu­men des „Plei­cher
Hof” eine Dis­ko­thek betrie­ben wird, für die keine Geneh­mi­gung vor­liegt.
Dem­ge­gen­über ist Betrei­ber Udo Wal­ter der Mei­nung, eine Musik­bar zu
unterhalten.

Die Stadt hat in Ihrem Bescheid Auf­la­gen erteilt, die nach Anga­ben von Herrn
Wal­ter dem „Plei­cher Hof” die Exis­tenz­grund­lage ent­zie­hen. Nach Rechts­an­walt
Armin Beck von der Schwein­fur­ter Kanz­lei BBSW Rechts­an­wälte geht der
Bescheid der Stadt über das Ziel einen nicht geneh­mig­ten Dis­ko­the­ken­be­trieb
zu unter­bin­den hin­aus. Ins­be­son­dere die Anord­nung „dis­ko­the­ken­ty­pi­sche
Ein­rich­tung (Misch­pult, Laut­spre­cher, Ver­stär­ker­an­lage, Abspiel­ge­räte und
Licht­or­gel) zu ent­fer­nen ent­ziehe dem „Plei­cher Hof” auch die Mög­lich­keit
einer Nut­zung als Musik­bar, wel­che im Rah­men der Geneh­mi­gung läge.

Am 13.07.2010 fand schließ­lich ein Gespräch zwi­schen Herrn Wal­ter mit
Rechts­an­walt Beck und Alex­an­der Hoff­mann, dem zustän­di­gen Lei­ter des
Fach­be­reichs All­ge­meine Bür­ger­dienste statt. Ziel und Ergeb­nis die­ses
Gesprä­ches war nun, so Rechts­an­walt Beck, dass eine Eini­gung her­bei­ge­führt
wer­den soll, in der die Stadt die Kri­te­rien für den Betreib des „Plei­cher
Hof” so fasst, dass eine Nut­zung als Dis­ko­thek zwar aus­ge­schlos­sen ist,
jedoch der „Plei­cher Hof” als Musik­bar wei­ter mög­lich ist, d.h. Disk­jo­ckeys
für musi­ka­li­sche Unter­ma­lung des Bar­be­trie­bes sor­gen und auch gele­gent­lich
Kon­zerte ver­an­stal­tet wer­den können.

Herr Wal­ter sorgt ab sofort ver­stärkt dafür, dass ein Tanz­be­trieb im
Plei­cher Hof nicht statt­fin­det. Die bereits durch Möbel ver­stellte
Tanz­flä­che wird noch mehr möbliert und so ein tan­zen unmög­lich gemacht. Die
Licht­tech­nik wird so weit zurück­ge­baut, dass kein beweg­tes Licht mehr
statt­fin­den kann, wel­ches zum tan­zen ani­mie­ren würde.

Die musi­ka­li­sche Gestal­tung durch DJ’s wird ab Mitt­woch den 21. Juli wie­der
statt­fin­den. die Laut­stärke der Musik wird wei­ter­hin einem Bar­be­trieb
ange­mes­sen sein. Somit kehrt der wesent­li­che Bestand­teil, ein musi­ka­li­sches
Unter­hal­tungs­pro­gramm, in die Bar des Plei­cher Hofes zurück.

Herr Wal­ter räumt offen ein, dass in der Ver­gan­gen­heit immer wie­der
Ver­an­stal­tun­gen in der Bar des Plei­cher Hofes statt­fan­den, die
mög­li­cher­weise in ihrer Art einem Dis­ko­the­ken­be­trieb gleich­ge­setzt wer­den
kön­nen. So auch zuletzt am 28.05.2010, wo gemein­sam mit dem AK
Inter­na­tio­na­les des Spre­cher­ra­tes der Uni­ver­si­tät Würz­burg eine
Stu­den­ten­feier in den Räu­men des Plei­cher Hofes statt­fand. An die­sem Tag
wurde durch Mit­ar­bei­ter des Ord­nungs­am­tes der Stadt Würz­burg ein
„Tanz­be­trieb” in den Kel­ler­räu­men des Plei­cher Hofes fest­ge­stellt, was nach
Ansicht von Herrn Wal­ter schließ­lich zu letz­te­rem Bescheid und zum
Musik­ver­bot durch die Stadt Würz­burg führte.

Für eine finan­zi­ell ren­ta­blen Betrieb ist der Plei­cher Hof auch zukünf­tig
auf besu­cher­starke Son­der­ver­an­stal­tun­gen wie Par­tys mit Tanz­be­trieb und
image­bil­dende Ver­an­stal­tun­gen wie Kon­zerte ange­wie­sen. Um sol­che aber
regel­mä­ßig durch­füh­ren zu kön­nen, ist eine Kon­zes­sion als Tanz­lo­kal nötig.
Die Kos­ten für eine sol­che Kon­zes­si­ons­än­de­rung, so schätzt Herr Wal­ter,
lie­gen im mitt­le­ren 5-stelligen Bereich. Einen sol­chen finan­zi­el­len Auf­wand
kann der Plei­cher Hof aber nicht ohne Unter­stüt­zung von Außen, z.B. durch
Ban­ken oder Braue­rei, stem­men. Daher sind ent­spre­chende Gesprä­che und
Ver­hand­lun­gen sei­tens Herrn Wal­ters mit betref­fen­den Instan­zen vor­ge­se­hen,
eine Kon­zes­si­ons­än­de­rung zur Siche­rung der Exis­tenz des Plei­cher Hofes
angestrebt.

Der Plei­cher Hof hofft, seine Exis­tenz wei­ter­hin durch inter­es­sante Inhalte,
durch ein abwechs­lungs­rei­ches Kul­tur– und Musik­pro­gramm sichern zu kön­nen.
Wir hof­fen, dass dem Plei­cher Hof das Mit­tel der „Doppeldecker-” und
„Bil­ligs­aufabende”, wel­ches so viele Bars und Gast­stät­ten schon für sich
ein­setz­ten, erspart bleibt.

Herr Wal­ter hofft nun, dass der „Plei­cher Hof” als Sze­ne­treff, der sich
durch ein viel­fäl­ti­ges kul­tu­rel­les Ange­bot jen­seits des „Main­stream„
aus­zeich­net, wei­ter beste­hen und seine Rolle im Würz­bur­ger Kul­tur­be­trieb
aus­fül­len kann.

Zuletzt bedankt sich Herr Wal­ter bei allen, die sich in den ver­gan­ge­nen
Tagen für ein Wei­ter­be­ste­hen des Plei­cher Hofes mit anspruchs­vol­lem
kul­tu­rel­lem und musi­ka­li­schem Pro­gramm ein­ge­setzt haben, ob Per­so­nal,
Freund, Gäste und Medi­en­ver­tre­ter oder befreun­dete Musi­ker und
Kul­tur­ver­an­stal­ter aus ganz Deutschland.

Quint­es­senz: Es wird wohl nicht mehr wie bis­her wei­ter­ge­hen, aber ein recht beschränk­ter Musikbar-Betrieb wird es wohl im Kel­ler geben. Und wenn Ued es schafft, eine Kon­zes­sion als Tanz­lo­kal zu bekom­men bzw. das Geld dafür (für einen Umbau?), dann könnte wie­der Licht in den Tun­nel kommen.

10 Kommentare

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  2. Ich höre seit kur­zem gar nichts mehr von den Leu­ten, die Sicher­heits­as­pekte bei Ver­an­stal­tungs­or­ten unter „Steine in den Weg-Schmeißen” abtun. Zufall?

    • Genial ;-) Man beachte in die­sem Zusam­men­hang auch den Schlus­satz des Autoren:

      „…dann könnte wie­der Licht in den Tun­nel kom­men.„
      Feh­len nur noch die Notausgänge.

  3. Gerech­tig­keit, nimm dei­nen Lauf! Auch der Plei­cher Hof is höf­lich auf­ge­for­dert, sich an gel­ten­des Recht zu hal­ten, was offen­sicht­lich jah­re­lang nicht der Fall war. Auch vom Rauch­ver­bot wollte man in die­sem „Musik­kel­ler” eher sel­ten was wis­sen.
    Ich jeden­falls trauere „dem Plei­cher” nicht hin­ter­her, egal was mit ihm passiert.

  4. Hahaha.. „Tanz­be­trieb fest­ge­stellt”.. Bananenrepublik.

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