Archiv für den Monat: Juli 2006

Barbarossa Spectaculum – jetzt erst recht

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Nachdem Ende letzten Jahres der Würzburger Gastronom und Veranstalter Matthias “Struppi” Strobel Insolvenz anmelden musste, war die Durchführung des Mittelalterfests “Barbarossa Spectaculum” ungewiss. Gerüchteweise sollte es doch stattfinden, keiner wusste aber wann, wo und mit wem das sein sollte.

In vielen Veranstaltungskalendern im Internet steht nach wie vor der Termin Ende Juli. Doch jeder, der in der Zeit zur Festung Marienberg geschaut hat, musste feststellen, dass das nicht stimmt (Nein, Confect beim Festungsweinfest zählt noch nicht als Mittelalterband ;-)).

Doch seit gestern kam Licht in das Dunkel. Der Veranstalter “Gesellschaft für Burgenmarketing” teilte mir per Mail den neuen Termin und Informationen über das Programm mit.

Das Barbarossa Spectaculum findet nun vom 10. August – 15. August 2006 an der Festung Marienberg in Würzburg statt. Das Ritterturnier, das am Freitag, Samstag und Sonntag zweimal täglich stattfindet, wird von den Rittern der Burg Satzvey bestritten und läuft unter dem Titel “Die Rückkehr des schwarzen Ritters” (“Servus! Bin wieder daaa!”).
Der Mittelaltermarkt soll deutlich größer als bisher werden, Musik gibt es unter anderem von Triskilian und Vivus Temporis.
Über die Eintrittpreise ist mir allerdings noch nichts bekannt

Bestohlener Blogger

Stehlen ist blöd. Notebooks stehlen ist wirklich schlimm. Aber einem Blogger das Notebook stehlen geht überhaupt nicht. Dazu noch einem Würzburger Blogger!

Falls du, ungeliebter Dieb, gestern das Notebook von Patrick “Werbeblogger” Breitenbach geklaut hast, dann gib deinem Gewissen einen Ruck und deponiere das Gerät mit einem Zettel “An Patrick Breitenbach, werbeblogger.de” in einer Kirche oder vor der Polizei. Oder gib in einem Kommentar an, wo er das Teil wieder finden kann. Auf jeden Fall: Rück das Notebook wieder raus!

Legales Beschmieren

IMG_4927Sprayer und alle die es werden wollen, dürfen sich bis zum Freitag an einer Installation am Unteren Marktplatz austoben. Die “Skulptur”, die der Communicative Artist Frank Boil am letzten Samstag enthüllt hat, und die Silhoutte einer Stadt darstellt, ist genau für diesen Zweck aufgestellt worden.

Unter Mitwirkung der FH-Studenten Marlene Schlund und Tanyo Dietz entstand dieses Mitmach-Kunstwerk zum Zwecke der kreativen Selbstdarstellung, des kunstvollen Austauschs und der Kommunikation (ein Briefkasten ist auch dabei — Schreiben ist erwünscht).
Und so soll dieses Kunstwerk werden, was die Menschen wollen, das es wird. Es kann nach Herzenslust beklebt, beschrieben, bemalt, besprayt und vollgekritzelt werden. Der Zuschauer soll kein Zuschauer bleiben, sondern Akteur an der Vollendung des Kunstwerks werden.

Also an die Stifte, Dosen und Farben — und ab zum Unteren Markt!

Preview: Freakshow Festival 2006

Zu Beginn meiner Studienzeit in Würzburg gab es noch den lokalen Radiosender W1. Dort erlaubte man sich noch so musikalische Eskapaden wie eine Sendung mit Progressive Rock, gestaltet von Charly Heidenreich. Und genau dieser Charly Heidenreich stellt seit ein paar Jahren in Würzburg das Freakshow Festival auf die Beine, das jetzt am Wochenende wieder stattfindet.

Das Freakshow-Festival startet, bevor es startet, am Freitag mit einer Pre-Party im Immerhin. Ich vermute, dass dort der Meister selbst auflegen wird und dass bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und getanzt wird.

Am Samstag und Sonntag (29. Juli und 30. Juli 2006) steigt die eigentliche Freakshow dann ab jeweils 13 Uhr im AKW. Etliche Bands füllen das Programm und am Festival selbst wohl auch die Ohren und die Augen. Für Freunde der Musik für Hirn und Herz ist das Festival eigentlich ein Muss!

Kommen wir nun zum unangenehmen Teil: der Eintritt. Die Progressive- und Art-Rockszene ist nicht wahnsinnig groß. Darum ist wohl auch der Eintrittspreis für das Festival um so höher. Die Karte für beide Tage kostet 50 €, für die glücklichen Menschen unter 21 Jahren kostet es die Hälfte, also 25 €. Das ist natürlich ein Haufen Holz, allerdings hört man dafür auch Bands, die einem in dieser Menge nicht so schnell wieder unter die Ohren kommen werden. Die Karten gibt es im Vorverkauf im H2O in der Karmelitenstraße.
Ob es auch Karten an der Abendkasse oder Ein-Tages-Tickes geben wird, konnte mir noch keiner wirklich sagen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Ich werde meine King Crimson-Kassetten wieder entstauben, die Emerson, Lake & Palmer-CDs polieren, die Genesis-DVD herauskramen und mein Konto und meinen Terminkalender befragen. Bei grünem Licht bin ich auf jeden Fall dabei.

Weitere Infos gibt es auf den Artrock-Festival-Seiten, bei WholeLottaPete, auf den Immerhin-Seiten und im AKW.

Kino am kühlen Abend

So langsam nervt es, das elend gute Sommerwetter. Und so ist man froh, den schönen Tagen doch etwas positives abgewinnen zu können. Und was gibt es schöneres, als in warmen Sommernächten unter freiem Himmel Filme zu schauen.

Die Open-Air-Kino-Saison beginnt so langsam. So kann man jeden Montag im Biergarten des AKW bei einem kühlen Bierchen — oder in meinem Fall Weinchen — ausgewählte Filme abseits des Mainstreams anschauen. Heute können hartgesottene Naturen Funny Games erleben, ein Film, der nicht so harmlos ist wie sein Titel. Der Eintritt beim AKW-Sommernachtskino beträgt 3 €.

Am 28. und 29. Juli 2006 zeigt das CinemaxX am Stadtstrand in Würzburg Der rosarote Panther (das Remake) und Into the Blue, die man dann mit dem Füßen im Sand und einem Cocktail in der Hand genießen darf. Der Eintritt ist frei.

Das Freilicht-Filmfest des CinemaxX findet zum 4. Mal statt, diesmal allerdings an der neugestalteten Treppe zwischen Heizkraftwerk und Kulturspeicher. vom 1. August 2006 – zum 2. September 2006 werden dort jeden Abend — bei schönem Wetter — ab ca. 21.15 Uhr recht bekannte Filme gezeigt. Karten gibt es im CinemaxX und an der Abenkasse, das Programm gibt es auf den CinemaxX-Seiten.

Kleine Demo, große Hitze

IMG_4986Naja, viel waren es gerade nicht, die für die Lesben und Schwulen in Würzburg beim CSD demonstriert haben. Der Zug durch die Innenstadt war doch sehr übersichtlich.
War es zu heiß? Kein Mut? Keine Lust? Keine Zeit? Oder doch vom Tanzen oder Loungen im Zauberberg zu verkatert? Im letzten Jahr waren doch deutlich mehr Homosexuelle und Sympatisanten unterwegs.
Doch fairerhalber muss man auch erwähnen, dass überhaupt wenige Menschen in der Innenstadt waren. Und das lag wohl doch an den schweißbringenden Temperaturen. Da erhofft man ja fast für das nächste Jahr beim CSD Regen oder Schneefall, sonst wird das nie was mit der Öffnung des Trausaals.

Der CSD 2006 ist eröffnet

IMG_4873Zwei sich küssende Frauen, Pax und Justitia, begleiteten die Eröffnung des Würzburger CSD in Form eines Reliefs im Wappensaal des Rathauses. Auch wenn die beiden steinernen Mädels fast schon 10% des Publikums stellten, war die Stimmung bei den anderen Besuchern schon deutlich lebendiger. Die Europa-Abgeordnete Lissy Gröner sprach über die Entwicklung der Akzeptanz von Schwulen und Lesben in Europa und besonders Polen, wo zwar Verbesserungen zu sehen sind, aber den Homosexuellen noch starker Gegendwind entgegenbläst. Und natürlich wurde die Weigerung der Stadt Würzburg kritisiert, den Trausaal nach wie vor nicht für homosexuelle Paare zu öffnen. Aber wenigsten durfte ja schon mal die Eröffnung im altehrwürdigen Wappensaal stattfinden.
Grußworte gab es dann noch von — sehr süß mit Hut — Bürgermeisterin Marion Schäfer und von der Co-Schirmherrin (Schirmfrau?) Simone Tolle MdL.

IMG_4864Nach einem kurzen Schwätzchen nach der Eröffnung ging es zur csd.lounge im Zaubergarten. Doch hatte ich um 21 Uhr noch den Eindruck, dass die CSD-Interessenten doch sehr in der Minderheit waren. Doch später am Abend füllte sich der Biergarten, die Stimmung war so gut wie die Cocktails. In den Zauberberg selbst traute sich allerdings erst kaum jemand, selbst im Garten herrschte noch eine brütende Wärme, so dass eine brühwarme Disco nicht wirklich verlockend war. Aber auch hier füllte sich nachts dann doch die Räume und die verschwitzen Tanzbeine konnte geschwungen werden.