Der 1. Hafensommer am Alten Hafen Würzburg

Das ist ein Beitrag zu Hafensommer 2007.
Beiträge zum Hafensommer 2008 gibt es hier.

“Zwingend”, “zwingend” und … “zwingend” nannte Muchtar Al Ghusain die kulturelle Nutzung des Areals beim Heizkraftwerk im Würzburg. Und das kann ich nur unterstützen, liebe ich das Gelände schon länger.

schwimmende BühneEinen Anfang macht jetzt der Hafensommer im Alten Hafen, der vom 26. Juli 2007 bis zum 26. August 2007 fast jeden Tag Konzerte, Kabarett, Theater, Kino oder Tanz auf einer schwimmenden Bühne am Heizkraftwerk veranstaltet, mit weiterem Programm im Kulturspeicher, im Bockshorn und auf der Arte Noah. Apropos veranstaltet: Die Stadt gibt die Planung und Durchführung nicht an einen externe Eventagentur ab, sondern tritt mal selbst als Veranstalter auf.

Bei der gestrigen Pressekonferez im Lumen — wo man erfreulicherweise rauchen durfte, Hurra! — kam heraus, dass das Ganze recht kurzfristig geplant wurde. In nur drei Monaten wurde das Konzept und Programm auf die Beine gestellt. Da fragt man sich schon, warum das so knapp sein musste, schließlich ist die Treppe und der Platz am Kraftwerk schon eine ganze Weile fertig. Aber gut, besser so als gar nicht.

Als Zielgruppe hat die Stadt mehr das “Mittelalter” im Blick, also die 30 – 40-jährigen. Also mich. Obwohl mich das Programm nicht unbedingt auf die Knie sinken und mein demütiges Haupt in Richtung Rathaus neigen lässt, so gibt es doch für mich auch nette Programmpunkte. Dennis Schütze spielt mal wieder auf, zu dem ich jetzt ohne den Anschein der Hoffnung auf Gnade ins Konzert kann. 😉 Erika Stucky sieht und hört man auch nicht alle Tage in Würzburg mit ihrer Performance. Und den Würzburger Theaterklassiger “Der fliegende Würzburger” habe ich auch noch nicht gesehen.

Frau BeckmannIch bin gespannt auf den Hafensommer. Wenn das Wetter passen sollte, die Leute nicht zu knapp bei Kasse sind (Eintrittspreise von 6 € bis 14 €) oder die Stadt es organisatorisch vergeigen sollte, könnte das wirklich ein netter Sommer am Alten Hafen werden. Aber wenn es nach Frau Beckmann und Herrn Al Ghusain gehen sollte, dann wird der Hafensommer so oder so kein One-Hit-Wonder. Der Ausbau des Alten Hafens macht nur Sinn, wenn dort auch weiterhin etwas passiert. Das ist zwingend.
Schau mer ma!

Bilder von der Pressekonferenz hier. Das Programm des Hafensommers hier (fleißig scrollen ;-)).

9 Gedanken zu „Der 1. Hafensommer am Alten Hafen Würzburg“

  1. ja, wie? schiffe, wasser – hafen? warum nicht den relationen entsprechend… häfchen – oder häflein – oder häfleinchen… oder häfele?

  2. Boah, die Internetseiten des Hafensommers werden ja immer schlimmer anstatt schöner. Haben die den Wolkenhintergrund aus der Sammlung vo Windows 98?
    Da kann man nur hoffen, daß das Fest schöner wird … ^^

  3. …das dingen einen “hafen” zu nennen ist ja schon ein bisschen dreist ;-)… zitat: “ich dachte wir wollten zum hafen!?” (hamburger wehrpflichtiger 1993 in würzburg)

  4. Auf den Hafensommer bin ich auch ganz schön gespannt. Wenn mal nur das Wetter passt – aber nach dem vielen Regen MUSS es ja bald mal Sommer werden. Spannend ist auch die schwimmende Bühne: Müssen die Akteure dorthin schwimmen? Und wird sie am Ende während der Vorstellung absaufen? Wenn die Stadt als Veranstalter auftritt, könnte das ja durchaus passieren.

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