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Ende der A5, Podiumsdiskussion und tolle Band

Die A5 ist die Bezeichnung für eine Autobahn, aber auch für die Bezeichnung der diesjährigen Architekturwoche in Bayern. Das Thema „Umbruch. Abbruch. Aufbruch” passt ja für Würzburg ganz gut, vielleicht zu gut, denn in den letzten Jahren wurde das Thema ja schon oft durchgekaut.

Am Montag bin ich auch mal hingegangen. Ort des Geschehens war die Baustelle des neuen Hörsaalgebäudes am Hubland. Und um es kurz zu machen — ich fand es sterbenslangweilig. Ok, man konnte die Baustelle besichtigen, aber das war halt eine Baustelle. Ein Schmankerl war, dass man hoch auf das Dach gehen konnte und dort einen schönen Ausblick über die Stadt hat. Hm. Ein Anti-Schmankerl kulinarischer Art war, dass es keinen Wein gab. Hey, eine Veranstaltung voller Schöngeister in einer Weinstadt — ohne Wein. Ich hatte mich nach der anstrengenden Busfahrt schon aus auf ein Weinschorle gefreut. :) Die Reden fand ich auch eher langweilig, ein wenig interessant war die vom Projektleiter Konversion, Herr Düthmann, der kurz auf die Vorgehensweisen bei der Umnutzung der ehemals amerikanischen Areale eingegangen ist. Aber es war mir alles zuviel Lobhudelei und zuwenig kritische Auseinandersetzung.

Heute Abend werde ich aber trotzdem zur Abschlussveranstaltung der A5 gehen. Zum einen findet heute eine Podiumsdiskussion statt. Und bei Podiumsdiskussionen sitzen immer ganz, ganz tolle und kompetente Leute auf dem Podium — immer! ;-) Nein, im Ernst: Mit Nicht-Würzburgern wie dem Chefredakteuer von Baumeister, Wolfgang Bachmann, und Gerhard Matzig, einem Architekturkritiker der Süddeutschen, könnte eine interessante Diskussion zum Thema Stadtentwicklung zustande kommen.

Und außer gibt es auch Musik, und zwar keine schlechte. Ab 20.00 Uhr darf Korridor testen, ob die Bühne des Hafensommers schon schwimmfähig ist. Die Buben machen Elektro-Jazz vom Feinsten, läuft auf beim Radio Würzblog rauf und runter und manche könnte sie auch von Auftritten im Pleicher Hof und am U&D kennen. Der Eintritt ist frei, so könnte sich auch für Leute, die mit Architektur nichts am Hut haben, der Besuch des Alten Hafen zumindest zum Konzert lohnen! ;-)

Amis gone home

Nochmal durchgefegt, Licht aus gemacht und den Schlüssel abgegeben. Die Amerikaner haben die Leighton Barracks und damit Würzburg verlassen. Doch das Gelände gehört immer noch nicht der Stadt Würzburg. Noch gehört es dem Bund, also der Bima, und von der muss es die Stadt erst mal abkaufen.

Was passiert eigentlich, wenn die Leighton Barracks zu teuer sind? Ist da schon ein Preis bekannt? Ist das auch so ein Saisongeschäft, so ein Koversionsflächenverkauf? Immer erst nach Weihnachten kaufen, weil ja jeder so eine Fläche auf dem Gabentisch haben will? Oder gibt es auch Aktionswochen? Kauf die Leighton Barracks und man darf sich noch zwei Flächen vom Grabbeltisch in Mecklenburg-Vorpommern aussuchen — gratis! Vielleicht kann man ja auch feilschen? Oder gibt es Bonuskarten? Treuepunkte? Payback?
So klar ist mir das alles noch nicht.

Weißt du mehr zum Thema „Leighton Barracks”? Dann schreibe dazu etwas im WürzburgWiki.

Sandkastenspiel

Morgen um 10 Uhr findet für uns, also wir, wir Würzburger, wir Bürger von Würzburg, also wir Würzburger Bürger, die 2. Bürger-Planwerkstatt für zur Stadtteilentwicklung „Leighton-Barracks” statt. Bis 15 Uhr dürfen wir, also die Würzburger Bürger, in der Aula der Franz-Oberthür-Schule das tun, was  wir ja gar nicht gewohnt sind — schon mal vorher meckern, wo es noch Sinn macht. Das machen wir gar nicht gern, hinterher meckern liegt uns viel mehr. Das macht zwar keinen Sinn, uns aber viel mehr Spaß.