Archiv für den Monat: März 2008

Blauäugige WVV

Im Prozess um die verspekulierten Millionen der WVV wurde heute ein Urteil gefällt. Die Deutsche Bank muss fast eine Millionen Euro, knapp ein Viertel des Verlustes, an die WVV zurückzahlen.

Da ist die WVV nochmal mit einem blauen — sehr blauem — Auge davongekommen und lernt vielleicht, sich nicht auf Geschäfte einzulassen, von denen man keine Ahnung hat — oder die man gar nicht machen darf. Eine Idee, die man eventuell auch auf andere Bereiche ausdehnen könnte.

Mama Beimers gläsernes Familienleben

So, ganz Würzburg saß jetzt vorm Fernseher und denk sich “Mensch, kenn ich vielleicht die Verwandten von Mutter Beimer?” Die ARD begleitete Adoptionskind Frau Marjan in der Reihe “Das Geheimnis meiner Familie” auf der Suche nach ihrer Familie, die unter anderem noch in Würzburg ansässig ist.

Schön für Frau Marjan, dass sie, wenn auch spät, Familienbande knüpfen konnte. Aber dass das Fernsehen mal wieder dabei war, wo es nichts zu suchen hat

Standtstrand beginnt Aufbau

Der Mai winkt schon aus der Ferne, das heißt, der Stadtstrand wird in Würzburg wieder bald eröffnen. Nun wird auf den Parkplätzen am Mainkai an der Löwenbrücke wieder die kleine Gastromeile aus dem Boden gestampft. Das heißt, morgen schon beginnt der Aufbau. Was wiederum heißt, dass alle, die in dem Bereich ihr Auto geparkt haben, das bis spätestens morgen früh wegfahren sollen. Sonst wird es abgeschleppt, von Baggern zerquetscht oder als Herrentoilette integriert.

Entwaffneter Sheriff

Ja ja, der Stadthausmeister. Der hat mir auch gleich einen Anruf beschert. Nein, keine versuchte Abmahnung, sondern eine Richtigstellung eines Mitglieds des Einzelhandelsverband in Würzburg, der mit dem Mainpostartikel — und der Reaktion darauf in den Blogs — nicht glücklich war.
Der Einzelhandelsverband, Würzburg macht Spaß und das Sozialreferat planen wirklich etwas, was unter dem Arbeitstitel “Stadthausmeister” läuft.  Es soll aber kein Ordnungsdienst werden, mehr ein Säuberungs- und Pflegedienst für Plätze, Orte und Aufgaben in Würzburg, für die niemand zuständig ist. Kaugummis von der Straße kratzen, Aufkleber von Laternen entfernen und so einen Kram. Aber nicht die Leute zur Ordnung rufen und Wach- und Ermittlungsdienst der Stadt spielen, wie man aus dem Mainpostartikel schließten konnte.
Wie das Ganze wirklich aussehen wird, wird man sehen, die beteiligten Gruppen sind noch in der Entwurfsphase und werden das Projekt in den nächsten Monaten vorstellen. Aber man wird wohl auch weiterhin sein Bierchen auf der Bank trinken können, mit den Füßen auf der Sitzfläche.

Warten wir es mal ab, wie das mit dem Hausmeister nun wirklich wird.

Ein bisschen mehr drahtlos

Gestern wurde die ohnehin verhältnismäßig große Fon-Spot-Dichte im westlichen Grombühl nochmals erhöht — Rööö sei Dank –, denn ich teile nun auch mein WLAN mit anderen. Wenn das so weiter geht, dann hat man dort bald eine flächendeckendes WLAN-Netz in Würzburg.

Sehr viel Fremdverkehr werde ich auf dem Hotspot aber nicht erwarten, warum sollte bei uns jemand vorm Haus im Interent surfen. Aber man weiß ja nie.
In der Innenstadt wäre ein Fon-Spot viel interessanter und könnte sogar Geld bringen. Ich verstehe nach wie vor nicht, darum Kneipen und Cafés nicht viel öfter ein freies WLAN anbieten. In der Innenstadt kenne ich nach wie vor nur das Café Jenseits, das so etwas anbietet. Und obwohl es nicht so ganz mein Fall ist und ich die Getränkte etwas zu teuer finde, hat es mich in letzter Zeit öfters mal als Gast gesehen. Einfach nur mal, weil ich schnell etwas in Netz nachschauen oder bloggen und dabei etwas trinken wollte. So leicht kommt man an Gäste.

Stadtblogger unter sich

Schon lustig. Gestern habe ich einen Beitrag angefangen, in dem ich so allgemein in die Runde der Stadtblogger fragen wollte, wer denn zur re:publica 08 und dem dort stattfindenden Treffen der Stadt- und Placeblogger kommt. Da ich aber keine Zeit hatte, die von mir so nebenbei gelesenen Stadtblogs nach Beiträgen zur re:publica zu durchsuchen, blieb der Beitrag noch im Entwurfsstadium.

Und schwups – gestern kam eine Mail von Sebastian vom Hauptstadtblog, der genau diese Frage stellt und nochmal zu dem Treffen einlädt. Ich hoffe, er veröffentlicht auch die Rückmeldung, denn neugierig auf die Teilnehmer bin ich ja schon. 🙂

Das wird ein interessantes Treffen. Denn die Stadtblogger haben — so glaube ich — ihre eigenen Sorgen und Freuden. Nie wird man in die oberen Riegen der Triple-A-Blogger gelangen, da die Zielgruppe des Blogs zwangsläufig recht klein ist. Kommentare werden nicht nur im Blog hinterlassen, sondern auch auf der Straße, denn ein Großteil der Leser wohnt in unmittelbarer Nähe. Die lokale Presse sieht plötzlich einen schwer greifbaren neuen Konkurrenten. Und, und, und …
Da bin ich schon sehr gespannt auf die Geschichten, Konzepte, Ideen, die wir austauschen werden.

Ich gehe davon aus, dass außer dem Hauptstadtblog und dem Stadtblog Karlsruhe auch das BAR-Blog und das Pott-Blog anwesend sein werden, besonders hoffe ich auf das Augsburger Blogsburg, das Stuttgart-Blog, Schwerin-Schwerin, das Eisenhüttenstadt-Blog und das Heldenstadtblog aus Leipzig (vielleicht klappt es ja diesmal ;-)).

Es ist noch nicht einmal eine Woche bis zum Beginn der re:publica 08. Und wenn ich endlich mal eine Unterkunft in Berlin finde und auch endlich mal meine Kunden ihre Rechnung begleichen, damit ich diese Unterkunft auch zahlen kann, dann kann ich entspannt nach Berlin fahren — Vorfreude habe ich schon genug. 🙂