Zur Ringparkerweiterung: Hier gesteht OB Beckmann mittlerweile, dass netto – also nach Abzug der Verluste – nur 2.300 Quadratmeter Ringpark dazukommen. Laut BI sind es nur 1.400 Quadratmeter Zuwachs.

Was bei den städtischen Zahlen nicht berücksichtigt ist: Der städtische Planungsreferent Wiegand sagte kürzlich, die Mainfrankenbahn solle durch den Ringpark gebaut werden, die mfi sprach lange davon, den Radweg quer durch den Ringpark zu legen. Letzteres wird inzwischen dementiert, zur Mainfrankenbahn konnte ich noch kein Dementi auftreiben.

Es wird momentan allen fast alles versprochen, nur um das Projekt durchzubekommen. Am Schluss wird vermutlich nur wenig umgesetzt, Hauptsache die Arcaden kommen. So kennt man das auch von den letzten Großprojekten in Würzburg – ob Cinemaxx, Hotelturm, Petrinihaus, CCW Plus. Überall stellte sich in der Realität kaum Bezug zu den Versprechen her.

Und das wiederum ist die Methode gewisser Regime. Mit demokratischer Stadtplanung hat die Kungelei zwischen mfi, Bahn und Beckmann jedenfalls nichts zu tun. Das ist nicht nur Leserbriefschreibern, sondern auch Andreas Jungbauer und Manuela Göbel aufgefallen, die dies mehrfach in Gesprächen mit der OB und in Kommentaren thematisiert haben.

Beckmann war 2002 angetreten mit vielen, sich gegenseitig ausschließenden Versprechen an alle möglichen Gruppen, so wie jetzt beim Arcaden-Projekt. Sie wollte unter anderem mehr Transparenz in städtische Entscheidungen bringen. Das Gegenteil ist eingetreten. Nun gut, ich habe die dem großen Geld nahestehende Opus-Dei-Frau nicht gewählt. Aber bitter ist es schon, dermaßen entmündigt zu werden.