Sommerloch gestopft, Kaiman Charlie wieder da

Gott sei Dank, das Sommerloch der Würzburger Medienwelt ist vorerst wieder gestopft.  Der Kaiman Charlie, der am Samstag aus seinem Käfig in einer Reptilienschau in Würzburg gestohlen wurde und es geschafft hat, den Besuch der potenziell zukünftigen Bundespräsidentin in der Mainpost auf Seite 3 zu verbannen, ist vorhin wieder gefunden worden.

Scheinbar gab Charlie nicht die erwartete Menge Leder her oder er hat seinem Befreier die Bude vollgeschissen, zumindest wurde das Reptil heute morgen in der Nähe der Luitpoldstraße gesichtet (übrigens, liebe Leute von TVTouring: “Straße” mit “ß”. “Große” auch.) und dann auch gefangen. Ob man diese Aktion als Rettung oder Verhaftung bezeichnet, das bleibt jedem selbst überlassen. Die rührende Fang- und Schmuseszene gibt es auf jeden Fall bei Radio Gong zu sehen.

Das wäre überstanden.

Frau Schwan in Worten und Gesten

Gesine Schwan redete recht energisch mit vielen Gesten über “Demokratie und Bildung” und neben ihr stand eine Gebärdendolmetscherin — was ich übrigens sehr positiv finde –, die den anwesenden Gehörlosen übersetzte. Teilweise sah es aber so aus, als würden die beiden Damen für den Fall üben, dass Synchrongestikulieren mal olympisch werden sollte. 😉

Mehr kann und will ich jetzt gar nicht schreiben, ich habe schreiende Kopfschmerzen — was nicht an Frau Schwans Rede liegt. 😉

Viele Pilger, viele Besucher, wenig Federweißer

Sie sind wieder zurück, die Kreuzbergwallfahrer. Heute kurz nach halb drei zogen sie singend durch die Semmelstraße. Die volle Semmelstraße. Das war schon ein ungewöhliches Bild für den Beginn der Zwiebelkirchweih, denn in den letzten Jahren fand die sie immer an Werktagen statt, wo um die Mittagszeit eher nicht so viel Leute Zeit haben, die Wallfahrer zu begrüßen.

Ja, die Zwiebelkirchweih wird gefeiert, um die Wallfahrer zu begrüßen. Darum waren Alex und ich etwas enttäuscht, dass, als wir uns um 14 Uhr in der Semmelstraße getroffen haben, dort schon viele fleißig am Essen und Trinken waren. Wir haben aber tapfer bis nach dem Durchmarsch der Pilger gewartet, uns dann aber sofort auf den Federweißen gestürzt.

Viel zum Stürzen gab es aber leider nicht, denn es gab nur einen einzigen Stand mit Federweißen (zumindest haben wir keinen weiteren gefunden). Ein Stand. Entweder ist die Weinlese in diesem Jahr recht spät oder die Tradition, dass es bei der Zwiebelkirchweih den ersten Federweißen im Jahr gibt, stirbt langsam aus. Nun ja, der Federweiße, den wir dann getrunken haben, war Bio, aus Nordheim und schon mächtig in der Wirkung. So mächtig, dass ich abends gar nicht mehr nochmal in die Semmelstraße ging, weil ich auf dem Sofa eingeschlafen bin.

In der Pilgerschar habe ich kaum bekannte Gesichter entdeckt, selbst Pia Beckmann nicht. Dafür lief mir Blogger und FDP-Landtagskandidat Jens Brand vor die Linse, mit farblich passenden Sträußchen und Regenjacke. Was mir sonst vor die Linse lief, ist im 23hq-Album zu sehen.

Schwan am Kran

Letzte Woche Claudia Roth und Kurt Beck, gestern Guido Westerwelle — die Politik-Promi-Welle schwappt noch immer durch Würzburg. Wenn man Marco Schneider glauben darf, dass Promibesuche für die Wahlkampfkandidaten mehr Arbeit als Vergnügen ist und der Effekt für den Wahlkampf nicht spürbar ist, dann darf man sich Fragen, warum die großen Politiker den Kleinen das antun.

Morgen am Montag kommt wieder so ein erbarmungsloses Exemplar in die Stadt: Gesine Schwan. Wobei sie das nicht ganz uneigennützig macht, denn indirekt geht sie auch auf Stimmenfang für ihre Kandidatur als Bundespräsidentin.Und morgen ist sie um 12.00 Uhr am Alten Kranen, wird wohl ein bisschen plaudern, ein paar Zeilen aus ihrem Buch “Allein ist nicht genug” vorlesen und etwas Jazz gibt es auch noch dazu. Mittagspausenentertainment.

Pelzig und die Hasen — Open-Air-Kino im zweiten Anlauf

Der Stadtstrand versucht sich wieder mal an einem Open-Air-Kino, nachdem es das letzte Mal ins Wasser bzw. in den Wind gefallen ist. Am Sonntag, 24. August 2008, soll Erwin Pelzigs “Vorne ist verdammt weit weg” gezeigt werden, die Gelegenheit für alle, die ihn nicht beim Hafensommer unter freien Himmel gesehen haben (Los Tanky! ;-)). Und am Montag ist dann der 2. Versuch für “Keinohrhasen” am Stadtstrand dran, beide Filme jeweils so gegen 21.00 Uhr, Eintritt ist frei.

R.E.M. vier Sekunden entfernt

Das R.E.M.-Konzert ist bis nach Grombühl ganz gut zu hören, knapp vier Sekunden verzögert. Wenn ich das Fenster aufmachen würde, dann könnte ich mitsingen. Ein Konzertkarte wäre also sowieso völlig überflüssig gewesen.

Wenn um 23.00 Uhr nicht Ruhe ist, dann rufe ich die Polizei. Oder gründe ein Bürgerinitiative. Oder beides.

Update: Ja wirklich. Ich summe gerade “Imitation of Life” mit und verstehe den Text sogar. Und das, obwohl das Konzert über eine Kilometer entfernt ist. Die müssen gut Krach machen, hoffentlich bröckelt an der Residenz nichts ab.

Es wird wieder getippt

Bevor ich es vergesse: die Bundesliga-Saison hat in der letzten Woche begonnen. Und damit beginnt auch wieder eine neue Runde beim Tippspiel sportfreundlich.com. Das Team Würzblog ist auch wieder am Start. Wer im letzten Jahr Mitglied im Team war, ist auch jetzt wieder Mitglied. Wer nicht mehr mitmachen will, der möge sich doch bitte vom Team abmelden, sonst schaffen wir den Erzfeind FC Bayern liveh8.de auch diesmal nicht … 😉

Wer das Team Würzblog verstärken will, ist herzlich eingeladen. Fußballwissen darf gerne gleich Null sein, man soll nur zuverlässig jede Wochen tippen können.

Freie Karten für Würzburg — OpenStreetMap

Karten im Intenet sind schon praktisch. Wer hat noch nicht GoogleMaps genutzt oder Routenplaner wie Map24. Praktisch. Wenn sie aktuell sind. Noch problematischer ist die Nutzung für eigene Projekte. Die Kartendaten sind lizensiert, teilweise darf man sie gar nicht selbst nutzen, teilweise nur über eine API. Und selbst Projekte mit den Kartendaten selbst durchführen darf man erst recht nicht, an die Daten kommt man direkt gar nicht ran.

Das schreit fast danach, dass sich die Nutzer zusammentun und gemeinsam etwas Eigenes und Offenes zu schaffen — die OpenStreetMap. Hier werden, ähnlich wie bei Wikipedia, gemeinschaftlich Daten gesammelt, erstellt und geändert. Und zwar Kartendaten. Und diese Daten sind unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC-BY-SA-Lizenz) verfügbar und nutzbar.
Mitarbeiten kann man durch das Sammeln und Liefern von Rohdaten per GPS-Tracking, durch das Editieren der bestehenden Kartendaten, durch das Ergänzen von Infrastrukturdaten (Bäckerein, Briefkästen, Geldautomaten, etc. eintragen).

Worauf will ich denn nun hinaus? Nun, Würzburg ist bei dem Projekt recht aktiv. Die Kartendaten Würzburgs sind zwar bei noch nicht vollständig — und werden wohl immer vollständiger sein können –, aber schon recht brauchbar. Doch da geht noch was. Und wie passend: am 23. August 2008 treffen sich die Würzburger OSM-Aktivisten. Eingeladen sind auch solche, die da einsteigen wollen oder sich nur dafür interessieren — also ich zum Beispiel. 🙂

Informationen zum Treffen gibt es im OSM-Wiki, überhaupt gibt es im OpenStreetMap-Wiki so ziemlich alle Antworten auf so ziemlich alle Fragen über das Projekt.