Würzburg ist vermessen

Das Ende der Orientierungslosigkeit ist da — Würzburg ist vermessen. In OpenStreetMap sind — soweit man das sagen kann — alle Straßen im Stadtgebiet Würzburg erfasst. Und das sind mal locker über 1000 Straßen, die von vielen Enthusiasten per GPS abgelaufen oder -gefahren wurden. Und so kann es aussehen:

[osm_map lat=”49.789″ long=”9.959″ zoom=”12″ width=”500″ ]

Das OpenStreetMap-Projekt sammelt ja nur Kartendaten, die man kostenlos verwenden und in eigene Anwendungen einbinden kann. Für die Verwendung der Daten gibt es viele Möglichkeiten. So bastelt die Uni Bonn zum Beispiel mit den Daten an dem Routingservice openroutingservice.org, es gibt Karten für Radfahrer und welche für den öffentlichen Nahverkehr. Man sieht, OpenStreetMap ist mehr aus bloß ein paar gezeichnete Straßen. Überall können Metainformationen mitgegeben werden. Hier ist ein Briefkasten mit diesen Leeerungszeiten, das ist eine Einbahnstraße, dort ist eine Kneipe, da ein Zigarettenautomat und so weiter und so fort. Und in diesem Bereich ist nach wie vor sehr viel zu tun. Und jeder kann mitmachen. Ob man das online auf der OpenStreetMap-Seite tut, mit einem externen Editor wie JOSM oder einfach nur unter OpenStreetBugs gefundene Fehler oder mögliche Unstimmigkeiten einträgt — das alles machen die Kartendaten nur besser.

Vorgestern war ich beim OpenStreetMap-Treffen in Würzburg. Nette Leute diese Mapper. Ein wenig verschroben, klar, aber da bin ich von den Bloggertreffen her Schmerz gewohnt. 😉
Wer sich auch nur einfach mal über OpenStreetMap informieren will, der sollte — außer ins OpenStreetMap-Wiki zu schauen — einfach mal zu so einem Treffen gehen, die immer auf der Würzburg-Seite im OSM-Wiki angekündigt werden. Das nächste ist am 4. Juni 2009.
Witzigerweise durfte ich bei dem Treffen an der Pressemitteilung zur abgeschlossenen Erfassung der Würzburger Straßen mitfeilen — und am nächsten Tag durfte ich genau die Pressemitteilung aus dem Postfach des Würzblog-Mailbox fischen. 🙂

Aber nun sollen sie auch genannt werden, die Helden, die Idealisten, die Geschubsten, die GPS-Freaks, Humboldts Erben — die Vermesser Würburgs:

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(Für die OSM-Fetischisten: Natürlich ist die Liste recht willkürlich entstanden. Einfach einen Kartenausschnitt von OSM heruntergeladen, von dem ich glaube, dass es das Stadtgebiet Würzburg abdeckt. Und dann die User aus den Nodes ausgelesen, die Bots rausgeworfen, fertig. Geographisch sicher sehr angreifbar, aber mächtig symbolisch 😉 )

8 Gedanken zu „Würzburg ist vermessen“

  1. “und am nächsten Tag durfte ich genau die Pressemitteilung aus dem Postfach des Würzblog-Mailbox fischen. ”

    klar! Ich geize doch nicht mit Referenzexemplaren! 😀

  2. Und wenn es auch nur viele sind, die wenig bearbeiten. Wenn jeder Würzburger einen neuen Node anlegt oder einen bearbeitet, dann sind das 130000 Bearbeitungen — da ginge was. 🙂

  3. Wow, haben da schon viele Leute mitgearbeitet. Viele aber ja auch nur mit sehr wenigen “Nodes”. Hoffen wir, dass sich durch die Pressemitteilung noch viele Nutzer finden, die das Projekt unterstützen.

  4. Pingback: iWelt AG
  5. Pingback: Jonas K.

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