Archiv für den Monat: März 2007

Nochmal an den Tropf gehängt

Heute schon eine gute Tat getan? Nein? Dann würde sich heute Abend ein Gang ins AKW in Würzburg anbieten. Denn da findet ab 20 Uhr das zweite Solidaritätskonzert für das AKW statt. Wie schon beim letzten Mal spielen wieder eine Menge Bands und verzichten auf ihre Gage; die Einnahmen sollen die Finanznot des AKW etwas lindern.

Beim ersten Soli-Konzert kostete der Eintritt 6,66 € + X, diesmal nur 5 € +X. Ob man daraus den Schluss ziehen kann, dem AKW geht es in Sachen Geld wieder besser? Ich weiß nicht …

Auch wenn ich mir vor allem Senore Matze Rossi und Proceed On gerne anhören würde, werde ich vernünftigerweise wohl lieber nicht hingehen und dafür meine Grippe auskurieren. Wahrscheinlich.

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BBB — Büchereibocksbeutel

Die Finanzlage der Stadt Würzburg ist angespannt, da müssen auch städtische Institutionen sehen wo sie bleiben. Die Stadtbücherei versucht nun, ihre Geldsorgen im Alkohol zu ertränken. Sie ist nämlich eine Kooperation mit dem Bürgerspital eingegangen. Das Weingut hat wieder einmal einen Sonderbocksbeutel aufgelegt, diesmal mit dem Motiv “Haus zum Falken” — für die Einheimischen: “Falkenhaus”.

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Der 2006er Riesling wird in der Touristeninformation im Falkenhaus und im Bürgerspital für 9,30 € verkauft, davon gehen pro Flasche 25 Cent an die Stadtbibliothek. Das klingt erst mal nicht viel, aber wenn alle 14000 Flaschen der ersten Auflage verkauft werden, dann sind das schon mal 3500 €. Und was man hat, hat man. Und da in den Räumen der jetzigen Bücherei früher einmal ein Gaststätte war, sind alle kulturmoralischen Einwände historisch die Kehle hinuntergespült.

Apropos haben und bekommen: den Riesling habe ich heute bei der Vorstellung probiert. Sehr lecker, fast schon lieblich — für einen Franken. Und kurz danach habe ich (wieder) Fieber bekommen. Aber das wird wohl nicht am Wein gelegen haben.

Als kleinen Bonus gibt es noch ein paar verworfene Überschriften für diesen Artikel, schließlich muss ich es wieder gut machen, dass ich völlig vergessen habe, den besagten Bocksbeutel mal zu fotografieren.

Wein saufen, Bücher kaufen
Rebensaft für Medienkraft
Alkohol macht Kassen voll
Alk hinaus für’s Falkenhaus

G Nther

Schlachtet Günther!

G Nther
Das ist Günther (Mitte). Günther ist ein pinker Hase, 2,5 kg schwer, besteht aus Schokolade und steht im Café Centrale. Und wenn er bis Ostern nicht verkauft ist, will ihn Frau Weber (links) öffentlich schlachten. Mit einem Silberhämmerchen. 😀

Da kann man ja fast nur hoffen, dass die Nachfrage im Extrem-Schokohasen-Segment nicht allzu gut ist. 😉

P.S. Rechts ist Edgar. Den kann man nicht essen, der leuchtet nur still vor sich hin! 😉

Kaktussen mit Weichspüler

Nachdem ich ja schon die Impro-Entführung am letzten Freitag verpassen musste, werde ich es hoffentlich schaffen, mich am Donnerstag in den Waschsalon in der Frankfurter Straße 13a zu verirren.

Dort findet nämlich eine weitere Episode der Reihe “Tapetenwechsel” statt, in der die Kaktussen Improtheater abseits einer herkömmlichen Bühne spielen. Die Bühne ist diesmal ein Raum voller Waschmaschinen, Trocknern und Leuten, die ihre Unterhosen reinigen.

Beginn ist um 21.00 Uhr, zahlen darf man, was man will.

Monoboli-Endschburd

Bei der Abstimmung für das Deutschland-Monopoly beginnt die letzte Wahlwoche. Und obwohl München urplötzlich die Region Süd massiv dominiert (die Schnellsten waren sie ja noch nie, aber die Schwersten ;-)) sieht es doch meiner Meinung nach für Würzburg ganz gut aus. Aber Genaues weiß man eh noch nicht, da die Gesamtstimmen zählen, man aber nur die Prozentverteilung des Wahlvortags sieht.
Wobei der Wahlvorgang eigentlich etwas unfair ist. Kleinere Städte, die da monatelang jede Woche treu und beständig ihre Stimme abgegeben haben und mit Leib und Seele dabei waren, können im letzten Moment von einer Millionenstadt, der die Wahl vorher am Arsch vorbei ging egal war, eiskalt ausgebremst werden.
Aber was will man bei einer Wahl zu einem Kapitalismusspiel anderes erwarten. 😉

Also dranbleiben und wir haben Würzburg in trockenen Tüchern auf dem Spielbrett. Wahrscheinlich als Badstraße.