Ich denke es geht bei der Diskussion auch nicht in erster Linie darum, dass die Stadt die „Subkultur“ wirtschaftlich bzw. finanziell fördert. Das lässt einerseits der stark angeschlagene Haushalt nur schwer zu und andererseits ist es natürlich problematisch, da es sich bei den meisten der genannten Locations um private „Unternehmen“ handelt. Was man jedoch erwarten kann ist, dass die Stadt die subkulturelle Szene ernsthaft wahrnimmt und auch diese als ein wichtigen Bestandteil des Würzburger Kulturlebens begreift, mit dem sich Würzburg nach außen hin vermarktet. Würzburg ist eben nicht nur „Wissen, Wein und Weltkultur“, sondern auch „Subkultur“.
Wenn die Förderung seitens der Stadt also nur bedingt finanziell möglich ist, so kann man zumindest die Rahmenbedingungen schaffen, dass es solchen Läden nicht noch zusätzlich schwerer gemacht wird als es ohnehin schon ist . Diese Rahmenbedingungen sind zumeist in Gesetzen oder Verordnungen (wie z. B. Baurecht) festgelegt. Aber gerade in der Auslegung dieser Festsetzungen gibt es Spielraum wie das Beispiel „Posthallen“ zeigt. Da muss man sich halt mal beweglich zeigen und guten Willen oder jedenfalls die Bereitschaft dazu zeigen.
Als der Stadtstrand eingeführt werden sollte, gab es auch zig öffentliche Bedenkenträger (fängt bei der Feuerwehr an und hört beim Wasserwirtschaftsamt auf). Jetzt ist das Ding etabliert und die Stadt wirbt damit.