Archiv für den Monat: Mai 2008

Sonnenbrand und flinke Flitzer

Von der Bayern Rundfahrt am Freitag habe ich zwei Dinge mitgenommen. Einen Sonnenbrand, der sich gewaschen hat, und die Erkenntnis, das Radrennen keine Sportart ist, die man sich unbedingt live anschauen muss.

Bis ungefähr eine halbe Stunde vor der ersten Durchfahrt des Felds an der Residenz dachte ich, Würzburg zahlt den Veranstaltern die Straßensperrung mit einem Nichterscheinen zurück. Doch es zeigte sich, dass der Würzburger nicht uninteressiert ist, sondern nur etwas spät dran. Aber das kennt man ja.

Darum blieb das Rahmenprogramm recht unbeachtet. DIe Hip-Hopper von Mannschaft 06 spielten fast für sich selbst, die Schulmeisterschaft wurde nur von wenigen Schülern verfolgt. Aber die relative Leere des Residenzplatzes hatte auch den Vorteil, dass Biffo und ich wenigstens man kurz in den Genuss kamen, uns mal in den einzigen 2 Quadratmetern Schatten auf den gesamten Platz hinzusetzen.

Das Promi-Geschicklichkeitsfahren wurde suverän von Patrick Friedel gewonnen und 1000 € gingen an den Wildwasser e. V.

Der eigentliche sportliche Teil ist schnell erzählt. Wusch, wusch, wusch. Fertig. Die Rennradler sind dreimal an der Residenz vorbeigefahren. Das erste mal dauerte es gefühlte 10 Sekunden, bis die gut 100 Sportler an mir vorbeigezischt sind. 10 Minuten später sind die Jungs mal schnell von einem Abstecher vom Hubland zurückgekommen, diesmal dauerte es ungefährt 20 Sekunden — sie wurden müder. Und wiederum 10 Minuten später fuhren sie schon ins Ziel ein, das dauerte mal geschätzte 30 Sekunden.
Ich stand also vier Stunden in der prallen Sonne, wartete auf die Radler, drängte mich mit anderen verschwitzten Körpern an die Absperrung und im Gesamten sah ich eine Minute lang die lang ersehnten Radfahrer.
Für solche Sportarten wurde das Fernsehen erfunden.

Gewonne hat diese 3. Etappe übrigens Gerald Ciolek. Glaube ich. Zumindest musste er bei der Siegerehrung 3 – 8 Trikots überstreifen und sich küssen lassen. Der Arme leidet auch an einer Blumenallergie, er warf seine 3 – 8 Blumensträuße in die Menge. AlGore fing auch einen auf, aber ich wollte ihn trotzdem nicht heiraten.

Bilder gibt es bei Biffo, AlGore und ein paar schlechte auch bei mir.

erLesen und erKaffeemachen

Zwei Sachen, die ich sehr gerne mag — Kaffee und Lesen — kann ich Samstagabend haben. In der Buchhandlung erLesen in Grombühl gibt es um 20.00 Uhr eine Veranstaltung “Espresso made in Italy”. Es geht um das gleichnamige Buch, um Kaffee- und Kaffeemaschinentheorie und um das richtige Zubereiten von Espresso und Cappuccino — im Selbstversuch bis zum Abwinken. Freiwilliger extremer Koffeinschock, zum Schlafen ist es eh zu warm … 😉

Die Suche nach der Bayern Rundfahrt

Guck mal an, wenn man bei Google nach “bayernrundfahrt würzburg” sucht, dann taucht (bei mir) zuerst das Würzblog auf, dann die offizielle Seite und dann das Kitziblog. Schreibt man bayernrundfahrt mit Bindestrich, dann ändert sich nichts, nur bei der Schreibweise “bayern rundfahrt” wechseln die Plätze auf bayern-rundfahrt.com, Kitziblog und Würzblog.

Biffo, müssen wir jetzt stolz auf uns sein? 😉

Kleine Vernissage im Tiepolo


Ich sollte öfters mal meine verheuschnupften Taschentücher aus den Hosentaschen wegwerfen, denn da tauchen doch auch andere Dinge auf. Wie zum Beispiel die Einladung zu einer Vernissage im Keller des Tiepolo.
Anna-Maria Müller zeigt in ihrer ersten Ausstellung einen Teil ihrer Zeichnungen und Gemälde. Und ich stehe ja sehr auf so kleine Vernissagen, die sind meist viel schöner und gemütlicher als in großen Galerien und Museen.

Da werde ich doch mal vorbeischneien. 🙂

Höhere Logik beim Abstimmen

Klar. Um die Abstimmung beim Bürgerentscheid gegen einen FH-Neubaus neben dem Alandsgrund auch intellektuell auf ein hohes Niveau zu bringen, hat sich der Stadtrat entschlossen, ein Ratsbegehren anzuhängen — für einen FH-Neubau am Alandsgrund.

Also muss man beim Kreuzchenmachen am 27. Juli durchatmen, die Formulierung gut durchlesen und mit Bedacht seine Kreuze setzen. Vielleicht vorher noch ein paar Übungen in elementarer Logik machen.

Morgen strampeln sie durch die Stadt

Die Benzinpreise sind hoch, da steigt man doch gerne auf den Drahtesel und strampelt ein bisschen der Umwelt und dem Geldbeutel zuliebe. Das denken sich auch die Sportler von der Bayern-Rundfahrt und fahren ein bisschen Fahrrad. Morgen sind es knapp 190 Kilometer, bei der 3. Etappe, die von Donauwörth nach Würzburg führt.

Da die Rennräder nicht verkehrssicher sind, wird auch der normale Verkehr an der Strecke lahmgelegt. Von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr kann man das Autofahren in Würzburg fast vergessen, die Runde von der Residenz über das Frauenland ist wohl kaum passierbar. Auch der Busverkehr in dem Bereich fällt flach (Linie 10) oder fährt größere Umwege (alle anderen Busse in dem Bereich). Wer innerhalb der “Todeszone” wohnt und morgen Nachmittag sein Auto braucht, sollte es ab besten schon heute außerhalb parken. Die Balthasar-Neumann-Promenade ist sogar von 8 Uhr bis 18 Uhr gesperrt, da auf dem Residenzplatz und der Straße das Rahmenprogramm und kleinere Spaßrennen stattfinden. Das Rahmenprogramm beginnt um 10.00 Uhr mit Musik und Zeuch.

Ob der Residenzparkplatz nach 18.00 Uhr wieder parkbar ist, weiß ich nicht. Aber die Weindorfbesucher sollten eh lieber zu Fuß gehen … 😉

Ich habe mal schnell eine GoogleMap der Strecke erstellt, da ich die Karte bei der Mainpost kaum lesen konnte. 😉
Größere Kartenansicht
Hier ist der genau Streckenverlauf in Stadt und Land Würzburg mit den geschätzten Durchfahrtszeiten.

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Bürgerentscheid zum Alandsgrund – kein Grund zum Ja

Am 27. Juli 2008 gibt es wieder mal einen Bürgerentscheid in Würzburg, initiiert von einer Bürgerinitiative. Und einem Bürgerentscheid will man instinktiv immer zustimmen, weil ich als Bürger ja entscheiden will. Doch man kann sich auch dagegen entscheiden. So wie in diesem Fall ich.

Konkret geht es um einen Stopp des Bauvorhabens am Sanderheinrichsleitenweg, den Neubau der Gestaltungs-FH. Und der ist dringende nötig, den die FH platzt in Würzburg aus allen Nähten, und die Studienzahlen werden wohl eher zunehmen.

Doch den Anwohnern an der Keesburg passt der Bauplatz natürlich nicht in den Kram, wen wundert’s. Sie argumentieren mit dem verstärkten Verkehrsfluss im Frauenland und mit der Versiegelung von Gründflächen. Und das sind Argumente, die nicht von der Hand zu weisen sind. Sie fordern, dass der Neubau an den freigewordenen Leighton-Barracks oder an einem anderen Ort entstehen soll. Im Prinzip keine schlechte Idee.

Nur leider gibt es einen eklatanten Zeitdruck. Der Neubau muss möglichst schnell hochgezogen werden. Und bis nun das Kasernen-Areal zur Bebauung freigegeben wird, kann es noch etwas dauern.

Da tauchen jetzt naürlich viele “hätte” und “wäre” auf. Das die Amis abziehen, war schon lang bekannt, hätte man doch gleich den Bauplatz auf das Gebiet geplant. Klar, hätte. Hat man aber nicht. Da habt die Stadt/FH/Regierung gepennt. Aber da hilft jetzt kein Jammern mehr, es ist nun mal so wie es ist. Auch die bayerische Regierung hat in die Plaungen am Alandsgrund investiert und es steht zumindest eine Zahl von über 3 Millionen Euro im Raum, die Würzburg angeblich zahlen müsste. Soviel Risikogeschäfte kann die WVV gar nicht machen, dass die Stadt das Geld übrig hätte.

Und der Freistaat will auch, dass es endlich losgeht. Staatsminister Goppel sagte bei einer Veranstaltung in der FH Schweinfurt laut Volksblatt Schweinfurt:

Allerdings müsse Würzburg die Voraussetzungen für die Bautätigkeiten schaffen. Geschehe dies nicht zügig, profitiere davon der Standort Schweinfurt, so Goppel.

Und die Schweinfurt sind natürlich heiß darauf, die FH dürfte wahrscheinlich sogar auf dem Marktplatz bauen, wenn sie wollte.

Natürlich könnte man auch Alternativen zu den Leighton-Barracks suche — aber das Suchen dauert und der Ausgang ist sehr ungewiss.

Mir tut es leid um dem Acker neben dem Alandsgrund, aber aus meiner Sicht überwiegen einfach die Sachzwänge. Bis zum 27. Juli 2008, dem Tag des Bürgereintscheids, lasse ich mich gerne mit stichhaltigen Argumenten überzeugen. Wenn jemand eine durchführbare Idee hat, den Neubau in kürzester Zeit außerhalb des Alandsgrunds zu bauen — immer her damit. 🙂

Kiwanis-Cup 2008 – Seifenkistenrennen in Würzburg

Gestern waren die Goldwing-Fahrer auf Würzburgs Straßen unterwegs, aber Sonntag in einer Woche gehört zumindest eine Fahrbahn den echten Abenteurern der Straße — den Seifenkisten-Fahrern.

Am 1. Juni 2008 findet der alljährliche Kiwanis-Cup in der Wittelsbacher Straße statt. Ab 10.00 Uhr rauschen die selbstgebastelten Holzboliden in ersten Trainingsläufen den Berg hinunter, ab 13.00 Uhr wird es bei den Wertungsläufen ernst.