Günther, don’t drink and drive

Am 23. September 2008 kommt unser Landesvater Günther Beckstein den weiten Weg nach Würzburg zu einer Abschlusskundgebung. Der hat es gut, er wird bestimmt herchauffiert. Aber auch wenn er selbst Auto fahren würde, hätte er es gut.

Denn nach seiner Aussage kann man ja zwei Maß Bier in gut sechs Stunden trinken und dann noch Auto fahren. Aha. Herr Beckstein hat um 17.00 Uhr seinen Auftritt am Unteren Markt, da soll er doch um 8.00 Uhr früh anfangen, seine zwei Liter Bier zu trinken und dann drei Stunden lang nach Würzburg fahren. Nein Herr Beckstein, tun Sie das bitte nicht! Sie gefährden dann nicht nur sich, sondern auch andere.

Denn schauen wir mal, was passieren würde, wenn er das machen würde. Herr Beckstein ist 64 Jahre alt, ich schätze mal 1,70 Meter groß, ebenfalls geschätzte 80 Kilogramm schwer und zum Frühstück hat es nicht gereicht — Wahlkampfstress. Laut Promillrechner des TÜV-Süd würde er mit einem Blutalkoholwert zwischen 0,49 ‰ und 0,73 ‰  losfahren und hätte bei Betreten der Bühne noch ca. 0,2 ‰. Und das sind nur eine statistische Zahlen, die je nach körperlichen Voraussetzungen und Tagesform stark nach unten und oben abweichen können. Und wenn er eine sie wäre, dann würde der Promillewert sich noch erhöhen.

Nein, Herr Beckstein, nein. Wer Auto fahren will, der sollte gar keinen Alkohol trinken oder extrem wenig. Alles andere ist fahrlässig. Und als Ministerpräsident sollte man doch das Leben seiner Untertanen schützen wollen, oder? Das sind schließlich Wähler — zumindest potenziell.

8 Gedanken zu „Günther, don’t drink and drive

  1. Beckstein im Wortlaut
    “Wenn Sie auf der Theresienwiese zwei Maß Bier in sechs Stunden ohne dass Sie ihr Pfand zurückgeben müssen, dann starten Sie im Grunde genommen mit 1.5 Promille. Schauen Sie sich mal die großen Volksfeste an in Paris, da können Sie ein Liter Rotwein, oder London, und dann sitzen Sie noch nicht im Auto! Wenn Sie dann auf der Fahrt zum Flughafen kon..äähh… angehalten werden, dann können Sie mit dem Trans … ääh, S-Bahn fahren, dann wächst im Grunde genommen der öppent … Bus und Bahn näher an Sie heran, weil das ja klar ist, weil Sie dann Fahrverbot bekommen.”

  2. Ich schätze ja, er hatte schon einen im Tee, als er diese fragwürdige Äußerung von sich gegeben hat. Damit hat er sich selbst ganz schön ins Knie geschossen. Trinken und Fahren geht nicht. Reden ohne Denken aber auch nicht.

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