Archiv für den Monat: Juli 2007

Erika Stucky beim Hafensommer

Der sonnige Vormittag hier in Würzburg macht mich ganz misstrauisch. Wird es heute etwa nicht regnen? Im Juli? Schön wär’s, denn heute Abend will ich mir die Schweizerin Erika Stucky beim Hafensommer anschauen, die Gelegenheit will ich nicht verpassen. Was ich so über sie und ihre Performance gelesen habe, klingt recht schräg — und damit könnte es mir viel Spaß machen. 🙂 Im Open-Air-Kino läuft dann noch der Film “Heimatklänge“, an dem sie auch beteiligt war. Hoffentlich hält das Wetter so lange …

Update: Die Veranstaltung beginnt um 21.30 Uhr, nicht um 20.30 Uhr wie in der Mainpost angekündigt. Im Zweifelsfall immer dem Würzblog glauben … 😉

Hast’e ma’n Schulanfänger?

Die Demonstration für den Erhalt einer 1. Klasse in der Burkarder-Schule ist schon einen Monat her. Mittlerweile gibt es auch schon 57 Anmeldungen für die Steinbachtal-Burkarder-Volksschule und einen weiteren Interessenten, damit käme man auf 58 Erstklässler. Bei dem Verhandlungen mit der Schulabteilung der Regierung Unterfranken wurde die Zahl 59 ausgehandelt. Ab dieser Zahl wird es drei 1. Klassen geben und eine davon in der Burkarder Schule. Im Moment wird es zwei Klassen geben, beide im Steinbachtal, mit 29 Schülern — was ganz schön viel ist.

Was also fehlt, ist ein einziger Schulanfänger. Schaut doch mal in allen Schubladen und unter die Betten. Oder fragt eure Eltern, ob ihr nicht noch einen geheimen Bruder habt, den sie seit 6 Jahren bei Wasser und Brot im Keller verstecken. Nun hätte er die Chance in eine Schule zu kommen, die auf jeden Fall sehr engagierte Schülereltern hat. Und das ist nie zu verachten.

Treppen, Musik und Film

Vor lauter Arbeit und Podcasts komme ich erst jetzt dazu, von der Eröffnung des Würzburger Hafensommers zu berichten.

Das Wetter war wie gebacken für eine Open-Air-Veranstaltung und gebacken wurde man auch erst mal auf den Treppen des Heizkraftwerks. Naja, es ist ja auch ein Heizkraftwerk, was sollte man erwarten. Aber als die Sonne unterging, war es doch recht angenehm auf dem Gelände.

Eine Veranstaltung der Stadt muss natürlich mit ein paar Reden eröffnet werden, diesen Gefallen taten uns Frau Beckmann und Herr Al Ghusain. Bei der Rede der Oberbürgermeisterin hab ich nicht so weirklich zugehört, bloß beim Versprecher, dass die Sitzkissen von Möbel Neubert gesponsert wurden, musste ich doch sehr grinsen. Sie verbesserte sich zwar gleich mit der Nennung von IKEA, aber der Zuwachs an Möbelhäusern scheint ihr doch schwer zu schaffen zu machen. 😉 Muchtar Al Ghusain sagte vor allem allen Beteiligten Dank. Und das tat er trotz der Menge recht sympathisch und kurzweilig — und irgendwie recht gut gelaunt.

Zu Beginn war das Areal noch gut besucht mit wichtigen oder wichtig wollenden Menschen. Doch als das Freibier und die Reden beendet waren, da verschwand ein guter Teil der Krawatte wieder. Kein schönes Bild.

MusikstudentenAber der Hauptteil war die Kultur. Die Musikstudenten durften das Sommerfestival auf der schwimmenden Bühne eröffnen. Die Band um Dennis Schütze — frischgebackener Tränger des Kulturförderpreises der Stadt Würzburg — spielte routiniert Jazz-, Swing- und sonstige Klassiker auf. Aber man die verdiente gute Stimmung kam nicht so richtig hoch, was wohl sehr an den wenigen Besuchern oder deren weiter Verteilung auf der sehr große Treppe lag. Ich fand sie gut.

LeinwandAls die Sonne dann unterging und die Nacht den Alten Hafen umfing, da wurde der Film “Bessere Zeit” auf der Leinwand gezeigt. Der hat auch nochmal etliche weitere Gäste zu späten Stunde angelockt. Manche Freunde fanden diesen Film ums Erwachsenwerden und Heimatliebe langweilig. Ich fand ihn sehr schön, leise und laut, witzig und gefühlvoll. Irgendwie wollte man wieder 17 Jahre alt sei — und gleichzeitig überhaupt nicht mehr. 🙂

Ein schöner, aber etwas schleppender Anfang für den Hafensommer. Aber definitiv weitere Besuche wert.

(später mehr, jetzt muss ich zur Diplomfeier von diemarlene :-))

KranEin wenig nervig war das Pfand- und Zahlsystem. Man musste für Essen und Trinken Euros in Hafentaler umtauschen, also Wertbons. Auch das Pfand. Und damit konnte man dann an den Ständen einkaufen. Leider gab es bloß eine Umtauschkasse und Bons vorzukaufen ist auch riskant, da ein Rücktausch nicht möglich ist. Was das Tauschsystem für Vorteile haben soll ist mir schleierhaft. Ob die Leute am Getränkestand meine Euros nachzählen müssen oder meine Wertbons, das ist doch ziemlich egal. Und so muss ewig am Umtauschhäuschen warten, nur um mal einen Schoppen trinken zu können. Lästig.

Bilder von der Eröffnung gibt es hier.

Architekturstudeten polieren Möbelfabrik auf

Ende Juli treffen sich ca. 100 Architekturstudenten und Professoren aus sechs Länder in Würzburg zum 7. Internationalen Architektur Workshop. Zwei Wochen lang dürfen sie sich diesmal den Kopf über die leerstehende Heidingsfelder Möbelfabrik Grönert machen und Ideen für deren zukünftige Nutzung sammeln und entwerfen.

Kann man die Jungs und Mädels nicht noch ein paar Wochen länger in Würzburg campieren lassen? Dann könnten sie gleich mal zum Hotelturm schauen. Und zum Marktplatz. Und zum Bahnhof. Und zum Mozartareal. Und … und .. und …

Weitere Informationen auf der Workshopseite mit dem wohl schlechtest aussehenden Würzburg-Logo seit den Bauernkriegen (auch wenn man das Wort Kompressionsartefakte noch nie gehört hat — man sieht es doch!)

Via Arclife

Richtfest, Baden und eine Ente

Meine Nähe zum Alten Hafen erlaubt mir den Luxus, mal schnell in der Mittagspause zu eine Presseveranstaltung des Würzburger Hafensommers zu huschen. Da die Aufbauarbeiten im Areal des Heizkraftwerks ziemlich abgeschlossen sind, fand dort heute das “Richtfest” statt. Nun, mehr Richt als Fest, denn Alkohol gab es nur, um mal den Korken knallen zu lassen. Egal! Dafür gab es Heike Mix im Entenkostüm, Michi “Boot” Wirth im Badeanzug — der eine Arschbombe mit BodenTreppenkontakt in den Main machte — und einen recht entspannten und gut gelaunten Kulturreferenten Al Ghusain. Und als Bloggerbonus noch einen Biffo, der das Neichle der Sektflasche ausgetrunken hat. Wenigstens einer, der was zu Trinken bekam. 😉

So kann man die Mittagspause auch lustig verbringen … 😉

Weitere Bilder gibt es hier.

Für den Kalender: Bavarian Open Word 2007

Es ist noch ein bisschen Zeit bis dahin. Aber man kann ja schon jetzt mal Vorfreude aufbauen. Nämlich auf die Bavarian Open Word 2007 in Würzburg. Ja, sie kommen wieder. Diesmal an den Oberen Markt. Am 11. September 2007. Mit Hannah Gottschalk, Sonja Weichand, Jan-Philipp Dietl und als Gast und Musiker Knarf Rellöm X.

Ahhh, ich spüre sie schon, die Vorfreude … 🙂