Lieber Ralf, ich will das Unmögliche versuchen und das Nähkästchen in ein Kommentarfeld zu zwängen: Schwarz behütete Bad Guys gibt es überall. Das ist kein Bloggerspezifikum. Blogger sind im Grunde Individualisten; wie gesagt ich bin auch einer (Blogger und Individualist). Probleme mit dem Umgang der neuen (nicht wilden) Medien haben meist die anderen, nicht ich;-) Dass die Diskussion so abläuft war mit bewusst. Seit der Web 2.0 Veranstaltung im VCC habe ich im WüWideWeb das Bad-Guy-Image. Nun zur Sache: Mein Job war und ist „Aufmerksamkeit und Agenda-Setting“ für das Thema: „Image und Profil von Würzburg“ – und das ohne Geld. Worstcase-Szenario: „langweilige Gefälligkeit“. Spannung durch Reibung! – ist das Motto. Das Web 2.0 ist das Reibeisen. Wo sonst wird so gestritten und gezankt, oder nennen wir es polarisiert. Kritik und Ablehnung führen zur Penetration der abgelehnten Botschaft! Diese Erkenntnis hat sich mal wieder bestätigt. Und darum ist das WüWideWeb 2.0 besonders, weil es das noch nicht erkannt hat. Das war und ist Konzept. Zu jeder Zeit und bei allen Gelegenheiten haben wir das auch offen kommuniziert. Der Job Aufmerksamkeit (Awareness) ist erledigt. Diese Diskussion war längst notwendig im beschaulichen Wü.. Wenn es gelingt die TOPs „Marketing und Werbung für unsere Stadt“ auf die Agenda der Stadtratssitzungen zu bringen habe ich auch meinen zweiten Job erledigt. Man kann solche Prozesse von langer Hand planen ja, aber wer meint sie bis zum letzen Kommentar steuern zu können ist weltfremd. So habe ich mit Kritik gerechnet, klar. Die Tiefschläge unter die Gürtellinie kenne ich aus meiner Zeit als Fechter. Da haben sie so richtig weh getan;-) Mich anzuschießen ist Energie-Verschwendung. Ich bleibe ein kritischer Mensch, der keinem Streit aus dem Weg geht, wenn’s m.E. der Sache dient. Oder wie es ein Kommentar auf MainPost.de bezeichnet: ein „kreativer Springteufel“. Wir sollten wir unsere Energie bündeln und dahin fokussieren wo sie hin gehört: Richtung Verantwortungsträger im Grafeneckart.

Zum Schluß noch 7 Statements:
– Die Diskussion um den Slogan dreht sich im Kreis. Es ist doch alles gesagt und nichts mehr Neues hinzuzufügen. Ich für meinen Teil ziehe mich aus dieser Diskussion zurück.
– Mein Engagement ist ehrenamtlich. Es ist kein Geld geflossen. Ganz im Gegenteil, ich habe noch was draufgelegt. Bei dem Aufwand klingt das unglaubwürdig, ist aber so.
– Ich bin leidenschaftlich Werber und Würzburger. Ich liebe meinen Beruf und meine Stadt.
– Es geht nicht um einen „verdammten Werbespruch“, es geht um unsere Stadt.
– Drohung: Wenn die Anti-Ablehn-Haltung gegen alles und mich weiter geht, bleibe ich hyper-aktiv im WüWideWeb;-)
– Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich jemand verletzt oder gekränkt haben sollte.
– Ralf, Vielen Dank für diese Gelegenheit.