Na los, mal mit aufs BarCamp Würzburg?

Heimlich schon immer den Wunsch gehabt, mal auf ein Barcamp zu gehen? Aber sich nie getraut? Hier in Mutmach-Artikel und ein paar Frage-Antwort-Spielchen zum Barcamp Würzburg am kommenden Samstag.

Eine meiner liebsten Veranstaltungen im Würzburger Jahreskreis ist mittlerweile das BarCamp Würzburg. Da freue ich mich jetzt schon drauf. Am Samstag, 24. November 2018, ist es so weit. Und Zeit für mich, ein wenig die Werbetrommel zu rühren.

Ich habe mit dem BarCamp nichts weiter zu tun, als dass ich Teilnehmer bin. Aber auch aus purem Egoismus bin ich froh, wenn viele Leute kommen. Ein BarCamp lebt vor allem von den Leuten. Je mehr, desto besser. Und je netter, desto besser. Quantität und Qualität halt. Aber klar: für diejenigen, die noch nie bei einem BarCamp, geschweige denn auf dem in Würzburg waren, kommen Fragen auf.

BarCamp? Hä? Zelten in der Kneipe?

Wer auf noch nicht auf dem BarCamp war, hier eine Mini-Beschreibung. Es gibt vorher kein Programm. Zu Beginn kann jeder ein Thema vorschlagen, dass dann später in einer knapp einstündigen Session behandelt werden kann. Das Thema kann sie oder er selbst als Vortrag, Workshop oder welcher Form auch immer halten. Die Grenzen zwischen dem Vortragenden und den Teilnehmern der Session sind gerne fließend. Man kann aber beispielsweise eine Frage-Session halten, also “Ich hab ein Problem mit XY, kann mir da jemand helfen”. Geht auch. Die Inhalte der Sessions kommen also von den BarCamp-Teilnehmern selbst, Beteiligung ist immer von jedem erlaubt.

Ist das BarCamp Würzburg nur was für die Super-IT-Technik-und Onlinemarketing-Cracks?

Nö. Klar, das BarCamp dreht sich vor allem um “Internet-Themen”, aber die Sessions in den vergangenen Jahren waren dermaßen breit gestreut. Aber es gab schon Sessions, in denen es beispielsweise ganz allgemein um Organisation ging, Oder um “Wie sitze ich richtig”. Und auch bei den Frage-Sessions ging es nicht immer um den abgefahrensten neuen Techno-Scheiß. “Könnt ihr mir Tipps für meinen Instagram-Account geben” (oder so ähnlich) war eine der für mich interessantesten Session im vergangenen Jahr, es war einfach in Austausch von Ideen und Know-how um Instagram, von dem alle etwas hatten.

Die Latte liegt inhaltlich beim BarCamp sowohl hoch als auch niedrig. Für die eine ist “AngularJS rückwärts und einhändig programmieren” interessant, für den anderen “Maus-Schoner in Einhornform häkeln” oder “Die besten Knabbereien beim Bloggen” (ich bin für Fischli!). Und erlaubt ist, was die Teilnehmer interessiert, so einfach ist das beim BarCamp.

Ich würde ja hin, wenn es nichts kostet, aber so ist es mir zu riskant

Ja, das BarCamp kostet Eintritt. 25 Euro für den normale Teilnehmer-Ticket. Und wer sich als Neuling sorgt, ob dieser finanzielle Einsatz für eine Veranstaltung, die man nicht kennt, zu hoch ist, nur dieser Hinweis unter der Hand: Das Essen ist der Hammer!

Mit den 25 Euro decken die Teilnehmer bei weitem nicht die Kosten des BarCamps ab, aber zum Glück gibt es ja Sponsoren. Und man kann es wirklich so sehen, wenn man unbedingt will — für 25 Euro kann ich mich den ganzen Tag durchfuttern. Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Kuchen, Kaffee, Getränke und was weiß ich noch alles. Und auch in diesem Jahr sind wieder die Fuldaer von Nelles als Caterer beim BarCamp, um den Preis-Lecker-Faktor mache ich mir beim Essen also mal ebenso wenig Sorgen wie bei den Themen. 🙂

Nicht vergessen darf man auch den Spaßfaktor. Da hängen schon nette und lustige Leute ab, und wen man noch nicht kennt, kann man da ganz entspannt kennenlernen.

Als Zusatz-Schmankerl diesmal gibt es eine Locations, in der man vermutlich nicht allzu oft war: Dem “Tower” des Zentrums für Digitale Innovationen Mainfranken am Hubland, (das war mal der Tower des ehemaligen Flughafens der Leighton Barracks). Ich vermute mal eine schöne Aussicht, wenn das Wetter passt! 😉

Ich würde mich freuen, möglichste viele Blogger und Blogleser am Samstag beim BarCamp Würzburg im Tower zu sehen. Bis dann! 🙂

Carolina Theremina

Ich komme gerade vom Konzert von Carolina Eyck im Spitäle und bin noch völlig durch den Wind. Klar habe ich sie schon auf vorher gehört oder Videos gesehen. Aber mal live zu erleben, wie entspannt und gleichzeitig absolut präzise das Theremin spielt, war wirklich beeindruckend. Dazu noch das Loopen von gesungenen oder auf dem Theremin gespielte Teilen. So baute sie Stücke wundervoll nacheinander und manchmal recht komplex auf, eine Technik, die mal auch erst mal beherrschen muss. Und manchmal auch mit Gestik und Mimik, wie bei dem Stück “Elephant in Green”.

Carolina Eyck am Theremin beim Konzert im Spitäle in Würzburg.

Es war ein Gesprächskonzert, das heißt Carolina — wir haben uns irgendwann auf das Du geeinigt 😉 — hat nicht nur gespielt, sondern auch viel erzählt. Und Fragen aus dem Publikum beantwortet. Und da wurde mir mal wieder bewusst, wie wenig Menschen das Theremin kennen. Etliche Besucher kamen zu dem Konzert ohne zu wissen, was da jetzt eigentlich genau passieren wird, das habe ich  vor Beginn von einigen am Rande mitbekommen.

Aber Carolina erklärte gut, sympathisch und vermutlich zum tausendsten Mal, was ein Theremin ist, wie es funktioniert und wie es gespielt wird. Und dazu noch, wie sie es als Solo-Künstlerin spielt, das heißt mit ein paar Effektgeräten und eine Loop-Station. Erstaunlich war übrigens auch, dass zumindest um mich herum viele wirkten, als würden sie zum ersten Mal eine Loop-Station und deren Einsatz erleben. Aber vielleicht waren das die Klassik-Fans, in dem Metier ist sowas nicht so vertreten. 😉

Irgendwie fügte sich an dem Abend alles schön zusammen, Carolina Eycks Theremin-Spiel, das Spitäle und dazu noch die Bilder der Ausstellung von Isa Wagner. Carolina improvisierte auch zu einem vom Wagners Bildern, “Die Quelle”, das hinter ihr hing. Zum Abschluss ehrte sie den 100. Geburstag des Komponisten Ennio Morricone mit dem Stück “The Ecstasy of Gold” — wie ich es in der Ankündigung prophezeit habe.

Ich mache mich jetzt verstärkt ans Üben an mein Theremin. Und etwa in 973 Jahren bei täglich acht Stunden bin ich  etwa halb so gut wie Carolina Eyck heute. 😉

Carolina Eyck am Theremin.
Carolina Eyck am Theremin.

Carolina Eyck am Theremin – und zwar in Würzburg

Für Freunde und Spieler des Theremins wie mich wird der kommende Sonntag sein, als kämen die Rolling Stones (an dieser Stelle eine beliebig andere legendäre Band oder Künstler einsetzen) nach Würzburg. Carolina Eyck gibt am 11. November 2018 um 18 Uhr ein Konzert im Spitäle.

Gesprächskonzert mit Carolina Eyck

Carolina Eyck spielt am 11. November 2018 im Spitäle in Würzburg. Foto: Ananda Costa

Das Theremin ist eines der ältesten elektronischen Musikinstrumente, und Carolina Eyck daran eine der jüngsten Superstars. Sie hat es mit sieben Jahren quasi innerhalb der Blutlinie des Erfinders Leon Theremin gelernt, jettet jetzt durch die Welt als Theremin-Spielerin. Klassik, Pop, Experimental, Solo, Orchestral — sie zieht mit dem berührungslosen Teil so ziemlich alles durch und scheut sich nicht, moderne Möglichkeiten wie Loop-Stations oder Effektgeräte zu benutzen.

Für mich als demütigen, ewigen Theremin-Anfänger ist das Konzert eigentlich eine Pflichtveranstaltung, nur leider muss ich am Sonntag arbeiten. Und 18 Uhr wird eine ganz knappe Nummer für mich, aber ich werde es versuchen. Die Karten kosten 20 Euro regulär bzw. 12 Euro ermäßigt und können telefonisch reserviert werden.

Angekündigt ist es als “Gesprächskonzert”, was genau das sein soll, weiß ich auch nicht. Irgendjemand wird dabei wohl auch etwas reden. 😉

Passend zum 90. Geburtstag des Filmkomponisten Ennio Morricones am Tag vor Carolinas Konzert in Würzburg hier ein Video von ihrer Interpretation des Stücks “The Ecstasy of Gold” aus dem Film “The Good, the Bad and the Ugly” (Zwei glorreiche Halunken) für Theremin, Stimme und Loopstation. Vielleicht spielt sie es ja am Sonntag, würde sich ja anbieten.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=ajM4vYCZMZk

 

Auch sehr nett: Ihr Cover von Kate Bushs “Babooshka”

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=raM8Lp0aGCk

 

Header-Bild: Christian Hüller

Kollision mit dem Zombiewalk

Mit Halloween hab ich eigentlich nicht viel am Hut. Aber wenn ich schon mal mittenrein geraten bin, konnte ich auch das Beste daraus machen.

Auf Diskussionen, ob Halloween nun mit der deutschen und christlichen Kultur (welcher genau eigentlich?) nichts zu tun hat und nur ein amerikanisches Kommerzfest ist, dass den Reformationstag als Fest verdrängt (ich habe mein Leben lang nicht erlebt, dass der ernsthaft gefeiert wurde), hab ich mal gar keine Lust. Wer Lust an Grusel und Verkleidung hat, soll sich an Halloween austoben. Ich muss ja nicht mitmachen und entziehe mich dem Ganzen eher.

Alten Bekannten zu begegnen kann sehr unheimlich sein.

Das mit dem Entziehen hat gestern Abend allerdings nicht geklappt, als ich beim Vierröhrenbrunnen mit dem Zombiewalk kollidiert bin. Auch wenn ich selbst absolut keine Lust auf Verkleidung in jeglicher Form habe, habe ich mir doch teilweise wirklich schrecklich kreativen Maskierungen mit Vergnügen angeschaut.

Fotos mit Blut bezahlt.

Und da ich die Kamera dabei hatte, hab ich gleich noch ein paar Bilder gemacht — auch wenn mich mein Sony Alpha 6000 an diesem Abend etwas im Stich gelassen hat und ungewohnt unscharfe Bilder bei dem wenigen Licht gemacht. Naja, vielleicht ist es besser, wenn man den Horror nicht so genau sehen kann. 😉

Einen Preis kostete die Fotos allerdings doch — ich musste wenigstens eine Minimal-Maskierung mit Kunstblut über mich ergehen lassen. Bis auf den etwas blöden Geschmack auf den Lippen war das aber nicht allzu schlimm und den Spaß wert. 🙂

Dämmerdunst und Morgensonne

Manchmal lohnt es sich, in Würzburg ziemlich früh zum Main zu radeln und den sanften Zusammenstoß von Nachtdunkel und Morgenlicht zu sehen.

Manchmal lohnt es sich, ziemlich früh zum Main zu radeln und den sanften Zusammenstoß von Nachtdunkel und Morgenlicht zu sehen.

Herbst für die Balkonbotanik

Den Temperaturen merkt man es in Würzburg nicht unbedingt, aber es ist Herbst. Meine Pflanzen auf dem Balkon finden das auch.

Vergangene Woche war ich gesundheitlich ein wenig angeschlagen. Ok, ich war so krank wie eine Ratte im Abflussrohr der Herrentoilette einer Studentenkneipe. Schließlich hatte ich Urlaub.

Getrocknete Koriandersamen vor der Milchglassonne.

Darum konnte ich diese als Sommer verkleidete Herbstwoche in Würzburg kaum genießen. Außer auf dem Balkon, wo ich hin und wieder mal ein bisschen Sonne getankt habe. Und auf dem Balkon ist Herbst, die Pflanzen leben da wohl noch eher nach dem Kalender. Die Braun- und Rottöne dominieren immer mehr, und das Knistern der Blätter wird lauter.

Das soll gar keine Klage sein. Auf meine Balkonbotanik bin ich in diesem Jahr sehr stolz, das war Urban Gardining vom Feinsten. Thymian, Estragon, Koriander, Pfefferminze, Oregano, Rosmarin und Salbei waren meine Kräuter der Saison.  Viel Rauke hab ich geerntet, noch mehr Basilikum, und in Tomaten bin ich selbst mit meine vier Töpfen auf einem Fünf-Quadratmeter-Balkon regelrecht geschwommen. Eimerweise Sonne und Wasser (das ich schleppen durfte) und die Photosynthese lief auf Hochtouren.

Jetzt lass ich den Balkon ein paar Monate ruhen — dann geht es schon wieder los mit der Botanik 2019.

Kulturelle Weile auf dem Stadtfest

Die überlaufenen Stellen beim Stadtfest habe ich in diesem Jahr zum großen Teil ausgelassen – und einen wundervollen neuen Platz auf dem Stadtfest für mich gefunden.

Ich weiß gar nicht, wer auf die Idee kam, beim Stadtfest in Würzburg die kulturelle Meile in der Hofstraße zu installieren. Auf jeden Fall war es eine tolle Idee.

Kulturelle Meile in der Hofstraße beim Stadtfest.

Zwar war die kulturelle Meile keine 1,6 Kilometer lang, vielleicht so hundert Meter. Aber trotzdem konnte man auf ihr endlos reisen und dabei nette Leute treffen und gute und originelle Musik hören.

Und dazu hatte man dort in der Hofstraße noch das Weltkulturerbe Residenz und das bisher ausgeschlagene Erbe Mozartgymnasium als Kulisse, was will man mehr. So überlaufen wie der Rest der Stadt war es dort auch nicht, ich denke, viele Besucher hatten diesen neuen Teil des Stadtfests noch gar nicht so auf dem Schirm.

The Echoturn aus Aschaffenburg auf der Palettenbühne des Immerhin im Moz-Hof.

Und so hab ich den größten Teil meines Aufenthalts auf dem Stadtfest freudig auf der kulturellen Meile in der coversongfreien Zone verbracht.

Danke an das Immerhin, die Posthalle, den B-Hof und der WÜRG auf diese wunderschöne Oase. Ich hoffe, dass es die kulturelle Meile auch im nächsten Jahr geben wird.

“We are made of beer” – oder Wein

Der Stramu-Samstag ging viel zu schnell zu Ende — aber lange genug, für tolle Musik.

Es war nur eine kleine Runde, die sich beim Bloggertreffen auf dem Stramu getroffen hatte. Aber es war eine Runde, die dann ziemlich Spaß hatte.

Rapper Infidelix.

Ich bin eigentlich kein großer Rap-Freund. Aber was der Texaner und jetzige Berliner Infidelix am Stramu-Samstag am Dominikanerplatz abgeliefert hat, war wirklich amtlich. Straßen-Rap vom Feinsten — Die Welt hat schon über den Rapper berichtet –, dazu noch ein Sauflied mit Ohrwurmcharakter. “We are made of beer, we are made of beer, …”. Da musste ich sogar als Weintrinker mitsingen. 😀 Eine tolle und gut gelaunte Show hat Infidelix da hingelegt . Am Sonntag tritt er nochmal in der Blasiusgasse um 14, 18 und 20 Uhr auf — hingehen!

Frederik Konradsen aus Madagaskar.

Selber Ort, wenig später. Frederik Konradsen übernimmt das Mikro von Infidelix. Kompletter Stilwechsel. Frederik covert Songs, das aber sehr lustig. Und da Infidelix noch hinter ihm seinen Krempel zusammensuchte, lud Frederik ihn zu einem spontanen Crossover “Rap meets Schnulzenballaden” ein, was wirklich witzig war.

Ein seltenens Duett: Frederik & Infidelix.

Und dann war auch schon Ende, um 22 Uhr. Ich frage mich nur: War das schon immer so früh? Gefühlt dachte ich, sonst ging das Stramu immer bis spät in die Nacht, oder zumindest bis 23 Uhr. War schon schade, dass der Abend dann schon vorbei war.