Archiv für den Monat: März 2006

Fotos und Fehlfarben

Heute Abend könnte es ein klein bisschen stressig werden.

Im Treffpunkt Architektur ist um 18.30 Uhr die Finissage der Ausstellung “Fotografien und Texte zum Denklerblock” von Renate Weingärtner (und “Literatur im Flur”). Da würde ich privat und auch geschäftlich gern mal hinschauen.

Und dann findet noch im AKW ein Konzert von Fehlfarben statt. Die Punkband, die eigentlich jedem ein Name sein sollte, der die 80er-Jahre einigermaßen bewusst miterlebt, feiert mit der Tour ihren 26½ Geburtstag.
Danach ist noch Zündfunkparty im AKW.
Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr und kostet 19 € an der Abendkasse. Die Zündfunkparty steigt um 23.30 Uhr und kostet 3 €, für Konzertbesucher frei.

Hörspiel-Releaseparty LUCA21

Am heutigen Donnerstag findet im Café Cairo eine Releaseparty statt. Diesmal wird dort aber keine Musik vorgestellt, sondern ein Hörspiel. Die Rücksitzgeneration hat an dem Projekt “LUCA 21” gearbeitet und schreibt folgendes dazu:

Mit Luca 21 wird versucht, die Befindlichkeit eines jungen Mannes, der in einer mittelgroßen Stadt aufwächst, zur Schule geht, seinen Freundeskreis pflegt und seine Zukunft plant, aufzuzeigen.

Luca 21 ist das Psychogramm einer Stadt und seiner Einwohner.

Luca langweilt sich unendlich, deshalb will er weg, weg von den Eltern, der Freundin und dieser Stadt. Bleiben ist Stillstand, ist Verrat an den eigenen Möglichkeiten, die er hier nicht glaubt entfalten zu können.
Im Verlauf der Suche lernen wir Luca kennen und finden dabei eine enorme Diskrepanz zwischen dem echten Luca G. und dem Luca G., wie ihn sein Umfeld (Eltern, Mitschüler, Freundin, usw…) wahrgenommen hat.
Am Ende wird Luca zurückkehren, ob dies ein Scheitern ist oder nicht wird der Hörer für sich entscheiden.

Die Party steigt am 30.03.2006 um 20 Uhr im Café Cairo.

Bloggertreffen – jetzt mal richtig

So, nach sehr stressigen Wochen habe ich wieder mal Zeit zum Bloggen. Und da ich das Bloggen so liebe, liebe ich auch meine Würzburger Mitblogger. Da liebt liegt es nahe, dass unter anderem ich mal das Thema “Bloggertreffen” aufgreife.

Lang ist’s her, das letzte Treffen der Würzburger Blogospäre. Und der Wunsch nach “einem richtig großem” Treffen war ja auch da. Schwierig ist es da natürlich mit einem passenden Termin, alle werden wir sicher nicht unter einen Hut bekommen. In meiner vermutlich nicht mal vollständigen Würzburger Linkliste sind 42 Blogs aufgeführt. Es ist natürlich fast unmöglich, dass alle an einem Abend Zeit haben. Aber ich werde mal versuchen, den meisten eine Mail zu schreiben und sie auf diesen Artikel hinzuweisen — das erscheint mir sinnvoller, als es in einem Forum zu diskutieren.

Akurei hat die Idee in den Raum gestellt, am 1. oder 8. April in seinem Garten in Veitshöchheim zu grillen. Das ist zwar ein bisschen außerhalb, aber da kann man ja auch gemeinsam mit Auto/Bus/Taxi/Fahrrad/sonstwie hin und zurück fahren.
Oder man trifft sich wie gehabt in einer Kneipe. Dann könnte es ein Problem sein — allerdings ein angenehmes — wenn sehr viele Blogger kommen würden, dann sieht es mit Kneipe schon etwas schwieriger aus. Da könnten wir das 2 Faces ja komplett besetzen! 😉

Wir müssen also zwei Schwierigkeiten lösen. Das kleinere wäre der Ort, das größere der Termin. Den 8. April fände ich ganz schön — dann müsste man auch nicht so lange darauf warten. 🙂
Ich schlage vor, dass wir bis Ende dieser Woche die Kommentare hier sammeln und dann, wenn möglich, einfach einen Mehrheitsbeschluss machen, allen können wir es wohl (oder vielleicht doch?) recht machen.

Also liebe Würzburger Blogger – her mit euren Ideen, Stimmen, Stimmungen, Kommentaren …

Wir sind Kultur-, Schul- und Sportreferent!

Eine Papstwahl geht kaum geheimer vor sich. Favoriten geistern durch die Presse, die Kardinäle Stadträte hüllen sich in Schweigen. Aber gestern Nachmittag stieg weißer Rauch aus dem Schornstein des Würzburger Rathauses — Wir sind Kultur-, Schul- und Sportreferent!

Na gut, wir sind es nicht so direkt. Uns vertritt Herr Muchtar Al Ghusain, er hat bald das Amt inne, das im Moment noch Reiner Hartenstein bestreitet.
Herr Al Ghusain ist zur Zeit noch Referent im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Aber Würzburg ist ihm nicht fremd, er ist in Gerbrunn groß geworden und in Würzburg zu Schule gegangen.

Leicht wird er es nicht haben. Die Erwartungen sind hoch. Die Kultur soll in Würzburg mal wieder auf die Füße kommen, wobei das natürlich nicht nur am Kulturreferenten liegt, sondern auch an den Künstlern. Und auf dem Acker der Kultur wachsen viele Pflanzen, die gepflegt werden wollen. Von Punkmusik bis Kammerkonzert, von altmeisterlicher Malerei bis zu Graffiti, von Tanz bis Teppichknüpfen — es gibt viele Bereiche.
Da finde ich es auch sehr unglücklich, das Kulturreferat mit Schule und Sport zu verknüpfen. Wer soll denn all diese Bereiche wirklich ernsthaft durchdringen, um die erforderlichen Entscheidungen zu treffen oder wohlmöglich noch kreative Impulse zu geben? Ich beneide da Herrn Al Ghusain nicht. Aber ich wünsche ihm viel Glück und starke Nerven — er wird beides brauchen können!

Open Art 2006

Alle zwei Jahre wird die künstlerische Nacht zum Tag und man kann Blicke in viele Kunsttöpfe werfen. Die Open Art 2006 lädt am morgigen Freitag zu einem Streifzug durch Museen, Galerien und Ateliers in Würzburg ein, quasi eine kulturelle Shuttleparty. Und genauso läuft sie ab: man kauft ein einem Ort für 8 € die Eintrittskarte und kann dann alle teilnehmenden Örtlichkeiten besuchen. Kleiner Tipp von der letzten Open Art — das Eintrittsgeld hat man in einigen Galerien schnell wieder reingetrunken und geknabbert! Ich hoffe, das wird dieses Jahr genauso … 😉

Ein kleiner Überblick über die Teilnehmer:
BBK-Galerie im Kulturspeicher, Domschatz, Galerie Arte, Galerie des Würzburger Schwulenzentrums, Galerie KUNSTstück, Goldschmiede Markus Engert, Galerie Forster, Galerie Sundermann, Kunstraum der Uni, Kunstschiff “Arte Noah”, Galerie Gabriele Müller, Mainfränkisches Museum, Malerfürstentum Wredanien, Martin von Wagner-Museum, Galerie am Paradeplatz, Museum am Dom, Kulturspeicher Würzburg, Röntgen-Gedächnisstätte, Spitäle, Siebold Museum

Da die Lokalitäten recht weit voneinander enfernt sind, fährt die meiste Zeit ein Shuttlebus und auch die Busse und Strabas in der Großwabe kann man solange mit der Eintrittskarte nutzen.

Die Open Art beginnt am Freitag, 24. März 2006 um 19 Uhr und endet nachts um 24 Uhr (naja, vielleicht machen manche Galerien auch etwas länger), Eintritt 8 €. Für das genaue Programm besorgt man sich am besten einen der überall ausliegenden Flyer — oder man lässt sich einfach überraschen.

Neueröffnung Tagesbar Balthazar

Die Metzgerei Hildmann hat vor längerer Zeit seinen Laden am Marktplatz geschlossen und ist umgezogen. Lange stand dieser Laden zwischen McDonalds und Breuninger leer, doch jetzt ist dort wieder Leben eingekehrt. Die Tagesbar Balthazar hat dort am letzten Freitag eröffnet und heute habe ich es mir mal in der Mittagspause angeschaut.

Neueröffnung BalthazarVon außen schaut es noch etwas unfertig aus, was nicht so sehr am Laden selbst liegt, sondern weil der Platz vor dem Lokal gerade neu gemacht wird, um dort bald eine Außenbestuhlung zu ermöglichen. Keine schlechte Idee, Würzburg ist ja mit Plätzen im Freien nicht gerade gesegnet.
Innen ist es deutlich fertiger. Das Ambiente geht ganz klar in die schicke Richtung, das Interieur ist in dunklem Massivholz gehalten, welches nett mit den hellen Wänden und Polstern kontrastiert. Ich finde es recht gelungen und kann mich über die Ästhetik freuen, muss aber gestehen, das es nicht unbedingt mein Lieblingsstil ist. Mir ist es zu schick und etwas überstylisch. Geschmackssache.

Wer die alte Metzgerei kennt, den wird es wundern, wieviel Platz doch in dem Laden ist. Denn wo früher die Wursttheke war, da ist jetzt erst die Mitte des Cafés. Hinter der Wand ist noch eine kleine Lounge integriert, mit Poltersitzchen und niedrigen Tischen. Sieht ganz gemütlich aus.

Nun habe ich mal die mir am wichtigsten Getränke in einer Cafébar getestet. Zuerst den Cappuccino. Optisch sah er ganz ordentlich aus. Der Schaum hatte aber einen etwas süßlichen Geschmack, eventuell hatte die Milch einen leichten “Stich” oder sie haben da aus Versehen irgendwie Sahne mitreingebracht. (Erschreckend finde ich auch immer wieder, nicht dass Kaffee mit Sahne auf der Karte steht, sondern das Leute das auch bestellen und trinken! ;-)) Der Cappuccino schmeckte nicht mal schlecht, aber für 2,10 € hätte ich doch einen Tick mehr erwartet.
Der Espresso (1,70 €) hatte eine etwas dünne Crema und schmeckte auch nicht so richtig wie ein Espresso schmeckt, eher wie ein krätigerer Filterkaffee. Ich vermute mal ins Blaue, dass die Bohnen zu grob gemahlen wurden. Da muss man noch an der Einstellung der Mühle feilen. Aber ich gebe zu, das ist eine eigene Kunst für sich.
Zu jedem Kaffee gibt es — Gott steh mit bei — diese unvermeidlichen Amarettini. Ich kann sie nicht mehr sehen, geschweige denn essen.
Anschließend gönnte ich mir ein Glas Prosecco, über den man höchstens über den Preis (2,80 €) meckern konnte, der aber gar nicht schlecht schmeckte.

Balthazar ThekeZeit sich im Balthazar etwas umzuschauen. Das Publikum war doch deutlich eleganter und teuerer gekleidet als ich (kommt öfters vor ;-)) und ein Bussi-Bussi war die Standard-Begrüßung. Da muss man aber sehen, wie es sich entwickelt, immer wenn ein Laden in Würzburg eröffnet, ist die “High-Society” die erste Besuchergruppe, die sich dort blicken lässt — und meist die erste, die auch nicht mehr kommt. Aber das stylische Ambiente zieht natürlich auch stylische Gäste an, logisch.
Aber blöd und unangenehm war es nicht, das Personal war nett und aufmerksam, ich habe mich schon wohl gefühlt.

Die Karte ist schön gestaltet, wenn auch nicht auf den ersten Blick sehr logisch aufgebaut und auch die typischen “neue Rechtschreibfehler” wie “grosser Brotkorb” und “heisse Schokolade” fehlen nicht. Auch die typografische klare Hand fehlt stellenweise etwas, die Spationierung läuft hin und wieder völlig aus dem Ruder. Aber trotzdem ganz hübsch anzuschauen.

Im Balthazar gibt es auch kleine Snacks wie “fränkisches Fingerfood” (was immer das sein mag) und auch wechselnde Mittagsgerichte zwischen so 4-6 €. Ich hatte aber keinen Hunger, also kann ich nichts zu sagen … 😉

Die Kuchen, die es dort zu kaufen gibt, stammen vom Papa des Besitzers — aus dem Inhaber des Café Victoria — und sehen zumindest sehr lecker aus.

Fazit: Das Balthazar wird bestimmt nicht mein Stammcafé, dafür trinke ich zu gerne sehr guten Kaffee und das Ambiente ist mir auch nicht auf dem Leib geschneidert. Aber wer nicht so ein Kaffeefetischist ist wie ich (bin mal auf Phils Meinung gespannt — er ist der wirkliche Kaffeejunkie ;-)) oder wer auf stylische Bars steht, der ist da sicher gut aufgehoben.