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Pinsel und Primzahlen

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In dieser Woche wird er ja 5 Jahre alt, unser Kulturspeicher in Würzburg. Da wollte ich vor dem Rummel noch die Ausstellung “Ausgerechnet … Mathematik und Konkrete Kunst” anschauen — und das habe ich auch gemacht.

Mathematik und Kunst scheinen auf dem ersten Blick zwei Bereiche zu sein, die nichts miteinander zu tun haben. Auf dem zweiten Blick wird aber schnell klar, dass die Kunst schon immer von der Mathematik beeinflusst wurde. Die alten Meister haben in ihren Bildern goldene Schnitte geometrisch konstruriert, Hilfslinien und Perspektiven wurden berechnet und die Preise der Bilder sowieso.

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Die Ausstellung geht aber noch einen Schritt weiter. Wie wurde die Mathematik selbst in der Konkreten Kunst umgesetzt? Schlichte und weniger schlichte Spiegelungen, Rotationen und Verschiebungen zaubern eine klare optische Ästhetik auf die Leinwand. Schon fast ins mystische und esoterische gehen künstlerische Umsetzungen der Primzahlenverteilung oder der Fibonacci-Folge, bei deren Betrachtung man den Eindruck hat, ein bisschen an der Oberfläche des Bauplans und Sinn des Daseins zu kratzen.

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Sehr groß ist die Ausstellung nicht, auch werden erfahrene Kulturspeichergänger ungefähr ein Drittel der Werke aus der Ruppert-Sammlung kennen, die immer im Kulturspeicher zu sehen ist. Etliche Tafeln — erstellt von Institut für Mathematik an der Uni Würzburg — versuchen mathematische Grundlagen und Zusammenhänge zu erklären. Wobei selbst ich, der ich 4 Semester Diplommathematik genießen durfte, den Erklärungen nicht immer folgen konnte. Aber das ist halt Mathematik. 🙂

Für mich war es eine vergnügliche und interessante Stunde, für die der Eintritt von 3,50 € völlig in Ordnung war.

Bilder (vorschriftsmäßig angemeldet und ohne Blitz aufgenommen) gibt es im Flickr-Set.

3 Gedanken zu „Pinsel und Primzahlen

  1. Als wir die Plakate zu der Ausstellung sahen, dachten wir, es gäbe eine eher trockene Ausstellung. Ihr Artikel hat uns Mut gemacht und uns einen erbaulichen Sonntag beschert.
    Vielen Dank,
    Fam. Simon

  2. Wird er echt erst 5 Jahre?
    vor 9 Jahrne hatten wir da ne Ausstellung drin.
    Frag mich bloß net, ob das unser Projekt “Tagwerk” war oder sonstiges vom Fotokurs.
    Und weshalb hast du dich 2 Jahre bei den Mathematikern versteckt?
    :))
    Hehe, Fibonacci kratzt nicht nur am Sinn, sondern auch am eigenen Verstand;)

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