@Giemaul – was die Arcadenbefürworter dazu sagen? Das hier z. B.: Es war die beste Entscheidung im Stadtrat, dass das Mozartareal jetzt nicht angenommen wurde, denn es zeigt, dass man im Stadtrat erkannt hat, dass diese Alternative keine ist. Man würde nämlich die Innenstadt nicht mit Käufern (mal ehrlich, wer quält sich denn freiwillig von auswärts durch den Dauerstau zu dem Mozartareal, da fahr ich doch lieber gleich nach SW), sondern mit Einkaufszentrumsuchverkehr, Parkplatzsuchverkehr geradezu fluten. Als Beigabe kämen dann noch Probleme mit der Überschreitung der Feinstaubmesswerte am Kardinal-Faulhaber-Platz, und Probleme mit der Unesco wegen der Residenz. Das kann doch niemand wirklich wollen!? Es müsste doch schon jeder Laie begreifen, dass das keine Alternative sein kann. Ohne Straßenbahnanschluss schon mal gar nicht.

Alleine diese zwei Punkte machen die Alternative schon unmöglich, und das hat der Stadtrat zum Glück erkannt.

Auch gestern wieder alles dicht in Würzburg zur Haupteinkaufszeit. Wörtstraße zweispurig dicht, Friedensbrücke und Röntgenring stadteinwärts so weit das Auge reicht, auch alles dicht, dass die Autos nicht mal mehr in der Grünphase die Kreuzung freimachen können. Und da sollen die gesamten Verkehrsströme von 4 Himmelsrichtungen alle, unter anderem auch über den Röntgenring(!) am Ringpark vorbei zum Mozartareal, die ansonsten über einen sehr kurzen Zufahrtsweg über die Nordtangente zu den Arcaden gekommen wären?

Wenn das EKZ am Mozartareal zu klein wird, gibts zwar keine Verkehrsprobleme mehr, aber es kommt erst recht niemand vom Umland. Also sollte man sich das Geld lieber gleich sparen.

Dann ist noch die Frage, wer findet denn ein EKZ am Kardinal-Faulhaber-Platz überhaupt von auswärts? Man kann doch nicht sämtliche potentiellen Zufahrtswege mit Hinweisschildern „Mozartgalerie“ pflastern. Der Hauptbahnhof dagegen ist in jeder Großstadt leicht zu finden, und damit auch Arcaden und Zugang zur Fußgängerzone sogar direkt per Straßenbahn.

Die einzige Chance für Würzburg wäre, wenn des Arcadenprojekt am Hauptbahnhof wiederaufgenommen wird, vielleicht auch in etwas modifizierter Form, sonst geht es hier ganz rasant bergab. Nicht das Umland wird Einzugsgebiet von Würzburg sein, sondern umgekehrt, Würzburg wird Einzugsgebiet der weiter unten genannten Konkurrenzstädte und des Umlandes werden, und das können doch auch die Arcadengegner nicht ernsthaft wollen (oder doch?).

Jeder andere Standort würde entweder die Innenstadt mit Autos fluten, oder wäre in der grünen Wiese und würde die Leute erst recht von der Innenstadt weglocken. Mit Eröffnung der Stadtgalerie in Schweinfurt wird der gesamte östliche und nordöstliche Verdichtungsraum Würzburg für den Einzelhandel in der Innenstadt verloren sein. Die o. g. Parameter kann niemand ändern (oder wollen Sie sämtliche Zufahrtstraßen zum Mozartareal in ihrer Breite verdoppeln, Oeggtor weg usw.?), deshalb kann es gar keine andere Alternative als den Standort am Hauptbahnhof geben.

Schon jetzt gehen potentielle Käufer aus Marktheidenfeld z. B. nach Aschaffenburg in die Stadtgalerie oder nach Wertheim Village.

Mit Eröffnung der Stadtgalerie in Heilbronn 2008 wird auch der gesamte Bereich TBB für Würzburg verloren sein, denn Heilbronn ist staufrei in kurzer Zeit erreichbar.

Super Aussichten nicht wahr? Der angerichtete Schaden ist kaum wiedergutzumachen, und der wird genau die Einzelhändler als Erstes treffen. Ich hoffe, dass das Arcaden-Projekt nach der Bindungsfrist wieder aufgegriffen und durchgezogen wird um zu verhindern, dass in der Innenstadt noch mehr Geschäfte kaputtgehen.