Zwischen Hulu-Hula-Dancer und Jodlerin

Am Montag saßen Rööö und ich auf der Treppe des Heizkraftwerks. Nicht aus romantischen Gründen, sondern um uns Erika Stucky anzuhören. Aber schon Rööös Frage vor dem Konzert, was sie denn so spielt, war für mich schon schwer zu beantworten, obwohl ich sie schon beim letzten Hafensommer gehört habe. Und auch in diesem Jahr fällt es mir schwer, Erika Stuckys Auftritt in Worte zu fassen.

Stucky ist Sängerin, Akkordeonspielerin, Schaufelschlägerin, Geschichtenerzählerin, Tänzerin, Geräuschemacherin, Clown, Jodlerin, Amerikanerin und Schweizerin — und das alles auf ihre ganz eigene Weise. In diesem Jahr wurde sie unterstützt von den Roots of Communication, zweier Alphorn-, Posaune- und Muschelbläsern und einem Schlagzeuger. Und es war unglaublich und sehr beeindruckend, was diese Musiker aus ihren Instrumenten für Töne herausholen konnten, das waren mund- und handgemachte Synthesizer. Die Stilspanne ging von Chansons, Pop, Folklore, Ambient bis zu einer sehr geilen Freejazz-ähnlichen Nummer für Alphörnern, Schlagzeug und Schaufel. Und immer war Stucky da wo sie war. Sie nahm das Publikum und ihre Umgebung — die Surfwelle des Heizkraftwerks — wahr. Und das machte sie als Künstlerin sehr nahbar — und sympathisch.

Ein großartiges Konzert von großartigen und ungewöhnlichen Musikern. Selbst Rööö hat es gefallen. 😉

Bilder vom Konzert gibt es im Rööös Sevenload-Album für den Hafensommer 2008.

2 Gedanken zu „Zwischen Hulu-Hula-Dancer und Jodlerin“

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