Archiv für den Monat: Oktober 2008

Halloween, bäh!

Oh, heute ist wieder das unsägliche Halloween, diese importierte Veranstaltung. Ich kann mich damit nach wie vor nicht anfreunden, die Begeisterung der Polizei hält sich ebenfalls in Grenzen.

Wenn es überhaupt einen Ort in Würzburg gibt, wo Halloween würdig gefeiert wird, dann ist es im Immerhin. Da werden keine halben Sachen gemacht, denn Herr Horror und Frau Grusel sind da eh schon Stammgäste. Da habe ich mich im letzten Jahr sogar mal kurz unverkleidet hingetraut und wurde prompt von einem netten Mann mit einer Maske aus Schweinehaut geknuddelt. Das ist Halloween! 😀

Provinz auf Weltniveau?

Die Würzburg AG legt eine neue Webekampagne für Würzburg vor. Mit dem Spruch “Würzburg. Provinz auf Weltniveau”.

Hier das Konzept von Buena la Vista via buenalog

Provinz auf Weltniveau

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Und was halte ich davon? Tja, jetzt habe ich es auch jeden Fall Schwarz auf Weiß, dass ich in der Provinz wohne. War mir nie so klar. Und auch noch auf Weltniveau. Also Würzburg ist keine normale Provinzgroßstadt, sondern in der Weltrangliste des Provinzialen ganz oben. Wir machen also den 1. Platz bei der Idiotenolymopiade. Toll!

Ja, liebe Würzburg AG, ich weiß ahne, wie ihr es gemeint habt — man muss keine Millionen Einwohner haben, um kulturell, wirtschaftlich und wissenschaftlich etwas vorweisen zu können. Aber “Provinz auf Weltniveau”? EIn idealer Satz, den man mal locker-sarkastisch fallen lassen kann, wenn in Würzburg mal wieder die kleinbürgerliche Seite rausgekehrt wird. Doch als Werbespruch? Wir haben doch gerade erst “Das Weinfass an der Autobahn”-Trauma überwunden.

Die Idee und die Story sollte idealerweise virales Potenzial haben, sodass Medien, insbesondere das Web, darüber berichten. (Konzept, Seite 6)

Ok, soweit funktioniert die Kampagne ja schon mal … 😉

Update: Thomas sieht die Kampagne etwas wohlwollender.

Shoppen von A-H

Alle Media Märkte, Optik Schmidt, Maingold, Huhn GmbH, Die Murmel, Sinus, Schuhhaus Kolb, Le Clown, Silk day+spa, Soapvillage, Eton Place, Maison de Ville, Wöhrl, Eilles, Abele Optik, Juwelier Christ, Drogerie Müller, Petra Boss, O2-Shop, Schlier, Thalia Buchhandlung, Tee Gschwendner, Kresinsky, Juwelier Endres, Weltbild, Juwelier Kathrin Stahl, Comacs GmbH, Optik Wiegand, Milano Mode — all diese Geschäfte haben jetzt gerade beim Mantelsonntag geöffnet. Ok, vermutlich haben noch mehr geöffnet. Aber die Straßenliste bei “Würzburg macht Spaß” ging nur bis zum Buchstaben H, die Juliuspromenade wird nur noch namentlich erwähnt. Aber vielleicht müssen in diesem Jahr die Einzelhändler in den Straßen mit A-H öffnen und im nächsten Jahr von J-Z.

Wird Würzblog werben wollen?

Apropos Arbeit – es wird Zeit, mal eine neue Idee durchzudenken. Ok, neu ist die Idee nicht, ich habe mich in den letzten Jahren nur schlicht und einfach geweigert, sie wahrzunehmen.

Werbung im Würzblog.

So, jetzt ist es raus.

Das Würzblog ist als Spaßprojekt geboren und soll das eigentlich auch bleiben. Aber über die Jahre ist das Blog eine vielgelesene Informationsquelle über das Leben in Würzburg geworden und etliche Leser „erwarten“ auch, dort informiert zu werden. Was auch nicht schlimm ist und meiner Blogidee auch entgegenkommt. Aber das Blogschreiben braucht einfach Zeit, mal mehr, mal weniger. Und in solchen Wochen, wie ich sie gerade erlebt habe, habe ich kaum Zeit zu Bloggen und nach 20 Stunden vor dem Rechner auch keine Lust. Aber als Selbstständiger habe ich einfach nur die Wahl zwischen Arbeit und Armut.
Ich habe oft Tage erlebt, an denen ich viele Artikel ins Blog stellen könnte, aber ich komme einfach nicht dazu und wenn ich dann wieder Zeit habe, ist der Zug thematisch schon abgefahren. Und das macht mich selbst auch unzufrieden.

Nun kommt die Idee mit der Werbung ist Spiel. Werbung auf dem Würzblog würde eine gewisse Menge an Geld in meine Kasse bringen. Und würde die Notwendigkeit verringern, als Webdesigner zu arbeiten, um die laufenden Kosten an Miete, Versicherungen und so weiter zu verdienen. Dann könnte ich guten Gewissens für das Würzblog schreiben.

Wie könnte die Werbung aussehen? Selbst wenn ich noch die Möglichkeit hätte, über Google Adsense Werbung zu schalten – was ich nicht mehr haben –, würde ich das nicht gerne machen. Das Würzblog ist ein Placeblog, ein Blog, dass für eine bestimmte Region geschrieben wird. Und da wäre es meiner Meinung nach nur konsequent, regionale Werbung zu zeigen.

Ich erwarte nicht, dass durch die Werbung Unsummen an Geld reinkommen werden. Ich kann allerdings überhaupt nicht abschätzen, wie groß die Ununsumme sein könnte. Was kann ich für ein oder zwei Werbebanner verlangen, mit in Normalzeiten ungefähr 400 Besuchern am Tag? 5 € im Monat? 50 € im Monat? 500 € im Monat? Wo liegt da die Preislatte? Sollte ich Werbeplatz dauerhaft vermieten oder ist eine Bannerrotation sinnvoller?

Eines ist mir klar – ich muss den Werbekunden ebenso klar machen, dass ein Werbebanner weder vor kritischen Artikeln schützt noch die Erwähnung in Blogbeiträgen garantiert. Die subjektive Unabhängigkeit des Würzblogs werde ich sicher nicht verkaufen.

Die interne Verteilung der Werbeeinnahmen ist noch eine ganz andere Frage. Das Würzblog besteht ja nicht nur aus mir, sondern auch aus – im Moment zwei – Gastautoren. Die erzeugen ja auch Inhalt und müssten dann natürlich auch am Geld beteiligt werden, in welcher Form auch immer. Aber das muss ich dann mit den Autoren selbst regeln.

Ihr merkt, die Idee ist noch etwas schwammig. Aber ich denke, dass sie dem Blog gut tun würde. Gebt doch mal Meinungen dazu ab. Was haltet ihr davon? Habt ihr Ideen dazu?

Post an das Cairo?

Apropos Cairo – falls jemand aus dem Urlaub eine Postkarte an das Cairo schreiben will, sollte er wissen, dass das Cairo nun eine neue Adresse hat. Nein, es ist nicht umgezogen, sondern der Platz wurde neu benannt. Der Platz heißt jetzt — ok, seit fast drei Monaten über einem Jahr schon — Fred-Josef, benannt nach dem Georgs-Pfadfinder, der im KZ Auschwitz umgebracht wurde und dessen Stolperstein in der Bibrastraße verlegt wurde.

Die Postanschrift des Cairo lautet nun:

Jugendkulturhaus Cairo
Fred-Joseph-Platz 3
97082 Würzburg

Attwenger im Cairo

Nun tauche ich mal wieder aus dem Ozean der niemals enden wollenden Arbeit auf. Denn es gibt ja auch eine Leben neben der Arbeit – angeblich.

Und dieses Leben könnte sich heute im Cairo abspielen. Dort spielt am Abend Attwenger. Am diesjährigen U&D konnte ich sie schon mal kurz hören. Kurz deswegen, da natürlich wieder parallel auch eine andere interessante Band spielte, wie könnte es auch anders sein.
Aber was ich hörte, war gut. Originelle Musik und witzig-nachdenkliche Texte mit österreichischem Charme vorgetragen und die Bühne war auch nur eine Erhebung inmitten der Menschen, die den Namen Publikum auch nur auf dem Papier tragen.

Los geht es um 21.00 Uhr, Eintritt kostet 10 €.

E-Mail-Benachrichtigungen mit Opt-In

Findige Anwälte haben eine neue Geldquelle gefunden — das Abmahnen von den E-Mail-Benachrichtigungen, die das WordPress-Plugin “subcribe to comments” bei neuen Kommentaren verschickt. Denn hier kann man eine beliebige Mailadresse eingeben und der Empfänger würde mit “Spam” bombardiert werden.

Ich habe nun eine von Infogurke gepatchte Version des Plugins installiert. Damit müsste man zuerst — und hoffentlich einmalig — bestätigen, dass einem die Mailadresse gehört und man die E-Mail-Benachrichtigungen auch bekommen will. Ich habe es noch nicht getestet, falls Probleme auftauchen sollten, meldet euch. Im schlimmsten Fall muss ich das Plugin abschalten.

Via Hisky.