Archiv für den Monat: Juni 2009

Die Inflation des Klatschens

Gestern nachmittag habe ich mich zum Südwild-Bus am Markt begeben, um den Kollegen von LP10 zu lauschen, die dort im Filmbeitrag und Live-Interview vertreten waren. Wer die Sendung verpasst hat — ob daheim oder am Markt –, der kann sie sich auch online anschauen — besonders der witzige Film von und mit LP10 ab Minute 42. 🙂

Erstaunt und angenervt hat mich, dass es bei der Livesendung wirklich einen Claquer bzw. eine Claquese gegeben hat. Immer am Ende eines Filmbeitrags zählte eine Dame des Südwild-Teams einen Countdown, an dessen Ende sie zu klatschten anfing und das Publikum dazu aufforderte. Arghhhhh! So etwas kann ich ja gar nicht leiden. Die Zuschauer sollen applaudieren wenn ihnen danach ist und nicht auf Kommando. Sonst wird damit der Wert des Beifalls auf Null gebracht. Klatschen auf Befehl ist kein Zeichen des Gefallens, sondern nur noch ein zufälliges Aufeinandertreffen von Handinnenflächen. Da kann man ja gleich das Lachen in Sitcom-Manier vom Band einspielen. Und das in einer Sendung, die so locker, flockig, jugendlich sein will.

Der Südwild-Bus ist in Würzburg

Südwild ist wieder in Würzburg

Der Südwild-Bus ist in Würzburg

Ja, auch wenn manche meinen, dass der Südwild-Bus das erste Mal in Würzburg ist — sie waren schon mal da.

Diesmal steht der Bus der Jugendsendung (und für jung gebliebene) des Bayerischen Fernsehens am Unteren Markt und darf auch besucht werden. Am Freitag fährt er dann ein paar Meter weiter und parkt auf dem Umsonst & Draussen-Gelände. Jeden Tag wird zwischen 15.00 Uhr und 16.00 Uhr live vom Bus gesendet, wer also mal in die Kamera winken will … 😉 Heute sind Architekten von LP10 mit ihrem Film zu Gast

Wochenende ohne Ende

Was passiert am Wochenende in Würzburg? Das Wetter scheint ja angeblich ganz gut zu werden. Hier ein kleiner subjektiver Ausschnitt:

Heute Abend dampft es wieder im Standard bei der Disco Fantastique, Rauch- und Cuba-Libre-Schwaden werden in der Luft liegen, Körper schmiegen und wiegen sich im Takt von good old Funk, Soul und Boogaloo. Ein Dauerbrenner, und das völlig zu recht.

Der Christopher Street Day ist in der Stadt. Der Samstag auf der Alten Mainbrücke ist eigentlich ein Muss, gerade bei dem Wetter. Geht ihr wenigstens hin, ich bin auf einer Hochzeit — Hetero-Hochzeit! 🙂 Loveparade-Gründer Dr. Motte wird übrigens beim CSD in Würzburg im Dauereinsatz sein: beim Umzug, bei der After-Show-Party im Cinemaxx und der After-Hour-Party im Zauberberg.

Ebenfalls am Samstag findet das Hoffest — lang erwartet — in Würzburgs legendärstem Wohnblock statt — das 4. Dencklerfest im Dencklerblock in der Zellerau. Bands, Flohmarkt, Kunst, Kulinarien und das Warten auf den obligatorischen Polizeibesuch, das alles macht das Dencklerfest zu etwas … auf jeden Fall zu etwas Besonderen. 🙂

Am Samstag morgen findet eine weitere Demonstation statt. Um 11.00 Uhr startet am Domplatz eine Demo, um auf die desolaten Zustände in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber in Würzburg und woanders hinzuweisen. Eigentlich wollten die Bewohner der Unterkunft zu zu einer Großdemonstration im Rahmen der Antirassistischen Aktionstage nach München fahren, aber sie wurden dafür nicht von ihrer Residenzpflicht befreit. Darum wenigstens eine Demo in Würzburg.

LP10 goes TV

Das mobile Büro, die zentrale Requisite
Das mobile Büro, die zentrale Requisite

Erst waren sie im Radio, nun kommen sie ins FernsehenLP10, Zusammenschluss von jungen Architekten in Unterfranken. Am kommenden Dienstag, 16. Juni 2009, wird am Nachmittag bei Südwild ein kurzer Dokumentarfilm über LP10 gezeigt — naja, wohl mehr eine Dokusatire. Ab 15.00 Uhr kann man die Darsteller und den Filmemacher live beim Südwild-Bus am Unteren Markt in Würzburg bewundern, sich Autogramme geben lassen und Kinderwünsche äußern. 😉

Ich hatte die Freude und Ehre einen Teil der Dreharbeiten begleiten zu dürfen. Faszinierende Szenen an exotischen Plätzen: der Würzburger Stein, das ehemalige Sudhaus am ehemaligen AKW-Gelände, das Augustinerhochhaus, die Spiegelstraße, der Hotelturm, der Kupsch und ein Baustellenklo in der Zellerau und wilde Autofahrten durch den Alten Hafen.

Ungenutzte Gebäuden wurde endlich ein Sinn und Zweck gegeben -- als Filmkulisse
Ungenutzte Gebäuden wurde endlich ein Sinn und Zweck gegeben — als Filmkulisse

Mit Matthias Braun und Manfred “Chester” Ring agierten zwei überaus vielseitige Schauspieler in der Rolle zweier mobiler Architekten auf der Wanderschaft durch Würzburgs Architektur auf Weltniveau.

Der hochprämierte Dokumentarfilmer Erik Asch, bekannt durch den Film “Der rote Teppich“, hat viele Stunden Film auf Kassetten gebannt und die undankbare Aufgabe übernommen, das alles auf vier Minuten einzudampfen — auf das Ergebnis bin ich selbst gespannt.

Es war für mich schon interessant, mal bei Filmarbeiten dabeizusein und habe unterschätzt, wie anstrengend so etwas sein kann, selbst für mich, der ich — außer Requisisten zu schleppen — nicht wirklich was zu tun hatte.
Tonnenweise Bilder vom Dreh gibt es im 23hq-Album, die kann ich ruhig schon vor dem Ausstrahlung zeigen, da man überhaupt nicht erkennen kann, wie der fertige Kurzfilm mal aussehen wird. 🙂

Kameramann Erik Aschs gewohnte Pose
Kameramann Erik Aschs gewohnte Pose
Gefährliche Dreharbeiten unter Einsatz der persönlichen Freiheit
Gefährliche Dreharbeiten unter Einsatz der persönlichen Freiheit
Erkenntnisse über Geschäftsmodelle und Ernährungsgewohnheiten in Franken
Erkenntnisse über Geschäftsmodelle und Ernährungsgewohnheiten in Franken