Mütze, Mütze, Mütze!

Was wegen der aus privaten und geschäftlichen Gründen erzwungenen Blogpause fast unter den Tisch gefallen wäre, sind ein paar Worte über die X-Mas-Rockabilly im Immerhin letzten Donnerstag.

Will Handsome im Immerhin
Will Handsome im Immerhin

Obwohl der Abend eigentlich fest mit dem Konzert im Cairo verplant war, hat mein soziales Netz ganz anders entschieden. Also ging es ab ins Immerhin!

Viele Leute waren nicht da. Aber es waren lustige Leute da! 🙂 Leute jeden Alters, teilweise im dezenten Country-Outfit, die sich von Will Handsome den Weihnachts-Rock blasen ließen. Die erste halbe Stunde war noch besinnungsloser unbesinnlicher, klassischer Rockabilly. Als die Musiker — der Keyboarder erst nach langen “Mütze, Mütze, Mütze”-Rufen des Publikums — ihre Weihnachtsmann-Kostüme anzogen, war es klar: Santa Claus is coming to Würzburg-Town! 🙂

Ein wirklich witziger Abend! Ich bin ja nicht der geborene Fan des Rockabilly, aber in der Form und mit einer so gut gelaunten Band und einen eben solchen Publikum (ich denke nur an die heiß kostümierten Weihnachtsfrauen vor der Bühen — Rrrrrrrr! :-D) kommt sowas wirklich gut.

Funk before Christmas

Wer in Würzburg vor Weihnachten nochmal alle Glieder schütteln will, der sollte sich am Donnerstag, 21. Dezember 2006, in den Keller des Standard begeben. Dort tobt die Weihnachtsedition der Disco Fantastique! Und es gibt sogar eine Weihnachtsbowle — wenn das allein schon kein guter Grund ist, sich von James Brown besinnliche Lieder ins Ohr gröhlen zu lassen … 😉

Um 21 Uhr geht es los, zieht eure Acryl-Hemden an und setzt die Nikolausmützen auf! 🙂

Solidarität mit dem AKW!

So langsam dürfte es sich herumgesprochen haben — dem AKW! in Würzburg geht es gar nicht gut. Jetzt ist auch eine Erklärung dazu bei Indie*Hz zu lesen. Der von FreundInnen und Ex-MitarbeiterInnen des AKW! verfasste Text liest sich zwar teilweise wie eine Semesterarbeit in Soziologie, versucht aber den Stand der Dinge zu erläutern. So wie ich es verstanden habe kurz zusammengefasst: Neuer Vorstand, neues Glück, Neuorientierung, neue Chance, Bitte um Unterstützung.

Ach, das AKW! Es ist gar nicht so einfach, meine Gefühle und Meinung ihm gegenüber in Worte zu fassen. Auch wenn ich den Weg dahin oder wieder heim immer furchtbar lang fand, so hab ich ihn doch öfters angetreten. Im letzten Jahr allerdings wieder seltener. Die Angebote im Cairo, Immerhin, Pleicher– und B-Hof haben mich meist mehr angesprochen. Nicht nur vom kulturellen Programm, auch von den Leuten und von der Atmosphäre her.

Das AKW! spricht “Von der Szene für die Szene”, als wäre damit alles erklärt. Welche Szene? Gehöre ich zu der Szene? Da ich diese Frage überhaupt stelle, vermutlich nicht. Also wer dann? Die AKW-Szene? Die war/ist ja scheinbar nicht so groß, sonst könnte es dem AKW nicht so schlecht gehen. Die Szene der “Mainstream-Verweigerer” (wer immer das genau sein mag)? Die ist auch an den anderen Orten vertreten, womit sich natürlich natürlich wie die Frage stellt, warum man dann das AKW erhalten soll. Denn die Rolle eines “Auffangbeckens” all derer, die sich kulturell, politisch oder sozial nicht in der “breiten Masse” (wieder so ein Kaugummi-Begriff) wiederfinden, ist nicht leicht auszufüllen. Denn innerhalb dieser Masse gibt es auch wieder viele Richtungen. Hier sind die Lactoveganer und Fleischfetischisten, die ganz Linken und die ganz Rechten, die Kommunisten und Anarchokapitalisten, die Punkrocker und Blockflöten-Liebhaber vertreten. Was die Sache nicht gerade leichter macht.

Mir wäre fast lieber, das AKW hätte zum Motto “Alles, nur keine Szene”. Einfach das anbieten, was andere nicht anbieten. Das hat es ja auch schon gemacht, nur sollte die Richtung dahin vielleicht noch verstärkt werden. Aber das sind natürlich nur Worten von einem Eben-nicht-in-der-Szene-Befindlichen. 😉

Wie dem auch sei, ich mochte und mag das AKW und fände es schade, wenn es schließen müsste. Und für all diejenigen, die genauso empfinden, findet am 20. Dezember 2006 ab 21 Uhr ein Solidaritäts-Konzert im AKW! statt. Es spielen Pyro & Scratch Dee feat. TC, Leo’s Den, Gung Fu, Wilson Jr., Shokei, Dibo Rakete & Die Kosmonauten. Der Eintritt kostet 6,66 € + X, wobei X ein Eurobetrag zwischen 0 und 500.000 ist.

Gitarren-Weihnacht

Wer immer noch nicht in Weihnachtsstimmung ist, der sollte morgen, 14. Dezember 2006, ins Immerhin in Würzburg gehen. Dort feiert Will Handsome die Rockabilly X-mas, also Weihnachtslieder bis die Gitarren glühen.

Los geht’s um 21 Uhr.

Wurst, Wein, Hirnwasser und Tomatensuppe

Gestern fand das Weihnachtstreffen der Würzburger Blogger statt. Pünktlich zur Abendstunde nahm das Klima auch leicht winterliche Temperaturen an, so dass ein Glühwein oder eine Feuerzangenbowle auch Spaß machte.

Ich stand dekorativ als Landschaftsmerkmal vor dem Stand mit den leckeren italienischen Wurstwaren aus Umbrien, als auch schon Al Gore als erster eintraf und kurz darauf der große Mann mit der Bayernfahne in der Tasche, Daylight. Phil kam direkt von der Arbeit auf den Markt und auch Irisnansen und AlohaDan gönnten sich nur ein Wurstbrot auf den Weg, um rechtzeitig da zu sein. Sogar Frau Schaaf schaaffte es Hirnwasser schnäuzend, noch eine Feuerzangebowle zu bekommen, bevor der Stand schloss. Und auch Luzi kam mal für ein paar Minuten reingeschneit. So weit, so bekannt.

Wie es allerdings traurige Tradition beim Weihnachtstreffen ist, haben uns wieder ein paar Blogger nicht gefunden. Phil, Maike-Liane und Koneko sind suchend auf dem Weihnachtsmarkt herumgeirrt. Zum Trost kann ich ihnen sagen: Die Blogger, die letztes Jahr den Treff nicht gefunden haben, gehören heute zum treuesten Urgestein des Würzbuger Bloggertreffs … 😉

Aber es ist ja nicht so, dass kein “Neuling” uns gefunden hätte. Moggadodde hat zwar auch erst ein bisschen suchen müssen um zu uns zu stoßen, doch Marco hat uns recht schnell gefunden.

So gegen 20 Uhr haben wir dann ohne Al Gore und Daylight — der eine musste lernen, der andere musste krank sein — den Weihnachtsmarkt geräumt und sind Richtung Kneipe. Der Sternbäck war voll, das Gehrings auch, so dass wir dann in der Tiki-Bar landeten. Dort nahm ich endlich mein Frühstück in Form einer — wahnsinnig leckeren — Tomatensuppe mit Schinken und Käse zu mir. Und auch noch etliche Cuba Libre. Über den Abend verteilt leerte sich der Raum, bis — auch fast wieder eine Tradition — Frau Schaaf und ich nach einem Ramazotti-Absacker als letzte das Lokal verließen und uns noch eine lustige Nachtbus-Tour gönnten. 🙂

Das nächste “große” Treffen wird am 03.03.07 sein. Das ist ein Samstag und somit eine grandiose Gelegenheit, endlich auch mal Isnochys kennenzulernen … 🙂

Bomben und Hamster

Das mit dem Flugplatz in Giebelstadt wird erst mal nichts. Denn vor ein paar Tagen ist die Bombe geplatzt — fast im wahrsten Sinne des Wortes. Auf dem Flugplatzgelände der US Armee — vor allem im Bereich der Landebahn — werden Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg vermutet. Das heißt für die Flugplatz Giebelstadt GmbH erst mal ein Aus für die Nutzung der Anlage, denn die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben möchte keine Haftung für die Nutzung übernehmen. Fragt sich nur, warum das den Amerikanern zig Jahre lang egal war.

Ja, mit der Flächennutzung hier in der Gegend ist es schon nicht leicht. Hier die Bomben, dort die Feldhamster. Obwohl … liegt da die Lösung beider Probleme nicht auf der Hand … 😉