Archiv für den Monat: September 2006

Plaudern und lauschen mit Muchtar al Ghusain

Am 3. Oktober 2006 startet Dennis Schütze die zweite Staffel der Musiktalkshow My Favourite Tracks. Und es geht auch gleich mit einem interessanten Gast los, nämlich dem seit September amtierenden neuen Referenten der Stadt Würzburg für Kultur, Schule und Sport, Herr Muchtar al Ghusain. Dennis wird mit ihm über sein Leben und Ansichten plaudern und Herr al Ghusain — studierter Musiker — darf zwischendrin seine 10 Lieblingslieder spielen lassen.

Eine gute Gelegenheit mal das bisher in Würzburg unbeschriebene Blatt Muchtar al Ghusain kennenzulernen. Die Veranstaltung findet am 3. Oktober 2006 um 20 Uhr im Pleicherhof statt.

Advent, Advent, die Arcade brennt

Nachdem sie am 3. Dezember 2006 früh die erste Kerze am Adventskranz entzündet haben, dürfen die Würzburger Bürger (Würzbürger?) gleich beim Bürgerentscheid über die Arcaden ihr Kreuzchen machen. Und ich hoffe das werden viele tun, den ein deutliches Votum für oder gegen die Arcaden würde dem Thema mal wirklich gut tun.

Danach kann man gleich zum Weihnachtsmarkt und mit einem Gläschen Glühwein anstoßen. Oder auch zwei.

Fest am Heizkraftwerk

Wenn ich meine Heizkörper in der Wohnung neu streiche, veranstalte ich normalerweise kein rauschendes Fest deswegen. Beim Heizkraftwerk in Würzburg schaut das ganz anderes aus. Nachdem die neue Fassade schon länger fertig ist und jetzt endlich auch die Treppe zum Main freigegeben ist, feiert die WVV an diesem Samstag, 30. September 2006, über den ganzen Tag die Fertigstellung.

Es spielen verschiedene Bands, Reden werden geschwungen, Spiele für Kinder und Erwachsene abgehalten, es gibt Führungen in und um das Heizkraftwerk, um 20 Uhr findet eine Lasershow über dem Hafenbecken statt und abschließend noch eine Party mit DJ vor dem Kraftwerk. Das ausführliche Programm gibt es hier.

Gelegenheit also um sich Architektur anzuschauen, zu trinken, zu tanzen und sich über die steigenden Energiepreise aufzuregen.

Rundbuch’s coming home

Es ist ein Buch, es ist in Leder gebunden, es hat viele Seiten – und es ist witzigerweise rund: ein Sammelband aus der Hofbibliothek des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter. Das einzigartige und lange verschollene Meisterwerk der Buchkunst kommt wieder in seine Heimat Würzburg zurück. Die Universitätsbibliothek hat das Buch in Tortenform bei einer Auktion in den USA ersteigert.

Vom 29. September bis Ende Oktober kann man das orginelle Werk im Fürstenbaumuseum in der Festung Marienberg bestaunen, danach wandert es zur Erforschung in die Handschriftenabteilung der UB.

Bilder des Buchs findet man hier und da.

Neu & Süß

Ich mag Birgit Süß ja schon. Am liebsten aber wenn sie singt, denn das kann sie wirklich gut. Nicht so sehr mochte ich Birgit als Solo-Komödiantin, das fand ich bisher nicht so prickelnd. Da kann man sehr gespannt auf ihr neues Solo-Programm “Süß Deluxe” sein, das heute im Theater am Neuerplatz Premiere feiert. Die Vorankündigung klingt, als ob Frau Süß es etwas ruhiger und musikalischer angehen lässt – das hört sich doch ganz gut an.

Ja, ich denke das werde ich mir mal anschauen und vor allem anhören.

Musik mit Masha

Ein Konzert im Cairo bedeutet, sicherheitshalber früh hingehen, denn es könnte sehr schnell sehr voll werden. Es bedeutet auch, wenig Klamotten anziehen, denn es wird sicher sehr schnell sehr heiß. Und es bedeutet auch, vor der Tür nochmal tief Luft holen, denn es wird ganz sicher sehr schnell sehr sauerstoffarm.

IMG_7361Aber das alles schreckt natürlich nicht ernsthaft ab. Frohen Mutes stieg ich am Montag die Treppen zum Konzertsaal hoch, um dort auch schon von Björnstar empfangen zu werden und durfte auch gleich Motorhorst kennenlernen.

Fast schien es, als ob das Konzert eher spärlich besucht würde, bis dann kurz vor 21 Uhr doch noch etliche Gäste kamen. So war es nicht proppenvoll, doch voll genug um nicht peinlich zu sein.
IMG_7421Dann konnte es auch schon losgehen mit dem Support Lost Name. Es kann sein, dass ich emotional völlig abgestumpft bin oder alle Abgründe des Lebens lange hinter mir gelassen habe (habe aber den Eindruck, dass beides nicht stimmt); zumindest wurde ich von der Musik bei weitem nicht so berührt wie diese junge Dame. Bitte nicht falsch verstehen, der Junge kann schon gut Gitarre spielen und die Songs sind nicht schlecht. Aber das Geschraddel auf der Sperrholzgitarre wurde mir manchmal zu viel.
Vielleicht lag es an ihm, vielleicht lag es an mir, aber an diesem Abend kamen sich Lost Name und ich nicht sehr nah.

IMG_7621Nahezu übergangslos kam danach der Mainact, Masha Qrella. Um es kurz zu machen: sie hat das musikalische Rad auch nicht neu erfunden. Aber sie kann prima darauf fahren. Die Songs — mal ruhig, mal laut — kamen gut rüber, Masha mit ihrer nicht außergewöhnlichen, aber sympathischen Stimme auch. Musikalisch war es auch kein lahmes Gedudel, die Ohren hatten richtig etwas zu knabbern, an den Sounds wurde live auf der Bühne gebastelt.
IMG_7588Optischer Hingucker war allerdings der Schlagzeuger. Ein Bub mit Engelslocken und Hornbrille, mal fröhlich vor sich hingrinsend, mal tief ins Spiel versenkt, so machte es einfach Freude, den exzellenten Drummer zu beobachten. Er hat den beiden Mädels an den Gitarren fast den Rang abgelaufen. 🙂

Komischerweise fand ich die Zugaben nicht mehr so toll. Ob ich einfach satt war oder die Band etwas schlapp? Keine Ahnung! Es war auf jeden Fall ein sehr schöner Konzertabend; auch wenn ich vor beiden Bands nicht niederknien musste, haben beide doch — die eine weniger, die andere mehr — Spaß gemacht.

Bilder gibt es bei Mujuk oder in meinem Flickr-Set, einen etwas qualifizierteren Kommentar zum Konzert bei Motorhorst und von Monologé.

Munter weiter geht es im Cairo diese Woche noch mit The Whitest Boy Alive und Final Fantasy.