Der CSD in Würzburg im Schnelldurchlauf

Oh Gott, ich bin ganz böse im Blogverzug. Morgen beginnt der Christopher Street Day in Würzburg und ich habe noch keine Silbe darüber verloren. Das hat er nicht verdient. Denn den CSD mag ich, er ist für mich nicht nur eine Veranstaltung für Schwule und Lesben, sondern auch ein Fest der Toleranz und Freundschaft, bei dem ich mich auch als unverbesserliche und unbelehrbare Hete immer wohl gefühlt habe. 🙂

Also wenigstens im Schnelldurchlauf:

Morgen beginnt der CSD in der Stadt. Naja, morgen beginnt mehr das Vorspiel, der CSD, den die Bevölkerung am meisten mitbekommt, beginnt wohl eher am Freitag.

Am Mittwoch startet der CSD zum ersten Mal mit einer Gala. Und da hat man sich nicht lumpen lassen und die A- bis F-Prominenz — je nach Geschmack und Blickwinkel — auf die Bühne geholt. Lilo Wanders moderiert den Abend, bei dem die Kabarettistin Lizzy Aumeier, Musikerin Elli Erl, Daniel Küblböck (ist der mittlerweile Musiker?), Musikkabarettist Holger Edmaier und die Sängerin Ma-Ry aka Dr3iecksbeziehung. Lilo wird den Abend wohl souverän bestreiten, die Kabarettisten mag ich, Elli hab ich auch schon mal gehört und für ok befunden, Ma-Ry kenn ich nicht und was Herr Küblböck im Moment musikalisch bietet weiß ich nicht — im Schnitt könnte das also ein netter Abend werden. Wenn das jemanden 25 € im Vorverkauf oder 29 € an der Abendkasse wert ist.

Nach der Gala ist im Zauberberg “After-Gala-Party / gay.volution special mit dem Stargast: Lilo Wanders”, wobei ich mich frage, was da die Aufgabe eines Stargasts ist? Dekorativ rumstehen? Platten auflegen? Prosecco reichen? Was?

Der Donnerstag gibt sich eher ruhig mit einer Ausstellung im WuF-Zentrum und einer exklusive Film-Vorpremiere auf dem Dach des Cineworld in Dettelbach — also Open-Air-Kino, bei schlechtem Wetter im Cineworld-3D. Gezeigt wird “Contact High“, ein wohl recht schräger österreichischer Streifen, die Filmkritik macht Lust darauf.

Ab Freitag beginnt der klassische CSD-Teil. Um 19.30 Uhr ist die politische Eröffnung im Wappensaal des Rathauses, bei der OB und Schirmherr Georg Rosenthal der FDP-Abgeordnete Karsten Klein sprechen werden. Danach ist mit csd.volution die Eröffnungsparty im Zauberberg, wo man erfahrungsgemäß grandios versacken kann.

Am Samstag präsentiert sich der Chrisopher Street Day mal so richtig in Würzburg mit dem Straßenfest Brückenfest auf der Alten Mainbrücke. Mit dem Veranstaltungort Alte Mainbrück habe ich gemischte Gefühle. Auf der einen Seite ist sie ein wunderschöner Ort für eine Party und der Wahrnehmungsfaktor ist recht hoch. Aber für Leute, die mit dem CSD nicht anfangen können (das ist nicht identisch mit Homophobie), sondern nur spät am Abend von der Stadt auf die andere Mainseite wollen, ist es ätzend, sich eine Stunde durch die Massen schieben zu müssen, nur um vom einen Ufer ans andere zu gelangen.
Neben diversen Infoständen gibt es dort auch eine Bühne für Politik und Musik, um 15.00 Uhr geht die Demo einmal ums große Karree, um um 16.00 Uhr wieder auf der Alten Mainbrücke zur politischen Abschlusskundgebung zu landen. Abends ist ab 22.00 Uhr After-Show-Party im Cinemaxx, NacktNachtsauna in der Alibi-Sauna und ab 5 Uhr früh After-Hour im Zauberberg.

Sonntags ist mehr Chillout angesagt, mit Brunch und Diskussion im WuF-Zentrum, einer Stadtfühung und einer Fahrt mit dem Proseccoexpress.

3 Gedanken zu „Der CSD in Würzburg im Schnelldurchlauf

  1. wir waren da…und das mit dem ei war auch unser galuben  (war ja sogar die info von der kinohomepage) …aber angeblich waren dann alle säale anders belegt und (wohl urplötzlich)  auch das ei…??? … muss man nicht verstehen- war ja nicht so, dass das wetter urplötzlich schlecht wurde sondern eigentlich hatte man den ganzen tag zeit zu planen…aber wohl alles eine frage der prioritätensetzung… nächstes mal wieder corso!

  2. die filmkritik machte lust darauf… aber anscheinend hatte das cineworld wohl keine… statt bei schlechtem wetter im saal wurde das ganze mal mir nichts dir nicht und spontan aus dem spielplan gekippt und die armen jungs von der toleranzfabrik mussten den teils gar aus schweinfurt angereisten gästen erklären dass der weg umsonst war…aber das immerhin mit prosecco und brezen :o) … naja gabs dann halt dvd und homecinema…

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