@Anja
> wenn das Artikel-Verhältnis andersrum gewesen wäre,
> würdest Du Dich dann auch beschweren?
Nein, aber das ist utopisch bei einem Zeitungsmonopol aus dem Holtzbrinck-Verlag, dem es vor allem um eine satte Umsatzrendite geht – so wie mfi übrigens auch. mfi zahlt nun einmal besser als die kleinen Krauterer, also die vielen Einzelhändler.
Wären die Arcaden gebaut worden, hätte die Main Post mit einer wöchentlichen, zumindest zweiwöchentlichen Großanzeige rechnen können, zusätzlich wäre öfter mal eine Broschüre beigelegt worden. Solche Einnahmen kann sich heute keine privatwirtschaftlich organisierte und profitorientierte Zeitung entgehen lassen.
Also schrieben Main Post / Volksblatt tendenziell pro Arcaden, sowohl in Kommentaren als auch in Artikel, schließlich geht’s auch immer um die finanzielle Zukunft der Zeitungen. Zum Thema „freie Meinungsäußerung“ zitiere ich den damaligen Herausgeber der konservativ-liberalen Frankfurter Allgemeinen, Paul Sethe: „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“
Um die Leser zu besänftigen, veröffentlichten Main Post und Volksblatt halbwegs ausgewogen die eingesendeten Leserbriefe. Die Leserbriefe hatte ich ausdrücklich aus der Kritik ausgenommen. Aber selbst da wurde in den letzten Tagen stark gefiltert und kritische Leserbriefe zu den Regensburg-Arcaden wurden nicht mehr veröffentlicht. Wie schon geschrieben, ist alles selbst recherchierbar unter http://www.ringpark-in-gefahr. Nur Mut, die Seiten der BI beißen nicht … 😉