U&D 2018: Bestens geschwänzt

Manchmal liebe ich es, wenn ein Plan nicht funktioniert.

“Ich werde aber leider nur kurz vorbeikommen können, ich will noch aufs Umsonst & Draussen.” Ich wurde nicht müde, dass im Vorfeld schon mal kund zu tun, immer wenn ich auch die Terrassenparty am Freitag angesprochen wurde. Und genau so hatte ich das vor. Um 18 Uhr zur Party gehen und mich eine Stunde später  in Richtung Mainwiesen aufmachen.

Die Crash Kids rocken mit Akkordeon-Unterstützung.

Natürlich kam alles anders. Bei der Party war es so chillig und lustig, dass die Zeit zum Aufbruch immer weiter nach hinten geschoben wurde. Und als dann noch die Crash Kids zu einem Konzert auf der Terrasse auftauchten und noch eine Akkordeon-Besetzung im Schlepptau hatten, war es um meinen Plan endgültig geschehen. Müßig zu erwähnen, dass der Auftritt von Instant Voodoo Kit das Ganze nicht besser machten. 😉

Manchmal liebe ich es, wenn ein Plan nicht funktioniert. 😀

Dass ich dadurch verpasst hatte, dass hirnlose Hooligans für Wallung auf dem U&D sorgten, ist nicht schlimm. Schlimm ist, dass es solche Arschgeigen überhaupt gibt.

Tiri… ähh .. Studentenkeller-Revival

Man könnte es auch Tirili-Revival nennen. Tut man aber nicht.

Eigentlich müsste das inoffizielle After-U&D-Angebot “Tirili-Revival” heißen, denn am Freitag legen in der Posthalle die alten Tirili-DJ-Recken Dominic, Joschi, Tom und Tschortschy auf. Aber die Posthalle hat sich auf den noch älteren Namen Studentenkeller festgelegt. Also, ab 23 Uhr ist also Studentenkeller-Revival in der Posthalle, leider nicht am Originalschauplatz.

U&D 2018: Ein Kissen voll Wind

Die Schafskälte und ich haben das Umsonst und Draussen am ersten Tag besucht. Und beide hatten wir unseren Spaß.

Den ersten Tag des Umsonst & Draussen 2018 in Würzburg hab ich vor allem verquatscht. Wirklich, ich habe kaum ein Konzert so richtig gehört. Dafür viele Freund und andere liebe Menschen getroffen und über Schönes, Trauriges und Lustiges geredet. Schade um die Musik, aber gut für mich. 🙂

Schöne Abendsonne mit Wind (nicht im Bild).

Das hätte ich noch die ganze Nacht so machen können, bloß gingen mir dann langsam die Textilien aus. Einen Pulli hat ich später schon angezogen, aber Stoff für eine Verlängerung meiner kurzen Hose hatte ich nicht dabei. Es wurde nämlich immer kälter.

Den fast schon penetranten Wind tagsüber konnte ich noch gut aushalten, aber spätestens mit Einbruch der Dunkelheit kam sie, die Schafskälte. Aber das ist kein Drama, sondern nur eine Sache der Kleidung. Und da werde ich heute am Freitag mal nachrüsten.

Der Weg einer Freiheit auf dem U&D 2018.

Ein bisschen Musik habe natürlich schon gehört. Das virtuose Fingerspiel des Michael Diehl an der Draussen-Bühne, ein schöner ruhiger Einstieg ins Festival. Dann eine Prise Cow Of The Camel im windgeschützten Drinnenzelt, Bob Ross Effect und Fia “Wie-oft-kann-ich-das-Wort-Fuck-in-einen-Song-packen” Fiasko auf der Paletten-Bühne des Immerhin (das kleine Festival im Festival ist eh einer meiner liebten Plätze auf dem U&D!) . Und für das Konzert von Der Weg einer Freiheit musste man sich gar nicht in das rappelvolle Drinnen-Zelt quetschen, man hörte auch noch in 50 Meter Entfernung exzellent.

Und nun mache ich mal langsam mal für den U&D-Freitag fertig — Klamotten wechseln! 🙂

Ins U&D geschnuppert und getrunken

Am Donnerstag geht das U&D 2018 los. Und am Mittwoch hab ich mich schon mal ins Festival gequatscht und getrunken.

Heute geht es los, das 31. Umsonst & Draussen-Festival in Würzburg. Der Wind wird wenige Stunden vor Beginn zwar immer stärker, aber solange die Mainwiesen nicht zwei Meter unter Wasser stehen, ist das kein Grund, nicht hinzugehen.

Und meine Freude ist groß — keine Arbeit steht bei mir einem Besuch an allen vier Festivaltagen entgegen. Ich habe Urlaub, auch wenn das ein Fakt ist, das bisher nur als reine Information in meinem Kopf gespeichert ist, nach drei Tagen fühlt es sich noch nicht so an.

Ralf Duggen begrüßt zum “ProOpening” im warmen U&D-Kunstzelt.

Aber vielleicht bringt mich ja das U&D in einen entspannten Urlaubsmodus. Gestern, am Mittwoch, gab es schon einen kleinen Vorgeschmack.

Wie im vergangenen Jahr anlässlich des Jubiläums fand auch in diesem Jahr ein Tag vor dem Beginn des U&D eine kleine Eröffnungsfeier auf dem Gelände statt. Wobei Feier vielleicht das falsche Wort ist. Klar gab es ein paar kurze Reden, aber im Großen und Ganzen war das eine Grillfete für dem Festival verbundenen und gut gelaunten Menschen aus Kultur, Politik, Medien und auch die Förderer des U&D. Ich wurde da wohl in verschiedenen Funktionen eingeladen, darum trank ich auch am meisten. 😉

Die wundervollen Tanzkinder spielten auf.

Ein schöner warmer Abend war das, und eine gute Gelegenheit, mit etlichen Menschen zu quatschen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Oder auch manche besser kennenzulernen. So hab ich erfahren, das Thomas Schulz, der Vorsitzende der Filminitiative Würzburg, eine gemeinsame Vergangenheit mit mir teilt und wir beinahe Zwillinge sein könnten. 😉

Und einen besonderen Dank an Andi von der Kellerperle für das Anfeuern meines Nikotinkonsums an diesem Abend. 🙂

Und jetzt mache ich mich so langsam mal fertig … gleich geht es los mit dem Umsonst & Draussen 2018! 😀

 

Die wenig wilden 13

Am Mittwoch wird das Würzblog 13 Jahre alt. Und ruhig ist es geworden. Aber nicht so ruhig, dass man nicht feiern könnte. 😉

Am Mittwoch wird das Würzblog 13 Jahre alt. In Menschenjahren sind das 91 Jahre, was seine Gebrechlichkeit in den letzten Monaten erklärt. 😉

Aber auch Senioren können noch feiern, und das mache ich auch ganz traditionell mit einem Bloggertreffen am 6.6. Geladen sind wie immer alle, die sich zu den Würzburger Bloggern zählen. Und ebenso wie immer, treffen wir uns ab 18.30 Uhr im Gehrings in der Neubaustraße. Ich hoffe, ich schaffe es rechtzeitig. Die Gründe für die Verspätung wären die selben, die für die wenigen Beiträgen in der letzten Zeit sorgen.

Und ja, wir können auch über die neue Datenschutzgrundverordnung reden und darüber diskutieren, ob der Wirt unsere Bestellungen — also persönliche Daten — anonymisiert aufnehmen muss. 😉

Ich gebe meine Daten für das Bloggertreffen frei. Ich heiße Ralf, ich schreibe das Würzblog, und ich komme zum Bloggertreffen. Und das alles werde ich auch weiterhin tun.

Wer will, kann seine Daten hergeben und in den Kommentaren sein Kommen, Fernbleiben oder seine Unentschlossenheit ankündigen.

Es kommen

Es kommen vielleicht

Es kommen nicht

 

Co-Op Coffee – Die Welt ist eine Kaffeebohne

Irgendein koffeinhaltiges Getränke ist Würzburg zu bekommen, ist nicht schwer. Einen gute Kaffee dagegen schon. Und gibt es dafür eine kleine und feine neue Anlaufstation für Kaffeegenießer.

Dass ich Kaffee und Cafés mag, ist wohl bekannt. Und das wusste wohl auch Björn, als er mich vor ein paar Wochen darauf hinwies, dass neben dem Spitäle ein neues Café in Würzburg aufgemacht hat, das mir gefallen könnte.

Klein, urig und voller Kaffeeduft – das Co-Op Coffee.

Irgendwie hatte ich es die ganze Zeit nicht geschafft, mal in das Café zu gehen. Bis zum vergangenen Donnerstag. Und als ich in den kleinen süßen Laden reinmaschiert bin, wer begrüßte mich als Chefin des Co-Op Coffee in der Zeller Straße 9? Julie Barthel, die ich vor etlichen Jahren über das Filmwochenende in Würzburg kennengelernt habe. Die Welt ist eine Kaffeebohne! 😁

Klein, aber fein ist das Co-Op-Coffee. Und bietet Kaffee von kleinen, aber feinen Röstereien – unter anderem auch von den Röstfreunden aus Randersacker – und Kaffeeanbauern an.

Julie hatte sogar den missionarischen Eifer, mich von handgebrühtem Filterkaffee zu überzeugen. Einmal sollte ich ihn aus der Tasse, dann nochmal aus dem Glase probieren. Der war wirklich überraschen gut, schmeckte ein bisschen wie schwarzer Tee. Das Beste daran war aber aber, Julie zuzuschauen, wie sie mit einem silbernen Wasserkännchen liebevoll und geduldig den Kaffee aufbrühte. 🙂

Ein guter Filterkaffee braucht Zeit und ein süßes Wasserkännchen.

Ich habe mich dann aber eher an den sehr guten Cappuccino im Co-Op Coffee gehalten. Filterkaffee und ich sind gute Bekannte, Freunde werden wir aber wohl nie.

Den Kaffee kann man in dem winzigen und recht gemütlichen Café gut genießen. Dort einfach nur schnell seinen Koffeinpegel mit irgendeinem reingeschütteten Heißgetränk nach oben zu treiben, dafür fände ich das Co-Op-Coffee eigentlich zu schade.

Viel schöner ist es, auf den Bänken, Stühlen oder Sofas herumzufläzen und sich von Julie mit ihrem betörenden amerikanischen Akzent über den passenden Kaffee beraten zu lassen und den in aller Ruhe zu trinken.

Ab 4. April hat das Co-Op Coffee wieder auf.

Über die Ostertage hat das Co-Op-Coffee geschlossen, ab Mittwoch, 4. April, hat es wieder während der Woche von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Und dann sollte es man auch mal besuchen, wenn man Kaffee mag.

International Affairs mit Daniel Orrantia und endlich wieder Lee White

Lange Zeit hab ich die Gruppe Crumbs nicht mehr in Würzburg gesehen. Nun kommt wenigstens eine Hälfte davon in hervorragender Begleitung.

Es gab Zeiten, da gehörte im Jahreslauf in Würzburg, dass die kanadische Improtheater-Gruppe Crumbs der Stadt einen Besuch abstattete. Und immer wenn es ging, war ich dabei und verfolgte dem Treiben der beiden Kanadier Stephen Sim und Lee White — meist in Kombination mit den Würzburger Kaktussen — fasziniert und bestens unterhalten  zu.

Das wird in der Form wohl nicht mehr so schnell passieren, wenn man einem Facebook-Post der Crumbs glauben darf (aber man darf die Hoffnung nicht aufgeben).  Stephen, die eine Crumbs-Hälfte, macht weiterhin in Kanada Impro.

Lee White lebt mittlerweile in Berlin. Da ist mal ein Sprung nach Würzburg nicht so wild. Und am Donnerstag, 5. April, ist Lee wieder hier und steht ab 20 Uhr gemeinsam mit dem Kolumbianer Daniel Orrantia auf der Bühne des Cairo.

Und ich hoffentlich wieder mal davor. 🙂

Die Impro-Show, wieder mit Unterstützung des Kaktus (so heißen die jetzt), wird englischsprachig sein — was aber bei dem Crumbs nie ein Problem war, und wohl jetzt auch nicht.

Die Karten kosten 9 Euro (ermäßigt 7 Euro) im Vorverkauf an den üblichen Stellen in Würzburg oder über Wuetix, an der Abendkasse 12 Euro (ermäßigt 9 Euro).

Foto: vom Kaktus

Kutterzeit in Kürze

Saisonales ist schön, weil es nicht immer da ist. Um so schöner, wenn die Saison wieder beginnt. Und die Kutter-Saison in Würzburg steht wohl kurz vor der Tür.

Am oder um den Karfreitag muss der Kutter — oder genauer: die Fischbar zum Krebs — wieder am Mainkai in Würzburg vor Anker gegangen sein. Laut Facebook haben sie vor, am Freitag, 7. April, wieder zu eröffnen.

Das heißt, wenn das Wetter nur ein wenig Einsehen und Mitleid hat, beginnt ab nächsten Wochenende bis hoffentlich in den Oktober rein die Kutterzeit in Würzburg. Das heißt auch, das es für mich bald wieder wundervolle Abende auf oder vor dem Kutter geben wird, mit einem — oder auch mal mehreren — Weinschorle, gelegentlichen Fischbrötchen und besten Blick auf dem Main.

Ich freue mich schon.

Zum Post auf Facebook: https://www.facebook.com/FischbarZumKrebs/posts/1603617749742884