Hammer und Hose

Ja lieber Würzburger Stadtrat, da hat ihr wieder mal gezeigt wo der Hammer hängt und wer die Hosen an hat. Ihr könnt euch doch nicht bieten lassen, dass der Bau- und Ordnungsausschuss einfach gegen euren Beschluss vom letzten Jahr stimmt und dem Augustinerhochhaus eine Höhe von 35,90 Meter gönnt. Ist ja bloß der Bauausschuss, was weiß der schon vom Bauen. Da muss man schon das Weltbild des Ausschusses und die Höhe des Hauses zurechtrücken — und zwar auf 33,90 Meter. Was ja immer noch 1,25 Meter höher als das jetzige Haus ist.
Aber dass das dem Investor vielleicht nicht genug sind und der Entwurf des Neubaus von 2007 auch schon höher war, das muss euch ja nicht kratzen. Wenn er nun abspringt, dann war es auch nur ein Investor von der geldgierigen Sorte. Der will bei dem Haus doch tatsächlich finanziell nicht drauflegen, das muss man sich mal vorstellen.

Aber nicht mit euch, lieber Stadtrat. Ihr habt gezeigt, wer in der Stadt die Hosen an hat. In die das Ganze vielleicht auch gehen kann.

11 Gedanken zu „Hammer und Hose

  1. dieser stadtrat ist doch in wirklichkeit ein karnevalsverein…mich wundert´s nicht – würzburg, wie es dilettiert, aber das auf weltniveau!!

  2. War jemand bei der Sitzung? Ich würde zu gerne die offizielle Begründung hören. (Kann man die irgendwo nachlesen?)  Es gab ja auch Stimmen, die für den Bau waren. Nur “so hoch geht das nix…” wird wohl keiner gesagt haben, oder..?

  3. @ Rööö: Ne, ich hab ja sowohl auf den “tiefer tiefer”-Artikel als auch auf den hier verlinkt, falls du des gemeint hast. Also daran kanns net liegen. bei mir geht diese sch*** Funktion einfach nicht. Aber des Theme will ich eigentlich nicht ändern, weil ich jetz grad mal alles so habe, wie ichs will…Hmm, naja, zur Not muss ich halt immer per Hand verlinken. Aber vll find ich ja noch ne Lösung.

  4. Was soll man noch dazu sagen! Ich vergleiche das Theater hier immer mit den Verhältnissen in meiner alten Heimat Hannover. Dort wurden jetzt die Arcaden eröffnet (seehr viel größer als was hier geplant wurde!) und einen mit dem Augustinerhochhaus-Neubau vergleichbaren Fall gibts da auch, hier mal ein Foto: Der O´Gehry Tower!
    Einige mögen sagen, WÜ ist nicht H, hier ists viel schöner. Für manche mag das stimmen, aber wenns so weiter geht, für immer weniger.

  5. 2 Meter runter sind 2 Schritte zurück.
    Wie wärs mit “Würzburg – Eine Stadt auf dem Weg in die Vergangenheit”
    Also ich vermute ja immernoch, dass sich die Stadt durch solche Maßnahmen irgendwann den großen Durchbruch auf Internationalem “Weltniveau” erhofft.
    Nur leider muss man sich fast schon schämen, hier in Würzburg zu leben…
    Traurig, was man aus einer Stadt mit solch tollem VORHANDENEN Potential machen kann.

  6. Das haben Sie recht hart, aber wie ich befürchte, durchaus treffend auf den Punkt gebracht. Der Stadtrat als Jahrmarkt der Eitelkeiten. Es ging nicht um 1, 2 oder 3 Meter Höhe, sondern darum, mal wieder einfach einen Kopf durchzusetzen und es den politischen Gegenern, die durchaus in der selben Partei sitzen können, zu zeigen.

    Ich hoffe nur, dass der Investor das Projekt durchführt, die geplante Architektur ist durchaus angemessen. Doch verstehe ich auch, wenn er nun langsam an die Rentabilitätsgrenze kommt. Aber im Falle eines Abspringens wird der Verschönerungsverein und die CSU sicher eine Lösung aus dem Hut zaubern, wie man mit sehr wenig Geld das bestehende Hochhaus sanieren und erhalten kann.

  7. Da kann sich dann der ein oder andere misanthropische Verhinderer wieder einen Strich auf die Liste erfolgreich verhinderter Projekte machen. Bravo!

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