Ein Sinnspruch sagt: „Geschichte wiederholt sich ständig selbst.“
Nun für die wenigen urbanen Visionen und (Groß-)Planungen fast aller Art in WBG. gilt das mehr als man oft ertragen kann als Bürger!

Lassen wir mal kurz beiseite woran paktisch JEDES Vorhaben, das zur Weiterentwicklung und Urbanisierung unserer Provinzmetropole angedacht, geplant und dann doch schon in der Entstehungsphase geplatzt ist, im Einzelnen gescheitert letztlich ist.
Sei es das unrühmliche, ruinöse „neue Wahrzeichen“ eines imposanten Hotelturms am Berliner Ring, seien es die jahrzehntelangen Versprechungen für einen neuen Hauptbahnhof, für den man sich als Würzburger endlich nicht mehr schämen müsste, seien es die ARCADEN, die gleich beide Probleme eines neuen Tors in die Stadt gelöst hätten, oder eben jetzt das aktuelle Debakel um die ebenso alte Geschichte der Neugestaltung des Mozartareals …

Zusammengenommen mutet alles wie eine unendliche Geschichte von Pleiten, Pech(?) und Pannen an, vergleicht man den Mut, die Kompetenz und das Geschick anderer Stadtväter in vergleichbaren „echten“ Großsstädten, die diesen Namen auch im Jahre 2007 noch verdienen!

Würzburg wird dereinst wohl eingehen in Geschichte der unglaublichsten Possen und Schildbürgerstreiche im ganz großen Stil, als eine Möchte-Gern-Europastadt, die vor allem von ihrem Ruf des galoppierenden Stillstandes lebt.

Oh, Verzeihung, wir haben ja noch die Residenz, die Burg, das Käppele, die Weinberge, usw. … aber wir leben hier von der Substanz des Gestrigen, des nur Bewahrens, statt sich auch Weiter-Entwickelns. Der innere Tod jeder City auf die Dauer — und es dauert schon verdammt lange an! 🙁

Ich kenne auch keine andere Stadt, deren desolater Verkehrswegehaushalt so nachhaltig dafür sorgt, dass bei uns selbst wichtige Hauptverkehsverbindungen oder ganze Brücken über Jahrzehnte in einem katastrophalen Zustand weiterdämmern, ohne dass dafür LÖSUNGEN gefunden werden. Und ich kenne auch keine anderen Bürger, die sich solche Inkompetenzen und himmelschreienden Zustände über Jahrzehte mit unglaublicher Ruhe und unterfränkischem „Gleichmut“ würden bieten lassen.

Leben in Würzburg heisst immer mehr: Tumb dahin vegitieren in einem 1:1 Museum für gepflegten Stillstand … oder eben WEGGEHEN, was so viele junge Menschen längst getan haben oder spätestens nach Abschluss ihrer Ausbildungen in der renomierten „Universitäts-Stadt WBG. oft genug tun.

Verdammt schade eigentlich, oder?

Traurige Grüße.
LifeExplorer