Das finde ich ein sehr passendes Resümee. Nicht nur die Kneipen- und Szenelandschaft wird immer mainstreamiger. Man hat auch das Gefühl, in der Innenstadt gibt es nur noch Optiker, Gesundschuhläden, Apotheken, Billigbäcker und sonstige Futterplätze. Abgerundet durch die üblichen Ketten. Klar gibt es noch den einen oder anderen richtig schönen und originellen Laden. Aber das Gros, das was bildprägend ist, wirkt unheimlich altbacken, billig und katholisch. Die neue Mainpromenade, der neue Marktplatz – quadratisch, praktisch, pflegeleicht und ohne jeden Charme. Die Lebensfreude scheint beim gemeinen Würzburger erst ab 0,9 Promille auf einem der vielen Feste allmählich zu gären.