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Wahlplakate am Boden

Wahlplakate ohne Klimaschutz

Ach, wenn wir doch schon mal beim Thema Wahlplakate sind: Das Gewitter heute nachmittag hat mal klar Schiff mit der Plakatflut in Würzburg gemacht. Dass auf den Bildern nur Wahlplakate der Grünen zu sehen sind, hat keine politische Bedeutung, es hängen nur gerade von deren Kandidaten die meisten Plakate — oder besser gesagt: hingen. Vielleicht sollte man die Dinger etwas wetterfester aufhängen — oder mit dem Aufhängen warten.

Dem Plakat von Patrick Friedl an der Berner Straße am Heuchelhof sieht man deutlich an, dass es für mehr Klimaschutz ist, es hätte sich wohl schon über einen Regenschirm gefreut.

Ein Wahlplakat ohne Klimaschutz
Ein Wahlplakat ohne Klimaschutz

Und das Martin Heilig am Sanderring ausgerechnet vom öffentlichen Personennahverkehr gezweiteilt wurde, hat er als Grüner auch nicht verdient, das ist nicht fair.

Von der WVV gezweiteilt - Martin Heilig

Wie ist das eigentlich, wer muss den Scheiß jetzt aufräumen? Die Partei? Oder machen das die Stadtreiniger?
Wahlplakate am Boden Wahlplakate am Boden

Wahlplakate

Früher Overkill der Wahlplakate

Wahlplakat von Patrick Friedl vor dem D.O.C.
Wahlplakat von Patrick Friedl vor dem D.O.C.

Noch 57 Tage bis zur Landtagswahl in Bayern und 64 Tage bis zur Bundestagswahl — und es beginnt die Zeit der Wahlplakate-Wälder. Ich war heute morgen beim Kaffeetrinken im D.O.C. umringt von lächelnd auf Papier gebannten Kandidaten der Grünen — allen voran der Würzburger Patrick Friedel. Nichts gegen Patrick, den ich  leibhaftig und mit nur einem Gesicht durchaus gern sehe. Aber wenn er,  kaleidoskopartig um mich versammelt, in meinen Cappuccino starrt … nun ja.

Aber ich fürchte, das ist nur der Beginn. In meiner Zählung vom D.O.C. (11 Plakate der Grünen im Blickfeld) bis zur Haltestelle am Sanderring (etwa 660 Meter) habe ich 39 Plakate der Grünen, acht der CSU, sechs der FDP, vier der ÖDP und eines der SPD gesehen. Die anderen Parteien werden bestimmt in der nächsten Wochen in Sachen Wahlplakaten noch nachziehen — die Grünen hoffentlich nicht mehr. Interessanterweise sind die meisten Plakate in der Augustinerstraße, in der Sanderstraße dünnt es deutlich aus — dafür sind dort mehr von der ÖDP.

In spätestens 67 Tagen ist der Plakate-Spuk vorbei, dann müssen die Dinger laut der „Verordnung der Stadt Würzburg über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung” (PDF) wieder entfernt werden. Die in der Verordnung auch erwähnten acht Wochen, ab denen  die Plakate vor der Wahl überhaupt erst aufgestellt werden dürfen, sind wohl auch mehr ein gut gemeinter Rat als eine Anweisung. Denn die Plakate für die Landtagswahl dürfen danach eigentlich erst morgen — acht Wochen der Wahl = 56 Tage)  und die der Bundestagswahl erst Sonntag in einer Woche aufgestellt werden (ebenfalls acht Wochen vor der Wahl).  Oder gibt es da Sonderregelungen?

Aber wenn ich ehrlich bin — die Dinger werden mir so oder so auf den Sack gehen, da spielt eine Woche mehr oder weniger auch keine Rolle.

Und ob Wahlplakate überhaupt noch eine Rolle für den Wahlkampf spielen, ist eh umstritten. Dazu auch: Interview von Radio Corax mit Prof.  Günther Burkert-Dottolo zum Thema „Wirkung von Wahlplakaten”

Wahlplakate

Kein Würzburger Blogger im Landtag?

Wer wissen will, wie Landtagskandidaten und beteiligte Werbeagenturen noch immer im Wahlfieber abgehen, der kann die minütlich wachsenden Kommentare in Jens Brandts Blog mitlesen. Und wie ich daraus erfahren habe, werden aus Würzburg vermutlich nur zwei Kandidaten der CSU in den Landtag einziehen — ich nehme an Oliver Jörg und Barbara Stamm. Also keiner der drei Würzburger-Wahlkampfblogger. :-(

Politiker am Sonntagstisch

Am Sonntagmittag lag bei mir kein Braten auf dem Tisch, dafür vier Landtagskandidaten um den Tisch. Podcastzeit! Jens Brandt von der FDP, Matthias Gauger von den Grünen, Oliver Jörg von der CSU und Marco Schneider von der SPD gaben Alex und mir die Ehre, mit ihnen ein Stündchen zu plaudern.
Technisch ging es da schon an die Grenzen. Sechs Personen über zwei Mikros aufzunehmen ist für mich nicht gerade eine leichte Übung. Aber was herauskam war recht verständlich und hört auf den Namen Würzmischung #32 -– Landtagswahlkampf mal vier.

Claudia, Michael, Martin und Matthias gegen die CSU


Die Landtagswahl wirf ihre Schatten voraus, der Wahlkampf läuft langsam warm. Heute war Claudia Roth in Würzburg, um den Kandidaten der Grünen ein wenig unter die Arme zu greifen — nicht einmal angefordert, sondern aus Eigeninitiative. Leider hatte ich nur wenig Zeit zuzuhören, die Mittagspause war kurz. Ich habe noch Michael Gerr mitbekommen, der über Lüge und Wahrheit philosophierte, da kam ich in meiner mittäglichen Koffeintief aber nicht mit. Dann eine ganz kurzer Auftritt vom Würzburg-Land-Kanidaten Martin Heilig und dann kam auch schon Claudia Roth, nachdem die Lautsprecher von den Marktständen weggedreht wurden — denen wurde es beim Gurkenverkauf zu laut. Die Veranstaltung war überhaupt sympathisch unspektakulär inszeniert, die Redner bis auf Herrn Gerr standen auf umgedrehten Getränkekisten und als Pult diente eine Notenständer.

Inhaltlich natürlich wenig Überraschendes: CSU weg, Grüne her, Huber schlecht, Beckstein schlecht, SPD und  FDP waren nicht einmal wert beschimpft zu werden, Klimaschutz wichtig, erneuerbare Energien gut, Atomstrom schlecht. Dann war meine Mittagspause auch schon vorbei.

Überrascht war ich dann aber doch, als durch die Lautsprecher die Verbindung zwischen den Grünen und EON aufgezeigt wurde. Skandal! ;-)

Die Grünen fragen, Beckmann und Rosenthal antworten.

Die Grünen — und damit Matthias Pilz — sind bei der Wahl um den OB-Kandidaten in Würzburg ja raus. Eine Wahlempfehlung, was immer sowas bringen mag, geben sie glücklicherweise auch nicht heraus. Aber sie haben Pia Beckmann und Georg Rosenthal „grüne Fragen” gestellt und diese mit den Antworten veröffentlicht. Auch ohne grüne Brille recht lesenswert und interessant.

So schrieb Frau Beckmann auf die Frage nach der Öffnung des Trausaals für homosexuelle Paare :

Für die Begründung solcher Partnerschaften stehen andere repräsentative Räume im Rathaus zur Verfügung.

Und auf die Frage nach einer Antidiskriminierungsstelle

Die Vermeidung von Diskriminierungen ist ein wichtiges Anliegen. Ich befürworte es, dass es für dieses Anliegen im Rathaus eine Anlaufstelle gibt.

Na, damit wäre ja schon ein passender Raum gefunden.

Ein Wahlkampfplatz an der Sonne

Ein Putzlappen, viele Zettel und je ein Päckchen Brause und Reisnägel — das war die Ausbeute meines gestrigen Besuchs des Würzburger Marktplatzes. Und da waren sie ja alle vertreten. Stände von allen neun Listen, manch bloggender Stadtratskandidat, die Fünf Freunde OB-Kandidaten und lustigerweise zufällig auch AlGore.

'DSC01016' von wuerzblog

Nach den Würzmischungen mit den OB-Kandidaten war das gestern wie ein Klassentreffen. Matthias ist nach kurzem Pladern mit seiner Familie abgedampft, Pia wollte uns unbedingt die Hände schütteln und Benedikt uns stichwahloptimistisch gar nicht mehr gehen lassen, Georg war gerade Kaffee trinken und Uwe ins Gespräch vertieft.

'DSC01018' von wuerzblog

Ob es am sonnigen Wetter lag oder an der Aussicht, dass in einer guten Woche ein Großteil des Wahlkampfstresses vorbei ist — irgendwie waren alle gut gelaunt. Was sich in einer guten Woche bei machen auch schlagartig wieder ändern könnte.

'DSC01017' von wuerzblog

20 Nachzügler

Die Linke hat genug Unterschriften zusammen bekommen, um noch Kandidaten ins Stadtratrennen zu schicken. Nicht geschafft haben es die Reps (Uff!),  die Studentische Liste Würzburg — was AlGore besonders freuen wird — und der OB-Kandidat Martin Deeg.

Wenn das Wahlamt heute das Ergebnis bestätigt, dann haben wir nun 420 statt 400 Kandidaten für die Posten der Stadträte. Aber das machts das Kraut auch nicht fett.