Archiv für den Monat: März 2009

Alles wurde gut

So, vor ein paar Tagen hätte ich nicht ernsthaft daran geglaubt, dass ich den Haufen Arbeit wegschaufeln und doch zur re:publica nach Berlin fahren werde. Aber nun sitze ich mit Kahta und MatzeLoCal im Auto und wir sind auf dem Weg in die Hauptstadt. Ich freu mich. 🙂 Ob ich mich auf meine Matratze im Vierbettzimmer im Helter Skelter freue, das fragt mich morgen früh. 😉 Aber auf die Schnelle hab ich nichts anderes gefunden und der Weg zur Kalkscheune braucht keine Zigarettenlänge. Berlin ist so riesig, dass man sich schon mal über kurze Wege freuen darf.

Biffo auf den Laufsteg

Jetzt wo ich so langsam — gaaaaanz langsam – auch die Vierzig zugehe, wird mir klar, dass es auch noch ein Leben danach gibt. Und kaum zu glauben — selbst ein Leben über Fünfzig wird langsam — nooooch langsamer — vorstellbar.  Das liegt vermutlich an den leuchtenden Vorbildern. Biffo vom Kitziblog zum Beispiel, der zumindest in Sachen Haarfarbe mein großes Idol ist. 😉

Und Biffo stellt sich bei der Online-Community fiftiesnet.de zur Wahl des “attraktivsten Best-Agers”. Gönnen wir Biffo doch ein Fotoshooting, eine Reise und einen Modelvertrag, dann gibt es beim nächsten Bloggertreffen was zu erzählen … 🙂

Blut & Tränen

Update: Wie brokkola in den Kommentaren schon angedeutet hat, wurde die Veranstaltung in den Saalbau Luisengarten verlegt, am selben Tag zur selben Uhrzeit. Vermutlich weil man da mehr Anlauf hat. 😉 Und ja, es geht vor allem um das Stadtbild im Sinne von öffentlichen Toiletten, Sauberkeit der Straßen, Telekomkästen, Werbetafeln und so weiter gehen. Wobei ich einen Schwenk in Richtung artchitektonisches Stadtbild für gut möglich halte, denn niemand pinkelt an ein barockes Gebäude, oder? 😉

Stehst du auf Splatter-Filme? Kettensägenmassaker XXIV? Schon was am Donnerstag, 2. April 2009, um 19.30 Uhr schon was vor? Denn da kann der Horror einen ganz neue Dimension erreichen. Stadtgespräch: “Wie schäbig ist Würzburgs Stadtbild?” in Rudolf-Alexander-Schröder-Haus.

Kennt ihr den Wall of Death? Klassischer Mannschaftssport bei Metalkonzerten. Und so was müsste man bei diesem Stadtgespräch auch machen. Auf der einen Seite den Verschönerungsverein, Ringpark in Gefahr und andere Barock- und Rokokofetischisten, auf der anderen Seite die wiedererweckten Jünger der Postmoderne. Und dann geht es ab. Die Gruppe, bei der danach die meisten noch stehen können, die bekommt einen Hochsitz Freisitz in der Kommision für … Dings … Zeuch … wesst scho … des Architekturzeuch in der Stadt.

Via lp10blog

Shantel-FAQ

Ja, bin ich denn die Ticket-Hotline? 🙂

Ein Kommentar im Blog und zwei E-Mails mit Fragen zu einer Veranstaltung: Shantel mit seinem Bucovina-Club heute in der Posthalle.

Nochmal für alle zum Mitschreiben: Der Eintritt kostet an der Abendkasse 9 €, um 22.00 Uhr geht es los. Und ich würde empfehlen, möglichst früh hinzugehen — ich habe den leisen Verdacht, es könnte sehr voll, heiß und laut werden! 😉

Und denkt dran, morgen könnt ihr nicht so lange ausschlafen — Sommerzeit! 🙂

Weißt du mehr zum Thema "Posthalle"? Dann schreibe dazu etwas im WürzburgWiki.

Neues Senderseite für Radio Würzblog

Logo Radio WürzblogBei laut.fm hat sich mal wieder was getan – die Senderseite wurde völlig neu gestaltet. Und damit auch die Seite von Radio Würzblog, dem ich deswegen auch mal ein Senderlogo verpasst habe. Dem Streamingserver wurde auch endlich neue Hardware spendiert, der Upload funktioniert darum auch wieder. Ich kann also wieder Musik nachlegen.

Neu im Sendeplan ist zwischen 17 Uhr und 18 Uhr die Vorschau auf das U & D 2009, soweit ich an die Lieder herangekommen bin. Bands des diesjährigen U & D: Wer da gespielt werden will, darf mir gerne Tonträger zukommen lassen. 🙂

Funk, Finanzkrisensongs, Feierei und Fotografien

So, die Woche war geprägt von einem grippalen Infekt und enorm viel Arbeit, teilweise beides zur selben Zeit. Da gibt es einiges nachzubloggen. Fangen wir mal an:

Heute Abend kann man sich wieder zerreißen. Im Standard kann man den kalten Frühlingsanfang vergessen, bei der Disco Fantastique hat man immer Sonne im Herzen, Sterne in den Füßen und Cuba Libre im Glas. Ab 21.00 Uhr geht es los und dauert bis früh in den Morgen.

Vorher könnte man ins Cairo zum Konzert von Rökkurró gehen. Schwermütig waren die Isländer schon immer, ob sich das durch einen Beinahe-Staatsbankrott noch verstärkt hat — anhören. Los geht es auch um 21.00 Uhr, finanzkrisenfreundlicher 5 € Eintritt für das isländische Konjukturpaket und als Schmankerl gibt es noch die Ghost Bees oben drauf. Und dafür danken wir dem Tanzklub.

Vier Jahre ist er alt geworden, der Pleicherhof. Und das feiert er heute ab 21.30 Uhr gebührend mit Techno, Funk, Indie und Zeugs gegen ein Geschenk von 3 €. Glückwunsch Üd! 🙂

Kultur am frühen Abend kann man sich auch noch geben: In den Räumen der FH in der Korngasse (gegenüber vom Nachtwächter) findet die Fotoausstellung der Diplom- und Semesterarbeiten statt. Zu sehen gibt es unter anderem Fotografien von alten Bahnhöfen in der ehemalligen DDR und eine Bildreportage über Schiffsfriedhöfe in Bangladesch. Anschauen kann man sich die Ausstellung heute ab 18.00 Uhr und auch noch mal am Montag, 23. März 2009, ab 19.00 Uhr. Am Montag findet auch dazu ein Vortrag von Samantha Dietmar statt.

Uff, das muss mal als Vorschläge für ein Abendprogramm reichen.

Willkommission für Stadtbild und Architektur

Architektur, Städtebau und Stadtentwicklung war in den letzten Jahren ein Streitthema in Würzburg und wird bestimmt weiterhin eines bleiben.

Um dem Stadtrat eine möglichst objektive und fundierte Entscheidung bei Bauprojekten in der Stadt zu ermöglichen, soll wieder der Baukunstbeirat installiert werden. Den gab es früher schon mal in der Stadt, wurde aber zu Beginn der Amtszeit von Frau Beckmann aufgelöst.
Nun erlebt er eine Wiederbelebung unter dem neuen Namen “Kommission für Stadtbild und Architektur”, was sich für mich nicht so schön klingt wie Baukunstbeirat. Aber egal.

Ich bin ja die ganze Zeit davon ausgegangen, dass diese Kommision aus Fachleuten — Architekten, Kunsthistorikern, Künstlern, etc — bestehen soll, um eben dem Stadtrat eine fachmännische Meinung zu einem Projekt geben soll. Und nun entsteht die fast schon historische Situation, dass ich Stadtrat Willi Dürrnagel zustimmen muss: Warum sind nach der neuen Satzung mehr Stadträte Mitglied in dieser Kommision als Fachleute? Stadträte beraten sich selbst? Da habe ich doch Sorge, dass die Empfehlung, die im Stadtrat dann ankommen wird, weniger fachlich als politisch und persönlich sein wird. Und das kann ja nicht Sinn der Sache sein.

Aber noch verwunderter war ich über das Zitat aus der Satzung, das in der Mainpost abgedruckt war:

Vorrangiges Kriterium ist laut Satzung dabei „der Erhalt des Stadtbildes in seiner historischen Form“

Warum das denn? Ein Sitzplatz für den Verschönerungsverein im Beirat wurde zum Glück abgelehnt — was einigen Leuten den Tag versüßt hat –, aber hat er sich in diesem Kriterium in der Satzung eingeschlichen. Warum muss man die historische Form, die in Würzburg ja fast nur 70 Jahre alt sein kann, auf Biegen und Brechen erhalten? Sollte das oberste Ziel nicht eine ansprechende, passende und umsetzbare Stadtgestaltung sein? Das kann im Einzelfall einen Erhalt der historisierenden Substanz sein, aber auch mal eine moderne Lösung. Warum dem Baukunstbeirat schon von im Vorfeld seine Freiheit in der Empfehlung nehmen?

Willkommision!