Archiv für den Monat: Februar 2007

neun7 ist online und wohl auch schon im Druck

Morgen gibt es die Printausgabe zu kaufen, den Online-Auftritt gibt es schon heute — “neun7, das siebentagemagazin für mainfranken”.

Das Magazin ist aus der Asche des Boulevard Würzburg und Boulevard Würzburg Schweinfurt entstiegen. Gott hab das Boulevard seelig und ich hoffe, dass das Interview mit Frau Schaaf und mir ihm nicht den Todesstoß versetzt haben.

Aber jetzt schickt die Mediengruppe Main-Post neun7 ins Rennen. Locker. Jung, aber nicht kindisch. Kritisch. Trendig. So soll es vermutlich rüberkommen.

Mein erster Eindruck des Online-Angebots: Schlicht. Trist.Grau. Mit Sternchen. Wegen dem Werbebanner zu breit für mein Notebook. Und die Werbung blinkt.

Die Redaktion präsentiert sich unkonventionell mit angeschnittenen Bildchen. Ein paar Gesichter und Namen sind bekannt. Und unter der Rubrik “Du fragst uns” werden zwei Fragen geklärt: der Name neun7 kommt von den Postleitzahlenbereich 97, in dem das Magazin erhältlich ist. Und für wen ist es gedacht?

Neun7 nimmt das Lebensgefühl der 20- bis 35-Jährigen auf und spiegelt es in Reportagen, Interviews und Porträts.

Mist, knapp daneben. Dann darf ich es gar nicht mehr lesen.

Aber jetzt kommt der interessante Teil. Auf neun7 wird gebloggt. Man kann als angemeldeter Nutzer Beiträge bloggen. Im Moment sieht es aus, als könne man nur einen Titel und den Beitrag als reinen Text eingeben, also eine sehr puristische und dem Medium Internet nicht entgegenkommende Möglichkeit. Aber vielleicht tut sich da ja noch was.
Die bisherigen Blogbeiträge … naja. Such dir aus der gesamten Blogosphäre einen beliebigen Beitrag heraus und er wird vermutlich nicht weniger interessant sein, als die bei neun7 vorhandenen. Es kann aber natürlich sein, dass die Leute vom neun7-Team, die das Blog jetzt wohl für den Anfang vorgefüllt haben, noch Schwierigkeiten mit dem Medium Blog haben.
Eine Kommentarfunktion gibt es im Blog, wie übrigens bei fast allen Online-Beiträgen, für registrierte Nutzer. Ob Track-/Pingbacks möglich sind muss noch getestet werden.

Wie für solche Onlineangebote üblich gibt es einen Veranstaltungskalender. Und wie genauso üblich finde ich und furchtbar und absolut unpraktisch.

Fazit: Ein wirkliches Fazit gibt es, einen Tag vor dem offiziellen Start, nicht. Das Design spricht mich nicht wirklich an, es gibt aber schlimmeres, außerdem ist es Geschmackssache. Der Inhalt des Onlineangebots ist — noch — recht mager, auch hier muss ich noch abwarten. Bisher war eigentlich nichts neues drin, aber das kann sich ja schon morgen drastisch ändern. Aber es könnte etwas spannender als das Boulevard Würzburg werden. Aber was heißt das schon.

Mehr gespannt bin ich, wie sich die Blogmöglichkeit entwickelt. Wobei ich nicht wirklich weiß, warum ich etwas bei neun7 bloggen sollte, wenn es doch etliche kostenlose und von mir anpassbare Bloganbieter gibt. Aber genau das Unverständnis wird wohl dazu geführt haben, dass es das Würzblog gibt. 😉

Mal sehen, wie es sich entwickelt.

My favourite tracks – 2. Staffel, letzter Abend

Die 2. Staffel der Musiktalkshow “my favourite tracks” neigt sich dem Ende zu. Am letzten Abend wird der Webdesigner und Autor des Würzblogs, Ralf Thees, musikalisch und persönlich “in die Mangel genommen“. Dessen 10 liebsten Lieder dienen Moderator Dennis Schütze als Aufhänger für das Gespräch über sein Leben, seine Arbeit … und auf was man sonst noch so zu sprechen kommt.

Der ursprünglich für den Abend vorgesehene Talkgast Hannelore Vogt von der Stadtbücherei Würzburg hat den Termin abgesagt, Herr Thees wird wohl versuchen, einen würdigen Ersatzmann abzugeben.

Die Talkshow findet am 6. März 2007 um 20 Uhr im Keller des Pleicherhofs statt, der Eintritt ist kostenlos.

Na, hab ich das nicht geschrieben als wäre ich gar nicht beteiligt? 😉

Kunstharz drüber?

Wie Al Gore schon berichtet hat, ist die Bürgerinitiative “Ringpark in Gefahr” wieder in das Licht der Öffentlichkeit getreten. Im Artikel in der Mainpost wird unter anderem berichtet, dass sich die Initiative für einen Erhalt des Mozartgymnasiums und den Bau eines Einkaufszentrums auf dem Kardinal-Faulhaber-Platz ausspricht:

“Die überwiegende Mehrheit in der BI ist dafür, die Schule als Denkmal der 50er Jahre zu erhalten”, erklärt Binder.

Denkmal der 50er Jahre? Nun, nichts gegen Denkmalschutz. Es gibt bestimmt Gebäude, die man aus kultur- und architekturhistorischen Gründen erhalten sollte, keine Frage. Aber das Mozartgymnasium? Es ist ein typisches und meiner Meinung nach nicht allzu schönes 50er-Jahre Schulgebäude. Und es ist ja nicht so, dass in Würzburg ein Mangel an Gebäuden aus dieser Zeit herrscht und es das letzte seiner Art ist. Man kann doch nicht die ganze Stadt in Kunstharz gießen. Eine Stadt muss auch wachsen und sich wandeln dürfen.

Kulturglotze

Ob es wegen dem 5. Geburtstag ist oder einfach nur so: Am 4. März 2007 wird der Würzburger Kulturspeicher für 15 Minuten überregionale(?) Berühmtheit erlangen. BR alpha zeigt einen Film von Niklaus Leuenberger Niklaus Leuenberger, in dem Werke aus den beiden Sammlungen vorgestellt, aber auch die sonstige Nutzung des Museums im Alten Hafen dargestellt wird.
Also um 15.50 Uhr den Fernseher einschalten, danach auf keinen Fall abschalten, sondern noch das Maultrommelsolo von “Zwischen Spessart und Karwendel” genießen. 😉

Ich bin ein Kulturprozessor

Zum 5. Geburtstag des Kulturspeichers in Würzburg sind nun auch T-Shirts mit dem Aufdruck “Ich bin ein Kulturspeicher” erhältlich.

Ich will einfach nur ich sein. Nicht Papst, Deutschland oder Kulturspeicher. Und wenn schon, dann möchte ich auf keinen Fall Kultur speichern. Die Kultur nur aufheben und zum Abruf bereithalten — das wünscht sich doch niemand.
Um ein Bild aus der Computertechnik zu nehmen: Ich will nicht der Speicher, sondern der Prozessor sei. Die Kultur verarbeiten, die ich aus den Speichern abrufe — dabei geschieht etwas, egal ob das Ergebnis nach Außen über die “Grafik- oder Soundkarte” spürbar ist.
Kulturprozessor, das bin ich und will ich sein. Leider nur Single-Core! 😉

Die 19,90 € für das T-Shirt werde zumindest ich mir sparen.

Fünf Jahre Kulturspeicher Würzburg

Fast zur selben Zeit, als meine Bürogemeinschaft in der Veitshöchheimer Straße gegründet wurde, öffnete auch der Kulturspeicher in Würzburg seine Pforten — vor 5 Jahren.

Die Kunst- und Kulturszene in Würzburg wurde durch das Museum nicht umgekrempelt, aber eine Bereicherung ist der Kulturspeicher sicherlich. Aber da geht bestimmt noch mehr.

Jetzt feiert der Kulturspeicher also sein Jubiläum. Was, davon weiß man gar nichts? Tja, das ist das alte Leiden des Kulturspeichers. Auf den Webseiten des Museums finden sich Informationen über die Festtage irgendwo versteckt im Jahresprogramm, Plakate habe ich zumindest keine in der Stadt gesehen. Nicht mal im spamüberladenen Gästebuch der Kulturspeicher-Website sind nähere Fakten zu finden.

Das Programmangebot der Festtage ist einigermaßen ansprechend. Doch leider nicht für jeden. Der heutige Freitag ist mit geladenen Gästen (Promis und Pseudo-Promis halt) in Beschlag genommen, der “british afternoon” am Samstag kosten zwischen 15 € und 25 €.
Der Sonntag unter dem Motto “Unser Museum” ist mir noch nicht ganz klar. Im Flyer steht

Alle Veranstaltungen sind an diesem Tag frei!

Ermäßigter Eintritt:
Erwachsene 2,00 €
ermäßigt 1,50 €
Kinder bis 6 Jahre frei
Kinder von 6-14 Jahren 1,00 €/Kind

Da soll sich jeder selbst einen Reim daraus machen.

Schade, dass man den Kulturspeicher nicht drei Tage einfach mal für umsonst geöffnet hat; viele Würzburger haben bestimmt noch keinen Fuß in das Gebäude gesetzt. Auch ein etwas breiteres Angebot an Kunst und Kultur wäre schön gewesen und würde vermutlich mehr Besucher anlocken. Wieso nicht Graffiti ausstellen? Oder Aktionskunst zeigen? Disco im Speicher? Das wäre ein Jubiläum für das ganze Volk gewesen.

Blogger mal offline

Passend zum Wetter findet am 3. März 2007 das Frühlingstreffen der Würzburger Blogger statt. Ort der Zusammenkunft ist das bewährte Immerhin, wo es ja schon mal ein sehr nettes Treffen gab. Ab 21 Uhr ist geöffnet und ich selbst werde wohl auch so um den Dreh da aufschlagen.

Wie immer gibt es kein Programm, keine Tischordnung (nicht mal einen Tisch), keine Themenliste. Es gibt einfach einen Ort, eine Zeit und Leute, die sich angesprochen fühlen. Und einen vermutlich sehr witzigen Abend. Bisher sind wir damit immer gut gefahren! 🙂
Eingeladen sind natürlich alle Blogger, aber auch Blogleser sind herzlich willkommen. Berührungsängste muss keiner haben, es gibt keine Bloggerszene, sondern bloß Menschen, die hier in Würzburg bloggen. Und so verschieden wie die Blogs sind auch die Menschen und ebenso einzigartig.

An dem Abend findet im Immerhin auch ein Konzert der Newport Dox statt — ob das stört oder uns bereichert, das werden wir sehen! 🙂 Blogger und Immerhin-Barkeeper des Abends Whole Lotta Pete feiert an diesem Tag auch Geburtstag, wer Lust hat kann also Präsente, Küsschen oder gute Wünsche einpacken.

Es besteht überhaupt keine Pflicht sich zu dem Treffen anzumelden. Ich gebe hier aber trotzdem mal meinen derzeitigen Informationsstand wieder:

Es kommen (ziemlich sicher)

Es kommen vielleicht

Es kommen nicht