Legales Beschmieren

IMG_4927Sprayer und alle die es werden wollen, dürfen sich bis zum Freitag an einer Installation am Unteren Marktplatz austoben. Die “Skulptur”, die der Communicative Artist Frank Boil am letzten Samstag enthüllt hat, und die Silhoutte einer Stadt darstellt, ist genau für diesen Zweck aufgestellt worden.

Unter Mitwirkung der FH-Studenten Marlene Schlund und Tanyo Dietz entstand dieses Mitmach-Kunstwerk zum Zwecke der kreativen Selbstdarstellung, des kunstvollen Austauschs und der Kommunikation (ein Briefkasten ist auch dabei — Schreiben ist erwünscht).
Und so soll dieses Kunstwerk werden, was die Menschen wollen, das es wird. Es kann nach Herzenslust beklebt, beschrieben, bemalt, besprayt und vollgekritzelt werden. Der Zuschauer soll kein Zuschauer bleiben, sondern Akteur an der Vollendung des Kunstwerks werden.

Also an die Stifte, Dosen und Farben — und ab zum Unteren Markt!

ralf

Blogger, Podcaster, Webentwickler und freier Journalist

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24 Antworten

  1. meriko sagt:

    ich dachte eigentlich das M. die Eddingleute hauen könnte…. aber prinzipiell keine schlechte Idee 😉

  2. Wir können uns dann auch Tiernamen geben und so

  3. meriko sagt:

    lass das doch marlene tun. dann kannst du motzen und sie haun 😉

  4. Hört sich zwar verführerisch an, Marlene. Allerdings kriegt der nächste erwischte Edding-Idiot trotzdem gewaltig die Jacke voll.

  5. diemarlene sagt:

    jetzt seid halt net so ekelhaft, meeeensch! der nächste, der motzt, wird von der marlene höchstpersönlich übers knie gelegt…

  6. meriko sagt:

    DAS ist wirklich assi und dafür hab selbst ich überhaupt kein Verständnis mehr. Das ist ja nur noch mutwillige Zerstörung. Dasselbe war übrigens im AKW: http://www.akw-info.de/e107/news.php?item.211

  7. In den letzten Monaten wurden bei uns (wo sowieso schon Werbung aller Art erlaubt ist und die Bands alle ihre Aufkleber hinterlassen dürfen) alles mit Edding beschmiert, vom Eingangsschild über Türen, Wände, Fliesen bis hin zu den Klobrillen rundum (!).

  8. meriko sagt:

    Der Mist hat schon was mit Kommunikation zu tun (Eigenwerbung), aber halt auch mit Sachbeschädigung. Und da hört auch meiner bescheidenen Meinung nach der Spass auf.

  9. Übrigens, wenn ich mal einen von denen mit den Aufklebern oder Tags bei uns erwische, dann rauchts gewaltig. Mit Kommunikation hat der Mist nämlich überhaupt nix mehr zu tun.

  10. meriko sagt:

    Die Leute weichen ja auf die Aufkleber aus weil das keine Sachbeschädigung ist, im Gegensatz zum taggen direkt auf irgendwas. Das find ich aber auch nicht tragisch wenn der Tag nicht zu beschissen ist.Außerdem die beim 3. Regen eh ab 😉 Schlimmer find ich die ganzen Werbeaufkleber, die von sog. “Streetpromotion”-Teams überall hingeklebt werden. Die sind nämlich aus Folie…

  11. Öffentliches Plakatieren ist seit ein paar Monaten hier verboten? Das ist zum Glück nicht erst seit dem so. Und die “Botschaften” die damit mehr oder minder unkontrolliert verbreitet werden könnten sind doch meistens auf dem Niveau von diesen bescheuerten Postpaketaufklebern mit Edding-Tags drauf. Ich finde das richtig, obwohl auch ich dadurch z.B. für meine Plakate zahlen muss (obwohl in Kneipen etc. immer noch auf Anfrage umsonst plakatiert werden kann).
    Also das FH-Projekt finde ich nicht schlecht. Aber diese pseudophilosophische Auslegung des ganzen als dringend notwendige Kommunikationsplattform ist ein ziemlicher Schmarrn. Lasst die Leute sich einfach dran austoben und verzichtet auf den zusammengeschusterten Erklärungsbackground…

  12. Kurt sagt:

    Je mehr ich davon lese, desto mehr denke ich das in Würzburg alles und alle beschmiert sind 🙂

    Kurt 🙂

  13. meriko sagt:

    DIE Idee find ich mal richtig gut. Jedoch ist es fraglich ob die Damen und Herren im Rathaus (diese implizite) Botschaft verstehen. Ohne Schwarzmalen zu wollen, aber das wird vermutlich unter “Kunst” abgelegt und nicht mehr drüber nachgedacht.
    Ist die alte Hall of Fame am Südbahnhof eigentlich noch legal?

  14. zappelblabla sagt:

    Zitat:
    Kommentar von tanyoaufmrücksitz:
    25. Juli 2006 um 19:54

    “Wo darf man sich denn heute noch öffentlich auslassen wenn man zum Beispiel keinen Zaum am Mainkai will??”

    Die gut “versteckte” Würzburger Kommunikationsplattform (!)
    findet sich von der Hauptseite kaum zu finden auf http://www.wuerzburg.de unter:

    http://wuerzburg.de/gaeste/

    Nich, dass die Bürgers zu einfach haben … 😉

  15. diemarlene sagt:

    ich bin jetzt einfach mal so extrovertiert und veröffentliche meine Tel-Nummer hier: 0179-7028812 (alternativ: 0931 – 20 55 666). Wer sprühen will soll mich anrufen. Cans stehen im Keller 😉 ein paar zumindest. Die Verhandlungen mit den Baumärkten laufen gut. Es wird also bald zum kommunalen Showdown kommen.

  16. Ralf sagt:

    Wie ich gehört habe, bemüht man sich gerade um von Baumärkten gesponserte Spraydosen … 🙂

  17. Akurei sagt:

    Ich – will – auch!

    Aber zu geizig Spraydingens zu kaufen

  18. diemarlene sagt:

    WIR SPRECHEN NICHT MEHR DRÜBER! morgen hock ich mich mit cans und bier davor und dann werdet ihr schon sehen, wo der ….

  19. Ralf sagt:

    Warum habt ihr die “politische Botschaft” nicht am Samstag deutlicher vermittelt?

  20. tanyoaufmrücksitz sagt:

    Danke für die Berichterstattung. Würde zum Projekt gerne noch ein paar Sätze anmerken. Das Projekt geht über eine “Schmierwand” hinaus. Eigentlich wollten wir der Stadtverwaltung gerne damit zeigen, dass in Würzburg Stellen fehlen um sich und seine Anliegen zu vermitteln. Seit ein paar Monaten ist das “Wildplakatieren” unter strengere Strafe gestellt, Privatleute können ihre Party oder Veranstaltungen also nicht mehr bewerben. Die Stadt stellt ihre Kommunikationsflächen gegen Bezahlung zur Verfügung, aber was ist mit dem Bürger? Für Sprüher gibt es in Würzburg kaum noch Hall of Fames. Das heißt Graffitikünstler müssen illegal arbeiten um ihre Arbeiten einem breiten Publikum zeigen zu können.

    Leider haben wir auch nach einigem Bemühen nicht so wirklich viel Presse machen können und somit hat sich vermutlich auch noch nicht richtig rumgesprochen, um was es uns wirklich geht. Weder Radio noch Zeitung haben meines Wissens bisher reagiert.

    Es handelt sich um ein hundertprozentig von Studenten bezahltes Projekt. Die Stadt hat weder etwas mit der Idee noch mit der Finanzierung zu tun.

    Wo darf man sich denn heute noch öffentlich auslassen wenn man zum Beispiel keinen Zaum am Mainkai will??

    Mein Aufruf: zeigt der Stadtverwaltung, dass die Würzbürger Kommunikationsplattformen brauchen. Vielleicht bewegt sich dann endlich mal was in der Stadt. Also bis Freitag Mittag ist noch Zeit um zu zeigen, dass Würzburg Platz für Kommunikation braucht. An alle Graffitisprüher, hier könnt ihr zeigen dass ihr Künstler und keine Schmierfinken seid. Und an alle anderen Kreativen: macht was draus, wenn ihr schonmal ausnahmsweise dürft.

  21. diemarlene sagt:

    Dem kann ich nur voll und ganz zupflichten! Ich geh gleich mal sprühen: “Frank, Du Arsch!”

  22. secretVm sagt:

    Das ist doch mal ein Projekt! Mal was anderes. Ich glaub da muss ich mal vorbeischauen. Die Idee finde ich klasse!

  1. 31. Juli 2006

    […] Das Do-it-yourself-Kunstwerk darf am Unteren Marktplatz eine Woche länger stehen. Sprayer, Kritzler, Pinsler und Papper dürfen sich noch bis zu diesem Freitag an der Installation austoben. […]

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