Archiv für den Monat: Juni 2005

Vom Regen in die Traufe

Es füllt sichDer Tag begann mit Regen und endete mit Regen – und war trotzdem sehr schön. Der Regen am Tag und die Endspiele des Confederation Cups haben das Weinfest im Hofgarten der Residenz schon etwas ausgedünnt. Die Besucher kamen doch eher recht zögerlich. Doch nette Gesellschaft und ausgiebiger Rotlingkonsum (seeehr süffig, aber auch sehr kopfwehig – ich habe die Warnungen leider in den Wind geschlagen) haben aber für eine sehr gute Stimmung gesorgt, die nicht einmal durch den spätern Dauerregen getrübt werden konnte.
Es ist schon komisch – je mehr es auf solchen Festen regnet, desto lustiger ist die Atmosphäre – wer letztes Jahr an diesem legendären Abend beim Weinfest am Stein mit der Keller Mountain Blues Band dabei war, weiß was ich meine.

Weintrinken im Garten der Residenz

Wo früher die Fürstbischöfe wandelten, findet einmal im Jahr ein Westfest in besonders stilvoller Umgebung statt – das Weinfest im Hofgarten der Residenz – auch bekannt unter den Namen “Hofschoppen”, “Residenzweinfest” und “Hofgartenweinfest” -, veranstaltet vom Staatlichen Hofkeller.
Gestern war ich – leider ohne Kamera – dort. Um 20 Uhr war noch nicht viel los, scheinbar war es auch noch zu warm. Erst gegen 22 Uhr wurde es wirklich voll.

Man kann das Weinfest räumlich in drei Bereich einteilen: Das Bierbank-Areal, die Wiesen und der Brunnen. An den Bierbänken sitzt so ziemlich alles, jung und alt, tendenziell aber eher älter und gesetzter. Auf der Wiese sitzen mehr die aus der alternativen Ecke, Eltern mit Kindern und frisch verliebte Pärchen. Und am Brunnen? Natürlich die Schönen und Reichen, die gesehen-werden-Wollenden und die sehen-Wollenden, die tiefen Dekolletés und die solariumgegerbten Häute. Ok, ich stand da auch mal eine Zeit lang herum! 🙂

Was wäre ein Weinfest ohne Wein? Im Falle des Hofschoppens: Vielleicht ein besseres Weinfest! 😉
Der Wein hat einem nicht zu Tränen der Begeisterung hingerissen. Dem Silvaner fehlte die Fülle, beim Müller-Thurgau wurde wieder mal das Biolek’sche “Katzenpippi” bemüht – zumindest bei den normalen Ausschankweinen. Aber was soll’s, nach dem dritten Glas schmeckt es schon! 😉

Und sonst? Das Wetter war toll, die sporadisch auftretende Blasmusik hat genervt, diese Damenhandtaschen im harten, langen Querformat sollten im Gedränge verboten werden, genauso wie diese Fitzel-Futzel-Kühne-Senfpäckchen.

Heute Abend geht es wieder hin – diemal mit Kamera!

Ade Google?

Google hat mir gestern meinen GoogleAdsense-Account deaktiviert mit der Begründung:

“Uns ist aufgefallen, dass für Anzeigen auf Ihren Webseiten ungültige Klicks ausgeführt wurden. Aus diesem Grund haben wir Ihr Google AdSense-Konto deaktiviert. Diese Maßnahme wurde ergriffen, um die Interessen der AdWords-Kunden zu wahren.

Auf der Website eines Publishers dürfen keinesfalls unzulässige Klicks auf Anzeigen generiert werden. Dazu zählen unter anderem Klicks, die von einem Publisher auf seinen eigenen Webseiten generiert werden, Klicks, die durch die Verwendung von Robots, automatischen Klick-Tools oder sonstiger betrügerischer Software generiert werden.”

Hmmm, ich verwende keine Robots oder sonstige Software und ich klicke auch nicht selbst auf die Anzeigen – das wurde mir ja ausdrücklich untersagt. Somit verstehe ich nicht ganz, was da passiert sein soll. Oder will Google sich einfach um die Zahlung – wobei das überhaupt nicht viel ist – drücken? Google hat bisher noch nicht auf meine Rückfragen reagiert.

Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen mit Google gemacht? Nicht dass ich scharf auf die paar Euro im Monat wäre, aber wissen, was da schief gelaufen ist, würde ich schon gerne.

Stadtbücherei als Klassenprimus

Na, wer sagt’s denn! Würzburg ist doch mal die Nummer Eins. Und diesmal sogar im positiven Sinne!
Die Bertelsmann-Stiftung hat in einem bundesweitem Vergleich unter mehr als 200 Bibliotheken die Stadtbücherei Würzburg zur besten Großstadt-Bibliothek gekürt.

Nun, die Science-Fiction-Abteilung ist ein Witz (ein schlechter), die Computerliteratur-Abteilung ist zum größten Teil nur für EDV-Historiker interessant.
Aber viel mehr Schlechtes könnte ich gar nicht über die Stadtbücherei sagen. Nettes Personal, im Sommer kann man im kleinen Innenhof schön lesen und entspannen, die Bücherei veranstaltete nette Events mit interessanten Gästen und im Vorraum findet man sogar hin und wieder Bookcrossing-Bücher.

Darum: Glückwunsch, liebe Stadtbücherei, ich finde du hast es verdient!

Alte(s) am Kranen

Bin gestern wieder mal am Alten Kranen gewesen. Obwohl meine Studentenzeit, wo ich dort ziemlich oft war, schon lange zurückliegt, kam doch viel Flair die Ära zurück. Am Kranen ist es einfach schön, egal ob man ob oben an den Tischen, vorne an der Mauer oder unten am Main sitzt. Es herrscht schon, gerade nachts, eine recht entspannte Atmosphäre.
Immer wieder schöne dort – und immer wieder anders. Während des Sommers in Würzburg ein “Muss”!

Sidebar aufräumen

So, ich habe jetzt mal die Sidebar ein bisschen aufgeräumt. Die Hauptnavigation habe ich von der rechten Seite weggenommen, sie ist jetzt nur noch oben zu sehen. Die Links habe ich im Gesamten auf eine eigene Seite gelegt, in der Sidebar rechts werden nur noch 10 zufällige Links angezeigt – sonst wäre die Linkliste mit der Zeit in uferlose gewachsen. Vom Photostream bei Flickr lasse ich jetzt auch nur noch 2 Bilder darstellen, das weiß ich aber noch nicht so genau ob ich das so lasse.

Weinfest im Bürgerspital

InnenhofAuch wenn das Stifungsfest erst heute ist, habe ich gestern doch dem Weinfest im Bürgerspital zum Hl. Geist einen Besuch abgestattet.
Eines muss man sagen: Schön ist der Innenhof ja schon. Nur leider durch viel zu viele Schirme und Zelt vollgestellt. Ich weiß, es hätte ja regnen können. Ich weiß, die Sonnen hätte herunterbrennen können. Aber es war den ganzen Tag keine Wolke am Himmel und die Sonne schien um20 Uhr schon lange nicht mehr in den Hof.

Das Publikum war doch ein etwas anderes als am Weinfest am Stein. Eher etwas älter, eher etwas gesetzter – keine Partypeople also. Aber nicht unangenehm. Das Fest im Bürgerspital ist da etwas gemütlicher.

Der Wein war lecker, zumindest der Silvaner den ich hatte war gut – und mit 3 € auch recht günstig. Nur der Ausschank an der Theke dauerte ewig, wofür die arme Frau hinter dem Tresen nichts konnte sondern eher die Tatsache, dass sie alleine hinter der Theke stand. Und die wenigen freilaufenden Bedienungen musste man auch erst mal erwischen.

Alles in allem ein nettes Fest, nicht so hipp und stylisch wie der Stein oder – wahrscheinlich – das kommende Weinfest im Hofgarten, aber für einen gemütlichen Abend in ruhiger Umgebung ist es allemal einen Besuch wert.